NEWS & FAKTEN
AUS ERSTER HAND.

Aktuelles: Neuigkeiten aus der Branche

International

Dieselverbrauch in Österreich 2018 über 7 Mio. t

Der Verbrauch von Diesel- und Ottokraftstoff lag in Österreich 2018 laut einer Markteinschätzung des FVMI Fachverband der Mineralölindustrie, Wien, bei rund 8,7 Mio. t. Dies entspricht einem Anstieg von 1,6 % im Vergleich zu 2017. Sowohl der Benzin- als auch der Dieselverbrauch erfuhren einen leichten Zuwachs (1,6 % bzw. 1,7 %), letzterer erreichte einen neuen Höchstwert. Nach einem Plus in 2017 sank der Verbrauch von Heizöl Extraleicht (HEL) 2018 um 12,5 %.

Umgerechnet von Tonnen in Liter wurden 2018 rund 10,6 Mrd. Liter Kraftstoff verbraucht – rund 2,2 Mrd. Liter Benzin und an die 8,4 Mrd. Liter Diesel. Im Jahr 2017 waren es insgesamt rund 10,4 Mrd. Liter.

Bei Benzin mit 1,65 Mio. t zeigte sich über viele Jahre hinweg eine sinkende Tendenz, 2018 ergab sich dagegen eine geringe Steigerung. Hier zeichnet sich bereits der aktuelle Trend bei den Konsumenten, zurück zum Benzinmotor, ab. Trotzdem liegt der Verbrauch von Benzin heute um 26 % unter dem Wert von vor 15 Jahren mit rund 2,2 Mio. t. Diese langjährige Entwicklung ist für Christoph Capek, FVMI-Geschäftsführer, unter anderem auf die immer sparsameren Benzinmotoren zurückzuführen.

Der voraussichtliche Jahresverbrauch von Diesel kam mit rund 7,1 Mio. t auf einen neuen Höchstwert. So wurde der Spitzenwert von 2017 erneut übertroffen. Ein wesentlicher Grund war die konjunkturbedingt höhere Dieselnachfrage. Wichtige Branchen für den DK-Absatz sind die Transport-, Bau- und Landwirtschaft sowie die öffentliche Hand, die im Großkundengeschäft verstärkt Diesel nachfragen.

Nach einem Plus von 3,8 % im Jahr 2017 ist der Heizölverbrauch 2018 wieder gesunken und zwar um 12,5 %. Wurden 2017 rund 1,18 Mio. t Heizöl Extraleicht abgesetzt, lag der Verbrauch im Jahr 2018 bei 1,03 Mio. t.

Mineralölindustrie investiert laufend in Forschung und Entwicklung – Der Energiemix diversifiziert sich immer schneller. Antriebskonzepte und Kraftstoffe der Zukunft sind dabei von zentraler Bedeutung. Ohne kohlenwasserstoffbasierten Kraftstoffen wird es aber auch in den kommenden Jahren nicht gehen. Mittelfristig wird eine Vielzahl verschiedener Antriebe, wie beispielsweise mit Batterie, Wasserstoff und konventionellen Kraftstoffen, nebeneinander existieren. Der Verbrennungsmotor der Zukunft wird zunehmend mit Hybrid-Antriebstechnologien kombiniert werden. Die Mineralölindustrie versteht sich als wichtiger Player bei der Reduktion des weltweiten Kohlendioxidausstoßes, leistet durch Effizienzsteige-rungen bereits einen großen Beitrag und investiert laufend in die Forschung und Entwicklung.


Erneuerbare Energie

ENplus Holzpellets-Produktion der WUN Pellets GmbH im Probebetrieb

Deutlich mehr ENplus-zertifizierte Holzpellets kommen künftig aus Oberfranken. Das neue Pelletswerk der WUN Pellets GmbH, Wunsiedel, hat nach 14 Monaten Bauzeit im November 2018 den Probebetrieb erfolgreich aufgenommen. Die Jahresproduktion wird bei rund 105.000 t liegen.

Zusammen mit der Produktion von 36.000 t Pellets aus dem Werk der WUN Bioenergie GmbH, Wunsiedel, kommen aus der Stadt künftig 141.000 t gesamt. Davon können bis zu 45.000 t Sackware produziert werden.

Die Vermarktung der Pellets liegt nach Mitteilung von Emil Sopper, Leiter Geschäftseinheit Holzpellets, bei der BayWa AG, München.

Mit dem neuen Pelletswerk können jetzt rund 30.000 Haushalte mit ENplus A1-zertifizierten Pellets versorgt werden. Dies bedeutet für die Region eine deutliche Erhöhung der Lieferfähigkeit und Versorgungssicherheit. Das neue Werk ist mit drei Pressen und einer Hammermühle ausgestattet. Verarbeitet werden ausschließlich regionale Rohstoffe wie Sägespäne oder Hackschnitzel. Der Rohstoffbedarf des neuen Werks liegt bei rund 9,5 Mio. Schüttraummeter Sägespänen pro Jahr. Die Wärme für die Trocknung der Rohstoffe kommt aus den drei Blockheizkraftwerken der WUN Pellets GmbH, an der die BayWa seit Sommer 2017 beteiligt ist.


Bio

VNG-Tochter BALANCE erweitert Biogas-Geschäft im Rahmen der Konzernstrategie

Die BEE BALANCE Erneuerbare Energien GmbH, eine 100 %ige Tochtergesellschaft der VNG-Konzerngesellschaft BALANCE VNG Bioenergie GmbH, beide Leipzig, hat Ende Dezember 2018 das deutsche Biogasanlagen-Portfolio der Enovos Luxembourg S.A. erworben. Das Portfolio besteht aus insgesamt fünf Biogasanlagen an Standorten in Sachsen-Anhalt (Haldensleben-Satuelle und Oebisfelde) sowie Niedersachsen (Buchholz in der Nordheide). Zugleich übernimmt die BEE das für die Betriebsführung beschäftigte Personal. Der Kauf steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Bundeskartellamtes. Über den Kaufpreis haben beide Parteien Stillschweigen vereinbart. Das neu erworbene Portfolio an Biogasanlagen ergänzt das bisherige Portfolio der BALANCE VNG, das derzeit acht Anlagen umfasst.

Die BALANCE VNG verdoppelt mit dem neuen Biogasanlagen-Portfolio ihre installierte Anlagenleistung und verfolgt konsequent ihre Wachstumsstrategie. Die VNG-Tochtergesellschaft trägt damit wesentlich dazu bei, im Sinn der Konzernstrategie „VNG 2030+“, substanziell im Bereich Biogas zu wachsen. Nach Aussage von Hans-Joachim Polk, Vorstandsmitglied Infrastruktur/Technik der VNG, ist Biogas flexibel einsetz- und speicherbar. Das ist ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal. Darüber hinaus ist es durch den Einsatz von Biogas bereits heute möglich, einen Beitrag zur Kohlendioxidvermeidung im Wärmemarkt und Verkehrssektor zu leisten. Für die VNG bietet Biogas eine große Chance, den wachsenden Anteil der erneuerbaren fluktuierenden Energien in Deutschland sinnvoll zu ergänzen.

Die BALANCE VNG Bioenergie GmbH wurde im Dezember 2006 als 100 %ige Tochtergesellschaft der VNG AG gegründet. Das Unternehmen bündelt die Aktivitäten der VNG im Bereich alternativer Energien und Energieeffizienztechnologien. Dabei konzentriert sich BALANCE VNG auf die umfassende Projektentwicklung und die Beteiligung an Biogas- sowie Bio-Erdgasprojekten. Das Unternehmen beschäftigt derzeit elf Mitarbeiter. Die Geschäftsführung teilen sich Thomas Fritsch und Anja Köhler-Damm.


Verbände

Marktbericht

KW 52: Die Rohölnotierungen sind in der Woche nach den Weihnachtsfeiertagen gefallen. Brent-Nordsee-Rohöl verbilligte sich für Januar 2019 um 1,50 $/b, für Februar um 2,80 $/b und für März um 2,10 $/b. Für den Dreimonatszeitraum bewegten sich die Preise am Jahresende zwischen 50,20 $/b und 53,60 $/b.

Der OPEC-Korbpreis fiel ebenfalls, und zwar um 1,09 $/b im Vergleich Donnerstag zu Freitag. WTI kostete für Lieferung im Februar 2019 im low 45,97 $/b und im high für Aprillieferung 47,29 $/b.

Am Rotterdamer spot-Markt stiegen die Preise für Eurobob um 9 $/t bzw. 10 $/t sowie für Superbenzin um 1 $/t. Für alle anderen Produkte kam es zu Preisnachlässen, und zwar für Gasöl um 24 $/t, für Dieselkraftstoff um 23 $/t und für Heizöl schwer (1 % S) um 5 $/t bis 8 $/t. Nach Mitteilung des O.M.R., Kellinghusen, sanken die ARA-Biodieselnotierungen für Fame 0, Fame -10 und RME um je 5 $/t.

Im Tkw-Geschäft ab Lager und Raffinerie gaben die Produktenpreise an allen Handelsplätzen generell nach.


Unternehmen

DEA verkauft Erdgasspeicher in Bayern an NAFTA

Mit Wirkung zum 1. Januar 2019 hat die DEA Deutsche Erdoel AG, Hamburg, ihre drei in Bayern betriebenen Untergrunderdgasspeicher an die slowakische NAFTA a.s., Bratislava, eine Gesellschaft der EPH-Gruppe, veräußert.

NAFTA wird die DEA-Tätigkeit im Erdgasspeichergeschäft fortsetzen. Der Erdgasspeicher Wolfersberg (südöstlich von München) ist seit 1973, der Speicher Inzenham-West (bei Rosen-heim) seit 1982 und der Speicher Breit-brunn/Eggstätt (am Chiemsee) seit 1996 in Betrieb.

Die DEA konzentriert ihre Geschäftstätigkeit auf die Suche und Förderung von Erdöl und Erdgas. Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung hatte das Unternehmen das Gasspeichergeschäft 2017 ausgegliedert und die in der Tochtergesellschaft DEA Speicher Holding GmbH & Co. KG gebündelten Speicheraktivitäten mit rund 60 Mitarbeitern an die NAFTA übergeben. Die Vertriebseinheit DEA Speicher GmbH wurde ebenfalls an die NAFTA übertragen, die künftig die vorhandenen Speicherkapazitäten vermarkten wird.

NAFTA verfügt bereits über umfangreiche Erfahrung und Expertise in der Erdgasspeicherung in der Westslowakei und erweitert durch den Erwerb der drei Gasspeicher ihre bestehende Speicherkapazität von rund 2,7 Mrd. cbm damit um weitere 1,8 Mrd. cbm.

Seit Jahrzehnten haben die Erdgasspeicher in den verbrauchsarmen Sommermonaten Erdgas überwiegend aus Russland eingespeichert und im Winterhalbjahr, wenn der Gasbedarf ansteigt, wieder ausgespeichert. Auf diese Weise können Produktions- und Verbrauchsschwankungen ausgeglichen werden.

Auch mit NAFTA als neuem Eigentümer wird nach Mitteilung von Uwe Balasus-Lange, Leiter des operativen DEA-Bereiches Deutsch-land/Dänemark, das Erdgas aus den Speichern weiter schnell, sicher und verbrauchsnah verfüg-bar bleiben. Die Speicher in Oberbayern sind ein wichtiger Eckpfeiler der Versorgungssicherheit in Bayern und werden dies auch in Zukunft sein.


Verbände

Marktbericht

KW 51: Die Rohölpreise sind im Wochenvergleich erneut deutlich gesunken. Brent-Nordsee-Rohöl verbilligte sich für Januar 2019 um 6,90 $/b, für Februar um 6,30 $/b und für März um 6,10 $/b. Die Notierungen für den Dreimonatszeitraum bewegten sich zwischen 51,70 $/b und 60,00 $/b.

Der OPEC-Korbpreis fiel im Vergleich Freitag zu Donnerstag stark um 5,15 $/b. WTI notierte bei Wechsel des Frontmonats für Lieferung im Februar 2019 im low mit 45,93 $/b und im high mit 52,04 $/b für Lieferung im April.

Die Notierungen am Rotterdamer spot-Markt folgten dem allgemeinen Trend und fielen deutlich: Für Eurobob um 49 $/t bis 52 $/t, für Dieselkraftstoff um 43 $/t bzw. 44 $/t, für Superbenzin um 41 $/t bis 44 $/t, für Heizöl schwer (1 % S) um 42 $/t bzw. 43 $/t sowie für Gasöl um 34 $/t bzw. 35 $/t. Nach Angaben des O.M.R. Oil Market Report, Kellinghusen, sind die ARA-Biodieselnotierungen für Fame 0, Fame -10 und RME um je 15 $/t gesunken.

Im Tkw-Geschäft ab Lager und Raffinerie kam es an allen Handelsplätzen zu deutlichen Anpassungen nach unten.


Unternehmen

Kooperation mit Lotherol, NORDOEL und LTG ryd für Mobile Payment an Norddeutschlands Zapfsäulen

Die Hermann Lother & Co. Mineralölhandelsgesellschaft mbH, Hamburg, die zu den größten Betreibern von Tankstellen im norddeutschen Raum gehört, startet mit ryd in eine langfristig angelegte Partnerschaft für den Rollout der „Mobile Payment“-Lösung ryd pay an den Tankstellen der Marken Lotherol, NORDOEL und LTG. Mit der ryd-App bietet die ThinxNet GmbH, München, die bequeme Bezahlung per Smartphone an der Zapfsäule.

Eine Partnerschaft mit Zukunft – Traditionen sind für Unternehmen etwas sehr wertvolles. Sie bauen auf Werte und Erfolgsgeschichten der Gründer. So auch bei der Hermann Lother & Co. Mineralölhandelsgesellschaft mbH, die seit der Gründung 1938 ihrer Tradition der Familienführung treu bleibt. Neue Generationen bringen neuen Wind und suchen neue Ideen für einen stetigen Erfolg – so hat die Hermann Lother & Co. Mineralölhandelsgesellschaft mbH früh das Potential des kontaktlosen Bezahlens wahrgenommen. Auf der Suche nach einem passenden Partner wurde das Management schnell vom innovativen und übergreifenden Konzept des führenden All in One-Anbieters für Connected-Car Lösungen ryd überzeugt. Mit ryd pay wird dem Kunden ein hoher Komfort für das schnelle und einfache Bezahlen mit dem Smartphone an der Zapfsäule ermöglicht. Die Dichte von ryd pay-Akzeptanzstationen wächst damit im Raum Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachen und Mecklenburg Vorpommern.

Wie funktioniert die App – Kunden laden sich einfach die App von ryd für iOS oder Android herunter und registrieren sich dort. Dabei hinterlegen sie ihre Zahlungsinformationen – diese werden beim Zahlvorgang an der Zapfsäule verwendet. Tankstellen, die das Mobile Payment anbieten, werden in der App angezeigt.

Nach dem Tanken muss der Kunde die Funktion in der App mit dem grünen Tank-Button öffnen, die Zapfsäule auswählen und die getankten Liter und den Betrag dafür bestätigen. Nach jedem mobilen Bezahlvorgang wird dann von dem angegebenen Konto oder der hinterlegten Kreditkarte der zu zahlende Betrag abgebucht.

Nach dem Bezahlvorgang geht eine Zahlungsbestätigung im Kassensystem der Tankstelle ein. Anschließend erhält der Kunde einen Hinweis in der App, dass er weiterfahren kann.

Wie sicher ist das Bezahlen mit ryd – Sicherheit steht bei der Bezahl-App an oberster Stelle. Um Kontodaten und Zahlungen zu sichern, nutzt ryd Sicherheits- und Verschlüsselungsmechanismen nach Bankenstandard. Die Kontodaten sind weder für ryd noch für Dritte zugänglich. Der Zahlungseinzug wird durch einen zertifizierten Abrechnungspartner durchgeführt. Kontodaten werden weder in der App noch auf ryd-Servern gespeichert. Die Daten werden verschlüsselt an den zertifizierten Abrechnungspartner weitergeleitet, der als einziger die Kontodaten zu Abrechnungszwecken verwendet.

Pilotprojekt auch bei Sprint Tank – Bereits Mitte 2018 hatte die Sprint Tank GmbH, Berlin, ein Pilotprojekt in Kooperation mit der ThinxNet GmbH bekannt gegeben. Bei diesem wird die Mobile Payment-Lösung ryd zunächst an ausgewählten Standorten in Berlin getestet. Die Kassensysteme an den Teststationen wurden in enger Zusammenarbeit mit der Huth Elektronik Systeme GmbH, Troisdorf, auf die neue Aufgabe vorbereitet.


Personal

BAFA-Vizepräsident Bernd Enders im Ruhestand

Nach sechs Jahren als Vizepräsident des BAFA Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, Eschborn, wurde Mitte Dezember 2018 Bernd Enders (65) in den Ruhestand verabschiedet.

B. Enders erhielt von Harald Kuhne, Leiter der Zentralabteilung im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, die Entlassungsurkunde.

Nach Aussage von Andreas Obersteller, Präsident des BAFA, hat B. Enders entscheidend bei der Entwicklung der Behörde zum heutigen BAFA 4.0 mit elektronischer Akte und papierlosem Büro mitgewirkt. Darüber hinaus hat er sich auch für die Attraktivität des BAFA als Arbeitgeber stark gemacht. So führt das BAFA seit einigen Jahren das Zertifikat „berufundfamilie“.

Der Diplom-Ingenieur leitete seit 2006 die Zentralabteilung des BAFA. Seit 2013 war B. Enders Vizepräsident der Behörde.


Forschung

Treibstoff für klimaneutrales Fliegen

Fliegen ist sehr energieintensiv, gleichzeitig nimmt der Luftverkehr stetig zu – mit negativen Folgen für das Weltklima. Das KIT Karlsruher Institut für Technologie und die Ineratec GmbH, Karlsruhe, ein Spin Off des KIT, erproben jetzt gemeinsam mit weiteren Partnern aus Wirtschaft und Forschung die Herstellung von synthetischen klimaneutralen Kraftstoffen für den Luft-, Schwerlast- und Schiffsverkehr.

Nach Aussage von Roland Dittmeyer, Leiter des IMVT Institut für Mikroverfahrenstechnik des KIT wird dringend mehr kohlendioxidfreie Mobilität benötigt. In Deutschland stammt rund ein Fünftel der klimaschädlichen Emissionen aus dem Verkehr. Abhilfe schaffen können Elektroantriebe – sofern sie mit kohlendioxidfreiem Strom gespeist werden. Allerdings ist in der Luftfahrt oder im Seeverkehr Elektromobilität nur bedingt tauglich. Die Lösung sind Synthetische Kraftstoffe aus dem Treibhausgas Kohlendioxid und erneuerbarem Strom. Geplant ist die Gewinnung von Kohlendioxid aus der Umgebungsluft mit einer Direct Air Capture-Anlage der Climeworks AG, Zürich. Die Elektrolyse-Technologie, mit der durch Strom aus Wasser der benötigte Wasserstoff erzeugt wird, stammt von der Siemens AG, München.

Im Projekt PowerFuel wird am KIT in einer von Ineratec entwickelten Pilotanlage Kohlendioxid mit Wasserstoff schließlich in Synthesegas umgewandelt. Aus diesem wird, nach Informationen von Ineratec-Geschäftsführer Tim Böltken, im Reaktor flüssiger Kraftstoff erzeugt. Durch dieses Power to Liquid-Verfahren lässt sich nahezu klimaneutraler Treibstoff wirtschaftlich herstellen. Die Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen unterliegt naturbedingten Schwankungen. Durch den Einsatz der kompakten chemischen Reaktoren von Ineratec direkt vor Ort soll auf diese Schwankungen optimal reagiert werden und Strom, der bisher ungenutzt blieb, in flüssigen Kraftstoffen gespeichert werden. Außerdem haben die synthetischen Kraftstoffe im Vergleich zu konventionellem Benzin, Diesel oder Kerosin bessere Verbrennungseigenschaften. Die Qualität der synthetischen Treibstoffe sowie der Einsatz in verschiedenen Verkehrssektoren werden vom DLR Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Hamburg, und der Aviation Fuel Projects Consulting GmbH & Co. KG, Heidelberg, untersucht und beurteilt. In der Pilotphase soll die Anlage 200 Liter bis 300 Liter Kraftstoff am Tag produzieren.

Parallel zum Betrieb des Anlagenverbundes führen Siemens, Bauhaus Luftfahrt e. V., Taufkirchen, und die TU Hamburg Energiesystemanalysen des gesamten Anlagenverbundes durch, welche durch Simulationen basierend auf Strommarktmodellen unterstützt werden. Zusätzlich soll analysiert werden, wie der synthetisch erzeugte Kraftstoff in Verkehr gebracht werden kann.


Unternehmen

Mit Apple Pay an HEM-Tankstellen zahlen

Die Deutsche Tamoil GmbH, Hamburg, mit ihrer Marke „HEM“ führte Mitte Dezember 2018 offiziell „Apple Pay“ als weitere Zahlungsmethode im gesamten Netzwerk von über 400 Tankstellen ein. Damit soll der mobile Zahlungsverkehr einfacher, schneller und sicherer werden.

Sicherheit und Datenschutz sind das Herzstück von Apple Pay. Kundeninformationen wie Kreditkartennummern werden weder auf dem Gerät noch auf Apple-Servern gespeichert oder mit den Händlern geteilt. Stattdessen benutzt Apple Pay eine verschlüsselte, gerätespezifische Nummer sowie einen für jeden Bezahlvorgang einzigartigen Transaktionscode. Mittels Touch ID und Face ID wird die Bezahlung autorisiert.


Verbände

Marktbericht

KW 50: Die Rohölnotierungen sind im Vergleich Woche zu Woche sehr stark gesunken. Brent-Nordsee-Rohöl verbilligte sich für Januar 2019 um 2,20 $/b, für Februar um 2,70 $/b und für März um 2,90 $/b. Die Notierungen für den Drei-monatszeitraum bewegten sich zwischen 58,60 $/b und 61,50 $/b.

Der OPEC-Korbpreis fiel im Vergleich Freitag zu Freitag um 0,13 $/b. WTI kostete für Lieferung im Januar 2019 im low 50,89 $/b und im high 53,42 $/b für Lieferung im März.

Am Rotterdamer spot-Markt folgten die Notie-rungen dem allgemeinen Trend und fielen deutlich. Und zwar für Eurobob um 43 $/t, für Gasöl um 37 $/t bzw. 38 $/t, für Heiz-öl schwer (1 % S) um 28 $/t bis 30 $/t, für Dieselkraftstoff um 27 $/t bzw. 28 $/t sowie für Superbenzin um 19 $/t. Nach O.M.R.-Angaben sind die ARA-Biodieselnotierungen für Fame 0, Fame -10 und RME um je 5 $/t gesunken.

Im Tkw-Geschäft ab Lager und Raffinerie fielen die Preise generell an allen Handelsplätzen.


Forschung

20 Jahre Oel-Waerme-Institut – Forschung für die Energiewende

Die OWI Oel-Waerme-Institut gGmbH, Herzogenrath, feiert in diesem Herbst ihren 20. Geburtstag. Das gemeinnützige Forschungsinstitut wurde 1998 in Aachen gegründet und ist seit 2007 ein An-Institut der RWTH Aachen University. Nach der Gründung erlebte die OWI ein schnelles Wachstum mit einer Ausweitung der Forschungsthemen und blickt auf die erfolgreiche Durchführung zahlreicher wichtiger Forschungsprojekte zurück. Beispielsweise unterstützte die OWI durch ihre Forschung die Markteinführung von schwefelarmem Heizöl. Auch die Markteinführung von Bioheizöl wurde und wird noch wissenschaftlich begleitet.

Die Schwerpunkte in der nationalen und internationalen Förderpolitik haben in den letzten Jahren zu einer konsequenten Ausrichtung der Forschungsaktivitäten auf die Herausforderungen des Klimaschutzes und die Energiewende geführt. Heute forscht und arbeitet die OWI gemeinsam mit Partnern an technisch ausgereiften Lösungen für die klima- und umweltschonende Wärmeerzeugung und Mobilität von morgen. Um diese Forschungsaktivitäten voranzutreiben, beteiligt sich die OWI aktiv an großen Forschungsclustern. Zur erfolgreichen Umsetzung der Energiewende ist es Ziel, flüssige Brenn- und Kraftstoffe auf Basis zunehmend erneuerbarer Energien besonders effizient, emissionsarm und sicher nutzbar zu machen.

Das Institut konzentriert sich dabei auf zwei zentrale Forschungsfelder: Zukunftsfähige flüssige Energieträger und Effizienztechnologien. Beispielsweise wird nach Mitteilung von OWI-Geschäftsführer David Diarra, der Einsatz von Brennstoffen aus Abfällen und Reststoffen biogener Herkunft untersucht. Auch sogenannte E-Fuels oder Synfuels, die aus regenerativ erzeugtem Strom und einer erneuerbaren Kohlenstoffquelle synthetisch hergestellt werden, sind ein aktuelles Forschungsthema.

Um den wachsenden Forschungs- und Entwicklungsbedarf in Verbindung mit zukunftsfähigen flüssigen Energieträgern zu fokussieren, hat die OWI im Jahr 2016 den Forschungscluster „Future Fuels“ gebildet. Darin sind Projekte rund um die Erforschung neuer Brenn- und Kraftstoffe sowie die Entwicklung von Effizienztechnologien für deren Nutzung zusammengefasst.

Innovative Effizienztechnologien wie Brennstoffzellen, hybride Heizsysteme und die Kraft-Wärme-Kopplung sind wichtige Forschungsthemen im Bereich Energiesysteme. Auch hier geht es um den effizienten Einsatz von Brenn- und Kraftstoffen.

Ein Highlight war die Nominierung für den Energy Award 2017 mit dem Forschungsprojekt Schiffsbrennstoffzellen. Dafür arbeitet die OWI, nach Informationen von D. Diarra, zusammen mit Forschungspartnern aus der Schifffahrtstechnik an der effizienten Erzeugung von Bordstrom speziell für den emissionsarmen Hafenbetrieb zum Beispiel von Kreuzfahrt- und Containerschiffen.

Das dazu am OWI vorhandene wissenschaftliche know how in den Bereichen Brenn-, Kraft- und Schmierstoffe, Energiesystemtechnik, Hochtemperaturtechnik, Materialwissenschaften und numerische Simulationen ist in dieser Kombination einzigartig in Europa.


Fossile Energien

Total führt neuen mineralölfreien Schmierstoff für Metallverarbeitung ein

Die Total Deutschland GmbH, Berlin, baut ihr Angebot für die metallverarbeitende Industrie weiter aus. Mit Total Folia führt das Unternehmen einen biobasierten Kühlschmierstoff ein, der frei von Mineralölen und Emulgatoren ist. Das Produkt eignet sich für eine Vielzahl von maschinellen Bearbeitungen wie das Zerspanen, Schleifen und Umformen von diversen Metallsorten.

Kühlleistung und Schmierkraft von Total Folia tragen zur Präzision der maschinellen Bearbeitung bei und verlängern gleichzeitig die Lebensdauer der Werkzeuge. So ermöglicht der Schmierstoff dem Bediener, mehr Teile mit einer höheren Rate herzustellen, was die Werkzeugkosten senkt und zu deutlichen Produktivitätssteigerungen beitragen kann. Da der neue Kühlschmierstoff auf nachwachsenden Rohstoffen basiert, ist er umweltverträglicher als vergleichbare Schmierstoffe aus Mineralöl. Die lange Haltbarkeit des Produkts und die verlängerte Lebensdauer der Werkzeuge reduzieren außerdem die Abfallmenge. Der Schmierstoff ist geruchlos und setzt aufgrund seiner hohen Kühlleistung keine gesundheitsgefährdenden Dämpfe frei. Dank der biobasierten Inhaltsstoffe ist Total Folia hautverträglicher als konventionelle Kühlschmierstoffe. Durch den wegfallenden Ölanteil vermindert das Produkt auch das Unfallrisiko im Betrieb, indem es die Rutschgefahr auf Böden und Oberflächen im Fall eines Auslaufens reduziert.

Nach Mitteilung von Patrick Schnell, Leiter Schmierstoffe bei Total Deutschland, bringt das Unternehmen mit Total Folia ein neues Produkt auf den Markt, das neben ökologischen, gesundheitlichen und sicherheitsbezogenen Vorteilen auch einen klaren wirtschaftlichen Mehrwert bietet. Basierend darauf wird die Vertriebstätigkeit im Bereich der Metallverarbeitung in Deutschland deutlich ausgebaut.


Unternehmen

Mehr Flüssigerdgas gegen dicke Luft auf See

ie Wintershall Holding GmbH, Kassel, einer der größten deutschen Erdgas- und Erdölproduzenten, setzt sich für den verstärkten Einsatz von Flüssigerdgas (LNG) in der Seeschifffahrt ein. Nach Aussage von Mario Mehren, Wintershall-Vorstandsvorsitzender, bei einem Gespräch Ende November 2018 mit Hamburgs erstem Bürgermeister Peter Tschentscher, benötigen die europäischen Seehäfen LNG-Tankstellen.

Die Wintershall plant zurzeit den Zusammen-schluss mit der DEA Deutsche Erdoel AG, Hamburg. Der Fusionsprozess soll im ersten Halbjahr 2019 abgeschlossen werden.

Einen wesentlichen Beitrag zur Senkung der Emissionen kann LNG nach Ansicht von M. Mehren beispielsweise auch im Hamburger Hafen leisten. Hamburg will in den nächsten Jahren Luftschadstoffe im stadtnahen Hafenbereich reduzieren. Als Lösungsansatz hat die Stadt unter anderem die Schaffung einer LNG-Infrastruktur im Hamburger Hafen in den aktuellen Luftreinhalteplan aufgenommen.

Der ZDS Zentralverband der Deutschen Seehafenbetriebe e. V., Hamburg, hatte bei der Vorstellung seines Jahresberichts Mitte November 2018 ebenfalls Handlungsbedarf angemahnt. Sowohl bei der Nutzung von LNG als auch bei Anlagen für die landseitige Stromversorgung von Schiffen muss gehandelt werden. Zwar investiert die Wirtschaft in diesem Bereich, aber Bund und Länder müssen die Voraussetzungen schaffen, dass die Schifffahrt LNG und Landstrom nutzen kann.

Hafen- und Schifffahrtsstandorte stehen heute vor großen Herausforderungen. Es liegt in der Verantwortung von Unternehmen und Politik, Klimaschutz und Nachhaltigkeit als Leitideen des politischen und unternehmerischen Handelns zu verankern. Flüssiges Erdgas ist dabei für P. Tschentscher ein wichtiger Baustein, um die Emissionen in einem stadtnahen Hafen zu reduzieren.

Da Flüssigerdgas nicht überall verfügbar ist, benötigen die großen europäischen Seehäfen LNG-Tankstellen für Seeschiffe. Durch den Einsatz von Flüssigerdgas in der Schifffahrt können Kohlendioxidemissionen um 30 % und Stickoxide um 80 % gegenüber Schweröl und maritimen Diesel deutlich reduziert werden. Auch Hamburger Reedereien rüsten daher Containerschiffe um. Das neue Kreuzfahrtschiff AIDAnova, das demnächst von Hamburg aus auf Jungfernfahrt geht, wird ebenfalls mit Flüssigerdgas betrieben.

Im Gespräch mit Hamburgs erstem Bürgermeister informierte M. Mehren auch über den Zusammenschluss mit der DEA. Hamburg als große europäische Hafenstadt ist ein idealer Standort für europäische und weltweite offshore-Aktivitäten. Zusammen beschäftigen Wintershall und DEA rund 3.200 Mitarbeiter weltweit, davon rund 520 in Hamburg.


Verbände

Marktbericht

KW 49: Die Rohölnotierungen sind im Wochenvergleich deutlich gestiegen. Bei Wechsel des Front-monats verteuerte sich Brent-Nordsee-Rohöl für Januar 2019 um 2,30 $/b, für Februar um 4,10 $/b und für März um 1,50 $/b. Die Notierungen für den Dreimonatszeitraum bewegten sich zwischen 57,80 $/b und 63,40 $/b.

Der OPEC-Korbpreis stieg im Vergleich Freitag zu Freitag um 0,87 $/b. WTI notierte für Januarlieferung 2019 im low mit 50,83 $/b und im high mit 54,12 $/b für Lieferung im März.

Die Notierungen am Rotterdamer spot-Markt folgten dem allgemeinen Trend und stiegen deutlich: Für Gasöl um 40 $/t bis 42 $/t, für Dieselkraftstoff um 33 $/t, für Eurobob um 27 $/t bis 29 $/t, für Heizöl schwer (1 % S) um 16 $/t bis 18 $/t sowie für Superbenzin um 8 $/t bis 10 $/t. Nach Angaben des O.M.R. Oil Market Report, Kellinghusen, sind die ARA-Biodieselnotierungen für Fame 0, Fame -10 und RME um je 5 $/t bis 10 $/t gestiegen.

Im Tkw-Geschäft ab Lager und Raffinerie kam es überwiegend zu deutlichen Preiskorrekturen nach unten.


Verbände

bvse gegen Kamera-Überwachung von Dieselfahrverboten

Das Dieselfahrverbot soll nach dem Willen der Bundesregierung durch eine automatisierte Überwachung kontrolliert werden. Das trifft auf Widerspruch des bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e. V., Bonn, den dieser in einer Stellungnahme dem BMVI Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Berlin, deutlich machte.

Nach dem Gesetzesentwurf soll den zuständigen Behörden zur Überwachung von Verkehrsbeschränkungen und Verkehrsverboten die Möglichkeit gegeben werden, im Rahmen von Kontrollen bestimmte Daten (auch automatisiert) erheben, speichern und verwenden zu dürfen. Insbesondere soll nach § 63 c I Nr. 3 des Entwurfes die Möglichkeit geschaffen werden, ein Bild des Fahrers zu machen.

Nach Meinung des bvse ist die Durchsetzung und Überwachung von Verkehrsbeschränkungen und Verkehrsverboten auf andere Weise, beispielweise durch Kontrollen vor Ort, möglich. Denkbar ist aus Sicht des Verbandes, eine ausschließliche Halterhaftung für Verstöße gegen Verkehrsbeschränkungen und Verkehrsverbote zu schaffen. So kann auf das Bild des Fahrers verzichtet werden.

Der bvse stellt diese Regelung auch in Zusammenhang mit der im Mai 2018 in Kraft getretenen EU-Datenschutzgrundverordnung, die den Umgang mit Lichtbildern regelt.

Nach Aussage von bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock belastet die Umsetzung dieser datenschutzrechtlichen Regelung speziell kleine und mittelständische Entsorgungsunternehmen stark. Den Unternehmen strenge Regelungen des Datenschutzes aufzuerlegen und seitens des Staates zur vereinfachten Durchsetzung des Dieselfahrverbotes Lichtbilder aufzunehmen, hält der Bundesverband für absolut nicht angebracht. Die Löschungsfrist für erhobene Daten von (höchstens) sechs Monaten ist zu lang. Dafür besteht keine Notwendigkeit.


Digitalisierung

„Digital challenges“ – BASF sucht Start-ups für gemeinsame Projekte

Die BASF SE, Ludwigshafen, geht im Bereich Digitalisierung neue Wege. Durch digitale Produkte und Services können beispielsweise die Effektivität und Effizienz von Prozessen gesteigert sowie ein Mehrwert für den Verbraucher geschaffen werden. Gleichzeitig kommen mit dem digitalen Wandel neue Fragestellungen und Herausforderungen auf. Um diese gemeinsam anzugehen und zu lösen, sucht die BASF Start-ups aus aller Welt.

Bis zum 15. Januar nächsten Jahres können sich interessierte Start-ups zu bestimmten Aufgabenstellungen, sogenannten „digital challenges“, in den Bereichen Human Resources, Performance Materials, Sales sowie Smart Surface bewerben. Nach erfolgreicher Bewerbung arbeiten die Teams in drei- bis sechsmonatigen Pilotprojekten an den Fragestellungen und erhalten dafür Budgets in Höhe von bis zu 100.000 Euro. Anschließend werden die besten Lösungen global umgesetzt.

Nach Aussage von Thomas Paschkowski, Digital Technology Scout im Projekt BASF 4.0 bei BASF, kann mit den „digital challenges“ die wertvolle Start-up-Expertise für konkrete Digitalisierungsprojekte genutzt werden. Das Unternehmen begegnet dabei den Start-ups auf Augenhöhe und für beide Seiten werden lukrative Geschäftsmöglichkeiten geschaffen. Es werden fertige Produkte und Lösungen gesucht, deren Nutzung in einem beschleunigten Verfahren zügig eingekauft und umgesetzt werden kann.


Unternehmen

Scharr Wärme übernimmt Heizöl- und Diesel-Endverbrauchergeschäft

Die Scharr Wärme GmbH & Co. KG, eine Tochtergesellschaft der Friedrich Scharr KG, beide Stuttgart, übernimmt zum 1. Januar 2019 das Endverbrauchergeschäft mit Heizöl und Diesel der Calpam Mineralöl-Gesellschaft mbH, Aschaffenburg, an den Standorten Albstadt, Augsburg und Neu-Ulm.

Die Übernahme steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch das Bundeskartellamt. Über den Verkaufspreis vereinbarten die Vertragsparteien Stillschweigen.

Mit der Übernahme stärkt die Scharr Wärme, als Marktführer im Endverbrauchergeschäft mit Heizöl in Baden-Württemberg, ihre Position in einer strategisch wichtigen Region und baut die regionale Präsenz aus. Außerdem wird sich auch die Angebotspalette für die Kunden in dieser Region erweitern; mit den leitungsgebundenen Energien Erdgas und Strom sowie den kohlendioxidneutralen Pellox-Markenholzpellets bietet das Unternehmen weitere Energieprodukte an.


Verbände

Marktbericht

KW 48: Die Preise für Rohöl haben sich im Wochenvergleich unterschiedlich entwickelt. Brent-Nordsee-Rohöl verteuerte sich für Dezember 2018 um 0,10 $/b; für Januar sowie Februar 2019 sank der Preis um jeweils 0,30 $/b. Die Notierungen für den Dreimonatszeitraum bewegten sich zwischen 57,20 $/b und 61,30 $/b.

Der OPEC-Korbpreis fiel im Vergleich Freitag zu Freitag um 2,39 $/b. WTI kostete für Lieferung im Januar 2019 im low 50,10 $/b und im high für Märzlieferung 52,83 $/b.

Die Notierungen am Rotterdamer spot-Markt entwickelten sich in der vergangenen Woche sehr unterschiedlich: Die Preise sanken deutlich für Dieselkraftstoff um 42 $/t bis 45 $/t, für Gasöl um 36 $/t bzw. 37 $/t und für Heizöl schwer (1 % S) um 7 $/t bzw. 8 $/t. Für Eurobob stiegen die Preise um 2 $/t bzw. 3 $/t sowie für Superbenzin um 10 $/t bzw. 11 $/t. Nach Angaben des O.M.R. Oil Market Report, Kellinghusen, sind die ARA-Biodieselnotierungen für Fame 0, Fame -10 und RME konstant geblieben.

Im Tkw-Geschäft ab Lager und Raffinerie kam es an allen Handelsplätzen für die Mitteldestillate sowie Super E5 generell zu deutlichen Preisanpassungen nach unten.


Politik

LNG-Terminal in Wilhelmshaven – Botschafter von Katar besucht den Hafen

Am 22. November dieses Jahres besuchte auf Einladung der Oldenburgischen IHK der Botschafter des Arabischen Emirats Katar, Saoud bin Abdulrahman Al Thani, Oldenburg und Wilhelmshaven zu einem Informationsaustausch über die Errichtung von LNG-Importinfrastruktur in Wilhelmshaven. Gemeinsam stellten Katja Baumann, Geschäftsführerin der Mariko GmbH, Leer, und John H. Niemann, Präsident der Wilhelmshavener Hafenwirtschafts-Vereinigung e. V. (WHV e. V.), die sehr guten Bedingungen und Vorteile des Wilhelmshavener Hafens für die Entwicklung einer LNG-Importinfrastruktur an der Jade vor.

Der Beirat der Wilhelmshavener Hafenwirt-schafts-Vereinigung, bestehend aus dem Geschäftsführer der Nord-West Oelleitung (NWO) Dr. Jörg Niegsch, HES International Geschäfts-führer Paul van Poecke, HES Wilhelmshaven Geschäftsführer Sven Partzsch und J. H. Nie-mann, zeigten und erläuterten dem Katari die möglichen drei Standorte für den LNG-Import in Wilhelmshaven.

Der Botschafter favorisiert Wilhelmshaven als LNG-Standort, da er im Vergleich mit anderen Hafenstandorten die besten Konditionen auf-weist. Dabei hebt er deutlich hervor, dass Katar an einer nachhaltigen und strategisch langfristigen Investition interessiert ist und dafür einen inländischen Partner sucht. Bisher fehlt die endgültige Zusage der Bundes- und Landesregierung, an welchem Hafenstandort ein LNG-Terminal entstehen soll.

Katar ist der weltweit größte Exporteur von Flüssigerdgas und möchte die Pläne zum Bau eines LNG-Terminals in Deutschland unterstützen.

Die Mariko GmbH, die Wilhelmshavener Hafenwirtschafts-Vereinigung e. V. und die Oldenburgische IHK bereiten die Einrichtung einer Geschäftsstelle für die „Entwicklung einer LNG-Infrastruktur an der Nordsee“ vor und arbeiten an der Entwicklung eines LNG-Terminals in Wilhelmshaven.


Forschung

RWI: Stark gestiegene Diskrepanz zwischen Benzin- und Rohölpreisen durch Niedrigwasser

Seit Anfang Oktober 2018 sind die Preise für Rohöl im Sinkflug, die Preise für Benzin und Diesel jedoch gestiegen. Diese Diskrepanz macht Autofahrer skeptisch. Die Schere zwischen Benzin- und Rohölpreisen hat sich allerdings schon seit Anfang Mai dieses Jahres immer stärker geöffnet. Das ergibt die Auswertung der Benzin- und Rohölpreisdaten des Jahres 2018 im Rahmen des Benzinpreisspiegels des RWI Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung e. V., Essen. Ein wesentlicher Grund dafür sind die nahezu ständig gesunkenen Pegelstände von Flüssen, insbesondere des Rheins. Tankschiffe können wesentlich weniger Benzin und Diesel transportieren. Manche Passagen sind nicht mehr schiffbar.

Die Differenz zwischen Benzin- und Rohölpreisen fällt in Städten, die wie Hamburg weniger von Lieferengpässen betroffen sind, weit geringer aus, als in Städten, die wie Stuttgart bei der Belieferung mit Kraftstoffen stark auf die Binnenschifffahrt angewiesen sind. Allerdings hat auch in Hamburg die Preisdifferenz zwischen Benzin und Rohöl seit Anfang Oktober zugenommen.

Nach Informationen des Leiters des Kompetenzbereichs „Umwelt und Ressourcen“ am RWI, Manuel Frondel, werden die Kraftstoffpreise wieder der Entwicklung des Rohölpreises folgen, sobald die Pegelstände der Flüsse deutlich steigen und die Lieferengpässe per Schiff beseitigt sind.


Unternehmen

UTG stärkt Position durch Übernahme des Total-Tanklagers Kiel

Die UTG Unabhängige Tanklogistik GmbH, Bremerhaven, übernimmt zum 1. Januar 2019 das Tanklager der Total Deutschland GmbH, Berlin, in Kiel. Damit stärkt die UTG ihre Position in der Lagerung und im Vertrieb von Kraft- und Brennstoffen in der Region deutlich.

Das Total-Tanklager Kiel hat eine Kapazität von rund 35.000 cbm zur Lagerung und zum Umschlag von Heizöl EL und Dieselkraftstoff. Es verfügt über Entladeanlagen für Schiffe und Beladeanlagen für Tankwagen. Die aktuellen Umschlagspartner am Tanklager Kiel, darunter auch die Total, werden nach dem Übergang auf die UTG weiter am Tanklager ihre Produkte umschlagen lassen. Die am Standort beschäftigten Mitarbeiter gehen auf die UTG über.

Die UTG betreibt in Kiel bereits ein Tanklager. Als neutraler Lagerhalter hat das Unternehmen eine örtlich regionale Versorgungsfunktion und arbeitet mit mehreren Umschlagspartnern aus Industrie und Handel am Standort Kiel zusammen. Mittelfristig sollen die beiden Tanklager in Kiel als eine Organisationseinheit durch die Unabhängige Tanklogistik GmbH betrieben werden.


Verbände

Marktbericht

KW 47: Die Rohölpreise sind im Vergleich Woche zu Woche sehr stark gesunken. Brent-Nordsee-Rohöl verbilligte sich für Dezember dieses Jahres um 8,50 $/b und für Januar sowie Februar 2019 um 8,30 $/b. Die Preise für den Dreimonatszeitraum bewegten sich zwischen 57,10 $/b und 66,60 $/b.

Der OPEC-Korbpreis fiel im Vergleich Freitag zu Freitag ebenfalls deutlich um 5,28 $/b.

West Texas Intermediate notierte bei Wechsel des Frontmonats für Lieferung im Januar 2019 im low mit 52,82 $/b und im high für Märzlieferung mit 57,65 $/b.

Die Notierungen am Rotterdamer spot-Markt folgten der allgemeinen Tendenz und fielen entsprechend deutlich: Für Superbenzin um 85 $/t bzw. 86 $/t, für Eurobob um 66 $/t bzw. 67 $/t, für Dieselkraftstoff um 54 $/t bis 58 $/t, für Gasöl um 56 $/t bzw. 57 $/t sowie für Heizöl schwer (1 % S) um 41 $/t bzw. 42 $/t. Nach O.M.R.-Angaben sind die ARA-Biodieselnotierungen für Fame 0, Fame -10 und RME um je 15 $/t gesunken.

Im Tkw-Geschäft ab Lager und Raffinerie kam es überwiegend zu deutlichen Preiskorrekturen nach unten.


Unternehmen

Hoyer Group baut Aktivitäten von Supply Chain Solutions in Deutschland aus

Mit einem symbolischen Spatenstich begann am 16. November 2018 offiziell das Bauvorhaben der Business Line Supply Chain Solutions (SCS) auf dem Gelände des Chemparks in Dormagen. Für die Erschließung des Areals durch einen Containerterminal investiert die Hoyer Group rund 8 Mio. Euro.

Die Pläne für den Bau entwickelte SCS entsprechend den Anforderungen der Bayer AG, Leverkusen, für die die Hoyer GmbH Internationale Fachspedition, Hamburg, bereits am Standort tätig ist. Das künftige Gelände bietet Raum für 624 Swap Bodies beziehungsweise 20 Fuß Tankcontainer und wird über sechs Stellplätze mit Anschlüssen für eine Containerbeheizung verfügen. Ein flurgesteuerter Portalkran ermöglicht einfaches Rangieren. Das Terminal wird den höchsten Sicherheitsstandards entsprechen und voraussichtlich Ende 2019 in Betrieb gehen.

Der Terminalbetrieb trägt durch den Standort im Chempark Dormagen zur Kostenreduktion bei und vereinfacht Produktions- und Logistikabläufe für die Bayer AG. Mit Flüssigstoffen befüllte Tankcontainer werden auf dem Terminalgelände zwischengelagert, bis sie für die Versorgung der Anlagen benötigt werden.

Die unmittelbare geographische Nähe zu den Produktionsanlagen spart Zeit in der Ver- und Entsorgung der Betriebe, senkt Logistikkosten durch den Wegfall einer Lagerung außerhalb des Geländes, und die Verkehrssituation auf öffentlichen Straßen wird entlastet. Nach Aussage von Jörg Sommer, Head of Active Ingredients Bayer AG, wird sich mit dem Terminal die Platzsituation in den Betrieben entspannen und die Abläufe effizienter werden.

SCS ist in fünf Ländern an 16 Standorten aktiv und verzeichnet eine Verdopplung des Auftrags-volumens seit 2008. Die Leistungen der Business Line kombinieren die Expertise der Hoyer Group in der Logistik mit know how in den Bereichen On Site- und Off Site-Logistik, Abfüllen, Mischen, Handling von flüssigen Gefahrstoffen und Dry Bulk-Logistik. SCS betreibt außerdem Intermodal- und Gefahrstoffterminals und unter-stützt planerisch bei Change-Projekten in Werken.


International

Bomin trennt sich von Aktivitäten in Belgien

Die Bomin-Gruppe, ein führender physischer Anbieter von Schiffskraftstoffen, hat eine Vereinbarung zum Verkauf ihrer belgischen Aktivitäten an Mitglieder der Somers-Familie, Betreiber der Tankerreederei Somtrans N.V., Wijnegem, unterzeichnet. Bereits im September dieses Jahres hatte die Bomin Deutschland GmbH & Co. KG, Hamburg, bekanntgegeben, den Bunkermarkt in Antwerpen verlassen zu wollen.

Die Käufer werden 100 % der Anteile an Bomin Belgium, Antwerpen, erwerben. Vorbehaltlich der Genehmigung seitens der zuständigen Behörden wird der Abschluss der Transaktion voraussichtlich zum 31. Dezember 2018 erfolgen. Im Januar 2019 soll das Unternehmen dann umfirmiert werden.

Nach Aussage von Ronald Somers, Chief Executive Officer der Somtrans-Gruppe, ist es Ziel in den Bunkermarkt einzutreten, um den Kunden einen Mehrwert zu bieten und längerfristige, partnerschaftliche Beziehungen aufzubauen.

Die Bomin-Gruppe ist ein unabhängiger Lieferant von Bunkeröl und über ihre Tochtergesellschaften seit 40 Jahren aktiv. Bomin ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Mabanaft Deutschland GmbH & Co. KG, Hamburg.


Verbände

Marktbericht

KW 46: Die Rohölnotierungen sind im Wochenvergleich erneut deutlich gesunken. Brent-Nordsee-Rohöl verbilligte sich für Dezember 2018 um 2,30 $/b, für Januar 2019 um 2,90 $/b und Februar 2019 um 2,80 $/b. Die Preise für den Dreimonatszeitraum bewegten sich zwischen 64,90 $/b und 71,40 $/b. Der OPEC-Korbpreis fiel im Vergleich Freitag zu Freitag deutlich um 2,89 $/b. WTI kostet für Lieferung im Dezember 2018 im low 55,13 $/b und 61,50 $/b im high für Lieferung im Februar 2019.

Die Notierungen am Rotterdamer spot-Markt folgten dem allgemeinen Trend und gaben deutlich nach: Für Gasöl um 25 $/t bis 27 $/t, für Eurobob um 24 $/t bzw. 25 $/t, für Heizöl schwer (1 % S) um 19 $/t bzw. 20 $/t, für Dieselkraftstoff um 16 $/t bis 18 $/t sowie für Superbenzin um 5 $/t bzw. 6 $/t. Nach Angaben des O.M.R. Oil Market Report, Kellinghusen, sind die ARA-Biodieselnotierungen für Fame 0, Fame -10 und RME um je 20 $/t gesunken.

Im Tkw-Geschäft ab Lager und Raffinerie kam es überwiegend zu teilweise deutlichen Preisanpassungen nach unten.


Digitalisierung

Implico integriert 88 Tankstellen in Certas Energy-Systemlandschaft in Frankreich

Die Implico GmbH, Hamburg, hat in Frankreich 88 Tankstellen in die bestehende Systemlandschaft von Certas Energy UK Ltd., Dublin, eingegliedert. Schlüssel zum Erfolg war das Zusammenspiel zweier Faktoren: Zum einen die fundierte SAP-Beratungskompetenz im Öl- und Gas-Business und zum anderen die Cloud-Lösung iGOS (Implico Global Operation Services). Beides zusammen ermöglichte den Aufbau einer sicheren Tankstellenversorgung sowie eine schnelle Anbindung an die vorhandene Infrastruktur. Vom Projektstart bis zur ersten erfolgreichen Buchung vergingen sechs Wochen.

Die neuen Stationen hatte Certas Energy im September 2018 von der Groupe Dubreuil S.A., Bellevigny, übernommen. Aufgrund gesetzlicher Vorgaben konnte das Unternehmen die neu erworbenen Standorte jedoch nicht direkt in sein französisches Tankstellennetz aufnehmen. Stattdessen gründete Certas Energy dafür eine neue Firma, die komplett im SAP-System abgebildet werden musste. Implico ermöglichte es Certas Energy, innerhalb kürzester Zeit sowohl die logistische Wiederbelieferung der Tankstellen als auch die Abrechnung und Buchung in SAP sicherzustellen.

Die Integration einer großen Zahl von Tankstellen in ein Versorgungsnetz ist nach Aussage von Klaus Wunsch, Leiter des SAP-Teams im Customer Support Center bei Implico, immer eine Herausforderung. Möglich war die schnelle Einbindung nur dank der klaren Fokussierung des Softwarehauses auf die Öl- und Gas-Branche. Dadurch war die SAP-Kompetenz vorhanden, um das Projekt erfolgreich zu realisieren.

Für Johannes Buhre, Leiter des iGOS-Teams bei Implico, ist die Software vielseitig einsetzbar und kompatibel mit allen gängigen Datenformaten. Dies macht die Lösung zur idealen Wahl bei Merger & Acquisition-Projekten, die häufig zeitkritisch sind. Der Kunde benötigt weder ein eigenes IT-Team noch eine aufwändige Hardware. Sämtliche Schritte der Datenverarbeitung werden von Implico betreut und durchgeführt.

Innerhalb der vorhandenen IT-Landschaft übernimmt iGOS die Rolle eines Filters und Übersetzers. Zuerst sammelt und sortiert die Implico-Lösung die Datensätze aller beteiligten Kommunikationspartner. Dann bereitet iGOS diese auf und macht sie für SAP nutzbar. Dabei finden sämtliche Rechenoperationen in der Cloud statt. Für den Kunden bedeutet dies eine schnelle und sichere Projektrealisierung sowie kalkulierbare Betriebskosten.


Personal

IWO: Vorstand auf Mitgliederversammlung gewählt

Auf der vergangene Woche stattgefundenen Mitgliederversammlung wurde turnusgemäß der Vorstand des IWO Institut für Wärme und Oeltechnik e. V., Hamburg, für die nächsten zwei Jahre gewählt. Neben Jörg Debus als Vorstandsvorsitzender wurde Martin Heins (UNITI Bundesverband mittelständischer Mineralölunternehmen e. V., Berlin) als Stellvertreter bestätigt.

Ihre Arbeit im IWO-Vorstand fortsetzen werden außerdem Christiane Giesen (BP), Holger Mark (Avia), Jan Petersen (Total) und Rainer Scharr (GKG).

Neu im Vorstand ist Volker Ebeling (Mabanaft). Er nimmt den Platz von Nikolaus Gehrs (Mabanaft) ein, der sich nicht wieder zur Wahl stellte.


Verbände

MWV: Politik sollte sich für intelligentes Kohlendioxidsteuersystem und E-Fuels einsetzen

Die Einführung einer Kohlendioxidsteuer auf fossile Energieträger lehnt der MWV Mineralölwirtschaftsverband e. V., Berlin, ab. Es wäre eine simple Steuererhöhung auf Benzin, Diesel und Heizöl, getarnt als Kohlendioxidabgabe. Nach Meinung von Christian Küchen, Hauptgeschäftsführer des MWV, bedeutet das für einen Großteil der Bevölkerung in Deutschland lediglich eine Verteuerung des Autofahrens und Heizens. Eine aufkommensneutrale Weiterentwicklung des heutigen Steuersystems kann dagegen sinnvoll sein.

Rechnet man die geltenden Mineralöl- und Kfz-Steuersätze um auf Kohlendioxid, zahlen Fahrer von Benzinern und Diesel-Pkw schon heute je Tonne Kohlendioxid rund 275 Euro Steuern. Nach Aussage von C. Küchen emittierten Elektroautos im deutschen Strom-Mix auch Kohlendioxid, zahlen aber nur rund 60 Euro je Tonne. Autofahrer werden bei Benzin und Diesel also derzeit auch ohne Kohlendioxidsteuer steuerlich überproportional hoch benachteiligt.

Mit einem intelligenten Umbau des Steuersystems hingegen lassen sich klimaneutrale synthetische Kraft- und Brennstoffe – E-Fuels – sowie fortschrittliche Biokraftstoffe in die bestehende Mobilitäts- und Wärme-Infrastruktur in Deutschland integrieren. Das dient den Klimazielen mehr als weitere politisch verordnete Kostensteigerungen für Verbraucher im Energiesektor.

Für den Durchbruch von E-Fuels sei die Unterstützung der Politik notwendig. Die Bundesumweltministerin muss sich zusammen mit der Bundesregierung für die Anrechnung von E-Fuels auf die Pkw-Flottenziele bei den Autoherstellern einsetzen. Es muss jetzt damit begonnen werden, Forschung, Entwicklung sowie Pilotanlagen zu unterstützen und in den nächsten zehn Jahren einen Markthochlauf zu ermöglichen.


Bio

BASF produziert Methanol nach Prinzip der Biomassenbilanz

Die BASF SE, Ludwigshafen, produziert unter dem Namen EU-REDcert Methanol erstmals Methanol auf Basis nachwachsender Rohstoffe nach dem Prinzip der Biomassenbilanz. Dabei ersetzt das Unternehmen fossile durch nachwachsende Rohstoffe der zweiten Generation und nutzt Abfälle und Reststoffe. Dadurch senkt die BASF die Emissionen klimaschädlicher Treibhausgase um mindestens 50 % im Vergleich zu konventionell hergestelltem Methanol. Bezogen auf seine chemischen und physikalischen Eigenschaften ist das biomassenbilanzierte Methanol identisch mit dem aus fossilen Ressourcen hergestellten Methanol. Der Chemiekonzern vermarktet das EU-REDcert Methanol an Kunden und verwendet es außerdem selbst als Zwischenprodukt für andere biomassebilanzierte Produkte.

Methanol ist ein wichtiger Ausgangsstoff vieler Produkte aus verschiedenen Wertschöpfungsketten und Anwendungsgebieten. Mengenmäßig von großer Bedeutung sind die Folgeprodukte wie Formaldehyd, Essigsäure und Methylamine. Weitere wichtige Folgeprodukte sind unter anderem Methyl-tert-butylether, Methylmethacrylat, Polyalkohole und Silikone. Methanol dient außerdem als Energielieferant und kann als Rohstoff für die chemische Umwandlung in andere Kraftstoffe oder Kraftstoffadditive eingesetzt werden.

Methanol nach REDcert-Standard zertifiziert – Das EU-REDcert Methanol ist nach dem REDcert-Standard zertifiziert. Das von führenden Verbänden und Organisationen der deutschen Agrar- und Biokraftstoffwirtschaft gegründete Zertifikat belegt die nachhaltige Herkunft der eingesetzten Biomasse und die Angaben zur Minderung der Treibhausgasemissionen. Es ist ein unter der Erneuerbare-Energien-Richtlinie (Renewable Energy Directive, RED) anerkannter Standard der Europäischen Kommission für die Anwendung als Biokraftstoff.

Der Biomassenbilanz-Ansatz ist vergleichbar mit dem Ökostromprinzip, bei dem der aus der Steckdose entnommene Strom nicht zwingend aus regenerativer Energie stammt, aber die entsprechende Menge regenerativer Energie ins Stromnetz eingespeist wurde. Ebenso ist das Entscheidende beim Biomassenbilanz-Ansatz, dass der Anteil nachwachsender Rohstoffe im System insgesamt stimmt und den zertifizierten BASF-Produkten rechnerisch zugeordnet wird. Das Verfahren wird bei zahlreichen BASF-Produkten angewendet (zum Beispiel Superabsorbern, Dispersionen und Kunststoffen), die unabhängig zertifiziert sind.


Verbände

Altöl-Marktbericht 2018

Der anhaltende Wirtschaftsaufschwung führt zu einem erhöhten Verbrauch von Mineralölen und Schmierstoffen. Die konzernunabhängigen Sammler von Altöl konnten im zurückliegenden Jahr ihre Erfassungsmengen nahezu gleichhalten, wie die Jahresumfrage des bvse Bundesverband Sekundär-rohstoffe und Entsorgung e. V., Bonn, ergab.

Für das laufende Jahr prognostizieren die Altölentsorger eine Steigerung der erfassten Altölmengen von rund 1 %. Diese Steigerung der Erfassungsmenge bewertet der bvse sehr positiv, da die Altölmengen insgesamt rückläufig sind.

Diese Entwicklung wird sich fortsetzen, unter anderem weil moderne technische Anlagen im Betrieb immer weniger Schmierstoffe benötigen. Außerdem wird nach wie vor die Laufleistung von Schmierstoffen durch optimierte Formulierungen verlängert.

Die Erlöse, die die Unternehmen für die Raffinate aus der Altölaufarbeitung generieren, folgen sehr stark den Rohölnotierungen, die sich in den letzten Monaten wieder äußerst volatil zeigten.


Marktbericht

Marktbericht

KW 45: Die Rohölnotierungen sind im Wochenvergleich wieder deutlich gesunken. Brent-Nordsee-Rohöl verbilligte sich für Dezember 2018 um 3,10 $/b, für Januar 2019 um 2,70 $/b und Februar 2019 um 2,40 $/b. Die Preise für den Dreimonatszeitraum bewegten sich zwischen 67,90 $/b und 73,80 $/b. Der OPEC-Korbpreis fiel im Vergleich Freitag zu Freitag deutlich um 2,47 $/b. WTI kostet für Lieferung im Dezember 2018 im low 60,30 $/b und 63,61 $/b im high für Lieferung im Februar 2019.


Personal

Paul Smith wird Finanzvorstand von Wintershall DEA

Die BASF SE, Ludwigshafen, und LetterOne, London, haben vergangene Woche die Vereinbarung bekanntgegeben, Paul Smith als künftigen Finanzvorstand und Mitglied des Vorstands der Wintershall DEA zu benennen. Die Ernennung wird mit dem Ende des Zusammenschlusses der Wintershall Holding GmbH, und der DEA Deutsche Erdoel AG, Hamburg, wirksam. Dieser wird, vorbehaltlich üblicher behördlicher Genehmigungen, im ersten Halbjahr 2019 erwartet.

P. Smith verfügt über mehr als 25 Jahre umfangreiche internationale Erfahrung in der Öl- und Gasbranche und hat für Vesta Energy, Talisman Energy und BP in Calgary, Trinidad und Tobago, London, Aberdeen und Russland gearbeitet. In den vergangenen zwei Jahren war er Finanzvorstand und Executive Vice President Corporate Development bei Vesta Energy, einem in Calgary ansässigen privaten Öl- und Gasunternehmen. Zuvor war er Finanzvorstand von Talisman Energy, Calgary, einem international tätigen unabhängigen Unternehmen mit Aktivitäten in über 20 Ländern. In dieser Funktion war er verantwortlich für die Bereiche Finanzen, Treasury, M&A, Investor Relations, Steuern und Marketing und hatte umfangreiche Kontakte zum Kapitalmarkt. Während der Tätigkeit leitete er einen strategischen Bewertungsprozess für Talisman Energy, der zum Verkauf des Unternehmens an Repsol S.A., Madrid, führte. Bevor er Finanzvorstand wurde, war er verantwortlich für die nordamerikanischen Aktivitäten von Talisman, ein Geschäft mit 1.300 Mitarbeitern und einer Produktion von 180.000 boe/d. Er leitete den Strategiewechsel von Talisman vom konventionellen Gasproduzenten zum führenden Schiefergasproduzenten in Nordamerika und devestierte Vermögenswerte von 5 Mrd. Dollar, die nicht zum Kerngeschäft gehörten. Weiter sicherte er dem Unternehmen Anteile an vier der größten unkonventionellen Lagerstätten in Nordamerika.

In den ersten 15 Jahren seiner beruflichen Laufbahn war P. Smith in verschiedenen kaufmännischen, finanzwirtschaftlichen und operativen Führungspositionen der BP tätig. Unter anderem war er Senior Vice President West Siberia bei TNK-BP, Geschäftseinheitsleiter der Nordsee-Aktivitäten von BP, Finanzvorstand des BP-Geschäfts in Trinidad und Tobago sowie Mitglied des Teams, das die Integration von BP und Amoco leitete.

Nach Aussage von P. Smith bieten das kombinierte Portfolio und die Größe von Wintershall DEA, dem größten unabhängigen Explorations- und Produktions-Unternehmen in Europa, ein erhebliches Potential für ein nachhaltiges, langfristiges Wachstum.

Wintershall DEA wird in 13 Ländern in Europa, Lateinamerika, Nordafrika und dem Nahen Osten Explorations- und Produktions-Aktivitäten betreiben. Das kombinierte Geschäft hatte 2017 proforma eine Fördermenge von rund 575.000 boe/d, davon kamen rund 70 % aus der Erdgas-produktion. Es wird erwartet, dass die Tagesproduktion im Zuge der Ausführung des Geschäftsplans zwischen 2021 und 2023 auf 750.000 boe/d bis 800.000 boe/d steigt.


Forschung

Machbarkeitsstudie: Perspektiven für den Einsatz von Wasserstoff in der Binnenschifffahrt

Am 5. November 2018 fand beim Verein für europäische Binnenschifffahrt und Wasserstraßen e. V., Duisburg, die Übergabe der Machbarkeitsstudie „Perspektiven für den Einsatz von Wasserstoff als Kraftstoff in der Binnenschifffahrt“ statt.

Die Studie wurde im Rahmen des deutsch-niederländischen Kooperationsprojektes MariGreen unter der Federführung der RWTH Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule, Aachen, erarbeitet und durch Sören Tinz, Lehrstuhl für Verbrennungskraftmaschinen der RWTH Aachen, an die Auftraggeber Mariko gemeinnützige GmbH, Leer, und FME, Zoetermeer, überreicht. Neben der RWTH Aachen waren insgesamt sieben Projektpartner beteiligt. Dazu zählen das DST Entwicklungszentrum für Schiffstechnik und Transportsysteme, abh Ingenieur-Technik GmbH, ESF Electric Ship Facilities BV, Delft University of Technology, Eindhoven University of Technology, Hochschule Emden/Leer Fachbereich Seefahrt und der Verein für europäische Binnenschifffahrt und Wasserstraßen. Herausgearbeitet wurden die Entwicklungstrends und -perspektiven der Wasserstoffverwendung in der Binnenschifffahrt.

Während der Einsatz von Wasserstoff aufgrund von mehreren Faktoren für die Schiffsbetreiber derzeit noch nicht wirtschaftlich ist, da die Kosten für die regenerative Wasserstoffproduktion als auch für die Schiffsumrüstung erheblich sind, unterstreicht die Studie die grundsätzliche technische Umsetzbarkeit in vielen Bereichen der Binnenschifffahrt. Diese Einschätzung basiert auf den Analysen der vorhandenen und künftigen Wasserstoffinfrastruktur, diverser Speichertechnologien sowie der Energiewandlung in Brennstoffzellen und Verbrennungsmotoren. Exemplarisch wird dies für vier Binnenschiffstypen (Frachtschiff, Schubverband, Rheinfähre und ein Kabinen-/Passagierschiff) vorgestellt. Ein weiterer Bestandteil der Studie sind die besonderen Anforderungen an die Ausbildungs- und Trainingsmaßnahmen im Umgang mit verschiedenen Wasserstofftechnologien. Darüber hinaus wird die Rechtslage für den Einsatz von Wasserstoff als Treibstoff analysiert und es werden Handlungsempfehlungen formuliert.

Um die Einstiegshürden auf dem Weg zum Einsatz von Wasserstoff als Kraftstoff in der Binnenschifffahrt zu überwinden, empfehlen die Autoren der Studie nachdrücklich die Initiierung, Entwicklung und Förderung von Demonstrationsprojekten, die die technische Machbarkeit praktisch nachweisen. Das Projekt wird im Rahmen des Interreg V A Programms Deutschland-Nederland mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) sowie durch nationale Kofinanzierungen aus Deutschland und den Niederlanden gefördert.


Verbände

IWO: Effizienzsteigerung und synthetische Brennstoffe sind kein Gegensatz

Die Klimaziele im Gebäudebestand lassen sich am besten erreichen durch Effizienzsteigerung, Einbindung erneuerbarer Energien und den Einsatz zunehmend treibhausgasneutraler Brennstoffe. Eine vergangene Woche veröffentlichte Studie von Agora Energiewende, Berlin, sieht den Schlüssel für eine kostengünstige Wärmewende dagegen primär in der Dämmung bestehender Gebäude. Ein flächendeckender Einsatz von synthetischen Brennstoffen, die aus erneuerbarem Strom erzeugt werden (Power to X) als Ersatz für fossiles Erdgas und Heizöl ist laut der Studie kurzfristig kaum darstellbar und wäre deutlich teurer als der Effizienz-Pfad.

Synthetische Brennstoffe und Effizienzsteigerung sind für Adrian Willig, Geschäftsführer des IWO Institut für Wärme und Oeltechnik e. V., Hamburg, kein Gegensatz. Beides wird zur Erreichung der Klimaziele benötigt. Auch künftige synthetische erneuerbare Energieträger sollten unbedingt effizient genutzt werden. Deswegen setzt sich der Verband dafür ein, dass bestehende Gebäude energetisch optimiert und alte Heizungsanlagen gegen effiziente Systeme ausgetauscht werden. Wo es sinnvoll ist, müssen erneuerbare Energien außerdem direkt zum Heizen genutzt werden, beispielsweise in Hybridheizungen. Zahlreiche kürzlich erstellte Studien zeigen allerdings, dass neben Effizienzsteigerung und Hybridisierung als eine weitere Option erneuerbare flüssige Energieträger benötigt werden. Ein Maßnahmenmix, der synthetische Brennstoffe mit einschließt, ist der robustere Weg zu mehr Klimaschutz. Wenn zum Beispiel die Steigerung der Modernisierungsquoten im Gebäudebereich ins Stocken gerät, können mit weitgehend treibhausgasneutralen Brennstoffen die Kohlendioxidminderungsziele trotz alledem erreicht werden.

Flüssige Energieträger haben zahlreiche Vorteile: Sie besitzen eine hohe Energiedichte, lassen sich einfach speichern und transportieren, und für ihren Einsatz steht bereits heute eine sehr gute Infrastruktur bereit, so der IWO-Geschäftsführer. Neue flüssige Brennstoffe auf Basis erneuerbarer Energien ermöglichen es, diese Vorteile langfristig weiter zu nutzen. Ein wesentlicher Aspekt dabei ist, dass sie in der heute verfügbaren hocheffizienten Brennwerttechnik ohne aufwändige Umrüstungen einsetzbar sind. Wenn das Effizienzpotential, das allein schon die Umstellung auf Brennwerttechnik bietet, in den nächsten Jahren gehoben werden soll, braucht es eine attraktive Förderung – eine technologieoffene steuerliche Förderung energetischer Modernisierungsmaßnahmen.


Digitalisierung

Honeywell modernisiert über hundert Jahre alte deutsche Raffinerie

Eine der weltweit ältesten Raffinerien hat Honeywell International Inc., Morristown, zur Unterstützung bei der kontinuierlichen Modernisierung seiner Betriebe ausgewählt. Dabei wird im Rahmen eines Service-Abkommens auch die Verantwortung für den laufenden Betrieb des Werkes geteilt.

Die ChemPharm GmbH ist in Deutschland ansässig und ein Tochterunternehmen der H&R-Gruppe. Das Unternehmen beabsichtigt, die veralteten Leitsysteme in der Raffinerie in Salzbergen auf die neuesten Systemkomponenten von Honeywell zu migrieren. Die Raffinerie wird zusätzlich das Assurance 360 Performance-Paket von Honeywell einführen, das H&R permanente Dienstleistungen wie beispielsweise die Optimierung des Systems, Ersatzteil-Management, vorbeugende Überwachung sowie außerdem Kompetenz-Management bietet.

Nach Aussage von Dieter Pohl, Geschäftsführer bei H&R ChemPharm, wird Honeywell das Unternehmen dabei unterstützen, eine höhere Stufe der Reaktionsbereitschaft, Flexibilität und Produktivität in Salzbergen zu erreichen. Nach erfolgter Systemmigration wird Honeywell die gemeinsame Verantwortung für den laufenden Betrieb des Werkes mit H&R teilen. Dieses Modell hat dem Management zugesagt, da dadurch Fachpersonal zur Unterstützung anderer Geschäftsbereiche freigesetzt und der Fokus auf Aufgaben in größeren Zusammenhängen gelenkt werden kann.

Die Raffinerie, die ihren Betrieb im Jahr 1860 aufnahm, produziert Rohstoffe für chemische und pharmazeutische Produkte. In den vergangenen Jahren erfolgten verschiedene technologische Neuerungen. Die jüngsten Erweiterungen werden Stabilität, Zuverlässigkeit und Qualität kontinuierlich des Unternehmens verbessern und gleichzeitig Risiken mindern.

Das am 6. November 2018 mit H&R getroffene Abkommen belegt für Pramesh Maheshwari, Vice President und Geschäftsführer des HPS-Bereichs Lifecycle and Solutions Services, dass das Marktinteresse an dem Angebot Assurance 360 zunimmt. Die Übernahme der Verantwortung für den gesamten Lebenszyklus einer Anlage, ist eine bedeutende Veränderung bei der Bereitstellung von Dienstleistungen.


Marktbericht

Marktbericht

KW 44: Die Preise für Rohöl sind im Wochenvergleich erneut deutlich gesunken. Bei Wechsel des Frontmonats verbilligte sich Brent-Nordsee-Rohöl für Dezember 2018 um 5,90 $/b, für Januar 2019 um 4,30 $/b und Februar 2019 um 0,30 $/b. Die Preise für den Dreimonatszeitraum bewegten sich zwischen 71,00 $/b und 77,50 $/b. Der OPEC-Korbpreis fiel im Vergleich Freitag zu Freitag deutlich um 4,35 $/b. WTI kostet für Lieferung im Dezember 2018 im low 63,27 $/b und 67,52 $/b im high für Lieferung im Februar 2019.

Am Rotterdamer spot-Markt folgten die Notierungen in der vergangenen Woche der allgemeinen Entwicklung und fielen deutlich. Und zwar für Superbenzin um 39 $/t bis 41 $/t, für Dieselkraftstoff um 35 $/t, für Heizöl schwer (1 % S) um 28 $/t bzw. 29 $/t, für Gasöl um 27 $/t bzw. 28 $/t sowie für Eurobob um 13 $/t bis 15 $/t. n Nach O.M.R.-Angaben sind die ARA-Biodieselnotierungen ebenfalls gesunken: Für Fame 0, Fame -10 und RME um je 15 $/t.

Im Tkw-Geschäft ab Lager und Raffinerie kam es überwiegend zu deutlichen Preisanpassungen nach oben.


Digitalisierung

UTA bietet als erster EETS-Provider ein Einzelfahrten-Reporting an

Speditionen und Transportunternehmen, die mit der interoperablen Maut-Lösung UTA One der Union Tank Eckstein GmbH & Co. KG, Kleinostheim, unterwegs sind, erhalten jetzt erstmals völlige Transparenz über die Fahrtzeiten und -strecken jedes einzelnen Lkw und können die Mautkosten so detailliert an ihre Auftraggeber weiterreichen. Dafür werden die von den Mautsystem-Betreibern übermittelten Daten von der UTA aufbereitet und ihren Kunden dann im UTA-Exklusivbereich in Form eines Reports zur Verfügung gestellt.

Dieser Service wird zunächst für die Maut-Systeme in Belgien zuzüglich Liefkenshoektunnel, Frankreich, Italien, Österreich, Polen (A4), Portugal und Spanien angeboten. Sobald weitere europäische Länder an den Europäischen Elektronischen Mautdienst (EETS) und damit auch an UTA One angebunden werden, wird das Einzelfahrten-Reporting entsprechend erweitert.

Nach Aussage von Volker Huber, Chief Executive Officer bei UTA, ist das Unternehmen der erste EETS-Provider, der den Kunden ein so genaues Reporting über die Fahrten jedes einzelnen Lkw an die Hand geben kann. Damit wurde eine Reporting-Lösung für alle Mautsysteme und die Weiterberechnung der daraus resultierenden Kosten geschaffen.


Unternehmen

star-Tankstellen weiten Vorreiterrolle als Anbieter von Eigenmarkenprodukten aus

star, die Tankstellenmarke der Orlen Deutschland GmbH, Elmshorn, hat eine eigene Apfelschorle herausgebracht. Mit dieser soll die Vorreiterrolle als Anbieter guter, günstiger Eigenmarkenprodukte unter den Tankstellen ausgebaut werden. Mit der preislich attraktiven Alternative zu Markenartikeln widerlegt star das Vorurteil, dass Produkte in Tankstellen-Shops immer teurer als im Lebensmitteleinzelhandel sein sollen.

Ein Klassiker unter den Durstlöschern und über alle Generationen hinweg so beliebt wie kaum ein anderes Getränk – die Apfelschorle ist eine sehr gute Erweiterung des star-Eigenmarkensortiments. Sie punktet mit natürlichem Geschmack und übertrifft mit 55 % Fruchtgehalt das marktführende Produkt um 5 %. Außerdem beinhaltet sie deutlich weniger Zucker als viele andere Erfrischungsgetränke.

Das Unternehmen hat sich nach Aussage von Waldemar Bogusch, Vorsitzender der Geschäfts-führung bei Orlen und star, bei der Entwicklung an den Wünschen der Kunden orientiert, die preiswerte Alternativprodukte neben dem höherpreisigen Angebot von Markenartiklern besonders schätzen.

Seit 2011 bietet star bereits Eigenmarkenprodukte an, darunter Wasser, Kartoffelchips oder auch der Energy Drink von star – insgesamt sind sie durchschnittlich rund 50 % günstiger als die konkurrierenden Markenerzeugnisse. So kostet zum Beispiel der Energy Drink im Viererpack pro Dose 1 Euro, im Vergleich zu einem Preis von üblicherweise rund 1,50 Euro für ein ähnliches Produkt im Supermarkt.

Bei der Einführung neuer Produkte liegt der Fokus neben dem Aufbau von Alternativen zum vorhandenen Angebot insbesondere auf Artikeln, die es bisher an Tankstellen noch nicht gibt – so zum Beispiel bei der naturtrüben Apfelschorle.

Im Sinne der besten Qualität lässt das Unternehmen sämtliche Eigenmarkenprodukte von namhaften regionalen und internationalen Herstellern produzieren. Ziel ist laut W. Bogusch, den Kunden Produkte mit attraktivem Preis-Leistungs-Verhältnis anzubieten, die höchsten Standards entsprechen. In der praktischen Mehrwegflasche ist die Apfelschorle ab sofort für 1,25 Euro zzgl. Pfand für 0,5 Liter in den star-Shops erhältlich.


Fossile

Neue HEM-Tankstelle in Schifferstadt

In der vergangenen Woche hat in Schifferstadt eine neue HEM-Station nach rund viermonatiger Bauphase den Betrieb aufgenommen. Es ist die elfte HEM-Station in Rheinland-Pfalz.

Die neue Tankstelle wurde auf einer Teilfläche eines ehemaligen Autohauses im Gewerbegebiet "Im Lettenhorst" errichtet. Auf einem Areal von rund 2.300 qm können Autofahrer jetzt an drei Zapfsäulen mit sechs Tankplätzen die Fahrzeuge mit Kraftstoff betanken. Außerdem ist die Station mit einer AdBlue-Zapfsäule für Pkw ausgestattet.

Auch eine wassersparende Textilwaschanlage, die den technisch und ökologisch modernsten Standards entspricht, gehört zur neuen HEM-Station. Angedacht sind außerdem eine Lotto-Annahmestelle sowie ein Paketservice. 1,5 Mio. Euro investierte der Mutterkonzern Deutsche Tamoil GmbH, Hamburg, in die Tankstelle.

In Schifferstadt – wie an allen anderen HEM-Tankstellen in Deutschland – kann zum garantiert günstigsten Preis der Umgebung getankt werden. Dafür sorgt Deutschlands erste Tiefpreisgarantie via Handy-App. Sie sichert bei HEM den besten Preis, auch wenn an der Zapfsäule ein höherer ausgewiesen ist. Dazu muss der Kunde die Clever-Tanken-App herunterladen und sich den sogenannten Clever Deal sichern, indem er beim Bezahlen den Strichcode an der Kasse einscannen lässt.


Marktbericht

Marktbericht

KW 43: Die Rohölnotierungen sind im Vergleich Woche zu Woche deutlich gesunken. Brent-Nordsee-Rohöl verbilligte sich für November 2018 um 3,40 $/b, für Dezember um 3,10 $/b und für Januar 2019 um 2,50 $/b. Die Preise für den Dreimonatszeitraum bewegten sich zwischen 76,50 $/b und 80,30 $/b.

Der OPEC-Korbpreis fiel im Vergleich Freitag zu Freitag deutlich um 2,44 $/b. WTI kostet bei Wechsel des Frontmonats für Lieferung im Dezember 2018 im low 65,99 $/b und 69,96 $/b im high für Lieferung im Februar 2019.
Am Rotterdamer spot-Markt sind in der vergangenen Woche die Notierungen teilweise stark gesunken: Und zwar für Eurobob um 45 $/t bis 47 $/t, für Superbenzin um 28 $/t bis 30 $/t, für Heizöl schwer (1 % S) um 4 $/t bzw. 5 $/t, für Dieselkraftstoff um 2 $/t sowie für Gasöl um 1 $/t bzw. 2 $/t. Die ARA-Biodieselnotierungen stiegen nach O.M.R.-Angaben für Fame 0, Fame -10 und RME um je 5 $/t.

Im Tkw-Geschäft ab Lager und Raffinerie kam es überwiegend zu teilweise deutlichen Preiskorrekturen nach oben.


Digitalisierung

Implico ist Marktführer für Terminal Automation Systeme in EMEA

Das internationale Software- und Beratungshaus Implico GmbH, Hamburg, ist erneut führender Anbieter von „Terminal Automation Systems“ in Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA). Das zeigt die aktuelle, im Oktober 2018 veröffentlichte Analyse der ARC Advisory Group, Boston. In der regelmäßig erscheinenden Studie führt Implico den Bereich „Terminal Automation Systems“ im genannten Wirtschaftsraum seit 2010 an.

Die aktuelle Untersuchung gliedert die Marktanteile nach verschiedenen Faktoren wie Region und Art der Leistung. In EMEA ist Implico klarer Marktführer bei den Terminal Management Systemen. Im Bereich „Services“, zu dem unter anderem Beratungs- und Operations-Dienstleistungen zählen, belegt das Unternehmen auf globaler Ebene den ersten Platz.

Nach Aussage von Stephan Buhre, Geschäftsführer bei Implico, liegt der Fokus auf der fort-schreitenden Digitalisierung der Öl- und Gas-downstream-Branche.

Mit dem Terminal Management System Open-TAS bietet Implico ein umfassendes Lösungspaket zur Prozessautomatisierung in der Öl- und Gas-downstream-Branche. Die Lösung iGOS unterstützt Unternehmen dabei, sämtliche Geschäftsprozesse in die Cloud zu verlagern und diese dort effizient als „Software as a Service“ zu nutzen.

Die ARC Advisory Group beobachtet den globalen Markt für Terminal Automation Systeme seit Jahren. Dabei analysiert sie führende Anbieter sowie aktuelle Entwicklungen. Im Rahmen der Erhebung untersucht die ARC weiter Technologie- und Wirtschaftstrends und leitet Marktprognosen ab.


Politik

Stellungnahmen des DVFG und BDEW zur Maut-Befreiung für Erdgas-Lkw

Der Bundestag hat am 18. Oktober 2018 das novellierte Mautgesetz (5. Gesetz zur Änderung des Bundesfernstraßenmautgesetzes) in 2. und 3. Lesung verabschiedet. Der Gesetzentwurf sieht jetzt auch eine Mautbefreiung für Lkw vor, die mit Flüssigerdgas (LNG) oder komprimiertem Erdgas (CNG) fahren.

Der DVFG Deutscher Verband Flüssiggas e. V., Berlin, kritisiert, dass die Änderung zum Bundesfernstraßenmautgesetz Flüssiggas-Antriebe als kohlendioxid- und schadstoffarme Option außen vor lässt. Die Politik hat eine weitere Chance verpasst, die Vorteile des Kraftstoffes für eine schnelle Verbesserung der Luftqualität zu nutzen.

Den Ansatz, über Mautbefreiungen klima-freundliche Mobilität zu fördern, begrüßt der Verband; dass Flüssiggas als emissionsarmer Kraftstoff dabei nicht berücksichtigt wird, ist für den DVFG-Vorsitzenden Rainer Scharr, allerdings nicht akzeptabel. Als Pkw-Kraftstoff Autogas wird durch Flüssiggas der jährliche Kohlendioxidausstoß aktuell um 400.000 t bis 500.000 t vermindert. Im Vergleich zu Diesel-Fahrzeugen lässt sich der Kohlendioxidausstoß mit Autogas um 23 % senken. Die Stickoxidemissionen fallen bis zu 51 Mal niedriger aus. Eine Mautbefreiung für Lkw mit Flüssiggas-Antrieben ist ein effektiver Marktanreiz, um Investitionen in innovative Flüssiggas-Motorentechnologie zu fördern. Warum die Politik diese Chance nicht nutzt, ist für den Verband nicht nachvollziehbar.

BDEW begrüßt Anerkennung alternativer Antriebsformen – Es ist positiv und konsequent, dass mit Erdgas betriebene Lkw von der Autobahnmaut befreit werden. Der Güterverkehr ist mit Blick auf die Umweltbelastungen eine besondere Herausforderung. Der Sektor wächst besonders stark, es drohen erhebliche zusätzliche Kohlendioxid- und Feinstaubemissionen. Bei LNG werden im Vergleich zu Diesel die Schwefeloxid- und Feinstaubemissionen um rund 100 % reduziert, Stickoxidemissionen um 80 % bis 90 %. Der Kohlendioxidausstoß liegt um bis zu 15 % niedriger.

Lkw mit Gasantrieb gibt es bereits im europäischen Markt, sie können sofort erheblich zur Schadstoff- und Lärmreduzierung beitragen. Der BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V., Berlin, begrüßt es, dass der Bundestag die Potentiale dieser alternativen Antriebsformen im Schwerlastverkehr anerkennt. Die Mautbefreiung kann erheblich dazu beitragen, die Zahl der mit Erdgas betriebenen Lkw Schritt für Schritt zu erhöhen. Der Gesetzentwurf muss allerdings nachgebessert werden. Die Tankstelleninfrastruktur für LNG in Deutschland befindet sich im Aufbau. Um dies zu berücksichtigen und im Sinne der Planungssicherheit muss die Befreiung von der Mautpflicht analog zur Regelung für Elektro-Lkw ausgedehnt werden. Das wäre ein Signal für eine Unterstützung dieser alternativen Antriebstechnologie.


Unternehmen

CropEnergies reduziert Prognose für Geschäftsjahr 2018/19

Die CropEnergies AG, Mannheim, passt aufgrund in den letzten Tagen wider Erwarten stark gefallener Ethanolpreise, sowohl bei den aktuellen Tages- als auch bei den Terminpreisen, die Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2018/19 an. So wird jetzt ein operatives Ergebnis zwischen 15 Mio. Euro und 35 Mio. Euro (zuvor: 25 Mio. Euro bis 55 Mio. Euro) erwartet. Dies entspricht einem EBITDA von 55 Mio. Euro bis 75 Mio. Euro (zuvor: 65 Mio. Euro bis 95 Mio. Euro). Dies geht mit einer Umsatzerwartung von 750 Mio. Euro bis 780 Mio. Euro (zuvor: 810 Mio. Euro bis 860 Mio. Euro) einher.

Aufgrund der schwierigen Marktverhältnisse wird die CropEnergies AG in ihrer Anlage im britischen Wilton ab Ende November 2018 eine Produktionspause einlegen.


Marktbericht

Marktbericht

KW 42: Die Rohölpreise sind im Wochenvergleich gesunken. Brent-Nordsee-Rohöl verbilligte sich für November 2018 um 0,20 $/b, für Dezember um 0,60 $/b und für Januar 2019 um 0,70 $/b. Die Preise für den Dreimonatszeitraum bewegten sich zwischen 79,20 $/b und 81,00 $/b. Der OPEC-Korbpreis fiel im Vergleich Freitag zu Freitag deutlich um 1,21 $/b. WTI kostet für Lieferung im November dieses Jahres im low 68,61 $/b und 72,40 $/b im high für Lieferung im Januar 2019.

Die Preisentwicklungen am Rotterdamer spot-Markt waren in der vergangenen Woche sehr unterschiedlich. Die Notierungen für Gasöl sanken um 5 $/t sowie für Dieselkraftstoff um 1 $/t bzw. 2 $/t. Superbenzin verteuerte sich entgegen dem Trend um 19 $/t bis 21 $/t, sowie Eurobob um 3 $/t bis 5 $/t und Heizöl schwer (1 % S) um 2 $/t bis 4 $/t. Die ARA-Biodieselnotierungen blieben nach Angaben des O.M.R. Oil Market Report, Kellinghusen, für Fame 0, Fame -10 und RME konstant.

Im Tkw-Geschäft ab Lager und Raffinerie kam es für alle Produkte und an allen Handelsplätzen in einem sehr volatilen Umfeld zu Preisanpassungen nach oben und unten.


International

Neue Treibstoff-Kennzeichnung der EU – Vorerst keine Einführung in die Schweiz

Am 12. Oktober dieses Jahres wurde von der Europäischen Union eine neue Treibstoff-Kennzeichnung eingeführt. Diese Kennzeichnung wird in die Schweiz bis auf Weiteres nicht übernommen.

Die Mitglieder der Erdöl-Vereinigung, Zürich, warten mit der Einführung der EU-Kennzeichnung zunächst ab, bis erste Erfahrungen aus dem Ausland vorliegen. Für die Schweizer Konsumenten ändert sich daher ab dem 12. Oktober 2018 nichts.

Da das Treibstoffangebot in der Schweiz reduzierter ist (zum Beispiel kein Super E10), ist auch die Notwendigkeit für eine genauere Kennzeichnung kleiner.

Die Mitglieder der Erdöl-Vereinigung werden die Thematik regelmäßig in der zuständigen Technischen Kommission besprechen. Für die Schweiz besteht dabei keine Pflicht, die Anpassung der Kennzeichnung zu übernehmen.


Fossile Energien

Norddeutsche Bohranzeige geht online

Bis 2022 müssen alle deutschen Behörden ihre Verwaltungsleistungen elektronisch anbieten und die einzelnen Portale zu einem Verbund verknüpfen. Das LBEG Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie, Hannover, hat jetzt mit der „Norddeutsche Bohranzeige Online“ einen bedeutenden Schritt in Richtung digitale Verwaltung gemacht.

Über die „Norddeutsche Bohranzeige Online“ können in Zukunft alle Bohrungen der vier Bundesländer Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen angezeigt werden, für die nach Lagerstättengesetz oder Berggesetz eine Anzeigepflicht besteht. Dazu zählen unter anderem Bohrungen nach Erdwärme, Grundwasser und Rohstoffen.

Bürger sowie Unternehmen müssen sich vor Bohrbeginn nur fristgerecht an das LBEG und nicht mehr zusätzlich an die jeweils zuständigen geologischen Landesämter wenden. Für Niedersachsen und Bremen wird außerdem die Anzeige nach Wasserhaushaltsgesetz bei den Landkreisen ermöglicht. Damit ist in diesen Bundesländern zur Verwaltungsvereinfachung nur noch eine statt bis zu drei Anzeigen notwendig und diese kann online erfolgen. Das LBEG übernimmt ab sofort mit der „Norddeutsche Bohranzeige Online“ die Verteilung der Anzeige an die zuständigen Behörden in den vier Bundesländern.

Wer beispielsweise eine Brunnenbohrung zur Gartenbewässerung oder eine Erdwärmebohrung niederbringen möchte, spart durch das neue digitale System Briefverkehr und Behördengänge. Angegeben werden müssen bei der Anzeige der Auftraggeber, die ausführende Firma, die Lage des Vorhabens und eine Beschreibung des Vorhabens (u. a. Bohrzweck, Bohrverfahren, Bohrbeginn). Die „Norddeutsche Bohranzeige Online“ wurde gemeinsam mit den geologischen Diensten der vier beteiligten Bundesländer unter Federführung des LBEG erstellt. Sie löst mit ihrem neuen und überarbeitetem Layout sowie erweiterter Funktionalität die alte und bisher nur für das LBEG gültige Internetanwendung „Bohranzeige online“ ab.

Allein über dieses Portal sind in den vergangenen Jahren 500 bis 600 Anzeigen pro Monat eingegangen – rund 50 % davon waren Erdwärmebohrungen.

Das LBEG wird künftig auch das Thema Digitalisierung und E-Government vorantreiben.


Verbände

IWO: Neuer Tank, neuer Inhalt, neue Kunden

Auf der Fachmesse GET Nord informiert das IWO Institut für Wärme und Oeltechnik e. V., Hamburg, gemeinsam mit der ÜWG Überwachungsgemeinschaft Technische Anlagen der SHK-Handwerke e. V., Sankt Augustin, vom 22. bis 24. November dieses Jahres in Hamburg zu den aktuellen Anforderungen und gesetzlichen Regeln der neuen AwSV sowie der TRwS 791.

Präsentiert wird unter dem Motto „Neuer Tank, neuer Inhalt, neue Kunden“ auch die aktualisierte Ausgabe des Fachbuches „Technische Regeln Ölanlagen“ (TRÖl 2.1), das alle Anforderungen an Planung und Installation einer Ölverbraucheranlage enthält. Messebesucher können sich das Standardwerk mit einem 20 %-Rabatt sichern.

Außerdem steht die Zukunft der Ölheizungen im Fokus. Ob durch Effizienzsteigerungen mit Brennwerttechnik, die verstärkte Kombination mit erneuerbaren Energien oder die Entwicklung neuer treibhausgasreduzierter Brennstoffe – Ölheizungen verfügen über eine zunehmend klimaneutrale Perspektive.

Um den Einbau neuer Öl-Brennwertgeräte anzukurbeln, hat das Institut für Wärme und Oeltechnik e. V. die Aktion „Besser flüssig bleiben“ gestartet, die Modernisierern einen schnellen und einfachen Zugang zu den staatlichen Förderprogrammen ermöglicht.


Unternehmen

Kunden wählen Sprint-und-GO Tankstellen erneut auf Platz 1

Bei der aktuellen Kundenbefragung der statista GmbH und TESTBild der Axel Springer SE, beide Hamburg, haben die Kunden erneut, nach 2016/2017, die GO-Tankstellen – stellvertretend für die beiden Marken Sprint und GO – auf Platz 1 für die „Beste Service-Qualität 2018/2019“ gewählt. Damit feiert die Sprint Tank GmbH, Berlin, den zweiten Sieg bei der Kundenbefragung in einem Wettbewerbsumfeld, das überwiegend aus internationalen Großkonzernen besteht.

Mit aktuell rund 140 Tankstellen zählen die Berliner nicht zu den größten Gesellschaften im deutschen Netz, aber zu den schlagkräftigsten. Flache Hierarchien, kurze Entscheidungswege und viel Pioniergeist schaffen ein ideales Umfeld für ein erfolgreiches Tankstellengeschäft – bei dem der Partner auch als Partner behandelt wird. Das ist einer der elementaren Leitsätze, für die die Gesellschaft steht und was sie so auch offen kommuniziert.

Dieses partnerschaftliche Verhältnis wird den Kunden aktiv vorgelebt und weitergegeben. So entstehen sehr enge Kundenbeziehungen, die nicht im klassischen Sinne „käuflich“ sind. Dazu kommen individuelle Schulungskonzepte, die in Abstimmung mit den Partnern selbst sowie dem unterstützenden Außendienst entwickelt und regelmäßig durchgeführt werden.

Das erklärt auch den erneuten Punktsieg in den besonders relevanten Kategorien: Kundenorientierung, fachliche Kompetenz und Weiterempfehlung. Damit platzieren sich Sprint und GO auch in diesem Jahr klar auf Platz 1 im Ranking – vor den Wettbewerbern OMV (2. Platz), Shell (3. Platz), Star (4. Platz) und Jet (5. Platz).

Volker Kretschmer, Geschäftsführer der Sprint Tank GmbH, Berlin, und der HPV Hanseatic Petrol Vertriebs GmbH, Bendestorf, ist über die Auszeichnung besonders erfreut, weil sie von den Kunden kommt und nicht von vermeintlich Unabhängigen Instituten. Außerdem zeigt der Sieg das Ergebnis des stetigen Einsatzes mit der Vision, den Service qualitativ zu verbessern und die umfangreichen Investitionen, nicht nur in die Technik und die Hardware der Standorte, sondern vor allem in die Menschen an den Tankstellen, die die engste Schnittstelle zu den Kunden bilden.

Basis der Auszeichnung war die Bewertung von über 20.000 Kunden in der Bundesrepublik Deutschland. Insgesamt wurden 2.400 Unternehmen aus 200 Branchen (sogenannte „Top Player“, die durch verschiedene Kennzahlen, wie Reichweite, Umsatz, Kundenzahlen und Bekanntheit der Unternehmen, festgelegt wurden) bewertet. Die Befragung wurde im Zeitraum vom 14. Mai 2018 bis zum 12. Juni 2018 durchgeführt.


Marktbericht

Marktbericht

KW 41: Die Rohölnotierungen sind im Wochenvergleich sehr stark gesunken. Brent-Nordsee-Rohöl verbilligte sich für November 2018 deutlich um 4,10 $/b, sowie für Dezember und Januar 2019 um 4,20 $/b. Die Preise bewegten sich für den Dreimonatszeitraum zwischen 80,20 $/b und 85,40 $/b. Der OPEC-Korbpreis fiel im Vergleich Freitag zu Freitag deutlich um 3,88 $/b. WTI kostet für Lieferung im November dieses Jahres im low 70,74 $/b und 74,58 $/b im high für Lieferung im Januar 2019.

Die Notierungen am Rotterdamer spot-Markt folgten dem allgemeinen Trend und gaben deutlich nach: Für Eurobob um 54 $/t bis 56 $/t, für Superbenzin um 49 $/t bis 51 $/t, für Gasöl um 23 $/t bzw. 24 $/t, für Dieselkraftstoff um 21 $/t sowie für Heizöl schwer (1 % S) um 10 $/t bis 13 $/t. Die ARA-Biodieselnotierungen fielen nach Angaben des O.M.R. für Fame 0, Fame -10 und RME um je 5 $/t.

Im Tkw-Geschäft ab Lager und Raffinerie kam es bei den Mitteldestillaten überwiegend zu Preisanpassungen nach oben, allerdings fielen die Notierungen im Norden und Süden im high leicht. Die Preise für Super E5 fielen an allen Handelsplätzen teilweise deutlich.


International

OMV und Gazprom unterzeichnen ein Basic Sale Agreement

Die OMV AG, Wien, und die PAO Gazprom, Moskau, unterzeichneten Anfang Oktober 2018 ein Basic Sale Agreement, welches einen möglichen Erwerb einer Beteiligung in Höhe von 24,98 % an den Blöcken IV und V der Achimov-Formation des Urengoi-Erdgas- und Kondensatfeldes durch die OMV für einen in guter Absicht zu verhandelnden Kaufpreis vorsieht.

Das Basic Sale Agreement ersetzt das am 14. Dezember 2016 zwischen der OMV und Gazprom abgeschlossene Basic Agreement, welches einen potentiellen Asset-Tausch der zuvor genannten Beteiligung gegen eine Beteiligung in Höhe von 38,5 % der Gazprom an der OMV (Norge) AS vorsah.

Der Abschluss und die Durchführung der potentiellen Transaktion hängen unter anderem von einer Einigung mit Gazprom hinsichtlich der finalen Transaktionsdokumente sowie behördlichen Genehmigungen und Organbeschlüssen zu einem späteren Zeitpunkt ab. Mit der Unterzeichnung dieser Dokumente wird Anfang nächsten Jahres gerechnet.


Unternehmen

Orlen: Waldemar Bogusch und Oskar Skiba übernehmen Geschäftsführung von Wieslaw Milkiewicz

Die Orlen Deutschland GmbH, Elmshorn, schließt die Umstrukturierungsmaßnahmen in der Geschäftsführung ab. In diesem Rahmen scheidet Wieslaw Milkiewicz (51) aus dem Unternehmen aus, das er seit acht Jahren erfolgreich als Geschäftsführer mitgeleitet hat.

Die Neuausrichtung der Managementspitze von Orlen Deutschland wurde bereits mit der Einberufung der neuen Geschäftsführer Waldemar Bogusch (57) und Oskar Skiba (54) im August 2018 gestartet. Mit der Verabschiedung von W. Milkiewicz zum 26. September 2018 durch den Aufsichtsrat wurden die Umstrukturierungsmaßnahmen abgeschlossen.

W. Milkiewicz arbeitete insgesamt zehn Jahre für Orlen Deutschland. Er fing 2008 zunächst als Abteilungsleiter Marketing und PR an und übernahm nach zwei Jahren die Position eines der Geschäftsführer. Seit 2010 war er als Mitglied der Geschäftsführung vor allem als Chief Technical Officer tätig. In seiner Funktion verantwortete er die Bereiche Netzentwicklung, Technik, IT, Marketing und Unternehmenskommunikation.

In dieser Zeit wuchs das Tankstellennetz kontinuierlich und star wurde zur beliebtesten Tankstellenmarke Deutschlands.

Nach dem Ausscheiden von W. Milkiewicz leiten die Geschäftsführer W. Bogusch, Chief Executive Officer, Dariusz Pawlik, Chief Operating Officer und O. Skiba, Chief Financial Officer, das Unternehmen.


Bio

Treibhausgasausstoß durch Biokraftstoffe erneut gesunken

Der Treibhausgasausstoß durch Biodiesel und Bioethanol ist im vergangenen Jahr erneut deutlich gesunken. Durchschnittlich verringerten Biokraftstoffe den Treibhausgasausstoß im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen um 81 %, verglichen zum Vorjahr mit 77 %, sodass durch ihren Einsatz der Ausstoß von 7.700.000 t Kohlendioxid vermieden wurde. Dies geht aus einem Anfang Oktober 2018 veröffentlichten Bericht der BLE Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, Bonn, hervor. Der Bericht zeigt die große Bedeutung von Biodiesel und Bioethanol für den Klimaschutz im Straßenverkehr. Für Elmar Baumann, Geschäftsführer des VDB Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie e. V., Berlin, ist es sehr erfreulich, dass die Biokraftstoffindustrie die Treibhausgasminderung noch einmal steigern konnte. Der Anteil von Biodiesel an den erfassten Biokraftstoffen stieg auf 71 %, die übrigen Mengen waren Bioethanol (26 %), Hydriertes Pflanzenöl und Biomethan. Insbesondere im Straßengüterverkehr ist Biodiesel unersetzlich, um den Treibhausgasausstoß wirksam zu reduzieren. Hier vermindert nachhaltig hergestellter Biodiesel heute und auch künftig den Ausstoß großer Mengen Kohlendioxid.

Abfall und Reststoffe mit hoher Treibhausgasreduktion waren nach den Zahlen des BLE-Berichts mit 39,4 % die wichtigsten Rohstoffe, die für Biodiesel gemeldet wurden. An zweiter Stelle folgte Raps mit einem Anteil von 35,5 %. Die für die Biokraftstoffherstellung eingesetzten Rohstoffe stammten zu rund 67 % aus der Europäischen Union. Der Einsatz von Palmöl zur Biokraftstoffgewinnung stieg um 2,8 % auf 17,5 %. Es zeigt sich einmal mehr, dass Biokraftstoffe zum Großteil aus europäischen Rohstoffen produziert werden. Alle Rohstoffe müssen nachhaltig hergestellt werden. Damit erreichen Biokraftstoffe die großen Treibhausgasverminderungen, wie sie die BLE jetzt meldet.

Der Absatz von Biokraftstoffen blieb verglichen mit dem Vorjahr ungefähr auf dem gleichen Niveau, obwohl die gesetzlichen Vorgaben eine Steigerung der Treibhausgas-Quote von 3,5 % im Jahr 2016 auf 4 % vorsahen. Dies hätte zu einer deutlichen Steigerung der eingesetzten Biokraftstoffmengen führen müssen. Die Mineralölindustrie konnte die verschärften Verpflichtungen aufgrund der weiter gestiegenen Effizienz von Biokraftstoffen mit annähernd der gleichen Menge Biokraftstoffe wie 2016 erfüllen. Für E. Baumann zeigt dies klar – eine höhere Treibhausgas-Quote ist heute schon machbar, um das Potential nachhaltiger Rohstoffe zu nutzen und mehr Klimaschutz im Verkehr zu erreichen. Der Verband fordert deshalb eine Anhebung der Treibhausgas-Quote auf 4,8 % im Jahr 2019, die 2020 weiter auf 6,5 % steigt.


Bio

Marktbericht

KW 40: Die Rohölnotierungen sind im Wochenvergleich stark gesunken. Brent-Nordsee-Rohöl verbilligte sich für November 2018 um 4,10 $/b, sowie für Dezember dieses Jahres und Januar 2019 um 4,20 $/b. Die Preise bewegten sich für den Dreimonatszeitraum zwischen 80,20 $/b und 85,40 $/b.


Der OPEC-Korbpreis stieg im Vergleich Freitag zu Freitag deutlich um 1,76 $/b. WTI kostet für Lieferung im November dieses Jahres im low 73,25 $/b und 75,54 $/b im high für Lieferung im Januar 2019.


Am Rotterdamer spot-Markt folgten die Notierungen überwiegend dem allgemeinen Trend und stiegen: Für Heizöl schwer (1 % S) um 19 $/t bzw. 20 $/t, für Dieselkraftstoff um 18 $/t bzw. 19 $/t, für Gasöl um 17 $/t sowie für Superbenzin um 3 $/t bis 6 $/t. Der Preis für Eurobob sank um 6 $/t bis 9 $/t. Die ARA-Biodieselnotierungen erhöhten sich nach O.M.R.-Angaben für Fame 0, Fame -10 und RME um je 10 $/t.


Im Tkw-Geschäft ab Lager und Raffinerie stiegen die Preise generell an allen Handelsplätzen.


International

VNG schließt Verkauf der VNG Norge ab

Die VNG AG, Leipzig, hat vergangene Woche sämtliche Anteile an der VNG Norge AS, Stavanger, an die Neptune Energy Norge AS übertragen, nachdem alle Zustimmungen der norwegischen und dänischen Behörden erfolgt sind.

Für die VNG geht damit ein Kapitel zu Ende, welches seit 2006 mit der Gründung der VNG Norge laut Ulf Heitmüller, Vorstandsvorsitzender der VNG, geschrieben wurde. Die VNG Norge war seit 2006 für die Öl- und Gasexploration und -produktion der VNG verantwortlich und erwirtschaftete vergangenes Jahr einen Umsatz von rund 65 Mio. Euro. Bereits im Juni 2018 verkündete VNG, sich aus dem Explorations- und Produktionsgeschäft zurückzuziehen. Der Verkauf der VNG Norge konnte jetzt vollzogen werden. Wirtschaftlich wird die VNG Norge somit seit dem 1. Januar dieses Jahres der Neptune Energy zugerechnet.

VNG baut Geschäftsportfolio weiter um – Die VNG hat mit der Strategie „VNG 2030+“ ein neues Kapitel ihrer Entwicklung eingeläutet und wird das Geschäftsportfolio in den nächsten Jahren weiter umbauen. Ziel der Strategie ist es, auf Basis einer starken Position in der Wertschöpfungskette Gas, Gestalter einer grünen, digitalen und gasbasierten Zukunft zu sein. Im Fokus stehen neben Optimierungen in den aktuellen Geschäftsbereichen auch der substantielle Aufbau neuer Geschäftsfelder wie digitale Infrastruktur, Biogas und Quartierslösungen sowie Investitionen in die weitere Stärkung der Gasinfrastruktur und des Gashandels.


Unternehmen

LetterOne und BASF: Zusammenschluss der Öl- und Gasaktivitäten zu Wintershall DEA

Die LetterOne, Luxemburg, und die BASF SE, Ludwigshafen, haben vergangene Woche einen Vertrag über den Zusammenschluss ihrer Öl- und Gasaktivitäten zu einem neuen Unternehmen Wintershall DEA unterzeichnet. Der Abschluss der Transaktion steht unter dem üblichen Vorbehalt der behördlichen Genehmigungen.

Wintershall DEA wird das größte unabhängige europäische Explorations- und Produktionsunternehmen mit Aktivitäten in zwölf Ländern in Europa, Lateinamerika, Nordafrika und dem Nahen Osten sein. Die Pro-Forma-Förderung des gemeinsamen Unternehmens betrug 2017 rund 575.000 boe/d, wovon rund 70 % auf Erdgas entfielen. Es wird erwartet, dass die Produktion bei Umsetzung des Businessplans auf 750.000 boe/d bis 800.000 boe/d ab dem Jahr 2020 steigt.

In 2017 hätten die kombinierten Geschäftsaktivitäten einen Umsatz in Höhe von 4,7 Mrd. Euro und ein Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von 2,8 Mrd. Euro erzielt. Basierend auf den kombinierten nachgewiesenen Reserven (1P) von rund 2,2 Mrd. boe Ende 2017 würde sich das Verhältnis von Reserven zu Produktion des gemein-samen Unternehmens auf rund zehn Jahre belaufen.

Das kombinierte Portfolio und die Größe von Wintershall DEA werden sehr großes Potential für ein nachhaltiges und langfristiges Wachstum bieten. LetterOne und BASF erwarten, dass Synergieeffekte in der Größenordnung von mindestens 200 Mio. Euro pro Jahr möglich sind. Mittelfristig planen die Anteilseigner, Aktien des Unternehmens im Rahmen eines Börsengangs anzubieten.

Der gemeinsame Unternehmenssitz von Wintershall DEA wird in Hamburg und Kassel sein.

Lord Browne, Executive Chairman von L1 Energy und Vorsitzender des DEA-Aufsichtsrats, ist darüber erfreut, dass eine Vereinbarung getroffen wurde, um die größte unabhängige E&P-Gesellschaft in Europa aufzubauen. Wintershall DEA ist die größte Fusion in der Branche seit über einem Jahrzehnt mit hervorragenden Wachstumsmöglichkeiten und der Größe, die erforderlich ist, um neue Geschäftschancen zu erschließen. Er erwartet, dass das Unternehmen sich schnell zu einer weltweit wettbewerbsfähigen Organisation mit einem internationalen Portfolio entwickeln wird.

Maria Moraeus Hanssen, CEO von der DEA Deutsche Erdoel AG, Hamburg, wird stellvertretende CEO und Chief Operating Officer des gemeinsamen Unternehmens. Zusätzlich werden Thilo Wieland, Vorstandsmitglied von Wintershall, und Hugo Dijkgraaf, Managing Director von Wintershall Norge, Mitglieder des fünfköpfigen Vorstands von Wintershall DEA. Die Ernennung des Chief Financial Officers wird zu gegebener Zeit erfolgen.

LetterOne und BASF werden jetzt damit beginnen, die erforderlichen behördlichen Genehmigungen einzuholen. Dieser Prozess könnte sechs Monate dauern. Bis zum Closing werden DEA und Wintershall weiter als eigenständige Unternehmen tätig sein.

BASF wird zunächst mit 67 % und LetterOne mit 33 % an Wintershall DEA beteiligt sein. Dabei ist das Gastransportgeschäft der Wintershall nicht berücksichtigt. Bei Abschluss der Transaktion wird Wintershall DEA jedoch Vorzugsaktien an BASF ausgeben, die dem Wert des Gastransportgeschäfts von Wintershall entsprechen. Vor dem Börsengang, aber nicht später als 36 Monate nach Abschluss der Transaktion werden diese Vorzugsaktien in zusätzliche Stammaktien der Wintershall DEA für BASF umgewandelt.


Unternehmen

Hoyer Group gewinnt Neugeschäfte in der Flugkraftstoffversorgung

In zehn europäischen Ländern ist die Hoyer Group mit der Business Unit Petrolog führender Transport- und Logistikdienstleister für die Mineralölindustrie. Dazu gehört die Kraftstoffbelieferung von Flughäfen und Flugzeugen. In diesem Segment verzeichnet Hoyer durch Neuvertragsabschlüsse mit Air BP, Hamburg, und WFS World Fuel Services, Miami, in Großbritannien, mit der Total Deutschland GmbH, Berlin, und durch die Vertragsverlängerung mit Valero Energy, San Antonio, in Irland für den Flughafen Dublin, eine positive Geschäftsentwicklung.

2018 hat die Business Unit Petrolog in Großbritannien den Zuschlag von Air BP für die Flugkraftstoffbelieferung von landesweit 96 Flughäfen erhalten. Für Air BP übernimmt Hoyer die gesamte Lieferlogistik, einschließlich der Überwachung der Bestände, der Generierung und Entgegennahme von Aufträgen und die Auslieferung. Einen Dreijahresvertrag unterzeichnete WFS für die Belieferung von vier Flughäfen im Norden Großbritanniens. Außerdem hat die Business Unit Petrolog seit Ende 2018 in Deutsch-land im Auftrag von Total Deutschland die tägliche Flugkraftstoffversorgung für den Flughafen Berlin-Tegel aufgenommen.

Mark Binns, Director der Business Unit Petrolog, ist darüber erfreut, dass die Partnerschaften mit langjährigen Kunden und mit Neugeschäften weiter vertieft werden konnten. Sowohl für BP als auch für Total verantwortet das Logistikunternehmen seit vielen Jahren die Belieferung der Tankstellennetze, seit kurzem auch das von WFS. Der Ausbau des Bereichs Flugkraftstoffversorgung ist für Petrolog ein wichtiger strategischer Schritt. Aufgrund der Expertise und hohen Servicequalität hat sich Hoyer als zuverlässiger Partner internationaler Mineralölkonzerne etabliert. Valero Energy entschied, den seit 2000 bestehenden Vertrag mit Hoyer nochmals zu verlängern. Bis Ende 2020 wird die Business Unit Petrolog die gesamte Flugzeugbetankung am Flughafen Dublin fortsetzen.

Für einen reibungslosen Flugverkehr sorgt bei der Hoyer Group außerdem die Business Unit Chemilog. Während der Wintermonate deckt dieser Geschäftsbereich nicht nur die Versorgung mehrerer Flughäfen mit Enteisungsmitteln für Landebahnen ab, sondern setzt für einen führenden Hersteller von Flugzeugenteisungsmittel nahezu die komplette europaweite Logistik um. Aufgrund des schwer vorhersagbaren und oftmals sehr kurzfristigen Bedarfs bietet Hoyer einen 24/7-Bereitschaftsdienst und gewährleistet so Anlieferungszeiten innerhalb weniger Stunden.


Unternehmen

Verkauf abgeschlossen: Deutsches Esso-Tankstellennetz wird von EG betrieben

ExxonMobil und die EG Group haben am 1. Oktober 2018 den Verkauf des deutschen Esso-Tankstellennetzes abgeschlossen. EG tritt ab sofort als Markenpartner von Esso auf. Beides wurde im November vergangenen Jahres vereinbart und ist jetzt umgesetzt.

Nach Aussage von Florian Barsch, Vorstandsvorsitzender der ExxonMobil Central Europe Holding GmbH, Hamburg, werden an deutschen Esso-Stationen weiter die Synergy-Kraftstoffe und Mobil-Schmierstoffe verkauft. Gemeinsam mit dem neuen Markenpartner EG soll jetzt für das Wachstum von Esso in Deutschland gesorgt werden. Die EG Group hat bereits in Ländern wie Großbritannien, Frankreich und Benelux eine große Expertise im Betreiben von Tankstellennetzen unter Beweis gestellt – auch schon als Partner von ExxonMobil und Esso. Die Übergabe des operativen Geschäfts an EG verlief reibungslos.

Für Mohsin Issa, Gründer und Mitgeschäftsführer der EG Group, die jetzt rund 5.000 Stationen in Europa und den USA betreibt, steht fest, dass ein gut geführtes Geschäft übernommen wurde. Das Esso-Tankstellennetz in Deutschland bietet für EG eine starke Einzelhandels-Plattform, die jetzt weiterentwickelt und ausgebaut wird. Die EG Group ist fest entschlossen, in ein umfassendes Convenience Retail-Angebot zu investieren, das Kraft- sowie Schmierstoffe, Convenience Store und Food to go bietet. Das Führungsteam wird eng mit den deutschen Kollegen in Hamburg zusammenarbeiten, um den Kunden einen modernen Forecourt und ein umfangreiches Angebot an den Esso-Tankstellen zu bieten.

Die Zusammenarbeit zwischen ExxonMobil und EG ist zunächst auf 20 Jahre festgeschrieben. Die Verantwortlichkeit für die Kraft- und Schmierstoffentwicklung, die Marke Esso sowie das Marketing bleiben bei ExxonMobil, EG übernimmt das operative Geschäft inklusive des Kraftstoff-Pricings. Dabei wird EG an den deutschen Esso-Stationen weiter die bekannten Kraft- und Schmierstoffe verkaufen und sagt unter anderem Investitionen in das Kraftstoff-, Wasch- und Shop-Geschäft zu. Beide Unternehmen haben bereits ähnliche Markenpartnerschaften erfolgreich eingeführt.

Nachdem Ende November vergangenen Jahres verkündet wurde, dass EG künftig Markenpartner von Esso in Deutschland sein wird und das Tankstellennetz führen soll, gaben die europäischen Wettbewerbsbehörden im Januar 2018 grünes Licht für den Verkauf. Im Juli gab EG bekannt, dass Volker Friedemann – er sammelte viele Jahre in unterschiedlichen Positionen Erfahrungen bei Esso und ExxonMobil – Deutschland-Chef wird und die Geschicke des Unternehmens von Hamburg aus lenkt.


Bio

Marktbericht

KW 39: Die Preise für Rohöl sind in der vergangenen Woche deutlich gestiegen. Brent-Nordsee-Rohöl verteuerte sich für September 2018 um 3,60 $/b und für Oktober sowie November um je 3,90 $/b. Die Preise bewegten sich zuletzt für den Dreimonatszeitraum zwischen 80,10 $/b und 82,80 $/b. Der OPEC-Korbpreis stieg im Vergleich Freitag zu Freitag deutlich um 4,40 $/b. WTI kostet für Lieferung im November 2018 im low 71,14 $/b und 72,37 $/b im high für Lieferung im Januar 2019.


Die Notierungen am Rotterdamer spot-Markt folgten der starken Tendenz und stiegen, teilweise deutlich: Für Gasöl um 39 $/t bzw. 40 $/t, für Dieselkraftstoff um 37 $/t bzw. 38 $/t, für Heizöl schwer (1 % S) um 27 $/t bis 30 $/t, für Eurobob um 10 $/t bzw. 11 $/t und für Superbenzin um 7 $/t bzw. 8 $/t. Die ARA-Biodieselnotierungen erhöhten sich nach Angaben des O.M.R., Kellinghusen, ebenfalls, und zwar für Fame 0, Fame -10 und RME um je 15 $/t.


Im Tkw-Geschäft ab Lager und Raffinerie kam es an allen Handelsplätzen generell zu teilweise deutlichen Preisanpassungen nach oben.


International

OMV wandelt Kunststoffmüll in Rohöl

Im Rahmen der 60 Jahr-Feier in der Raffinerie Schwechat präsentierte die OMV AG, Wien, vor Vertretern der Politik und Medien den Grundstein für eine innovative Zukunft, die Re-Oil Altkunststoff-Recyclinganlage. In der Pilotanlage wird durch ein thermo-chemisches Verfahren aus Kunststoffabfällen synthetisches Rohöl hergestellt.

Nach Aussage von Manfred Leitner, OMV-Vorstandsmitglied Downstream, ist es mit dieser Technologie möglich, dass ein Fass Öl mehrfach verwendet wird. Dadurch werden weniger Altkunststoffe verbrannt und Treibhausgase reduziert. Das ReOil-Verfahren unterstützt somit die OMV-Nachhaltigkeitsziele im Schwerpunktbereich Kohlendioxideffizienz.

Die OMV beschäftigt sich seit 2011 mit dem Potential von Altkunststoffen. Im Jahr 2013 ging die erste Versuchsanlage mit einer Verarbeitungskapazität von rund 5 kg/h Altkunststoffen in der Raffinerie Schwechat in Betrieb. Die nächstgrößere Testanlage – mit einer Verarbeitungskapazität von bis zu 100 kg/h – wurde 2018 in Betrieb genommen und produziert daraus 100 Liter/h synthetisches Rohöl. Dieses Rohöl wird in der Raffinerie Schwechat zu Treibstoffen bzw. anderen Grundstoffen der Kunststoffindustrie weiterverarbeitet. So entsteht eine ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft.

Die OMV investierte in das gesamte Projekt rund 10 Mio. Euro, wobei von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft 10 % der Ausgaben übernommen wurden.

Der Recyclingprozess beruht auf thermischem Cracken bei über 300 °C. Dabei handelt es sich um eine bewährte Raffinerie-Technologie, die mittel- und langkettige Kohlenwasserstoffe in kurzkettige aufspaltet. Basis dieser Kreislaufwirtschaft ist ein chemischer Prozess: Aus kurzkettigem Öl werden langkettige Kunststoffe erzeugt, die durch das ReOil-Verfahren wieder zu kurzkettigem Öl werden. Für diesen Prozess hält die OMV in Europa, den USA, Russland, Australien, Japan, Indien, China und vielen weiteren Ländern das Patent.

Mit dem innovativen Forschungsprojekt leistet die OMV einen Beitrag zu den 2015 von der UN-Generalversammlung definierten messbaren Zielen für nachhaltige Entwicklung. Das Recyclingverfahren ist bereits vollständig in die Abläufe der Raffinerie eingebunden und das Forschungsteam hat bereits mit der Planung für eine nächstgrößere Anlage begonnen.


Personal

Christopher Matalou wird Chief Financial Officer bei UTA

Christopher Matalou ist seit dem 1. KG, Kleinostheim, und wird in dieser Funktion die Digitalisierung und Internationalisierung des Finanzbereichs vorantreiben. Als Mitglied im Executive Commitee berichtet er direkt an Chief Executive Officer Volker Huber.

Nach drei Jahren wechselt der bisherige CFO, Robert Nürnberger, in eine zentrale Führungsposition im Bereich Fleet & Mobility beim Mutterkonzern Edenred. Dort wird er Antoine Dumurgier, Chief Operating Officer, Fleet and Mobility Solutions und Patrick Bataillard, Executive Vice President, Finance im Bereich M&A sowie in den Themen Leistungsverbesserung und strategische Studien tatkräftig unterstützen.


Erneuerbare Energie

Marktbericht

KW 38: Die Rohölnotierungen sind im Wochenvergleich gestiegen. Brent-Nordsee-Rohöl verteuerte sich für Oktober 2018 um 1,50 $/b sowie für November und Dezember um 0,70 $/b. Für den Dreimonatszeitraum bewegten sich die Preise zuletzt zwischen 77,90 $/b und 79,70 $/b. Der OPEC-Korbpreis stieg im Vergleich Freitag zu Freitag um 1,03 $/b. WTI kostete bei Wechsel des Frontmonats im low für Lieferung im November dieses Jahres 68,53 $/b und im high 71,05 $/b für Lieferung im Januar 2019.

Am Rotterdamer spot-Markt folgten die Preise überwiegend dem allgemeinen Trend und stiegen: Für Eurobob um 6 $/t bis 10 $/t, für Diesel um 8 $/t, für Gasöl um 6 $/t bzw. 7 $/t, sowie für Heizöl schwer (1 % S) um 3 $/t bzw. 4 $/t. Nur Superbenzin verbilligte sich um 4 $/t. Nach Angaben des O.M.R. Oil Market Report, Kellinghusen, fielen die Preise für Fame 0, Fame -10 und RME generell um 5 $/t.

Im Tkw-Geschäft ab Lager und Raffinerie entwickelten sich die Preise für alle Produkte entgegen der allgemeinen Tendenz und fielen an allen Handelsplätzen.


Fossile Energien

Oil Waste to Energy – Nachhaltige und dezentrale Aufbereitung von Altöl

Altöl ist weltweit ein Abfallprodukt, das in großen Mengen anfällt und meist nicht wiederverwertet wird. Ein einziger Liter Altöl verseucht nach Untersuchungen des API American Petroleum Institute, Washington D.C., bis zu 1 Mio. Liter Trinkwasser. Das entspricht einem Wasserwürfel mit 10 m Kantenlänge. Weltweit fallen pro Jahr rund 25 Mio. t Altöl an, bis zu 95 % davon werden verbrannt, deponiert oder landen in der Natur. Könnte man die Energie des jährlich anfallenden Altöls nutzen, ließen sich die 85 energetisch schwächsten Länder der Welt dauerhaft, stabil und preiswert mit Energie versorgen. Das Unternehmen Biofabrik Technologies GmbH, Dresden, bietet jetzt eine dezentrale Lösung für dieses Problem.

Angenommen zwei Drittel des weltweit anfallenden Altöls werden ordnungsgemäß entsorgt und nur ein Drittel in die Natur und den Wasserkreislauf – eine mehr als optimistische Schätzung – so werden immer noch rund 8 Mrd. t Wasser/a dauerhaft kontaminiert. Das entspricht ungefähr der Menge Trinkwasser, welche die Weltbevölkerung pro Jahr verbraucht!

Während in Industrienationen wie Deutschland strenge Richtlinien für die Entsorgung dieser Gefahrstoffe existieren, stellen sie im weitaus größten Teil der Welt ein bislang ungelöstes Problem dar. Zum Beispiel auf den Philippinen: Dort fallen 240 Mio. l/a Altöl an, wovon zwar ein Großteil verbrannt wird, aber oft wird es illegal ins Erdreich oder in Gewässer gekippt und landet so im Grundwasser, in Flüssen und im Meer. Das Beispiel der Philippinen lässt sich auf die meisten Entwicklungs- und Schwellenländer weltweit übertragen. Auch in Deutschland entstehen im Jahr rund 500.000 t Altöl sowie ein Vielfaches an verschmutzten Kraftstoffen, Schmierstoffen und Ölindustrieabfällen, die bisher meist verbrannt werden.

Dabei ist Altöl ein wertvoller Rohstoff, wenn sich die in ihm enthaltene Energie erneut nutzen lässt. In jedem Liter Altöl, verschmutztem Diesel oder Heizöl stecken mehr als 90 % wiederverwertbarer Kraftstoff.

WASTX Oil: Neuer Weg für altes Öl – Mit der WASTX Flash-Technologie hat die Biofabrik Technologies GmbH, Dresden, jetzt eine Lösung für die Verarbeitung von flüssigen ölhaltigen Reststoffen wie Altöl, verschmutztem Diesel, Heizöl oder Schifffahrtsölen entwickelt, womit sich nicht nur eines der größten Umweltprobleme nachhaltig lösen lässt, sondern sich auch Einkommensquellen für viele Menschen erschließen lassen. Aus einem Abfallprodukt wird ein Wertstoff für Industrie und Kommunen.

Eine WASTX Oil-Anlage in der Größe eines großen Kleiderschranks kann bis zu 1.000 Liter Ölabfälle/d verarbeiten. In einem einzigartigen Verfahren werden verschmutzte Kraftstoffe automatisch gereinigt, kondensiert und somit innerhalb weniger Minuten wieder in nutzbaren Kraftstoff verwandelt. Dabei werden Standardverfahren der Rohölraffination mit neuen Destillations- und sogenannten Cold-Cracking-Technologien kombiniert. Im Ergebnis entsteht die erste dezentrale und energieautarke Kompaktraffinerie für ölhaltige Abfälle.

Für die Umwandlung des Altöls in Kraftstoff benötigt die Anlage nur einen Bruchteil des entstehenden Kraftstoffs selbst. Dadurch wird der Betrieb mit einem Wirkungsgrad von über 75 % sehr rentabel und skalierbar. Bei höherem Bedarf können die WASTX Oil-Anlagen in Reihe geschaltet werden. Bei der Produktion entsteht Basiskraftstoff, der in herkömmlichen Verbrennungsmotoren und Generatoren verwendet werden kann. Die abgetrennten Reststoffe (rund 10 %) können herkömmlich entsorgt werden. Die kompakte Bauweise und ein guter Preis ermöglichen den Einsatz der Anlagen an jedem beliebigen Standort – ob Dorf, Entsorger oder Hochseeschiff.

Nach Aussage von Oliver Riedel, Geschäftsführer der Biofabrik-Firmengruppe, ist die WASTX Oil weltweit die erste dezentrale, vollautomatische Komplettlösung zur nachhaltigen Verwertung ölhaltiger Abfälle. Besonders Länder, in denen auf der einen Seite Energie gar nicht oder nur sporadisch und zu hohen Preisen verfügbar ist, die aber auf der anderen Seite große Probleme mit der Entsorgung ihres Altöls haben, profitieren von der Technologie. Aus einem Problemstoff wird ein Wertstoff, der den Menschen Einkommen und damit einen höheren Lebensstandard sichert. Dabei reicht die Energie einer Tagesproduktion der Anlage für die vollständige Versorgung von 1.000 Menschen rund um die Uhr mit sicherer und klimaneutraler Energie.


Regenerative Energien

E.ON: Deutsches Ladenetz für Elektrofahrzeuge wird engmaschiger

Die Nationale Plattform Elektromobilität (NPE) hat letzte Woche ihren Fortschrittsbericht 2018 an Bundeskanzlerin Angela Merkel überreicht. Dem Bericht zufolge zeigt der Ausbau der Ladeinfrastruktur in Deutschland deutliche Fortschritte. Danach gab es Ende 2017 in Deutschland rund 12.500 Ladepunkte. Der BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V., Berlin, geht von aktuell 13.500 öffentlich zugänglichen Ladepunkten aus. Das Ladenetz wird zunehmend engmaschiger, nicht zuletzt aufgrund des Förderprogramms der Bundesregierung.

Ausweitung der Ladeinfrastruktur und intelligente Kundenlösungen – Die Essener E.ON SE bietet den Kunden in ihrem Ladenetzwerk mehr als 4.000 Ladepunkte in Deutschland. Im Sommer 2018 eröffnete das Unternehmen eine erste ultraschnelle Ladestation an der Autobahn A3 im bayrischen Geiselwind. Batterien von Elektroautos der neuesten Generation haben nach 20 Minuten wieder eine Reichweite von 400 km. In den nächsten Jahren sollen weitere, rund 180 ultraschnelle Ladestationen in Europa hinzukommen. Der nächste Spatenstich ist an der Raststätte Kassel Ost vorgesehen. Die E.ON plant bis 2020 rund 60.000 Ladepunkte in Europa.

Zur Stärkung der Elektromobilität trägt die E.ON nach Aussage von Karsten Wildberger, Vorstandsmitglied und Vorsitzender des Arbeitskreises Ladeinfrastruktur der NPE, nicht nur durch die Ausweitung einer pan-europäischen Infrastruktur bei. Das Unternehmen versucht auch durch smarte, digitale Kundenlösungen den Fahrern den Umstieg auf Elektromobilität zu erleichtern. So hat die E.ON als erstes Unternehmen in Deutschland eine kilowattstunden- und minutengenaue Abrechnung der Ladevorgänge von Elektroautos eingeführt.

Mehr Elektrofahrzeuge notwendig – Beim Ausbau der Ladeinfrastruktur ist Deutschland auf einem guten Weg. Insbesondere in den Ballungsgebieten wird das Netz der Ladeinfrastruktur deutlich dichter. Um die Nutzung von Elektromobilität zu beschleunigen, müssen allerdings wesentlich mehr Elektrofahrzeuge an den Markt gebracht werden. Dies würde auch den Ausbau der Ladeinfrastruktur um einen großen Schritt weiter voranbringen. Von den im NPE-Bericht ausgewiesenen 131.000 Fahrzeugen sind weniger als die Hälfte reine Elektrofahrzeuge.


Verbände

Gasantriebe attraktiver durch Diesel-Fahrverbote und schärfere Kohlendioxidgrenzwerte

Durch immer strengere Grenzwerte für Luftschadstoffe und Kohlendioxid werden Benzin- und Dieselfahrzeuge für Verbraucher zunehmend an Reiz verlieren, erklärt der DVFG Deutscher Verband Flüssiggas e. V., Berlin, anlässlich des Urteils des Verwaltungsgerichts Wiesbaden zum Diesel-Fahrverbot und der Pläne auf EU-Ebene, die Kohlendioxidgrenzwerte zu verschärfen.

Was viele Autofahrer beim Kauf eines Fahrzeugs für selbstverständlich halten, werden für den Vorsitzenden des DVFG, Rainer Scharr, konventionelle Antriebe schon in absehbarer Zeit nicht mehr garantieren können: Freie Fahrt auch in den Innenstädten. Die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Wiesbaden, der zufolge Frankfurt am Main jetzt ein Diesel-Fahrverbot für eine Verbesserung der Luftqualität einführen muss, ist ein klares Signal.

Hinzu kommt der aktuelle Vorstoß des Umweltausschusses im Europäischen Parlament, den Kohlendioxidausstoß von Neufahrzeugen bis zum Jahr 2030 stärker – um 45 % statt der zunächst vorgesehenen 30 % – zu senken. Die Bedeutung emissionsarmer Alternativen wie Autogas wird nach Meinung von R. Scharr angesichts dieser Entwicklungen noch einmal deutlich steigen.

Der Stickoxidausstoß fällt bei Autogas-Pkw bis zu 51mal niedriger aus als bei Diesel-Fahrzeugen. Feinstaub-Partikel lassen sich im Vergleich zu Benzin-Pkw mit Autogas um bis zu 99 % reduzieren. Fahrverbote müssen Autogas-Fahrer somit nicht fürchten. Die Kohlendioxidemissionen sind außerdem um 21 % geringer als bei fossilen Benzin-Kraftstoffen und um 23 % niedriger als bei fossilen Diesel-Kraftstoffen. Ein ausschlaggebendes Argument bleibt auch die schon heute breite Verfügbarkeit an über 7.100 Autogas-Tankstellen.


Bio

Marktbericht

KW 37: Die Rohölpreise sind im Vergleich zur vergangenen Woche gestiegen. Brent-Nordsee-Rohöl verteuerte sich für Oktober 2018 um 1,90 $/b und für November sowie Dezember um 1,60 $/b. Für den Dreimonatszeitraum bewegten sich die Preise zuletzt zwischen 76,50 $/b und 80,10 $/b. Der OPEC-Korbpreis stieg im Vergleich Freitag zu Freitag um 1,88 $/b. WTI kostete für Lieferung im Oktober 2018 im low 67,51 $/b und im high für Dezember 69,91 $/b.

Die Notierungen am Rotterdamer spot-Markt folgten dem allgemeinen Trend und stiegen: Für Superbenzin um 8 $/t bis 12 $/t, für Heizöl schwer (1 % S) um 9 $/t bzw. 10 $/t, für Eurobob um 3 $/t bis 7 $/t, für Diesel um 3 $/t und für Gasöl um 2 $/t. Nach Angaben des O.M.R. Oil Market Report, Kellinghusen, stiegen die Preise für Fame 0, Fame-10 und RME generell um 5 $/t.

Im Tkw-Geschäft ab Lager und Raffinerie kam es bei allen Produkten zu uneinheitlichen Preisänderungen nach oben und unten.


Unternehmen

HGM Energy und team energie gründen Joint Venture NEST plus

Die team energie GmbH & Co. KG, Süderbrarup, und die HGM Energy GmbH, Bremen, beabsichtigen, einen Teil ihrer Aktivitäten im Bereich Einkauf zu bündeln. Dazu wird eine gemeinsame Gesellschaft gegründet, an der beide Unternehmen gleichberechtigt beteiligt sind. Die neue Gesellschaft wird, vorbehaltlich der Zustimmung des Kartellamtes, unter dem Namen NEST plus, geschäftsansässig in Hamburg, agieren.

Die Motivation für das Joint Venture liegt in der Bündelung von Einkaufsmengen, einer erhöhten Versorgungssicherheit sowie besseren Einkaufskonditionen bei Lieferanten begründet. Darüber hinaus ist eine Optimierung der Logistikdienstleistungen und -kosten bei beiden künftigen Gesellschaftern ein treibender Faktor.

Beide Gesellschafter sind seit über 40 Jahren im Energiehandel tätig: Die HGM Energy als Betreiber eines Seehafentanklagers in Bremen und unabhängiger Versorger des Handels und die team energie als Lieferant von Brenn-, Treib- und Schmierstoffen mit 25 Vertriebsbüros, 72 Straßentankstellen und aktuell 160 Tankautomaten von Flensburg bis Berlin.

Insbesondere im Handel mit Mineralölprodukten gelten sehr hohe Anforderungen, denen die Geschäftspartner nicht nur im Hinblick auf Sicherheit, sondern auch in den Bereichen Logistik, Kostenersparnis und Umweltverträglichkeit schon seit langer Zeit gerecht werden. Nicht zuletzt darin zeigt sich, dass sich in der neuen Gesellschaft, bei einer vertieften Zusammenarbeit zwischen der HGM Energy und der team energie, zwei optimal passende Partner ergänzen werden.


Fossile Energie

Kostenloses WLAN an 500 Total-Stationen

Autofahrer können den Stopp an einer Tankstelle der Total Deutschland GmbH, Berlin, künftig auch ausgiebig zum Surfen im Internet nutzen. An 500 Total-Stationen in Deutschland stellt das Unternehmen einen kostenfreien WLAN-Zugang zur Verfügung. Bis Oktober 2018 sollen bundesweit 670 Tankstellen mit WLAN ausgestattet sein. Neben dem in den vergangenen Jahren deutlich ausgebauten Gastronomie-Angebot ist dies ein weiterer Grund für eine Pause bei Total.

Über die Total Services App und den Tankstellenfinder im Internet können sich die Kunden informieren, an welchen Stationen der Service verfügbar ist. Um das Angebot zu nutzen, müssen sie im Shop lediglich das Netzwerk „Total Free WiFi“ auswählen und die dort hinterlegten AGB akzeptieren.

Das Angebot wird nach Aussage von Thomas Strauß, Tankstellendirektor der Total Deutschland, von den Kunden sehr gut angenommen, gerade auch von den Fernfahrern, für die das kostenfreie WLAN-Netz aufgrund ihrer längeren Verweildauer an den Tankstellen und Autohöfen besonders attraktiv ist. Deshalb sollen die digitalen Service-Angebote weiter ausgebaut werden. In Zukunft wird es im Bistrobereich der Stationen auch Stromversorgung an den Tischen geben, damit die Kunden ihre Handys, Tablets und Laptops aufladen können.


Personal

Thomas R. J. Hoyer für Lebenswerk ausgezeichnet

Seit 2002 hebt der Hamburger Gründerpreis besondere Leistungen Hamburger Unternehmer in den Kategorien Existenzgründer, Aufsteiger und Lebenswerk hervor. In seiner Laudatio stellte Hamburgs erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher den bedeutenden Beitrag heraus, mit dem sowohl Thomas Hoyer selbst als auch die Hoyer Group Hamburg zu einem der Top-Logistikstandorte und Vorreiter bei der Digitalisierung gemacht haben.

T. Hoyer ist stolz, dass das Erbe seines Vaters in dessen Sinn weiterentwickelt wurde und die Hoyer Group im schwierigen Logistikmarkt solide und fortschrittlich positioniert wurde. Die Auszeichnung ist auch Wertschätzung für die Leistung der ganzen Familie und der Mitarbeiter.

Seit seinem Eintritt in die Hoyer Group 1980 hat T. Hoyer die Entwicklungen und Erfolge des Familienunternehmens entscheidend geprägt. Nach der Gründung von Hoyer USA verantwortete er zunächst diesen Auslandsbereich, bevor er 1986 in die Geschäftsführung der Hoyer Group wechselte und ab 1991 die Funktion des Sprechers der Geschäftsführung übernahm. Seit 2007 steht T. Hoyer dem Beirat vor.

2017 waren rund 6.500 Mitarbeiter weltweit für die Hoyer Group tätig, erzielten mit rund 1,2 Mrd. Euro den bisher höchsten Umsatz in der Unternehmensgeschichte und belegen den Erfolg des stetig wachsenden Logistikers.

Die Hoyer Group wurde 1946 von Walter Hoyer in Hamburg gegründet und entwickelte sich in über 70 Jahren zu einem international agierenden Unternehmen, das sich als einer der Weltmarktführer für die Logistik flüssiger Güter auf Straße, Schiene und See einen Namen gemacht hat.


Unternehmen

Diersch & Schröder beteiligt sich an Kreuzmayr Bayern-Unternehmensgruppe

Die Diersch & Schröder-Unternehmensgruppe hat sich mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. April 2018 mehrheitlich an der Kreuzmayr Bayern-Unternehmensgruppe, Garching b. München, beteiligt.

Die Kreuzmayr-Gruppe handelt hauptsächlich mit klassischen Produkten wie Kraftstoffen, Heizöl, Pellets, Strom, Gas, Schmierstoffen und AdBlue. Außerdem betreibt das Unternehmen zahlreiche öffentliche und Gewerbetankstellen sowie ein Tanklager in Weiden. Kreuzmayr Bayern ist mit zehn Tochterunternehmen in Bayern und Nordrhein-Westfalen aktiv.

Von Diersch & Schröder wird Jens Uwe Breckwoldt mit in die Geschäftsführung berufen. Er ist überzeugt, dass Kreuzmayr Bayern die DS-Gruppe und insbesondere das Geschäftsfeld Mineralöl substantiell stärken wird. Gemeinsam soll der Wachstumskurs fortgesetzt werden.

Mit dieser Beteiligung geht der Mineralölbereich der DS-Gruppe einen weiteren Schritt in der Wachstumsstrategie vom klassischen Großhändler und Importeur zu einem Energiehandelshaus. Bereits seit mehreren Jahren ergänzen die Beteiligungen an der Lanfer Energie GmbH & Co. KG, Meppen, sowie der Leu Energie GmbH & Co. KG, Hof/Saale, das Dienstleistungsspektrum von DS, speziell im fränkischen, emsländischen und friesischen Raum. Auch künftig soll das Wachstum aus eigener Kraft mit weiteren Akquisitionen flankiert werden.


Marktbericht

Marktbericht

KW 36: Die Rohölnotierungen sind im Wochenvergleich gesunken. Brent-Nordsee-Rohöl verbilligte sich für Oktober 2018 um 2 $/b, für November um 1,50 $/b und für Dezember um 2,10 $/b. Für den Dreimonatszeitraum bewegten sich die Preise zuletzt zwischen 75,60 $/b und 78,60 $/b. Der OPEC-Korbpreis sank im Vergleich Freitag zu Freitag um 1,57 $/b. WTI kostete für Lieferung im Oktober 2018 im low 67,70 $/b und im high für Dezember 69,50 $/b.

Die Preise am Rotterdamer spot-Markt folgten der allgemeinen Tendenz und gaben zum Teil deutlich nach: Für Superbenzin um 49 $/t bis 52 $/t, für Eurobob um 34 $/t bis 37 $/t, für Diesel um 15 $/t bzw. 16 $/t, für Heizöl schwer (1 % S) um 14 $/t bzw. 15 $/t und für Gasöl um 11 $/t bzw. 12 $/t. Auch die Preise für Fame 0, Fame-10 und RME gaben nach Mitteilung des O.M.R., Kellinghusen, um 5 $/t bis 10 $/t nach.

Im Tkw-Geschäft ab Lager und Raffinerie kam es bundesweit für alle Produkte zu weiteren und teilweise deutlichen Preisanhebungen.


Fossile Energien

HGM Energy nimmt erste Testlieferung von GtL aus Katar in Empfang

Die Umweltbelastung durch den Dieselkraftstoff ist in den letzten Jahren Gegenstand der öffentlichen Debatte geworden. In einigen Städten sind bereits lokale Fahrverbote erteilt sowie private, gewerbliche und öffentliche Fahrzeuginhaber verunsichert worden. Dabei hat die Automobilindustrie, nach Aussage von Kevin Balke, Geschäftsführer der HGM Energy GmbH, Bremen, bisher nur wenig zur Lösung des Problems beigetragen, weshalb von vielen Seiten die Elektromobilität jetzt als Allheilmittel gesehen wird.

Für K. Balke wird der Transportsektor noch für lange Zeit, allein wegen der Energiedichte, auf fossile Kraftstoffe angewiesen sein. Auch hinsichtlich Technologiereife und Investitionssicherheit führt in den nächsten Jahren kein Weg am Verbrennungsmotor für Lkw und Busse vorbei.

Damit die Emissionen aber auch kurzfristig und mit bestehenden Fuhrparks gesenkt werden können gibt es Alternativen – eine heißt Diesel aus Erdgas oder GtL (Gas-to-Liquid). Wie die HGM Energy GmbH diesen Freitag bei einer Veranstaltung vor ausgewählten Gästen aus Wirtschaft, Politik und Presse bekannt gab, hat sich das Unternehmen seit einiger Zeit darum bemüht, diesen fortschrittlichen Kraftstoff mit sehr guten Umwelt- und Leistungscharakteristiken in die Angebotspalette aufzunehmen.

So konnten die Gastgeber die Ankunft der ersten GtL-Lieferung aus Katar in Aussicht stellen, die im Anschluss am Standort der HGM in der Windhukstraße in der Nacht zum Samstag gelöscht wurde.

6.000 t des Kraftstoffes wurden bei dieser ersten Testlieferung von der Oryx GTL, einem Joint Venture der Qatar Petroleum und der Sasol Middle East and India, an HGM geliefert. Der Kraftstoff soll dabei bevorzugt über den deutschen Mittelstand verteilt und dabei drei Fokusgruppen angeboten werden: Geschlossenen Fahrzeugflotten, beispielsweise an Flughäfen oder für öffentliche Busflotten; der Schifffahrt als Alternative für kleine Einheiten oder Schlepper zum Mariendiesel und als Beimischungskomponente zum Dieselkraftstoff für die Abgabe an der öffentlichen Tankstelle. So könnte ein eigener Premiumdiesel für den Tankstellenmittelstand etabliert werden. Zunächst wird der Premiumdiesel über die BMÖ Bremer Mineralölhandel GmbH, Bremen, angeboten.

Für Robert Howe, Geschäftsführer der bremenports GmbH & Co. KG, Bremerhaven, ist GtL ein zukunftsfähiger und interessanter Kraftstoff der Zukunft. Für ihn gehört er als Alternative genauso in das Portfolio seines Unternehmens, wie LNG. Wann sich bremenports für die Versorgung mit GtL entscheiden wird, steht noch nicht fest. Bei der ersten Lieferung hält sich die Hafen-Management Gesellschaft noch zurück und beobachtet beispielsweise die Preisentwicklung. Da dieses Produkt aber ausgezeichnet in die 2009 vom Unternehmen aufgestellte Nachhaltigkeitsinitiative greenports passt, ist eine langfristige Beteiligung in Zukunft, nach Aussage von R. Howe, obligatorisch.

Auch für die Partner aus Katar ist das Projekt ein Meilenstein. Die Produktionsstätte in der Ras Laffan Industrial City kann mittelfristig bis zu 24.000 b/d GtL produzieren. Nach Aussage von Dietmar Huber, Chief Business Excellence Officer der Oryx GtL, soll davon künftig rund die Hälfte über den europäischen Markt abgesetzt werden. Die Produktionsanlagen werden über das Feld Katar Nord mit Gas versorgt und produzieren neben GtL außerdem rund 9.000 b/d Naphta und 1.000 b/d LPG.


Digitalisierung

Versteigerung der 5G-Lizenzen muss der gesamten Industrie nutzen

Die Industrie ist auf eine international wettbewerbsfähige digitale Infrastruktur angewiesen. Nur so werden Industrie 4.0, die Vernetzung zwischen den Fabriken und innovative Anwendungen, wie zum Beispiel vernetztes und automatisiertes Fahren, zu einer Erfolgsgeschichte und sichern Wachstum, Arbeitsplätze und Wohlstand in Europa. Überdies erhöht sich die Verkehrssicherheit und der Straßenverkehr wird flüssiger. Dafür benötigen große Unternehmen und insbesondere die mittelständische Industrie ein modernes 5G-Mobilfunknetz, das schnell aufgebaut werden muss. Mit der Entscheidung, lokale Frequenzen zur Kommunikation innerhalb von Fabriken zu vergeben, hat die Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen, Bonn, wichtige Voraussetzungen geschaffen.

Ein weiterer wichtiger Schlüssel sind Versorgungsauflagen. Der Vorschlag der Bundesnetzagentur, die Versorgungsauflagen nur an den Haushalten, an Bahnstrecken, an Autobahnen und Bundesstraßen auszurichten, greift zu kurz. Der industrielle Mittelstand, der Verkehr und die Landwirtschaft, die teils abseits der Ballungszentren liegen, dürfen nicht von der digitalen Zukunft abgekoppelt werden. Eine Ausweitung auf Industriestandorte, Verkehrswege und Landwirtschaft – kleine und mittlere Unternehmen inbegriffen – ist notwendig.

Entscheidend für Innovation und kosteneffiziente Bereitstellung von Leistungen ist der Wettbewerb, neue Angebote und niedrigere Preise – speziell auf dem Telekommunikationsmarkt. Damit der Wettbewerb bei 5G stärker in Gang kommt, ist eine Diensteanbieterverpflichtung notwendig.

Jetzt kann die Chance ergriffen werden, die Weichen für die Zukunft richtig zu stellen. Im Jahr 2025 werden sämtliche Nutzungsrechte für Frequenzen im Bereich von 800 MHz auslaufen. Spätestens dann ist die Zeit für eine flächendeckende 5G-Mobilfunkversorgung gekommen. Dies muss die Bundesnetzagentur bei Versteigerungen von 5G- und anderen Lizenzen bereits heute berücksichtigen.

Hinter der gemeinsamen Forderung der größten Industrieverbände Deutschlands stehen die Interessen von über 3 Mio. Industriearbeitsplätzen. Die politischen Entscheidungsträger werden von den Verbänden aufgefordert, dass sie ihre Entscheidung zur 5G-Versteigerung am Interesse der breiten Industrie auszurichten.


Unternehmen

RWE und German LNG Terminal schließen Kapazitätsvertrag für deutsches LNG-Terminal

Die RWE AG, Essen, und die German LNG Terminal GmbH, Hamburg, das Joint Venture hinter dem geplanten ersten deutschen LNG-Terminal in Brunsbüttel, haben eine langfristige Einigung über eine beträchtliche LNG-Kapazität des künftigen Terminals erzielt.

Diese vertragliche Einigung folgt nach der erfolgreichen "Open Season" zur Bestimmung von Marktinteresse. Die gesamte Kapazität des kombinierten LNG-Import- und Distributionsterminals wird 5 Mrd. cbm umfassen. Die RWE hat einen Vertrag („Heads of Agreement") unterzeichnet, das dem Unternehmen einen Zugang zu einem erheblichen Anteil an der jährlichen Kapazität des Terminals garantiert.

Nach Aussage von Andree Stracke, Chief Commercial Officer Gas Supply & Origination der RWE Supply & Trading GmbH, wird LNG eine wichtige Rolle im Gasmarkt Nord- und Westeuropas spielen. Das Management der RWE ist sehr zufrieden, dass mit dieser Einigung ein wichtiger Schritt zu einem LNG-Terminal in Deutschland getätigt wurde. Die RWE ist davon überzeugt, dass gemeinsam mit German LNG Terminal ein bedeutendes Geschäftsfeld für die Lieferung von LNG und Gas an die Kunden in Europa umfänglich aufbaut werden kann. LNG bleibt ein wichtiger Wachstumsbereich für die RWE. Diese Einigung ermöglicht das weitere Wachstum des Portfolios und gibt dem Unternehmen zusätzliche Flexibilität, um die Möglichkeiten und die damit verbundenen Vorteile des globalen LNG-Marktes nutzen zu können.

Ulco Vermeulen, Member of Executive Board, N. V. Nederlandse Gasunie, Daan Vos, Geschäftsführer, Oiltanking GmbH und Kees van Seventer, President, Vopak LNG Holding B.V., sind sehr zufrieden mit dieser Einigung. Ein beträchtliches Kapazitätsvolumen des Terminals ist jetzt gesichert. Mit diesem wichtigen Schritt in der kommerziellen Entwicklung des Terminals wurde ein bedeutender Meilenstein bei der Realisierung erreicht. Diese Einigung macht deutlich, dass der Markt auf das erste deutsche LNG-Terminal setzt, weil er vom Geschäftsmodell eines Multi-Service-Terminals mit unabhängigen Betreibern und einem offenen Zugang überzeugt ist.

Die German LNG Terminal GmbH verhandelt mit weiteren interessierten Unternehmen. Zusätzlich machen die notwendigen technischen Vorarbeiten für den Genehmigungsprozess gute Fortschritte. Für Ende 2019, bei Vorliegen einer Genehmigung und ausreichendem Marktinteresse, ist die endgültige Investitionsentscheidung vorgesehen. Der Bau könnte dann 2020 beginnen, so-dass das Terminal voraussichtlich 2022 in Betrieb gehen kann.

Die German LNG Terminal GmbH ist ein Joint Venture der niederländischen Unternehmen Gasunie LNG Holding B.V., Vopak LNG Holding B.V. sowie der Oiltanking GmbH, einem Tochterunternehmen der Marquard & Bahls AG, Hamburg.

Zweck des Joint Venture ist der Bau, Besitz und Betrieb eines Import- und Distributionsterminals für verflüssigtes Erdgas (Liquefied Natural Gas, LNG) in Norddeutschland. Das Terminal wird zur Energiediversifizierung in Deutschland beitragen sowie die Einführung von LNG als nachhaltigere Kraftstoffalternative für den Schiffs- und Schwerlastverkehr unterstützen, wodurch die Umweltbelastung beider Sektoren deutlich reduziert wird.

Das Terminal wird eine Reihe von Dienstleistungen bereitstellen: Das Be- und Entladen von LNG-Carrier, die temporäre Speicherung von LNG, die Regasifizierung, die Einspeisung ins deutsche Erdgasnetz und die Distribution durch Tankkraftwagen und möglicherweise LNG-Kesselwagen.


Marktbericht

Marktbericht

KW 35: Die Preise für Rohöl sind in der vergangenen Woche weiter gestiegen. Brent-Nordsee-Rohöl verteuerte sich für September 2018 um 2,20 $/b sowie für Oktober und November um 1,50 $/b. Die Notierungen bewegten sich für den Dreimonatszeitraum zwischen 74,50 $/b und 78,10 $/b. Der OPEC-Korbpreis stieg im Vergleich Freitag zu Freitag um 1,72 $/b. WTI kostete für Lieferung im Oktober 2018 im low 68,43 $/b und im high für Dezember 69,53 $/b.

Die Produktenpreise am Rotterdamer spot-Markt folgten der allgemeinen Tendenz und stiegen. Gasöl verteuerte sich um 11 $/t, Diesel um 10 $/t bzw. 11 $/t, Superbenzin um 8 $/t bzw. 9 $/t, Eurobob um 7 $/t bzw. 8 $/t und Heizöl schwer (1 % S) um 1 $/t. Die Biodieselnotierungen erhöhten sich nach Angaben des O.M.R. für Fame 0 um 10 $/t bis 15 $/t sowie für Fame -10 und RME um 5 $/t bis 10 $/t.

Im Tkw-Geschäft ab Lager und Raffinerie erhöhten sich die Preise für alle Produkte generell und teilweise deutlich.


Personal

Dr. Thomas Perkmann neuer Vorstandsvorsitzender der Westfalen-Gruppe

Das Vorstandsteam der Westfalen-Gruppe ist komplett. Neuer Vorstandsvorsitzender ist seit dem 1. September 2018 Dr. Thomas Perkmann (44).

Der heutige Aufsichtsratsvorsitzende und langjährige Vorstandsvorsitzende Wolfgang Fritsch-Albert (71) stellte vor kurzem vor über 600 Gästen in der Halle Münsterland seinen Nachfolger vor. Damit ist das Vorstandsteam, zu dem auch Dr. Meike Schäffler, Torsten Jagdt und Reiner Ropohl gehören, jetzt wieder vollständig.

In seiner Antrittsrede erinnerte T. Perkmann an die ersten Gespräche mit Familie Fritsch-Albert und die darin deutlich gewordene Überzeugungs-kraft der unternehmerischen Werte wie Kundenorientierung, Wertschätzung für Geschäftspartner und Mitarbeiter sowie gesellschaftliche und soziale Verantwortung. Für ihn ist klar, dass diese Werte bei Westfalen wirklich so verstanden und gelebt werden.

Der promovierte Betriebswirt und international erfahrene Manager T. Perkmann ist in Südtirol geboren. Er durchlief nach Studium und Promotion in Wien von 1996 bis 2006 zunächst verschiedene Positionen bei der global tätigen Unternehmensberatung A.T. Kearney in Österreich und Deutschland. Seit 2006 war er bis Ende August 2018 in mehreren Positionen bei der Palfinger AG, Bergheim, beschäftigt. Das börsennotierte Familienunternehmen ist Weltmarktführer für Lkw-Krane. Von 2009 bis 2014 verantwortete er als Geschäftsführer Palfinger Asia Pacific das Asiengeschäft des Unternehmens. Ab 2014 leitete er gemeinsam mit einem anderen Manager Palfingers größte Business Area, EMEA (Europa, Mittlerer Osten, Afrika und Australien). Im Geschäftsjahr 2017 erwirtschaftete dieser Unternehmensbereich mit über 5.000 Mitarbeitern rund 60 % des Konzernumsatzes von 1,5 Mrd. Euro.


Unternehmen

Hoyer Energie und Frommann Supply beschließen langfristige Zusammenarbeit

Seit gut zwei Jahren ist die Unternehmensgruppe Hoyer im Bunkerbereich tätig und deckt alle deutschen See- und Binnenhäfen per Tankwagen-Belieferung ab. Nun verfügt die Wilhelm Hoyer GmbH & Co. KG, Visselhövede, auch über eine Bunkerbarge, die Schiffe seeseitig mit Marinegasöl beliefert.

Die Unternehmensgruppe Hoyer zählt nach eigenen Angaben zu den größten mittelständischen und konzernunabhängigen Mineralölunternehmen in Deutschland und blickt als Familienbetrieb auf eine mehr als 90-jährige Tradition zurück. In vierter Generation wird das Unternehmen von der Familie Hoyer geführt und verfügt in Deutschland über mehr als 100 Standorte und einen Fuhrpark von 1.000 Fahrzeugeinheiten. Im Bereich der Seeschifffahrtsversorgung ist Hoyer seit gut zwei Jahren aktiv und ist aufgrund seiner sehr großen Lager- und Logistikkapazitäten inzwischen der größte deutsche Bunkerlieferant im Bereich der Tankwagenversorgung.

Im Hamburger Hafen ist aufgrund gesetzlicher Verordnungen und Umweltvorschriften eine Belieferung mit Tankwagen größtenteils nicht zulässig. Wegen der stetig wachsenden Anforderungen im Bereich der Seeschiffsversorgung mit hochwertigen Treibstoffen hat sich das Familienunter-nehmen dazu entschlossen, eine Bunkerbarge langfristig zu chartern und zu betreiben.

Nach Aussage von Thomas Hoyer, geschäftsführender Gesellschafter der Hoyer-Unternehmens-gruppe, wird bei der Etablierung dieses Geschäftsbereiches im Hamburger Hafen und auf der Unterelbe bis Cuxhaven sowie Brunsbüttel bis Kiel die Frommann Supply GmbH, Hamburg, welche als autorisierter Sales Agent im Namen von Hoyer agiert, unterstützen.

Die Bunkerbarge Tauber Franken wird bis Ende 2018 zum Doppelhüllenbunkerschiff modernisiert, um den neuen gesetzlichen Bestimmungen und Umweltauflagen gerecht zu werden. Die Tauber Franken hat eine Kapazität von rund 700 cbm Marinegasöl und verfügt über zwei separate Pumpensysteme mit einer Leistung von je 125 cbm/h. Zusätzlich zu den acht Gasöltanks verfügt die Bunkerbarge über vier Schmierstofftanks.

Die Tauber Franken, die nach ihrer Modernisierung den Namen TMS Lisa bekommt, wird an 365 Tagen im Jahr/24 Stunden am Tag einsatz-bereit sein.


Erneuerbare

BP setzt weltweit erstmals „grünen Wasserstoff“ zur Kraftstoffherstellung ein

Weltweit erstmalig nutzt die BP Europa SE, Bochum, in einer Raffinerie regenerativen „grünen“ Wasserstoff zur Kraftstoffproduktion. In einem dreißigtägigen Demonstrationsprojekt zeigen die Ingenieure der BP Lingen, dass der Einsatz erneuerbarer Komponenten in einer Erdölraffinerie möglich ist.

Der „grüne“ Wasserstoff wird von der Audi Industriegas GmbH, Werlte, mit Hilfe der Power to Gas-Technologie unter ausschließlicher Nutzung von erneuerbaren Energien hergestellt. Raffinerien gehören zu den größten industriellen Wasserstoff-Nutzern Deutschlands. Üblicherweise werden die benötigten Mengen aus fossilen Quellen wie Erdgas oder LPG selbst erzeugt und in den Raffinerieprozess integriert.

Insgesamt 130.000 cbm Wasserstoff wird die BP Lingen in den kommenden Wochen von Audi beziehen. Der Geschäftsführer der Audi Industriegas GmbH, Hermann Pengg, ist erfreut, dass der erneuerbare Wasserstoff bei der BP Lingen zum Einsatz kommt. Nach Informationen von Raffinerieleiter Bernhard Niemeyer-Pilgrim ist dies weltweit die erste Raffinerie, die „grünen“ Wasserstoff zur Herstellung von Kraftstoffen tatsächlich einsetzt und so eine Möglichkeit für eine kohlendioxidärmere Energiewelt aufzeigt.

Für Wolfgang Langhoff, Vorstandsvorsitzender der BP Europa SE, ist wichtig, dass die politischen Rahmenbedingungen stimmen. Um den Einsatz von „grünem“ Wasserstoff auch langfristig wirtschaftlich darstellen zu können, muss die Politik die Weichen richtig stellen. Zwar haben die EU Gremien vor der Sommerpause eine politische Einigung zur entsprechenden EU Richtlinie (RED II) dahingehend erzielt, dass „grüner“ Wasserstoff unter bestimmten Bedingungen wirtschaftlich nutzbar ist. Diese Richtlinie gilt es jetzt aber schnellstmöglich in deutsches Recht umzusetzen. Das kann dann auch die Grundlage für eine eigene Power to Gas-Anlage am Standort Lingen sein.

Bereits im Oktober 2016 unterzeichneten die BP und die Düsseldorfer Uniper SE einen Kooperationsvertrag zur Prüfung der technischen und wirtschaftlichen Machbarkeit einer Power to Gas-Anlage am Standort. Für ein wirtschaftliches Betreiben einer solchen Anlage ist es unter anderem notwendig, dass der „grüne“ Wasserstoff auf die Treibhausgasminderungsquote im Kraftstoffsektor angerechnet wird. Der Testlauf zeigt, dass Raffinerien grundsätzlich in der Lage sind, die Energiewende im Verkehrssektor aktiv mitzugestalten.


Digitalisierung

Sprint kooperiert mit ryd – Mobile Payment an der Zapfsäule

Die Sprint Tank GmbH, Berlin, ein mittelständisches und konzernunabhängiges Familienunternehmen mit rund 140 Tankstellen in ganz Deutschland, startet an ausgewählten Standorten in Berlin ein innovatives Pilotprojekt mit der ThinxNet GmbH, München, einem Technologiepartner und Anbieter der All-in-One-Lösung für Connected-Cars ryd, das die bequeme Bezahlung per Smartphone, sogenanntes „Mobile Payment“, an der Zapfsäule ermöglicht. Noch vor wenigen Jahren schien es in Deutschland undenkbar, mit dem Smartphone zu bezahlen. Heute ist es vielerorts bereits gängige Praxis. In großen Konzernen und Gesellschaften brauchen Innovationen häufig etwas länger bis zur Umsetzung. Nicht so beim Mittelständler Sprint, der sich nach eigenen Angaben schon oft als Pionier der Branche hervorgetan hat. Schnell war das Berliner Unternehmen vom innovativen Konzept ryd überzeugt, um Kunden ein Höchstmaß an Komfort für die schnelle und einfache Zahlungsabwicklung an der Zapfsäule zu ermöglichen. Dafür wurden in kürzester Zeit hochfrequentierte Pilotstationen in Berlin bestimmt und die Kassensysteme, in enger Zusammenarbeit mit der Huth Elektronik Systeme GmbH, Troisdorf, vor-bereitet. Derzeit befindet sich das System bereits im Live-Test und läuft bislang völlig fehlerfrei.

Die Anwendung ist denkbar einfach: Kunden laden sich die App von ryd für iOS oder Android herunter und registrieren sich dort. Dabei hinterlegen sie auch ihre Zahlungsinformationen – diese werden nachfolgend beim Zahlvorgang an der Zapfsäule verwendet. Tankstellen, die das Mobile Payment anbieten, werden in der App angezeigt. Nach dem Tanken muss der Kunde die Funktion in der App mit einem grünen Tank-Button öffnen, die Zapfsäule auswählen und die getankten Liter und den Betrag dafür bestätigen. Nach jedem mobilen Bezahlvorgang wird von dem angegebenen Konto oder der Kreditkarte der zu bezahlende Betrag abgebucht.

ryd bietet aber nicht nur die Funktion zum einfachen mobilen Bezahlen an der Tankstelle an, sondern fungiert mit der ryd box, welche auf der ryd-Homepage erwerbbar ist, als Assistent für den Fahrer mit Angeboten, die die Fahrt für den Pkw-Nutzer einfacher, sicherer und wirtschaftlicher macht.

Nach dem mobilen Bezahlen geht eine Zahlungsbestätigung im Kassensystem der Tankstelle ein. Anschließend erhält der Kunde einen Hinweis in der App, dass er weiterfahren kann.

Sicherheit steht bei dem Produkt an oberster Stelle. Um Kontodaten und Zahlungen optimal zu sichern, nutzt ryd Sicherheits- und Verschlüsselungsmechanismen nach Bankenstandard. Die Kontodaten sind weder für ryd noch für Dritte zugänglich. Der Zahlungseinzug wird durch einen zertifizierten Abrechnungspartner durchgeführt. Kontodaten werden weder in der App noch auf den Servern von ryd gespeichert. Die Daten werden verschlüsselt an den zertifizierten Abrechnungspartner weitergeleitet, der als einziger die Kontodaten zu Abrechnungszwecken verwendet.

Das Herunterladen der benötigten App und die Nutzung aller Funktionen sind kostenlos. Es können Gebühren des Mobilfunkbetreibers für Datenverbindungen anfallen. Die Zahlungen werden entweder mittels SEPA-Lastschrift oder einer Abbuchung der Kreditkarte eingezogen.


Marktbericht

Marktbericht

KW 34: Die Rohölnotierungen haben im Wochenvergleich sehr deutlich zugelegt. Brent-Nordsee-Rohöl verteuerte sich für September 2018 um 5,00 $/b sowie für Oktober und November um je 4,20 $/b. Für den Dreimonatszeitraum bewegten sich die Preise zwischen 70,40 $/b und 76,60 $/b. Der OPEC-Korbpreis stieg im Vergleich Freitag zu Freitag deutlich um 3,75 $/b. WTI kostete für Lieferung im Oktober 2018 im low 65,60 $/b und im high für Dezember 67,78 $/b.

Diesen Vorgaben folgend, reagierten auch die Preise am Rotterdamer spot-Markt mit deutlichen Erhöhungen, und zwar für Superbenzin um 37 $/t bis 39 $/t, für Eurobob um 35 $/t bis 37 $/t, für Gasöl um 36 $/t, für Dieselkraftstoff um 31 $/t bzw. 32 $/t und für Heizöl schwer (1 % S) um 17 $/t bzw. 18 $/t. Nach Angaben des O.M.R, Kellinghusen, haben sich die Notierungen für Fame 0, Fame -10 und RME um 10 $/t erhöht.

Im Tkw-Geschäft ab Lager und Raffinerie haben die Preise generell angezogen. Speziell im high, haben die Notierungen deutlich zugelegt.


International

Wintershall: 10 Mio. t Rohöl in Südrussland gefördert

Das deutsch-russische Gemeinschaftsunter-nehmen Wolgodeminoil, Wolgograd, hat einen bedeutenden Meilenstein erreicht: Anfang August 2018 förderte das Joint Venture der BASF-Tochtergesellschaft Wintershall Holding GmbH, Kassel, und der Ritek OAO, Moskau, einem Tochterunternehmen des russischen Energieunternehmens Lukoil, Moskau, die jeweils zu 50 % beteiligt sind, die zehnmillionste Tonne Erdöl.

Das Engagement der Wintershall in Südrussland geht auf das Jahr 1992 zurück. Damals war der hessische Energieproduzent damit eines der ersten westlichen Unternehmen, das eine Geschäfts-beziehung mit einem russischen Partner im Bereich der Öl- und Gasförderung einging.

Anfang der 1990er Jahre wurde nach Aussage von Thilo Wieland, Wintershall-Vorstand für die Exploration und Produktion in Russland, mit Kreativität, Teamspirit und vor allem der gebündelten Kompetenz der russischen und deutschen Mitarbeiter das Joint Venture von Erfolg zu Erfolg geführt. Die erreichte Gesamtfördermenge von 10 Mio. t Rohöl ist ein wichtiger Meilenstein.

Derzeit fördert Wolgodeminoil aus zwölf Feldern auf einer Konzessionsfläche von 13.625 qkm Erdöl und Erdgas. Die Gesamtfläche der Lizenzgebiete ist ungefähr mit der Fläche des Bundeslandes Schleswig-Holstein vergleichbar. Allein im vergangenen Jahr 2017 wurden nach Mitteilung von Pawel Iwanow, Generaldirektor von Wolgodeminoil, rund 520.000 t Öl und rund 130 Mio. cbm Gas gefördert. In den kommenden fünf Jahren plant das russische Unternehmen seismische 3D-Untersuchungen auf einer Fläche von 1.700 qkm sowie das Abteufen von 20 Explorationsbohrungen.


Termine

Implico präsentiert downstream-Lösungen auf Konferenz in San Antonio „Best Practices for Oil & Gas“ vom 17. bis 19. September 2018

Der digitale Wandel ist zu einem festen Bestandteil der Öl- und Gas-Branche geworden. Auch auf der Konferenz „Best Practices for Oil & Gas“ vom 17. bis zum 19. September 2018 steht das Thema im Mittelpunkt. Die Implico Group beteiligt sich als Silver Sponsor und Aussteller an dem dreitägigen Event in San Antonio, Texas. Das Expertenteam vor Ort präsentiert die neuen SAP S/4HANA-Lösungen für Mineralöl-Händler und Tankstellenbetreiber.

Die Frage lautet schon längst nicht mehr ob, sondern wie Öl- und Gas-Unternehmen den digitalen Wandel vollziehen wollen. Auf der Best Practices for Oil & Gas diskutieren die Teilnehmer neue Ideen und tauschen sich über Success Stories aus. Veranstaltet wird das Event von SAP und ASUG (Americas’ SAP Users’ Group).

Die Implico GmbH, Hamburg, steuert gleich zwei Lösungen zum Thema „Digitale Zukunft“ bei: SAP S/4HANA SDM und SAP S/4HANA RFNO. SAP SDM steuert, optimiert und automatisiert die Prozesse des gesamten Order to Cash-Prozesses in downstream-Unternehmen. Mit der Lösung SAP RFNO können Betreiber von Tankstellen alle Zahlungs- und Mengenströme in ihren Netzen überwachen, steuern und automatisieren. Sowohl SAP S/4HANA SDM als auch SAP S/4HANA RFNO lassen sich, je nach Bedarf, on-premise installieren oder aus der Cloud nutzen.

Obwohl die Lösungen noch nicht ein Jahr auf dem Markt verfügbar sind, kann Implico bereits erste Erfolgsgeschichten erzählen: Bei einem amerikanischen Unternehmen hat Implico, nach Aussage von Thomas Weggelaar, Geschäftsführer von Implico in den USA, die Lösungen bereits eingeführt – das Ergebnis hat den Kunden überzeugt. Insbesondere im Tankstellen-Management, wo Millionen von Datensätzen verarbeitet werden müssen, ist die Stärke der neuen S/ 4HANA-Technologie beeindruckend.

Das Besondere an SAP S/4HANA ist die In-Memory-Technologie: Alle Daten, auf die die Lösungen im Tagesgeschäft zugreifen müssen, sind direkt im Arbeitsspeicher verfügbar. Damit erfolgt die Analyse umfangreicher Datenbestände besonders schnell und ermöglicht innovative Prozessabläufe. Die wichtigsten Vorteile sind eine deutliche Kostenreduktion, erhöhte Kundenzufriedenheit sowie die Automatisierung der downstream-Prozesse.


Erneuerbare

20 neue Ladesäulen: Strom tanken geht jetzt auch bei HEM in Pirna

In Zukunft gehören rund 20 HEM-Tank-stellen in ganz Deutschland zum Lade-Netz für batteriegetriebene Fahrzeuge. Die HEM-Muttergesellschaft Deutsche Tamoil GmbH, Hamburg, lässt aktuell ausgewählte Stationen mit modernen Säulen ausrüsten, die eine Ladeleistung von maximal 50 kW vorweisen. Sie verkürzen die Ladezeiten deutlich gegenüber gewöhnlicher Ladesäulen. In Pirna wurde vergangene Woche eine E-Ladesäule der Öffentlichkeit übergeben. Auch Ritterhude, Westerstede und Leverkusen sind bereits versorgt. Über 15 weitere E-Ladesäulen sollen bis Mitte November 2018 in Betrieb genommen werden.

Ermöglicht wird das Projekt, nach Aussage von Tamoil-Geschäftsführer Carsten Pohl, durch die Zusammenarbeit mit dem Betreiber Allego GmbH, Berlin, und durch Fördergelder der EU.

Gemeinsam mit HEM will Remco Koehne, fast-E Projektleiter bei Allego, einen spürbaren Beitrag leisten, um der Elektromobilität in Europa zum Durchbruch zu verhelfen. Die Ladesäulen eignen sich für nahezu sämtliche Elektrofahrzeugmodelle und akzeptieren die gängigen Kredit- und Flottenkarten sowie Apps. Und das 24 Stunden am Tag.


Marktbericht

Marktbericht

KW 33: Die Rohölnotierungen sind in der vergangenen Woche weiter gefallen. Brent-Nordsee-Rohöl verbilligte sich für September 2018 um 1,30 $/b und für Oktober sowie November um 0,90 $/b. Für den Dreimonatszeitraum bewegten sich die Preise zwischen 68,60 $/b und 73,10 $/b. Der OPEC-Korbpreis fiel im Vergleich Freitag zu Freitag um 0,33 $/b. WTI notierte für Lieferung im September 2018 im low mit 64,43 $/b und im high für November mit 66,78 $/b.

Die Preise am Rotterdamer spot-Markt folgten dem allgemeinen Trend und gaben überwiegend nach. Für Gasöl um 12 $/t bzw. 13 $/t, für Heizöl schwer (1 % S) um 10 $/t bzw. 11 $/t, für Dieselkraftstoff um 9 $/t bzw. 10 $/t und für Eurobob um 2 $/t. Lediglich Superbenzin verteuerte sich um 2 $/t. Die Notierungen für Fame 0, Fame -10 und RME erhöhten sich nach Angaben des O.M.R., Kellinghusen, um 5 $/t.

Im Tkw-Geschäft ab Lager und Raffinerie stiegen die Preise für Mitteldestillate überwiegend. Die Notierungen für Super E5 zogen im low an und gaben im high nach, sodass der Spread kleiner wurde.


Personal

Cai-Delf Harms neuer Chef für Shell Energy in Deutschland

Cai-Delf Harms (56) hat zum 1. August dieses Jahres die Position des Vorsitzenden der Geschäftsführung der SEDG Shell Energy Deutschland GmbH am Hauptsitz der Shell in Deutschland in Hamburg übernommen.

Er folgt auf Georgia Arnaboldi, die nach London geht und dort als eine von fünf General Managern im Rahmen der neu geschaffenen Struktur der Shell Energy Europe Ltd. (SEE) für „Markets“ zuständig sein wird. Ihre Kollegen zeichnen innerhalb der neuen Struktur für die Sparten Gas, Power, Environmental Products sowie Product & Market development verantwortlich.

Damit ist die neue Struktur künftig streng auf die jeweiligen Sparten ausgerichtet und reflektiert so einerseits besser die derzeitigen Marktgegebenheiten und erlaubt andererseits den direkten Bezug zum Kunden in den jeweiligen Märkten. Außerdem profitieren die Sparten von der Expertise der Shell-Gruppe im Trading und Business Development.

Folgerichtig wird die bislang geltende geografische Aufteilung nach Nord/West und Süd/Ost aufgelöst. Im deutschen Markt wird es künftig fünf Teams geben, die sich um strategische Kunden kümmern und diesen jeweils maßgeschneiderte Energielösungen aus dem gesamten Portfolio der einzelnen Sparten anbieten.

Den Bedürfnissen der Kunden entsprechend wird sich das Angebot in Richtung „environmental products“ weiter diversifizieren. Nach Aussage von C.-D. Harms wird die SEE neben Erdgas, Strom und Kohlendioxid-Zertifikaten in Zukunft auch eine breite Palette von Grünzertifikaten wie GoS (Guarantees of Origin) und Voluntary carbon Offsets, erneuerbaren Strom und Biogas anbieten.

Damit unterstreicht das Unternehmen nicht zuletzt die Strategie der Shell-Gruppe, dabei zu helfen, die weltweiten Energiesysteme in eine kohlendioxidärmere Zukunft zu überführen. Für Ben van Beurden, Chief Executive Officer der Shell, ist klar, dass die Art und Weise, wofür Energie genutzt wird verändert werden muss. Die Shell will ihren Teil dazu beitragen, indem sie Lösungen anbietet, die den Kunden helfen, ihre Emissionen zu senken.

Shell hat sich verpflichtet, den „net carbon foot-print“ seiner Produkte um bis zu 20 % bis 2035 zu reduzieren.


Politik

Zwei Jahre Förderprogramm Heizungsoptimierung:
BAFA zieht positive Bilanz

Seit rund zwei Jahren fördert das BAFA Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, Eschborn, die Optimierung bestehender Heizungsanlagen mit attraktiven Zuschüssen. In dieser Zeit ist es gelungen, das Förderprogramm erfolgreich am Markt zu etablieren: So wurden seit dem Programmstart im August 2016 rund 170.000 hocheffiziente Pumpen und 90.000 Maßnahmen rund um den hydraulischen Abgleich mit einem Volumen von rund 50 Mio. Euro gefördert.

Für Andreas Obersteller, Präsident des BAFA, ist dies ein gelungener Start. Die Zahlen belegen, dass das Thema Heizungsoptimierung zunehmend in den Fokus von Heizungsfachunternehmen und Hausbesitzern rückt. Neue Heizungs-pumpen benötigen bis zu 80 % weniger Strom. Der Austausch lohnt sich für A. Obersteller nicht nur wirtschaftlich, jeder Einzelne kann für ihn auf diese Weise auch zu einer klimaschonenden Wärmeversorgung beitragen.

Das BAFA geht aufgrund zahlreicher Anfragen von gewerblichen Immobilienbesitzern, Wohnungsbaugesellschaften sowie von Heizungsbauern von einer weiteren Steigerung der Nachfrage aus. Schließlich wird das Förderprogramm zunehmend in die Kundenakquise integriert und ist Bestandteil des Geschäftsmodells.

In Deutschland sind noch immer Millionen von alten Heizungsumwälzpumpen im Einsatz. Diese Pumpen haben einen sehr hohen Stromverbrauch. Durch den Austausch gegen hocheffiziente Pumpen können ohne großen Aufwand erhebliche Effizienzgewinne erzielt werden. Darüber hinaus können durch einen sogenannten hydraulischen Abgleich des bestehenden Heizungssystems beachtliche Mengen an Energie und Brennstoff eingespart werden.

Aus diesem Grund fördert das BAFA den Aus-tausch von Umwälzpumpen und Warmwasser-zirkulationspumpen sowie die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs inklusive begleiten-der Maßnahmen, beispielsweise Thermostatventile, Einzelraumtemperaturregler, Mess-, Steuer- und Regeltechnik, Pufferspeicher, Einstellung der Heizkurve. Der Zuschuss beträgt 30 % des Netto-rechnungsbetrages. Die Kosten für eine Heizungsoptimierung amortisieren sich so innerhalb kürzester Zeit.


Termine

Standortwechsel der Branchenmesse Tankstelle & Mittelstand 2021

Die 20. Ausgabe der Branchenmesse Tankstelle & Mittelstand wird im Juni 2021 erstmals am neuen Standort in Essen stattfinden. Im vergangenen Juni 2018 unterzeichneten Frank Feldmann und Bernd Scheiperpeter, Geschäftsführer des Messeveranstalters eft Einkaufsgesellschaft freier Tankstellen mbH, Bonn, im Beisein von Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen und Oliver P. Kuhrt, Geschäftsführer der Messe Essen, den neuen, langfristigen Vertrag.

Für F. Feldmann macht der stark gestiegene Bedarf an Ausstellungsfläche nach neun Ausgaben der Mittelstandsmesse am Standort Münster perspektivisch einen Standortwechsel notwendig.

Diese steigende Nachfrage der Aussteller, die hervorragende Infrastruktur des Messestandortes Essen, das Hotelangebot und die sehr gute Anbindung an Bus, Bahn, Flughafen und Autobahn haben zu der Entscheidung für den neuen Standort Essen geführt. Wichtig war, dass den Ausstellern auch künftig Planungssicherheit geboten werden kann, d. h., die Kosten für die Messe Essen bewegen sich auf dem Niveau der Messe Münster. Die Entscheidung fiel nicht leicht, insbesondere, da der bisherige Standort Münster in den Köpfen der Aussteller und Besucher als sehr familiär verhaftet ist. Aber die Branche wächst, die Themenspektren werden unter anderem durch neue Kraftstoffe und die Digitalisierung vielfältiger. Da muss der Standort mitziehen. Mit Essen wurde nach eft-Angaben eine moderne und innovative Location für die Branche gefunden.

Zunächst jedoch blicken die Macher der Branchenmesse Tankstelle & Mittelstand auf die 19. Ausgabe am 8. und 9. Mai 2019 in Münster. Bereits jetzt vermeldet die eft eine nahezu 100 %ige Auslastung der Ausstellungsfläche.

Seit 1983 findet die Branchenmesse der Einkaufsgesellschaft freier Tankstellen in Kooperation mit dem bft Bundesverband Freier Tankstellen und Unabhängiger Deutscher Mineralölhändler e. V., Bonn/Berlin, im zweijährigen Rhythmus statt. Nach dem Start 1983 zunächst als kleine „Hausmesse“ auf dem Firmengelände der Firma MTV Förster GmbH & Co. KG, Hanau, wuchs die Leistungsschau für den Tankstellenmittelstand stetig. Es folgten die Standorte Hennef an der Sieg und seit 2003 die Messestadt Münster.

Ziel dieses ältesten Marktplatzes für das Dienstleistungszentrum Tankstelle, Waschstation und Werkstatt im deutschen Raum ist eine umfassende Beratung und Präsentation von Innovationen, Produktneuheiten und Branchenideen.

Das Themenspektrum umfasst die Bereiche Kraftstoff- und Fahrbahngeschäft, Shop & Convenience, gewerbliche Autowäsche und innovative Lösungen & Dienstleistungen. Für Tank- und Servicestationen wird die gesamte Palette an Produkten und Dienstleistungen abgebildet. Der Eintritt zur Messe ist kostenfrei.

Ein Highlight stellt die Verleihung des Branchen-Oskars „Tankstelle des Jahres“ dar. Die Aus-zeichnung wird in Kooperation zwischen der eft und der Fachzeitschrift tankstelle im Rahmen der Abendveranstaltung auf der Messe verliehen. Bewerben können sich Tankstellenbetreiber und -unternehmer, ausgezeichnet werden die besten und innovativsten Konzepte. Die Bewerberkategorien umfassen dabei den besten Shop, die beste Autowäsche und den Bereich Innovation.


Marktbericht

Marktbericht

KW 32: Die Preise für Rohöl sind im Wochenvergleich weiter deutlich gesunken. Brent-Nordsee-Rohöl verbilligte sich für September 2018 um 1,90 $/b, für Oktober um 0,60 $/b und für November um 0,50 $/b. Für den Dreimonatszeitraum bewegten sich die Preise zuletzt zwischen 70,40 $/b und 74,80 $/b. Der OPEC-Korbpreis fiel im Vergleich Freitag zu Freitag um 1,47 $/b. WTI notierte für Lieferung im September 2018 im low mit 66,41 $/b und im high für Novemberlieferung mit 68,10 $/b.

Am Rotterdamer spot-Markt kam es zu unter-schiedlichen Entwicklungen. Die Preise für Mitteldestillate stiegen, und zwar für Gasöl um 13 $/t und für Dieselkraftstoff um 6 $/t bzw. 7 $/t. Die restlichen Notierungen sanken, und zwar für Eurobob um 27 $/t bzw. 28 $/t, für Heizöl schwer (1 % S) um 3 $/t bzw. 4 $/t und für Superbenzin um 2 $/t bzw. 3 $/t. Die ARA-Biodieselnotierungen erhöhten sich nach O.M.R.-Angaben für Fame 0, Fame -10 und RME um je 5 $/t.

Im Tkw-Geschäft ab Lager und Raffinerie kam es bei Heizöl und Dieselkraftstoff zu deutlichen Preiskorrekturen nach oben. Bei Super E5 zeigten die Preistendenzen eher nach unten.


Personal

Ralf Schönherr legt Geschäftsführung der BMV nieder

Ralf Schönherr, Gesellschafter der BMV Mineralöl Versorgungsgesellschaft mbH, Berlin, hat zum 30. Juni 2018 seine Funktion als Geschäftsführer der BMV niedergelegt. Er hatte sich zuvor in den letzten zwei Jahren bereits aus seinen Ämtern als Vorstandsmitglied des AFM+E Außenhandels Verband für Mineralöl und Energie e. V., Berlin, und als Mitglied des Beirates des EBV Erdölbevorratungsverband Körperschaft des öffentlichen Rechts, Hamburg, zurückgezogen.

R. Schönherr ist seit mehr als 50 Jahre in der Mineralölbranche tätig und hat sich durch eine außerordentliche Sachkompetenz und Verlässlichkeit einen hervorragenden Ruf aufgebaut. Als Geschäftsführer der BMV, der er seit 1995 war, hat er ganz entscheidend zum Erfolg der Unternehmensgruppe beigetragen. Er steht dem Unter-nehmen als Gesellschafter und Mitarbeiter weiterhin zur Verfügung.


Unternehmen

DEA tritt dem UN Global Compact bei

Die DEA Deutsche Erdoel AG, Hamburg, ist dem UN Global Compact beigetreten – der weltweit größten und wichtigsten Initiative für verantwortungsvolle Unternehmensführung. Die Unterzeichner orientieren sich an zehn universellen Prinzipien rund um die Themen Menschenrechte, Arbeitsbeziehungen, Umweltschutz und Korruptionsprävention.

Mit der offiziellen Teilnahme an dem Bündnis unterstreicht die DEA ihren Anspruch und ihre Teilhabe daran, die Globalisierung sozialer und ökologischer zu gestalten. Nach Aussage der Vorstandsvorsitzenden Maria Moraeus Hanssen verspricht sich das Unternehmen aus der Zusammenarbeit einen fruchtbaren Einfluss auf die Weiterentwicklung der DEA.

Mit dem Beitritt zum UN Global Compact verpflichten sich die teilnehmenden Unternehmen unter anderem, ihre Aktivitäten zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung jährlich zu kommunizieren. Für die DEA sind Nachhaltigkeit und transparente Kommunikation nach eigenen Angaben äußerst wichtig. Das Unternehmen führt daher seit über 20 Jahren eine öffentliche Berichterstattung über Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen durch.

In ihrem aktuell veröffentlichten Nachhaltigkeits-bericht 2017/2018 zeigt die DEA wie die international tätige Explorations- und Produktionsgesellschaft konsequent ihr Ziel verfolgt, Erdöl und Erdgas langfristig mit operativer Exzellenz sicher und umweltbewusst zu fördern. In dem Report werden die DEA-Nachhaltigkeitsgrundsätze Stakeholder-Dialog, Compliance-, Daten- und Qualitätsmanagement ebenso erläutert wie die umfangreichen internationalen Aktivitäten in den Bereichen Umwelt- und Gesundheitsschutz, Sicherheit und Mitarbeiterangelegenheiten.

Der Bericht legt dar, dass die DEA im Branchenvergleich des internationalen Verbands der Öl- und Gasproduzenten (IOGP) bei Emissionen und beim Energieverbrauch pro Produktionseinheit wieder zu den Besten der Branche zählt. Dies wirkt sich auf einen niedrigen Footprint von 1,9 kg Kohlendioxidäquivalenten pro selbstproduziertem Barrel Erdöläquivalent aus. So setzt die DEA ihre seit Jahren etablierte, erfolgreiche Arbeit in Sachen Umweltschutz und auch im Bereich Sicherheit weiter fort. Entsprechend hoch waren auch 2017 wieder die Gesamtausgaben der DEA für den Umweltschutz. Sie beliefen sich auf 85 Mio. Euro.

Hinsichtlich Arbeitsbeziehungen hat die DEA einen Nachholbedarf identifiziert. Für M. Moraeus Hanssen muss das Thema Diversität intensiver angegangen werden. Der Mineralölkonzern strebt an, bis zum Jahr 2022 den Anteil an Frau-en auf allen Ebenen zu erhöhen und insbesondere auch auf den beiden Managementebenen unterhalb des Vorstands deutlich zu steigern. Nachhaltigkeitsaspekte sind mit der öffentlichen Akzeptanz der von der DEA durchgeführten Aktivitäten, mit ihrer Reputation als verlässlicher Arbeit-geber sowie ihrer Wachstumschancen und Finanzierungmöglichkeiten aufs Engste verbunden. Die DEA entwickelt daher ihre Nachhaltigkeits-strategie auch künftig konsequent weiter.


Unternehmen

Mehrweg-Kaffeebecher: Esso weitet Angebot aus

Für Björn Groth, Category Manager Coffee, ist der Erfolg der Mehrweg-Kaffeebecher überwältigend. Allein im ersten Monat wurden an 200 Esso-Pilotstationen rund 5.000 Stück der Becher verkauft; mittlerweile sind es bereits rund 15.000. Esso geht daher nach Mitteilung der ExxonMobil Central Europe Holding GmbH, Hamburg, jetzt den nächsten Schritt und bietet allen Partnern in Deutschland an, die Kaffee-Mehrwegbecher ebenfalls zu verkaufen.

Bevor im Mai dieses Jahres in die Pilotphase ge-startet wurde, hat das Unternehmen nach Aussage von Alexander Hentschke, Leiter des Esso-Tankstellengeschäfts in Deutschland, erklärt, dass es die Becher künftig an mehr als 200 Tankstellen in Deutschland anbieten will.

Ab September dieses Jahres wird es tatsächlich so weit sein. Der bisherige Erfolg zeigt, dass das Produkt den Kunden gefällt und Esso mit dem Thema Umweltschutz durch Ressourcenschonung auf dem richtigen Weg ist.

Die Esso-Partner haben jetzt die Wahl, ob und zu welchem Preis sie die Mehrwegbecher in ihr Sortiment aufnehmen. An den bisherigen Pilotstationen – dabei handelt es sich um die von Esso selbst betriebenen Tankstellen, bei denen das Unternehmen somit selbst für die Preisgestaltung verantwortlich ist – bleibt es bei dem Angebot: Der Becher kann einzeln oder zusammen mit einem großen Heißgetränk sowie einer Gut-scheinkarte für dreimaliges Nachfüllen erworben werden. Nach Mitteilung von B. Groth entscheiden sich bislang neun von zehn Kunden für die Variante inklusive Nachfüll-Gutscheinkarte.

Der Mehrwegbecher ist in drei Designs erhältlich und wurde zusammen mit Tchibo, dem langjährigen Kooperationspartner von Esso, entwickelt. Er hat ein Fassungsvermögen von 400 Millilitern, ist spülmaschinentauglich, passt in die Getränke-halterungen von Autos und ist Auslaufsicher.

Als clevere, weil besonders einfach umzusetzende, Alternative zu dem Mehrwegbechersystem bietet Esso an zahlreichen Stationen Kaffeeautomaten zur Selbstbedienung. Darunter können Kunden eigene, mitgebrachte Becher stellen.


Marktbericht

Marktbericht

KW 31: Die Notierungen für Rohöl sind in der vergangenen Woche gefallen. Brent-Nordsee-Rohöl verbilligte sich für September 2018 um 1,80 $/b, für Oktober um 1,90 $/b und für November um 2,00 $/b. Im Dreimonatszeitraum bewegten sich die Preise zwischen 72,20 $/b und 75,80 $/b. Der OPEC-Korbpreis fiel im Vergleich Freitag zu Freitag um 1,62 $/b. WTI notierte für Lieferung im September im low mit 67,64 $/b und im high für Novemberlieferung mit 68,12 $/b.

Am Rotterdamer spot-Markt folgten die Notierungen der allgemeinen Tendenz und sanken, und zwar für Superbenzin um 22 $/t, für Gasöl um 17 $/t bzw. 18 $/t, für Dieselkraftstoff um 14 $/t, für Eurobob um 7 $/t und für Heizöl schwer (1 % S) um 5 $/t bzw. 6 $/t. Die Preise für Fame 0, Fame -10 und RME zogen nach Angaben des O.M.R. Oil Market Report, Kellinghusen, dagegen an, und zwar um 5 $/t.

Im Tkw-Geschäft ab Lager und Raffinerie kam es überwiegend zu Preisanpassungen nach oben. Lediglich bei den Mitteldestillaten wurden die Preise im high an einigen nördlichen Handelsplätzen nach unten korrigiert.


Digitaliesierung

DP setzt als erstes Energieunternehmen in Brasilien auf Blockchain-Lösung

Die EDP Energias de Portugal SA, Lissabon, eines der führenden Unternehmen für Innovationen im brasilianischen Energiesektor, setzt als erstes Unternehmen am Markt Blockchain-Technologie zur Messung und Aufzeichnung des Energieverbrauchs sowie der dezentralen Stromerzeugung der Verbraucher ein. Diese Lösung erleichtert das Handling der Energiebewirtschaftung von Solaranlagen, der sogenannten Prosumenten, die gleichzeitig Energie verbrauchen und produzieren.

Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit der Riddle&Code GmbH, Wien, aufgesetzt, welche ein nicht entfernbares kryptografisches Tag entwickelt hat. Durch Anbringen dieser Tags am Haushalts-Energiezähler wird die Messung des Mitverbrauchs jedes Nutzers sowie die Berechnung von Gebühren und Steuern möglich; ohne den Einbau eines intelligenten Zählers, eines sogenannten smart meters. Das erlaubt die sichere Zuordnung eines Energieüberschusses oder die Gewährung eines Rabatts auf der jeweiligen Rechnung.

Ein Vorteil dieser Lösung ist auch das verbesserte Management der dezentralen Energieerzeugung aufgrund der Zusammenführung aller beteiligten Akteure: Verteiler, Verbraucher und dezentrale Erzeugungsanlage. Es garantiert die Echtheit, Transparenz und Rückverfolgbarkeit der Daten, die Möglichkeit der Registrierung des Kunden und die Fernablesung von konventionellen Zählern. Das Design der Lösung unter Verwendung der Blockchain-Technologie zielt darauf ab, die Skalierbarkeit und Nachhaltigkeit des gesamten Systems sicherzustellen.

Für die leitende Innovationsmanagerin bei EDP, Lívia Brando, ermöglicht die Implementierung dieser Lösung, einen komplexen Prozess in etwas Einfaches, Effektives und Sicheres für die Beteiligten umzuwandeln. Damit wird die Nutzung dezentraler Energie in Brasilien gefördert.

Nach Aussage von Alexander Koppel, Chief Executive Officer bei Riddle&Code, wurde eine sichere, kostengünstige und skalierbare Lösung entwickelt, die das IT-System von EDP mit der State of the Art Blockchain-Technologie verbindet. Gleichzeitig wird den Energieunternehmen auf bestehender Technologie ein völlig neuer Geschäftsansatz ermöglicht.

Riddle&Code ist Europas führender Anbieter von Blockchain-basierten End to End-Lösungen. Die entwickelten Hard- und Software-Systeme ermöglichen Unternehmen, Herausforderungen in den Bereichen Maschinenidentität, Produktherkunft und Supply Chain Management effizient zu begegnen. Riddle&Code wurde 2017 in Wien gegründet und arbeitet bereits mit internationalen Unternehmen zusammen.


Unternehmen

E.ON schließt freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot erfolgreich ab

Die E.ON SE hat das freiwillige öffentliche Übernahmeangebot an die Minderheitsaktionäre der innogy SE, beide Essen, erfolgreich abgeschlossen. Bis zum Ende der weiteren Annahme-frist am 25. Juli 2018 entschieden sich rund 9,4 % der Aktionäre für den Verkauf ihrer innogy-Aktien an die E.ON. Einschließlich des RWE-Anteils an innogy von 76,8 % wird die E.ON nach Abschluss der Transaktion rund 86,2 % der innogy-Aktien halten. Voraussetzung dafür sind entsprechende behördliche Genehmigungen. Die E.ON erwartet daher den Vollzug nicht vor Mitte 2019.

Marc Spieker, Chief Executive Officer der E.ON, ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Bereits mit dem vereinbarten Erwerb der RWE-Mehrheitsbeteiligung hätte das Unternehmen alle notwendigen Handlungsspielräume erhalten, um innogy nach dem Vollzug der Transaktion in die E.ON zu integrieren. Davon unabhängig ist es sehr positiv, dass sich viele weitere innogy-Aktionäre von dem Angebot überzeugen ließen. Er wies auch darauf hin, dass zahlreiche Fonds erwartungsgemäß aufgrund interner Vorgaben, beispielsweise der Bindung von Fondsprodukten an Indizes, die innogy enthalten, ihre Aktien gar nicht hätten andienen können.

Mit dem erfreulichen Ergebnis des freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots will der Essener Energiekonzern jetzt die nächsten Schritte zur Umsetzung der Transaktion angehen. Mitte Juli hatte die E.ON mit innogy eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit bei der geplanten Integration geschlossen. Das Unternehmen wird nach Aus-sage von M. Spieker offen, transparent und fair mit innogy zusammenarbeiten, um gemeinsam eine neue E.ON zu schaffen, die sich mit intelligenten Netzen und innovativen Kundenlösungen voll auf die Kunden ausrichtet. Es werden einerseits die bereits angekündigten Synergiepotentiale von 600 Mio. Euro bis 800 Mio. Euro gehoben und andererseits Wachstumspotentiale erschlossen.


Marktbericht

Marktbericht

KW 30: Die Rohölpreise sind in der vergangenen Woche stark gestiegen. Brent-Nordsee-Rohöl verteuerte sich für August 2018 um 3,10 $/b, für September um 1,90 $/b und für Oktober um 2,30 $/b. Im Dreimonatszeitraum bewegten sich die Preise zwischen 72,80 $/b und 75,50 $/b. Der OPEC-Korbpreis stieg im Vergleich Freitag zu Freitag um 2,12 $/b. Bei Wechsel des Frontmonats kostete WTI im low für Lieferung im September dieses Jahres 67,56 $/b und im high für Novemberlieferung 68,07 $/b.

Am Rotterdamer spot-Markt folgten die Notierungen dem allgemeinen Trend und stiegen deutlich, und zwar für Eurobob um 41 $/t, für Superbenzin um 39 $/t, für Gasöl um 21 $/t bzw. 22 $/t, für Dieselkraftstoff um 20 $/t bzw. 21 $/t sowie für Heizöl schwer (1 % S) um 8 $/t bis 10 $/t. Die ARA-Biodieselnotierungen stiegen nach Angaben des O.M.R. Oil Market Report, Kellinghusen, ebenfalls, und zwar für Fame 0, Fame -10 und RME um 5 $/t.

Im Tkw-Geschäft ab Lager und Raffinerie kam es an allen Handelsplätzen zu deutlichen Preisanpassungen nach oben.


Unternehmen

HGM Energy schließt Terminalbau in Bremen ab und nimmt neue Märkte ins Visier

Mit der Inbetriebnahme eines komplett neuen Anlegers schließt die HGM Energy GmbH, Bremen, den Ausbau ihres Seehafen-Tanklagers in Bremen ab. Neben dem Anleger für Schiffe mit bis zu 35.000 mtons (metric tons) Ladungsgewicht und 10,5 m Tiefgang wurden die Tankkapazitäten auf rund 150.000 cbm erweitert, das Lade- und Löschvolumen gesteigert, eine neue Additivierungsanlage nach dem neuesten Stand der Technik gebaut, Engpässe beseitigt und damit der parallele und flexible Betrieb des Leitungssystems weiter verbessert.

HGM Energy sieht sich mit der Investition von insgesamt rund 20 Mio. Euro gut für die sich ab-zeichnenden Veränderungen am Kraftstoffmarkt gerüstet. Dabei will HGM, neben dem traditionellen Einzugsgebiet, mittels zweier Kesselwagenanlagen künftig auch Geschäftsmöglichkeiten im weiteren nationalen Umfeld erschließen.

Passend zu diesem Ansatz wird Anfang September 2018 eine erste Lieferung von aus Erdgas gewonnenem (GtL)-Dieselkraftstoff direkt aus Katar in Bremen erwartet. GtL-Diesel ist schwefelfrei und enthält weder aromatische Verbindungen noch organischen Stickstoff. Außerdem weist dieses Produkt eine niedrige Dichte sowie eine hohe Cetanzahl auf. Der GtL-Dieselkraftstoff wird in verschiedenen Anwendungen zum Einsatz kommen.


Erneuerbare Energie

AGQM veröffentlicht neue Biodiesel-Merkblätter

In neuen Merkblättern informiert die AGQM Arbeitsgemeinschaft Qualitätsmanagement Biodiesel e. V., Berlin, darüber, was bei Einsatz, Transport und Lagerung von Biodiesel zu beachten ist.

Die neuen Merkblätter stellen Transportunternehmen, Lagerbetreibern und Anwendern alle wichtigen Informationen zum Umgang mit Biodiesel übersichtlich und prägnant zur Verfügung, um eine maximale Biodiesel-Qualität zu liefern und zu bewahren.

Dafür wurde unter anderem das Merkblatt „Biodiesel – Tank und Lagerung“ entwickelt, welches Informationen zu ober- und unterirdischen Lagerbehältern, geeigneten Tankmaterialien, Rohrleitungen und Dichtungen, zur Tankreinigung sowie wichtigen Einflussfaktoren auf die Lagerbeständigkeit des Biodiesels bietet. Zusätzlich wurden alle bekannten Merkblätter aktualisiert.

Die beiden Merkblätter „Biodiesel-Analytik“ und „Empfehlung für Zusatzanforderungen an FAME als Blendkomponente“ liefern Informationen zu den wichtigsten Qualitätsparametern, die durch Normung festgelegt sind und darüber hinaus empfohlen werden.

Das Merkblatt „Transport von Biodiesel“ gibt Hinweise zu gesetzlichen Regelungen, Transport-vorschriften und dem Umgang mit Biodiesel auf dem Transportweg. Alle Anforderungen an eine korrekte Probenahme können im Merkblatt „Entnahme von Rückstellmustern“ erhalten werden. Sämtliche Merkblätter sind auf der Internetpräsenz der Arbeitsgemeinschaft Qualitätsmanagement Biodiesel erhältlich.


Marktbericht

Marktbericht

KW 29: Die Rohölnotierungen haben auch in der vergangenen Woche wieder deutlich nachgegeben. Brent-Nordsee-Rohöl verbilligte sich für August und September 2018 um je 2,60 $/b und für Oktober um 2,50 $/b. Im Dreimonatszeitraum bewegten sich die Preise zwischen 70,40 $/b und 73,50 $/b. Der OPEC-Korbpreis sank im Vergleich Freitag zu Freitag um 0,58 $/b. WTI notierte für Lieferung im August 2018 im low mit 67,42 $/b und im high für Oktoberlieferung mit 68,41 $7b.

Am Rotterdamer spot-Markt gaben die Preise für alle notierten Produkte nach, und zwar für Eurobob um 15 $/t, für Superbenzin um 11 $/t, für Heizöl schwer (1 % S) um 9 $/t und für Gasöl sowie Dieselkraftstoff um 8 $/t bzw. 9 $/t. Entgegen diesem Trend stiegen die ARA-Biodieselnotierungen nach O.M.R.-Angaben für Fame -10 und RME um 5 $/t bis 15 $/t und für Fame 0 um 10 $/t.

Im Tkw-Geschäft ab Lager und Raffinerie fielen die Preise bundesweit für alle Produkte.


Unternehmen

Aral und Total starten gegenseitige Anerkennung ihrer Tankkarten

Tankkartenkunden der Aral AG, Bochum, und der Total Deutschland GmbH, Berlin, können ab sofort im deutschen Netz beider Unternehmen tanken und über ihre Flottenkarten abrechnen. Die beiden Anbieter setzen damit eine im Februar dieses Jahres angekündigte europaweite Kooperation um. Die Flottenkunden der beiden Unternehmen können auf diesem Wege ihre Tankkarten in Deutschland an rund 2.450 Stationen von Aral und 900 Stationen der Marke Total einsetzen.

Europaweit ermöglicht die Kooperation, die im Laufe dieses Jahres schrittweise umgesetzt wird, den Kunden der beiden Gesellschaften an jeweils 4.000 Stationen zusätzlich zu tanken. Dies um-fasst die Akzeptanz von BP- und Aral-Tankkarten an Total-Tankstellen in Frankreich, Belgien, Luxemburg, den Niederlanden, Polen und Deutschland. Total-Tankkarten können an Tankstellen von BP und Aral in Deutschland, Großbritannien, Luxemburg, den Niederlanden, Österreich, Polen und der Schweiz eingesetzt werden.

Für Patrick Wendeler, Vorstandsvorsitzender der Aral AG, bieten die Unternehmen mit der wechselseitigen Tankkartenakzeptanz an Aral- und Total-Stationen den gewerblichen Flottenkunden einen echten Mehrwert, denn sie profitieren von der Ausweitung des Tankstellennetzes für die passgenaue Kraftstoffversorgung ihres Fuhrparks.

Die gegenseitige Anerkennung der Tankkarten in den Netzen von Aral und Total erlaubt es für Bruno Daude-Lagrave, Geschäftsführer der Total Deutschland GmbH, den Geschäftskunden der Total noch mehr Optionen für eine maßgeschneiderte Kraftstoffversorgung anzubieten.


Windräder

Marktbericht

KW 28: Die Notierungen für Rohöl sind im Wochenvergleich gesunken. Brent-Nordsee-Rohöl kostete im August dieses Jahres 2,80 $/b, im September 1,20 $/b und im Oktober 1,00 $/b weniger. Die Notierungen bewegten sich für den Dreimonatszeitraum zuletzt zwischen 72,00 $/b und 78,90 $/b. Der OPEC-Korbpreis sank im Vergleich Freitag zu Freitag um 2,35 $/b. WTI kostete für Lieferung im August 2018 im low 70,10 $/b und im high für Oktober 70,94 $/b.

Die Preise am Rotterdamer spot-Markt folgten der allgemeinen Tendenz und gaben für alle Produkte nach: Für Gasöl um 14 $/t, für Dieselkraftstoff um 12 $/t bzw. 13 $/t, für Heizöl schwer (1 % S) um 4 $/t bzw. 5 $/t, für Superbenzin um 2 $/t bzw. 3 $/t und für Eurobob um 1 $/t bzw. 2 $/t. Die ARA-Biodieselnotierungen gaben nach Angaben des O.M.R. ebenfalls nach, und zwar für Fame 0, Fame -10 und RME um je 10 $/t bis 20 $/t.

Im Tkw-Geschäft ab Lager und Raffinerie vergrößerte sich der Spread zwischen low und high an allen Handelsplätzen. Im low kam es zu deutlichen Preis-Korrekturen nach unten.


Unternehmen

KIT: Erneuerbarer Kraftstoff aus der Kläranlage

Einen wichtigen Schritt zu einem geschlossenen Kohlendioxid-Kreislauf gehen die Ineratec GmbH, Karlsruhe, eine Ausgründung des KIT Karlsruher Institut für Technologie, und das spanische Energieunternehmen Gas Natural Fenosa: Im katalonischen Sabadell haben sie eine Anlage errichtet, die aus Kohlendioxid und erneuerbarem Wasserstoff synthetisches Erdgas erzeugt. Das Verfahren basiert auf der Herstellung von Wasserstoff durch Elektrolyse und deren Reaktion mit Kohlendioxid aus biogenen Quellen – zum Beispiel aus Klärschlamm.

In der Kläranlage der 200.000-Einwohner-Stadt Sabadell im Großraum Barcelona sind die Grundstoffe ausreichend vorhanden, wie Ineratec-Geschäftsführer Tim Böltken erläutert. Der Prozess nutzt Energie aus erneuerbaren Quellen und speichert diesen im chemischen Energieträger Methan. Spanien hat in den vergangenen vier Jahren bereits 40 % seiner Elektrizität aus erneuerbaren Energiequellen – meist Windkraft – erzeugt. Das Power to Gas-Verfahren wandelt jetzt überschüssigen oder dezentral anfallenden Strom aus erneuerbaren Quellen, wie Sonnen- oder Windkraft, in Methan um.

Ziel ist, erneuerbare Gase zu produzieren, die mit der bestehenden Erdgasversorgung in Spanien kompatibel sind. Der große Vorteil: Das erneuerbare Gas kann in der bestehenden Gasinfrastruktur gespeichert und in Gebiete in ganz Spanien transportiert werden. Die Gasspeicherkapazität in Spanien beträgt rund 30 TWh, was bedeutet, dass der in dortigen Windkraftanlagen erzeugte Strom ein halbes Jahr lang gespeichert werden kann.

Bislang war solch eine dezentrale Produktion nicht wirtschaftlich möglich, weil für das chemische Verfahren normalerweise sehr teure, großtechnische chemische Anlagen nötig sind. Den Ineratec-Gründern gelang der Durchbruch, indem sie eine passende chemische Reaktortechnologie entwickelten, die zum Beispiel in einen Schiffscontainer passt. Die fertig montierten, modularen Kompaktanlagen sind nach dem Baukastensystem konzipiert, so dass sich die Kapazität ganz nach Bedarf erweitern lässt.

Die Pilotanlage in Sabadell soll vorerst 100 cbm/d Gas produzieren. Sie ist zusätzlich mit einem Katalysator ausgestattet, der vom katalonischen Institut für Energieforschung (IREC) für die Umsetzung von Kohlendioxid aus biogenen Quellen entwickelt wurde. Die Anlage ist Teil des spanischen Projekts Synthetic Fuels – Combustibles Sintètics (CoSin), das vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert wird.


Marktbericht

Marktbericht

KW 27: Die Rohölnotierungen sind im Wochenvergleich teilweise gesunken. Brent-Nordsee-Rohöl verbilligte sich für August und September 2018 um 2,40 $/b bzw. 2,50 $/b, verteuerte sich für Lieferung im Oktober dagegen um 1,10 $/b. Im Dreimonatszeitraum bewegten sich die Preise zuletzt zwischen 75,70 $/b und 78,30 $/b. Der OPEC-Korbpreis sank im Vergleich Freitag zu Freitag um 1,18 $/b. WTI kostete im low für Lieferung im August dieses Jahres 72,51 $/b und im high für Oktoberlieferung 70,55 $/b.

Die Notierungen am Rotterdamer spot-Markt folgten der allgemeinen Tendenz und gaben nach. Für Superbenzin um 18 $/t bzw. 19 $/t, für Eurobob um 17 $/t bzw. 18 $/t, für Gasöl um 13 $/t, für Dieselkraftstoff um 11 $/t bzw. 12 $/t und für Heizöl schwer (1 % S) um 9 $/t bis 11 $/t. Die ARA-Biodieselnotierungen stiegen für Fame 0, Fame -10 und RME nach Angaben des O.M.R. um je 15 $/t.

Im Tkw-Geschäft ab Lager und Raffinerie kam es im low für alle Produkte zu deutlichen Preis-anpassungen nach oben. Im high pendelten die Preise um die Werte der Vorwoche.


Unternehmen

Hoyer Visselhövede investiert in neue Lager, Umschlags- und Abfüllanlagen

Bei der Wilhelm Hoyer GmbH & Co. KG, Visselhövede, wurde und wird kräftig investiert: Auf dem Betriebsgelände der Niederlassung Itzehoe in Schleswig Holstein wurde nach aufwändigen Genehmigungsverfahren ein neues Flüssiggas-/Umschlagtanklager mit Abfüllwerk für Propangas in Flaschen neu errichtet und zwischenzeitlich in Betrieb genommen.

Am Standort der Firmenzentrale in Visselhövede wurden außerdem vor kurzem drei Hochsilos für die Lagerung von Holzpellets sowie dazu gehörige Verladeanlagen für Silofahrzeuge neu gebaut und in Betrieb genommen. Die Siloanlagen haben ein Fassungsvermögen von insgesamt 3.000 t, wobei die Genehmigung für eine Erweiterung bereits vorliegt.

Zusätzlich befindet sich am Standort Visselhövede eine rund 5.000 qm große Lagerhalle für die Abfüllung von Schmierstoffen und AdBlue mit automatisierten Abfüllanlagen im Bau. Ergänzt wird diese Lagerhalle durch ein neues Tankfeld von rund 1 Mio. Liter für AdBlue, Kühlerfrostschutz und Schmierstoffe.

Die Niederlassung Weser Ems erhält in Apen an der Autobahn A28 eine neue Betriebsstätte, bestehend aus Verkaufsbüro, Automatentankstelle, Tanklager und Schmierstofflager.

In Lübbenau in der Niederlausitz entsteht eine komplett neue Betriebsstätte, ebenfalls bestehend aus Tanklager, Automatentankstelle, Schmierstofflager und Verkaufsbüro. Der Standort ist ideal gelegen am Autobahnkreuz A13/A15 zwischen Berlin, Dresden und Cottbus.


Politik

Rückabwicklung des Elektro-Umweltbonus für Tesla Model S erforderlich

Das BAFA Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, Eschborn, beginnt seit dem 17. Juli dieses Jahres mit der Rückabwicklung des Umweltbonus für das „Model S“ des Automobilherstellers Tesla Germany GmbH, München. Das bedeutet, dass Kunden, die vor dem 6. März 2018 ein Tesla Model S erworben haben, nicht von der Kaufprämie profitieren können. In den Fällen, in denen die Kaufprämie bereits ausgezahlt wurde, wird diese zurückgefordert.


Das BAFA hat in den vergangenen Monaten in Gesprächen mit Tesla versucht, eine einvernehmliche Lösung im Interesse der Kunden herbeizuführen. Das ist leider nicht gelungen. Das BAFA ist aufgrund der Vorgaben des Verwaltungs- und Haushaltsrechts damit gezwungen, die Rückabwicklung durchzuführen.


Nach der Richtlinie zur Förderung des Absatzes von elektrisch betriebenen Fahrzeugen sowie gemäß der ständigen Verwaltungspraxis des BAFA ist der Erwerb eines Elektrofahrzeugs förderfähig, wenn das jeweilige Basismodell zum Zeitpunkt des Abschlusses des Kauf- oder Leasingvertrags zu einem Netto-Listenpreis von maximal 60.000 Euro am Markt verfügbar war, also zum Zeitpunkt des Abschlusses des Kauf- oder Liefervertrages tatsächlich bestell- und lieferbar gewesen ist.


Im Herbst 2017 hatten sich jedoch Hinweise bestätigt, dass das Basismodell des Tesla Model S nicht – wie angeboten – ausgeliefert werden konnte. Das Modell musste daher am 30. November 2017 von der Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge gestrichen werden.


Seitdem stand das BAFA mit dem Hersteller Tesla in engem Kontakt, um eine einvernehmliche Lösung im Interesse der Kunden von Tesla zu erzielen. Ziel des BAFA war es, eine Lösung zu erreichen, durch die die Kunden schadlos gestellt würden. Im Verlauf der Gespräche hatte das BAFA dem Hersteller Tesla die Möglichkeit eingeräumt, bis Anfang Juli 2018 einen Lösungsvorschlag zu entwickeln. Von diesem Angebot hat der Hersteller keinen Gebrauch gemacht. Die Gespräche mit Tesla sind daher ergebnislos verlaufen. In der Folge muss jetzt aufgrund der Vorgaben des Verwaltungs- und Haushaltsrechts die Rückabwicklung der Kaufprämie erfolgen.


Erwerb eines Tesla Model S vor dem 6. März 2018 nicht förderfähig – Von der Rückabwicklung sind alle Tesla-Kunden betroffen, die vor dem 6. März 2018 das Tesla Model S erworben haben. Darunter fallen rund 800 Verfahren, in denen der Umweltbonus bereits bewilligt wurde. Dazu gehören darüber hinaus rund 250 Verfahren, die zunächst aufgrund des unklaren Sachverhalts in der Bearbeitung zurückgestellt wurden und nun abgelehnt werden müssen.


Die Rückabwicklung erfolgt gegenüber den Antragstellern. Die Betroffenen werden in den nächsten Wochen vom BAFA angeschrieben.


Erwerb eines „Tesla Model S“ ab dem 6. März 2018 förderfähig – Mit Wirkung ab dem 6. März 2018 hat das BAFA das Tesla Model S wieder in die Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge aufgenommen.


Unternehmen

Einsatz von Wasserstoff in der Schifffahrt

Mehr als 100 Personen folgten der Einladung der Mariko GmbH, Leer, und der FME-CWM Association, Zoetermeer/NL, zu einer deutschniederländischen Konferenz zum Thema „Einsatz von Wasserstoff in der Schifffahrt“.


Klaus Stolzenburg, Ingenieurbüro Planet - Planungsgruppe Energie und Technik GbR, Oldenburg, berichtete in einem Impulsvortrag über aktuelle Entwicklungen von Wasserstoff und gab einen Einblick zum Stand in anderen Transportsektoren. Danach erfolgte die Vorstellung der im Projekt MariGreen erarbeiteten Machbarkeitsstudie über den Einsatz von Wasserstoff in der Binnenschifffahrt durch Sören Tinz, RWTH Aachen.


S. Tinz, unter dessen Federführung die Studie von insgesamt neun Projektpartnern erstellt wurde, präsentierte Entwicklungstrends und -perspektiven und nahm eine Bewertung der Wasserstoffverwendung unter ökologischen, ökonomischen, infrastrukturellen und technischen Gesichtspunkten vor. Er verdeutlichte, dass der Einsatz von Wasserstoff in der Binnenschifffahrt aufgrund von mehreren Faktoren derzeit nicht wirtschaftlich ist. Um einen wirtschaftlichen Einsatz von Wasserstoff zu erreichen, müssen die Kosten für die regenerative Wasserstoffproduktion deutlich sinken.


Diese Einschätzung fußt auf den Analysen im Hinblick auf den Einsatz von Wasserstoff in Kombination mit einer Brennstoffzelle oder mit einem Verbrennungsmotor, die für vier exemplarische Binnenschiffe (Frachtschiff, Schubverband, Rheinfähre und ein Kabinen-/Passagierschiff) durchgeführt wurden. Ein weiterer Bestandteil der Studie waren die besonderen Anforderungen an die Ausbildungs- und Trainingsmaßnahmen im Umgang mit komprimiertem oder verflüssigtem Wasserstoff. Darüber hinaus wurde die Rechtslage für den Einsatz von Wasserstoff als Treibstoff analysiert.


Die Studie unterstreicht, dass Wasserstoff in vielen Bereichen der Binnenschifffahrt technisch anwendbar ist und empfiehlt nachdrücklich Demonstrationsprojekte zu entwickeln und zu fördern, um dies praktisch nachzuweisen.


Ein solches Demonstrationsprojekt ist die „Alsterwasser“, die von Manfred Limbrunner, Proton Motor Fuel Cell GmbH, Puchheim, vorgestellt wurde. Nach über 5-jährigem Betrieb der Alsterwasser hat das Schiff über 50.000 Passagiere emissionsfrei auf der Alster in Hamburg befördert. Seit Herbst 2013 ist das Passagierschiff nicht mehr im Einsatz, da die Wasserstofftankstelle aus wirtschaftlichen Gründen abgebaut wurde.


Aktuell soll im Rahmen des Projektes MariGreen das Ausbildungsschiff „EMELI“ der Maritime Academie Harlingen mit einem Wasserstoffantrieb ausgerüstet werden. Weitere Projekte sind durch deutsche und niederländische Partner in Vorbereitung.


Das Projekt wird im Rahmen des INTERREG V A Programms Deutschland-Nederland mit Mitteln des EFRE Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung sowie durch nationale Kofinanzierung aus Deutschland und den Niederlanden gefördert.


Verbände

BDBe: Zunahme des Super E10-Verbrauchs Weniger Bioethanol im wachsenden Benzinmarkt

Der BDBe Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft e. V., Berlin, veröffentlichte Ende Juni 2018 die Marktdaten 2017 für die Produktion von zertifiziert nachhaltigem Bioethanol für Kraftstoffanwendungen.


Die Produktion in Deutschland erreichte im Jahr 2017 rund 670.000 t, was gegenüber dem Vorjahr einem Rückgang um 8,8 % entspricht. Der Verbrauch sank leicht um rund 2 % auf rund 1.150.000 t. Positiv ist eine Zunahme des Absatzes von Super E10 und die weitere Verbesserung der Treibhausgasbilanz inländischen Bioethanols: Dieser hat – zuletzt amtlich festgestellt für das Jahr 2016 – die Kohlendioxidemissionen im Vergleich zu fossilem Benzin um 75 % gesenkt. Für das laufende Jahr erwartet der BDBe eine positive Entwicklung beim Bioethanolverbrauch, weil sich die seit Anfang 2017 angehobene Verpflichtung der Mineralölunternehmen zur Minderung der Treibhausgasemissionen aller Kraftstoffe im Markt auswirken wird.


Produktion 2017 – Die in den neuen Bundesländern gelegenen Bioethanolwerke haben im Jahr 2017 insgesamt 672.930 t Bioethanol aus Industrierüben, Futtergetreide sowie Reststoffen und Abfällen produziert. Dies ist gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang um 8,8 %. Dabei wird rund ein Drittel der pflanzlichen Rohstoffe zu Bioethanol verarbeitet, sonstige pflanzliche Inhaltsstoffe fließen in Eiweißfuttermittel aus Getreide, Kraftfutter aus Industrierüben und sonstige Produkte für die Lebens- und Futtermittelindustrie, wie beispielsweise biogene Kohlensäure und Gluten.


Verbrauch 2017 – Der deutsche Benzinmarkt wuchs 2017 – wie schon in 2016 – weiter und erzielte einen Absatz von rund 18.300.000 t. Bioethanol erreichte darin einen nahezu unveränderten Anteil von 6 Vol.-%. Es wurden rund 1.200.000 t Bioethanol für Kraftstoffanwendungen verbraucht, ein Rückgang um 1,6 % gegenüber dem Vorjahr.


Der Absatz der bis zu 10 % Bioethanol enthaltenden Kraftstoffsorte Super E10 stieg und betrug mehr als 2.400.000 t. Dies bedeutet einen Marktanteil von 13,4 %. Im Vorjahr waren es mit 2.300.000 t nur 12,6 % Marktanteil. Super E5 erreichte mit 15.000.000 t in 2017 einen etwas geringeren Marktanteil von 82,1 %. Im Vorjahr waren es 15.100.000 t, dies entsprach einem Marktanteil von 82,8 %. Der Marktanteil von Super Plus betrug mit rund 830.000 t ähnlich wie im Vorjahr 4,5 %.


In dem Benzinadditiv ETBE (Ethyltertiärbutylether), welches mit Bioethanol sowie fossilem Isobuten synthetisiert wird, setzten die Mineralölunternehmen nur noch 111.440 t Bioethanol ein und damit 13,5 % weniger als im Vorjahr.


Nach vorläufigen Zahlen des BAFA Bundesamte für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, Eschborn, ist der Verbrauch von Bioethanol von Januar bis Ende April 2018 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um mehr als 9 % gestiegen.


Stefan Walter, Geschäftsführer des BDBe, geht davon aus, dass sich die am 1. Januar 2017 gestiegene Treibhausgas-Minderungsquote in diesem Jahr positiv auf den Einsatz von Bioethanol als Beimischung zu Benzin auswirken wird. Die verbesserte Treibhausgasbilanz inländischen Bioethanols zeigt, dass die im Kraftstoffmarkt etablierten Biokraftstoffe einen steigenden Beitrag für den Klimaschutz leisten können. Die Politik sollte dies unterstützen, indem sie die Treibhausgasminderungspflicht bereits ab 2019 erhöht und nicht erst ab 2020.


Fossilie Energien

Knauber Erdgas wird besonders häufig von Kunden weiterempfohlen

Die persönliche Empfehlung durch einen treuen Kunden ist für Unternehmen Gold wert. Denn ein Familienmitglied, Freund oder Bekannter ist in der Regel nicht von wirtschaftlichen Interessen geleitet und will seinem Gegenüber durch die Weiterempfehlung eines Anbieters etwas Gutes tun. Deshalb empfinden die meisten Verbraucher persönliche Urteile als besonders glaubwürdig.

Aus der repräsentativen Online-Umfrage, die das Beratungs- und Analyseinstitut ServiceValue GmbH, Köln, in Kooperation mit Focus-Money im April und Mai dieses Jahres durchführte, ging die Knauber Erdgas GmbH, Bonn, mit dem Gütesiegel „Hohe Weiterempfehlung“ hervor. Nach Aussage von Carlos Pancho, Geschäftsbereichsleiter von Knauber Erdgas, arbeitet das Unternehmen beständig daran, diese Empfehlungsquote noch weiter zu verbessern – das Studienergebnis bietet dabei einen guten Gradmesser.

Die Teilnehmer der Online-Befragung gaben zu insgesamt 1.144 Anbietern ihre Antworten ab. Zur Ermittlung des für jedes Unternehmen individuellen Empfehlungsscore wurden schließlich 460.000 Kundenurteile anhand einer wissenschaftlich fundierten Methode ausgewertet. Anschließend wurden die Unternehmen einzelnen Branchen zugeordnet, die wiederrum sechs Oberkategorien zugeteilt wurden.

Innerhalb jeder Branche wurde schließlich ein Branchensieger mit der Auszeichnung „Höchste Weiterempfehlung“ ermittelt. Weiterhin erhielten 517 Unternehmen mit einer Empfehlungsquote oberhalb des ermittelten Branchenmittelwertes das Gütesiegel „Hohe Weiterempfehlung“.

Knauber Erdgas ist ein Geschäftszweig der Knauber-Unternehmensgruppe und vertreibt Erdgas sowie klimaneutrales Erdgas an Privat- und Gewerbekunden; seit Ende 2015 liefert das Unternehmen auch Strom. Das seit 1880 familiengeführte Handelshaus bietet ein umfangreiches Energie-Portfolio sowie Energie-Dienstleistungen und betreibt darüber hinaus sechs Freizeitmärkte für die Wohnraum- und Gartengestaltung.


Politik

Erdgasversorgung: Zweite Ostseepipeline ist überflüssig

Die geplante Ostseepipeline Nord Stream 2 ist zur Sicherung der Erdgasversorgung nicht notwendig. Deutschland und Europa verfügen bereits jetzt über ein gut ausgebautes Netzwerk von Pipelines und Lieferregionen, das weiter diversifiziert und darüber hinaus im Bedarfsfall durch Flüssiggaslieferungen ergänzt werden kann. Sowohl die deutsche als auch die europäische Erdgasversorgung ist damit krisenfest.


Dies zeigen Modellrechnungen des DIW Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e. V., Berlin. Nach Informationen von DIW-Energieexpertin Claudia Kemfert ist die Erdgasversorgung sicher. Dank einer gut entwickelten Infrastruktur und einer Vielfalt an Lieferländern kann und wird es nach ihrer Auffassung keine Versorgungsengpässe geben. Selbst ein unwahrscheinlicher Totalausfall der russischen Erdgaslieferungen kann durch alternative Bezugsquellen und Effizienzsteigerungen ausgeglichen werden. Außerdem zeigen Szenarien, dass der Erdgasbedarf zurückgeht.


Unrealistische Bedarfsschätzungen – Energiewirtschaftliche Analysen überschätzen oftmals den künftigen deutschen und europäischen Erdgasbedarf erheblich, unter anderem, weil sie die Kosten für erneuerbare Energien zu hoch ansetzen und die Bedeutung von Klimaschutz unterschätzen. Dies gilt insbesondere für das EU-Referenzszenario, das dem Projekt Nord Stream 2 zugrunde liegt und dessen Annahmen bereits vom Europäischen Rechnungshof bemängelt wurden. Berechnungen des DIW Berlin zeigen, dass sowohl die erneuerbaren Energien als auch die Klimaschutzpolitik dazu führen werden, dass der Erdgasbedarf in Europa aller Voraussicht nach zurückgehen wird.


Flüssiggas als zusätzliche Option – Im Rahmen der Energieunion setzt die EU schon seit Jahren auf eine Diversifikation der Erdgasimporte, um vor allem die Abhängigkeit von russischen Lieferungen zu vermindern. Insbesondere besteht die Möglichkeit, Flüssiggas (Liquefied Natural Gas, LNG) in zahlreichen Importterminals entlang der europäischen Küsten anzulanden, die derzeit nur schwach ausgelastet sind. Deutschland hat zwar keinen eigenen LNG-Hafen, kann aber Flüssiggas problemlos über die Niederlande beziehen und im gut ausgebauten Pipelinenetz transportieren.


Nord Stream 2 ist betriebswirtschaftlich unrentabel und politisch motiviert – Aus betriebswirtschaftlicher Perspektive ist Nord Stream 2 fragwürdig. Mehrere Analysen deuten darauf hin, dass das Projekt weit von wirtschaftlicher Rentabilität entfernt ist. Die Projektgesellschaft wird für C. Kemfert die zusätzlichen Kosten in einem überwiegend gesättigten europäischen Erdgasmarkt tendenziell auf die Endverbraucher umlegen. Es ist wahrscheinlich, dass politische Gründe hinter der Entscheidung für die Nord Stream 2 Pipeline stehen. Neben der Vermeidung des Transits durch die Ukraine geht es der PAO Gazprom, Moskau, um die Stärkung ihrer Position im europäischen Erdgasmarkt.


Unternehmen

Tank & Rast und Ionity nehmen Ultraschnellladestationen an der Autobahn in Betrieb

Die Autobahn Tank & Rast GmbH, Bonn, hat Ende Juni 2018 gemeinsam mit dem BMVI Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Berlin, und dem Kooperationspartner Ionity GmbH, München, an der Tank- und Raststätte Brohltal Ost Ultraschnellladestationen entlang der deutschen Autobahnen in Betrieb genommen.

Diese Stationen bieten eine Ladeleistung von bis zu 350 kW. Brohltal Ost ist damit der erste deutsche Standort des High-Power-Charging-Netzes (HPC), das Ionity bis zum Jahr 2020 an rund 400 Standorten in ganz Europa errichten wird.

An rund 80 weiteren Tank & Rast-Standorten errichtet Ionity weitere Ultraschnellladestationen mit bis zu 350 kW. Damit nimmt Tank & Rast die zweite Ausbaustufe einer leistungsstarken Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge an deutschen Autobahnen in Angriff. In der ersten Ausbaustufe hat das Unternehmen gemeinsam mit dem BMVI und weiteren Partnern das größte zusammenhängende Schnellladenetz in Deutschland geschaffen, ausgelegt auf Ladeleistungen von 50 kW bis 150 kW. Mit inzwischen über 300 Schnellladestationen wird den Kunden bereits heute eine langstreckentaugliche E-Ladeinfrastruktur geboten. Tank & Rast leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Akzeptanz der Elektromobilität in Deutschland. Dieses Netz wird konsequent weiter ergänzt und verdichtet.

Der voranschreitende Ausbau moderner E-Ladetechnologie im Tank & Rast-Servicenetz erfolgt in Zusammenarbeit mit dem BMVI, den zuständigen Landesbehörden und den Partnern aus der Wirtschaft.

Nach Aussage von Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär beim BMVI, rückt das Ziel, mit dem E-Auto quer durch Deutschland zu fahren, mit dem Ausbau der Ladeinfrastruktur entlang der Autobahnen wieder ein Stück näher. Auch dank der Vereinbarung des BMVI mit der Tank und Rast GmbH schreitet der Ausbau zügig voran. Je mehr Akteure sich am Ausbau beteiligen, desto schneller kann sich die Elektromobilität zum Standard entwickeln.

Für Dr. Volker Wissing, Minister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau des Landes Rheinland-Pfalz, vollzieht sich ein Paradigmenwechsel im motorisierten Straßenverkehr. Die Ultraschnellladesäule in Brohltal Ost birgt ein gewichtiges Argument, um E-Autos für die Verbraucher attraktiv zu machen: Schnelles Laden. Steigender Komfort beim Laden und erhöhte Reichweiten der Autos sind entscheidend, um die Verbraucher für den Umstieg auf die neue Technik zu gewinnen. Jede neue Ladesäule ist ein weiterer Schritt in das Zeitalter der E-Mobilität.

Mit großem Engagement beim Ausbau der Ladeinfrastruktur und inzwischen über 300 Ladestationen an der Autobahn wird ein wesentlicher Beitrag für die steigende Akzeptanz der Elektromobilität in Deutschland geleistet. Gemeinsam mit Tank & Rast werden nach Aussage von Dr. Michael Hajesch, Managing Director und Chief Executive Officer von Ionity, Europas wichtigste Verkehrskorridore vernetzt und Elektromobilität damit langstreckentauglich gemacht.

Die HPC-Ladestation Brohltal Ost verfügt über sechs Ladepunkte mit moderner Ladetechnologie, die mit dem europäischen Ladestandard (CCS) kompatibel sind. Die Ladestationen sind auf bis zu 350 kW ausgelegt und ermöglichen bei entsprechend fahrzeugseitiger Auslegung deutlich verkürzte Ladezeiten.


Forschung

Dieselkraftstoff und Heizöl Natürliche Alterungsprozesse verlangsamen

Dieselkraftstoff und Heizöl, die chemisch betrachtet zur Gruppe der Mitteldestillate zählen, unterliegen im Laufe der Lagerung einer natürlichen Alterung. Durch die Beimischung von alternativen und biogenen flüssigen Kraftstoffen zu mineralölstämmigen Mitteldestillaten können sich die Alterungsprozesse verstärken. Zum Beispiel begünstigt Fettsäuremethylester aus regenerativen Rohstoffen die verstärkte Bildung von Sedimenten und Säuren sowie die Oxidation.


Die Ursachen der Sedimentbildung konnten bisher nicht vollständig aufgeschlüsselt werden. Werden Kraftstoffe aus unterschiedlichen fossilen und alternativen Rohstoffquellen hergestellt, kommt es zu Mischungseffekten, welche bisher nicht ausreichend untersucht wurden. Außerdem können Wechselwirkungen zwischen Kraftstoffen und neuen Werkstoffen sowie konstruktive Veränderungen von Bauteilen in Heizgeräten und Motoren zusätzliche Herausforderungen schaffen, wie das Verblocken von Düsen, Pumpen, Filtern, Injektoren und Vorwärmer.


Das OWI Oel-Waerme-Institut gGmbH, Herzogenrath, und das ITMC Institut für Technische und Makromolekulare Chemie der RWTH Aachen untersuchen daher die Mechanismen der Sedimentbildung anhand von Bioheizölen nach DIN SPEC 51603-6. Das Forschungsprojekt soll aufdecken, unter welchen Rahmenbedingungen solche betriebsstörenden Sedimente entstehen und welche Stoffgruppen an der Bildung beteiligt sind. Aus diesem Wissen lassen sich neue Methoden für die Herstellung und Analyse von Heizölen erarbeiten und neue Additivprodukte ableiten. Die Untersuchungsergebnisse sind auf Dieselkraftstoffe übertragbar, da in den jeweiligen Anwendungen brennstoffseitig sehr ähnliche Herausforderungen auftreten. Von besonderer Relevanz sind die Ergebnisse für die Mineralöl-, Biokraftstoff-, Rohstoff- und Additivindustrie bis zu Firmen, die Mitteldestillate in ihren Anwendungen benutzen (Automobilindustrie, Bauteilhersteller, Labore).


Unternehmen

Total und Mühlenbruch Stinnes bündeln Heizölgeschäft

Die Mühlenbruch Stinnes Total GmbH, ein Joint Venture der TMG Total Mineralöl GmbH, Duisburg, und der Mühlenbruch Stinnes GmbH & Co. KG, Bremen, hat zum 1. Juli 2018 den Betrieb aufgenommen. Mit der neuen Gesellschaft legen die beiden Unternehmen ihr regionales Heizölgeschäft in Bremen und Bremerhaven zusammen.

Das Joint Venture wird zu gleichen Teilen von der Total und der Mühlenbruch Stinnes, einer Tochtergesellschaft der Petronord GmbH & Co. KG, Hamburg, geführt. Neben dem Heizölgeschäft für private und gewerbliche Endverbraucher sowie Diesel und AdBlue für Gewerbekunden, wird die Mühlenbruch Stinnes Total GmbH auch Pellets, Strom und Erdgas vertreiben.

Die Arbeitsplätze der insgesamt 15 betroffenen Mitarbeiter an den Bürostandorten Bremen und Bremerhaven bleiben erhalten. In Bremen erfolgte lediglich ein Umzug innerhalb der Stadt.

Für Jan Petersen, Geschäftsführer der TMG, können die Kunden gemeinsam mit Mühlenbruch Stinnes auch weiter zuverlässig und zu attraktiven Preisen mit Energie versorgt werden.

Nach Mitteilung von Peter Prien, Geschäftsführer der Mühlenbruch Stinnes, bleibt für die Kunden alles beim Alten. Es wird unverändert hohe Produktqualität und umfangreicher Service geboten. Die Fachliche Kompetenz und die persönliche Erreichbarkeit der Ansprechpartner beider Unternehmen sind in der Mühlenbruch Stinnes Total GmbH vereint.

Geschäftsführer der neuen Struktur sind P. Prien und Uwe Rettinghausen, Vertriebsdirektor Endverbraucher bei der TMG. Das Joint Venture tritt als Markenpartner der Total Deutschland GmbH, Berlin, auf, sodass die Kunden darin beide Partner wiederfinden.


Marktbericht

Marktbericht

KW 26: Die Preise für Rohöl sind im Wochenvergleich erneut deutlich gestiegen. Brent-Nordsee-Rohöl verteuerte sich für Juli 2018 um 4,30 $/b, für August um 4,70 $/b sowie für September um 4,80 $/b. Die Preise bewegten sich für den Dreimonatszeitraum zwischen 73,30 $/b und 79,60 $/b. Der OPEC-Korbpreis ist im Vergleich Freitag zu Mittwoch um 2,42 $/b gestiegen. WTI kostete im low für Augustlieferung 68,02 $/b und im high 70,26 $/b für Lieferung im Oktober dieses Jahres.

Die Notierungen am Rotterdamer spot-Markt folgten der allgemeinen Tendenz und stiegen deutlich, und zwar für Superbenzin um 47 $/t bzw. 48 $/t, für Eurobob um 40 $/t bzw. 41 $/t, für Heizöl schwer (1 % S) um 33 $/t, für Gasöl um 31 $/t bzw. 32 $/t sowie für Dieselkraftstoff um 30 $/t bzw. 31 $/t. Die ARA-Biodieselnotierungen sind nach O.M.R.-Angaben für Fame 0, Fame -10 und RME um je 15 $/t gestiegen.

Im Tkw-Geschäft ab Lager und Raffinerie entwickelten sich die Preise dem allgemeinen Trend folgend und stiegen generell. Im high teilweise deutlich.


Personal

Jörg Bauth als Vorstand bei natGAS bestätigt

Der Aufsichtsrat der natGAS AG, Potsdam, hat den Vorstandsvertrag von Jörg Bauth (55) vorzeitig um weitere fünf Jahre bis 2024 verlängert. Damit bestätigt der Aufsichtsrat den eingeschlagenen Weg der Entwicklung vom reinen Commodity-Händler zum Lösungsanbieter und Dienstleister rund um das Thema Energie und setzt auf Kontinuität in der Führung des Unter-nehmens.

J. Bauth ist seit 2013 alleiniger Vorstand der natGAS und seit 2014 Vorsitzender der Geschäftsleitung. Der Diplom-Ökonom hat seine Karriere Anfang der 1990er-Jahre bei der Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Arthur Andersen & Co. GmbH, Düsseldorf, gestartet und hatte von 1994 bis 2001 verschiedene Managementfunktionen beim RAG-Konzern, Essen, inne.

Bei natGAS stieg J. Bauth 2001 als Vorstand Finanzen/Administration ein und entwickelte das Energievertriebs- und Handelsunternehmen seit-her zu einem Lösungsanbieter und Kostenoptimierer weiter. Zu den Kunden zählen Industrie-betriebe, Stadtwerke und Betreiber dezentraler Erzeugungsanlagen, denen neben den Commodities Erdgas und Strom innovative Technik- und IT-Lösungen zur Energiekostensenkung angeboten werden. Im Geschäftsjahr 2017 setzte natGAS über 150 TWh Gas und Strom ab und erwirtschaftete dabei einen Umsatz von mehr als 2,8 Mrd. Euro.


Verbände

Forum Flüssiggas 2018 erteilt Idee der „all electric society“ klare Absage

Vom 12. bis 14. Juni 2018 fand in Leipzig das Forum Flüssiggas 2018 des DVFG Deutscher Verband Flüssiggas e. V., Leipzig, statt.

Neben den Unternehmen der Branche waren zahlreiche Experten aus dem Energiesektor vertreten. Im Rahmen einer begleitenden Fachausstellung präsentierten nationale und internationale Hersteller Produkte rund um den Einsatz des Energieträgers Flüssiggas.

Der Tenor der Veranstaltung war, dass das Großprojekt Energiewende nur auf der Grundlage eines breiten Technologiemixes gelingen wird, der auch flüssige Kraft- und Brennstoffe in künftig kohlendioxidneutralen Varianten integriert.

Nach Aussage von Rainer Scharr, Vorsitzender des DVFG, muss die Bundesregierung klare Signale zur Forschung und Entwicklung sogenannter E-Fuels senden.

Diese Auffassung wird durch die Studie der dena Deutsche Energie-Agentur GmbH, Berlin, zur „Integrierten Energiewende“ bestätigt. Die „all electric society“, die Elektrifizierung des Gebäudebereiches und der Mobilität, verlangt bis 2050 deutlich höhere Investitionen als ein Technologiemix, der auf synthetisch erzeugte flüssige Kraft- und Brennstoffe setzt. Synthetisches Flüssiggas auf Basis erneuerbarer Energien kann einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die deutsche Flüssiggas-Wirtschaft verfügt über eine überzeugende Infrastruktur, auf die auch bei der Integration von E-Fuels gezählt werden kann.


Unternehmen

Westfalen-Gruppe kooperiert mit Stadtteilauto CarSharing

Umweltfreundlicher Antrieb ohne Abgase: Ein gemeinsames Zeichen für den Klimaschutz haben jetzt die Westfalen-Gruppe und die Stadtteilauto CarSharing GmbH, beide Münster, gesetzt. Zusammen bieten sie allen Stadtteilauto-Nutzern ab sofort erstmals ein Wasserstoff-Fahrzeug zur Miete an. Der Hyundai ix35 Fuel Cell steht beispielhaft für die Mobilität der Zukunft.

Betankt werden kann der Hyundai an der Westfalen-Station in Münster Amelsbüren. Dort hat das Unternehmen in 2016 eine der ersten Wasser-stofftankstellen in Nordrhein-Westfalen gebaut.

Nach Aussage von Axel Mruck, Vertriebsleiter im Bereich Tankstellen der Westfalen AG, setzt das Unternehmen neben herkömmlichen Kraft-stoffen auch verstärkt auf neue umweltfreundliche Antriebe; Nachhaltigkeit ist dem Münsteraner Familienunternehmen wichtig.

Der Vorteil bei Wasserstoff-Fahrzeugen liegt bei der hohen Reichweite und beim schnellen Tank-vorgang. Lange Ladezeiten wie bei einem reinen Elektroauto gibt es nicht. Der Hyundai ist mit seinen 136 PS sowohl für Kurzstrecken als auch für längere Fahrten geeignet. Laut Herstellerangaben ist eine Reichweite von bis zu 600 km möglich.

Das neue Stadtteilauto steht im Parkhaus Bremer Platz am HBF Münster, an dem die Stadtteilauto CarSharing ihre größte Station mit über 30 Fahr-zeugen betreibt. Das Wasserstoff-Fahrzeug kann zu den normalen Tarifen des CarSharing-Anbieters gebucht werden.


 


Unternehmen

UTA baut Netzwerk in Russland und Weißrussland weiter aus

Die UTA Union Tank Eckstein GmbH & Co. KG, Kleinostheim, hat ihr europaweites Akzeptanzstellennetz weiter ausgebaut: Ab sofort können die Kunden des Tank- und Servicekartenanbieters mit ihrer UTA-Karte an über 2.100 russischen und 83 weißrussischen Lukoil-Tankstellen bargeldlos tanken.

Dafür wurde die strategische Partnerschaft mit der zur Lukoil-Gruppe gehörenden Licard Euroservices GmbH, Wien, weiter vertieft, die sich bislang bereits auf ausgewählte Tankstellen in Bulgarien und das Gesamtnetz in Rumänien bezog. Mit den rund 2.200 Stationen, die jetzt in Russland und Weißrussland hinzugekommen sind, wurde das osteuropäische Versorgungsnetz der UTA auf über 12.000 Stationen erweitert.

Die Kooperation mit UTA birgt nach Aussage des Managing Director der Licard Euroservices GmbH, Kirill Vorobyev, ein großes Potential für das Unternehmen. Mit einem starken und zuverlässigen Partner an der Seite können europäische Transportunternehmen künftig ganz gezielt zu den Lukoil-Stationen in Osteuropa und Russland gelenkt werden.

Im Gegenzug profitiert die UTA von günstigem Treibstoff in Russland. Anfang dieses Jahres wurde laut Volker Huber, Chief Executive Officer bei UTA, die Präsenz in Osteuropa deutlich ausgebaut. Es ist daher sehr positiv, den Kunden jetzt auch in diesem wichtigen Transit- und Zielmarkt ein konkurrenzfähiges Angebot unterbreiten zu können. Damit umfasst das Unternehmens-Netzwerk jetzt über 44.000 Tankstellen in 37 europäischen Ländern.


Marktbericht

Marktbericht

KW 25: Die Rohölnotierungen sind im Vergleich zur vergangenen Woche gestiegen. Brent-Nordsee-Rohöl verteuerte sich für Juli, August und September 2018 um 1,40 $/b. Die Preise bewegten sich für den Dreimonatszeitraum zwischen 72,60 $/b und 75,40 $/b.

Der OPEC-Korbpreis ist im Vergleich Freitag zu Freitag um 0,90 $/b gesunken. WTI kostete bei Wechsel des Frontmonats im low für Augustlieferung 63,59 $/b und im high 65,31 $/b für Lieferung im Oktober dieses Jahres.

Die Notierungen am Rotterdamer spot-Markt folgten der allgemeinen Entwicklung und stiegen: Für Eurobob und Heizöl schwer (1 % S) um 7 $/t bzw. 8 $/t, für Superbenzin und Gasöl um 5 $/t bzw. 6 $/t sowie für Dieselkraftstoff um 1 $/t. Die ARA-Biodieselnotierungen sind nach O.M.R.-Angaben für Fame 0, Fame -10 und RME um je 5 $/t gesunken.

Im Tkw-Geschäft ab Lager und Raffinerie entwickelten sich die Preise für alle Produkte entgegen der allgemeinen Tendenz und gaben deutlich nach.


Verbände

IWO: E-Fuels müssen in Technik von heute einsetzbar sein

Aktuelle Studien zeigen, dass neue treibhausgasreduzierte flüssige Energieträger für das Erreichen der Klimaziele eine wichtige Rolle spielen werden. Ein besonderer Vorteil solcher Brenn- und Kraftstoffe: Sie können genauso gespeichert, transportiert und verwendet werden wie heutige flüssige Energieträger.

Dies gilt auch für den Wärmemarkt. Der Einsatz klimaschonender und emissionsarmer Fuels in bereits heute verfügbarer Technologie ist auch ein Forschungsschwerpunkt der OWI Oel-Waerme-Institut gGmbH, Herzogenrath, An-Institut der RWTH Aachen und Tochterunternehmen des IWO Institut für Wärme und Oeltechnik e. V., Hamburg. Damit kann die klimafreundliche Zukunft auch von Öl-Brennwertheizungen ermöglicht werden. Jetzt hat das OWI seinen aktuellen Jahresbericht veröffentlicht.

Seit rund 20 Jahren ist das OWI in zwei zentralen Forschungsfeldern etabliert: Zukunftsfähige flüssige Energieträger und Effizienztechnologien. Mit anwendungsnahen Lösungsansätzen für klima- und umweltschonende Mobilität und Raum-wärme leistet das OWI heute einen wichtigen Beitrag zur Energiewende. Der Fokus im Bereich flüssiger Energieträger liegt derzeit auf Brenn- und Kraftstoffen mit einem möglichst hohen Kohlendioxidminderungspotential sowie deren Kompatibilität mit modernen Verbrennungs- und Motorentechnologien. Beispielsweise wird der Einsatz von Brennstoffen aus Abfällen und Reststoffen biogener Herkunft untersucht. Auch sogenannte E-Fuels oder Synfuels, die aus regenerativ erzeugtem Strom und einer erneuerbaren Kohlenstoffquelle synthetisch hergestellt werden, sind ein aktuelles Forschungsthema am OWI, das mit dem kürzlich erschienenen Tätigkeitsbericht 2016/17 einen Einblick in seine Aktivitäten bietet.

Die neuen Energieträger sollen die fossilen Brennstoffe nach und nach ergänzen. Wichtig dabei ist, dass die neuen E- und Synfuels ohne Umbauten in der heute modernen Technik einsetzbar sind. Und sie müssen sich mit den derzeitigen Kraft- und Brennstoffen mischen lassen, ohne dass unerwünschte Wechselwirkungen entstehen. Nach Mitteilung von David Diarra, Geschäftsführer des OWI, gilt das sowohl für Ölheizungen als auch Fahrzeugmotoren. Das Institut arbeitet an diesen Fragestellungen und legt Wert darauf, dass E-Fuels auch in älteren Heizgeräten und Fahrzeugen ohne teure Nachrüstungen nutzbar sind. Dazu sind sie in öffentlich geförderte Cluster-Forschungsprojekte der Bundesregierung und der EU eingebunden.

Mit den neuen treibhausgasreduzierten flüssigen Brennstoffen haben auch Ölheizungen langfristig eine klimafreundliche Zukunftsperspektive. Daher unterstützt das IWO die Forschungsarbeit am Oel-Waerme-Institut. Für IWO-Geschäftsführer Adrian Willig sollte, wer heute seine Ölheizung aus technischen Gründen modernisieren muss, auf die neueste Öl-Brennwerttechnologie setzen, denn die Kompatibilität mit künftigen E-Fuels wird gewährleistet.


Bio/Erneuerbar

Biokraftstoffe: Neuregelung halbiert Absatz bis 2030

Der Absatz von herkömmlichem Biodiesel und Bioethanol aus Agrarrohstoffen wird bis 2030 halbiert, wenn die Europäische Kommission, das Parlament und der Rat ihren letzte Woche in Brüssel getroffenen Kompromiss umsetzen. Die Institutionen hatten sich in der Nacht auf eine Neuregelung der Erneuerbare Energien-Richtlinie (RED II) für die Zeit von 2021 bis 2030 geeinigt.

Nach dem neuen Gesetzesvorhaben sollen erneuerbare Energien im Jahr 2030 einen Anteil von nominell 14 % im Verkehr erreichen. Allerdings können bestimmte Kraftstoffe und Anwendungen wie die Elektromobilität auf Straße und Schiene sowie erneuerbare Energien im Flug- und Schiffsverkehr mehrfach auf das Ziel angerechnet werden. Sie drängen damit herkömmliche Biokraftstoffe aus Agrarrohstoffen aus der Nutzung, sodass ihr möglicher Absatz nach Berechnungen des VDB Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie e. V., Berlin, sinkt. Während ihr Anteil an der im Verkehr verbrauchten Energie derzeit bei rund 3,8 % liegt, wird er durch die neue Richtlinie auf rund 1,9 % halbiert.

Nach Aussage von Elmar Baumann, Geschäftsführer beim VDB, ist dies eine schlechte Nachricht für die Biokraftstoffindustrie, die europäische Landwirtschaft und den europäischen Klimaschutz. Der Kompromiss wird auch nicht die Entwicklung von fortschrittlichen erneuerbaren Kraftstoffen anreizen, sodass die Europäische Union die Ziele für diese Kraftstoffe ebenfalls verfehlen wird. Der europäische Gesetzgeber untergräbt mit dieser unzureichenden Regelung stark das Vertrauen der Investoren. Wer sich auf die Politik verlassen und in Biokraftstoffe investiert hat, wird durch diesen dürftigen Kompromiss enttäuscht. Niemand wird einen solchen Fehler ein zweites Mal begehen und in fortschrittliche Biokraftstoffe investieren.

Elektromobilität auf der Straße soll zum Beispiel nach dem Kompromiss vierfach auf das 14 %-Ziel angerechnet werden. Die überzogene Mehrfachanrechnung für Elektromobilität in der RED II ist ein Taschenspielertrick, um die vermeintlich hohen Ziele für erneuerbare Energien zu erreichen. Das wird für E. Baumann aber nur auf dem Papier gelingen, in der Realität bleibt der Anteil fossiler Kraftstoffe fast unverändert. Von den 14 % erneuerbaren Energien auf dem Papier bleiben nach den Berechnungen des Verbandes in der Realität nur 7,3 % übrig – die Hälfte ist also heiße Luft aufgrund der Mehrfachanrechnungen. Die neue Richtlinie wird keinen Anreiz bieten, mehr Elektromobilität oder strombasierte Kraftstoffe zu nutzen. Für Kraftstoffe bietet die RED II kein Konzept, sondern nur Kosmetik.

Mit der Halbierung des Absatzes von herkömmlichem Biodiesel und Bioethanol wird auch die Nachfrage nach Agrarrohstoffen aus diesem Sektor einbrechen. Durch die neue Regelung verlieren die deutschen und europäischen Landwirte eine wichtige Einnahmequelle. Im ländlichen Raum werden außerdem Arbeitsplätze abgebaut. Die Begrenzung der Palmölnutzung als Rohstoff für die Biodieselproduktion auf dem Niveau von 2019 zu halten, sieht E. Baumann als einen akzeptablen politischen Kompromiss.


Fossile Energien

star-Tankstellen: Weniger Müll durch den Mehrwegbecher - Alle 9 Sekunden wird ein Auto zum Strahlen gebracht

Kaffee wird besonders gern unterwegs konsumiert. Doch rund 3 Mrd. weggeworfene Einwegbecher verursachen pro Jahr erhebliche Umweltbelastungen. Die star, eine Marke der Orlen Deutschland GmbH, Elmshorn, setzte sich anlässlich der „Europäischen Nachhaltigkeitswoche“ vom 30. Mai bis 5. Juni 2018 verstärkt für einen umweltschonenden Kaffeegenuss ein und leistete einen aktiven Beitrag zur Müllreduzierung ganz im Sinn der von der EU geplanten Reduzierung des Plastikmülls.

Bereits seit April dieses Jahres hat die Tankstellenmarke einen Mehrwegbecher aus Edelstahl im Sortiment. Die umweltschonende Alternative zum herkömmlichen Einwegkaffeebecher für unterwegs leistet nicht nur einen aktiven und nachhaltigen Beitrag zur Reduzierung des um-weltschädlichen Abfalls. Außerdem spendete star im Aktionszeitraum für jeden verkauften Mehrwegbecher 1 Euro an die deutsche Umweltorganisation One Earth – One Ocean e. V., die es sich zum Ziel gesetzt hat, den Plastikmüll in den Weltmeeren zu reduzieren. Bei rund 3.000 verkauften Bechern haben die star-Tankstellen den Spendenbetrag aufgerundet an die Wohltätigkeitsorganisation übergeben.

Bereits heute schwimmen rund 140.000.000 t Plastikmüll weltweit in den Ozeanen – und jährlich gelangen weitere rund 8.000.000 t Müll in die Weltmeere.

Der Verein One Earth – One Ocean verfolgt mit dem Konzept der „Maritimen Müllabfuhr“ das Ziel, Gewässer weltweit von Plastikmüll zu befreien. Die von star gesammelten Spendengelder werden auf verschiedene Projekte verteilt. So werden die nationale und internationale Bildungsarbeit zum Thema Meeresmüll und Müllvermeidung sowie die Forschungsarbeit zu Mikroplastik im Kieler Labor der Organisation unterstützt. Darüber hinaus wird die Spende für die Reinigungsaktionen des Müllsammelschiffs Seekuh in Asien eingesetzt.

Nach Informationen von Wieslaw Milkiewicz, Geschäftsführer und Pressesprecher von star, nimmt das Unternehmen seine Verantwortung für die Umwelt und das Überleben des Planeten sehr ernst. Das gilt für die tägliche Arbeit ebenso wie für besondere Aktionen.

Alle 9 Sekunden wird ein Pkw auf Hochglanz gebracht – Wonnemonat Mai? Nicht für Autos. In diesem Jahr sorgten Blütenstaub und Insekten bei vielen Autofahrern für Unmut. Die star-Tank-stellen schufen schnell Abhilfe. Alle neun Sekunden wurde in den über 400 Waschanlagen von star ein Auto wieder auf Hochglanz gebracht. Damit unterschritt die Tankstellenmarke erstmals die Grenze von zehn Sekunden und erhöhte die Frequenz der Wäschen im Vergleich zu Mai 2017 um fast zwei Sekunden. Die Rekordzahlen haben neben den hohen Investitionen in die Waschanlagen der star-Tankstellen in den letzten Jahren auch die Konzepte „Wash & Pay“ und „Drive In“ möglich gemacht. Je nach Standort stehen Portalwaschanlagen, Wasch-Boxen oder an einzelnen Tankstellen Waschstraßen zur Verfügung.

Besonders schnell wird das Auto in den Portalwaschanlagen von star mit neuen Service-Angeboten sauber: Denn die beiden Neuerungen „Drive-In“ und "Wash & Pay" beschleunigen den Waschvorgang erheblich und verkürzen die Wartezeiten zwischen den einzelnen Wäschen. Das Bezahlkonzept „Wash & Pay“ sorgt für schnellere und komfortablere Abläufe bei der Portalwäsche. Ist die Waschanlage frei, kann der Kunde direkt zum Waschen fahren. Bezahlen muss er erst danach oder bequem im Shop, während das Fahrzeug gewaschen wird. Der „Drive-In“-Service erlaubt dem Autofahrer, auch in Portalwaschanlagen während des gesamten Reinigungsprozesses im Fahrzeug sitzen zu bleiben, was sich fast die Hälfte aller Autobesitzer wünschen.


Marktbericht

Marktbericht

KW 24: Die Rohölpreise sind im Vergleich zur vergangenen Woche deutlich gesunken. Brent-Nord-see-Rohöl verbilligte sich für Juli 2018 um 2,70 $/b sowie für August und September um 3,20 $/b. Die Notierungen bewegten sich im Dreimonatszeitraum zwischen 72,30 $/b und 76,70 $/b.

Der OPEC-Korbpreis sank im Vergleich Freitag zu Freitag um 1,43 $/b. West Texas Intermediate kostete im low für Julilieferung 65,30 $/b und im high 66,44 $/b für Lieferung im September dieses Jahres.

Am Rotterdamer spot-Markt sind die Notierungen dem Trend folgend deutlich gesunken und zwar für Eurobob um 31 $/t, für Superbenzin und Gasöl um 29 $/t bzw. 30 $/t, für Dieselkraftstoff um 26 $/t bzw. 27 $/t sowie für Heizöl schwer (1 % S) um 21 $/t. Die ARA-Biodieselnotierungen sind nach O.M.R.-Angaben für Fame 0, Fame -10 und RME um je 10 $/t gesunken.

Im Tkw-Geschäft ab Lager und Raffinerie stiegen die Preise an fast allen Handelsplätzen im low und fielen im high. Ausschließlich im Süden gaben die Preise generell nach.


Digitalisierung

Implico: Zukunftsweisende Lösungen auf der „IIoT and Digital Solutions for Oil & Gas“

Künstliche Intelligenz, Blockchain, Internet of Things: Auf der „IIoT and Digital Solutions for Oil & Gas“-Konferenz, vom 7. bis 8. Juni 2018 in Amsterdam, drehte sich alles um die Zukunftstechnologien der Öl- und Gas-Branche.

Produzenten, Verarbeiter und Vermarkter trafen dort auf Anbieter digitaler Lösungen, um die aktuellen Entwicklungen sowie Best Practices zu diskutieren. Die internationale Implico Group zeigt an ihrem Stand moderne IT-Lösungen, die das downstream-Geschäft automatisieren. Darüber hinaus spricht Thomas Ernst, Geschäftsführer der Implico, in einem Vortrag über die Fortschritte auf dem Weg zum gläsernen Tanklager.

Die Konferenz rund um digitale Öl- und Gas-Themen fand dieses Jahr zum zweiten Mal statt. Das Software- und Beratungshaus Implico GmbH, Hamburg, hat das Fachpublikum vor Ort darüber informiert, wie mit modernen IT-Lösungen speziell für die Öl- und Gas-Branche die Digitale Transformation gelingt.

Erklärtes Ziel von Implico ist das gläserne Tank-lager bzw. die gläserne Supply Chain. Dafür entwickeln die downstream-Spezialisten spezielle Software-Lösungen und Datendienste. Im Kern geht es darum, auf der operativen Ebene die vorhandenen Datenquellen wie Zähler oder Pumpen in die digitale Welt zu heben, aber auch völlig neue Datenquellen zu erschließen. Dies können zum Beispiel die mobilen Geräte von angebundenen Arbeitern auf der Anlage oder aber von Truck-Fahrern sein. All diese Big-Data-Informationen werden dann in Datenbanken gesammelt, bei Bedarf mit den Finanzinformationen aus dem ERP-System und mit neuesten Analyse-Tools wie beispielsweise SAP Leonardo ausgewertet. Im Ergebnis entstehen völlig neue Sichtweisen auf die Bestände und Abläufe im Tanklager. Diese wiederum ermöglichen genauere Prognosen und Planungen, eine Optimierung der operativen Abläufe sowie bessere Entscheidungen auf allen Ebenen.

Als Beispiel die Handheld-Lösung für den Einsatz bei der Mineralöl-Verladung im Tanklager oder in der Raffinerie. Mitarbeiter auf dem Gelände arbeiten typischerweise offline, da sie beispielsweise an den Bahngleisen unterwegs sind und keinen PC-Arbeitsplatz haben. Dank einer speziellen Software für Handhelds, die Implico entwickelt hat, können die operativen Mitarbeiter jetzt jederzeit auf das Terminal Management System OpenTAS zugreifen und dort in Echtzeit Daten eingeben oder aktuelle Informationen ab-lesen. Damit wird der Prozess digitalisiert und Fehler, die bei der manuellen Erfassung entstehen können, fallen weg. Stattdessen sind wichtige Informationen sofort überall verfügbar.

Implico informiert die Fachbesucher außerdem über Cloud Services – denn das Unternehmen bietet sämtliche seiner Lösungen auch als Software as a Service aus der Cloud an. Der Vorteil für die Öl- und Gas-Unternehmen: Sie müssen keine eigene IT-Abteilung aufbauen und sich nicht um Updates oder Server-Wartung kümmern. Implico betreibt die Lösungen im eigenen Rechenzentrum – der Kunde muss die Lösung lediglich nutzen.


Politik

Bundeskabinett beschließt Klimaschutzbericht 2017

In der vergangenen Woche wurde vom Bundeskabinett der Klimaschutzbericht 2017 verabschiedet. In diesem berichtet die Bundesregierung jährlich über den Stand der Umsetzung und aktuelle Trends der Emissionsentwicklung in Deutschland.

Der Klimaschutzbericht 2017 besagt, dass die Treibhausgas-Emissionen rund 32 % gegenüber 1990 reduziert wurden und damit über dem angestrebten Niveau liegen. Gründe dafür sind unter anderem die dynamische Konjunkturentwicklung und das unerwartet deutliche Bevölkerungswachstum. Daher stiegen die Emissionen mehr als ursprünglich erwartet. Die laufenden Maßnahmen zum Klimaschutz wirken und ein nicht unerheblicher weiterer Beitrag zur Verminderung der Emissionen kann erwartet werden.

Trotz dieser Maßnahmen fehlen rund 8 % Kohlendioxidreduktion, um das ursprüngliche Ziel zu erreichen. Besonders in der Energiewirtschaft sind noch Einsparpotentiale vorhanden. So soll die Kohleverstromung weiter schrittweise reduziert werden. Nach Aussage der Bundesumwelt-ministerin Svenja Schulze ist es positiv, dass die Instrumente bekannt sind, die zum Ziel führen – beispielsweise erneuerbare Energien oder Elektromobilität.

Im Dezember 2014 hatte die Bundesregierung ein Aktionsprogramm Klimaschutz 2020 beschlossen, um ihr Ziel, die Senkung von Treibhausgas-Emissionen, zu erreichen: Eine Verringerung bis 2020 um 40 % gegenüber den Werten von 1990. Ebenfalls beschlossen wurde der Nationale Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE), der einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz leistet.

Kommission "Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung" – Die Bundesregierung hat mit Blick auf die Klimaziele und den Sektor Energie die Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ eingesetzt. Sie soll bis Dezember 2018 einen Kohleausstiegspfad erarbeiten, mit dem die kurz-, mittel- und langfristigen Klimaschutzziele erreicht werden können. Außerdem wird die Kommission Vorschläge für eine Strukturentwicklung in den betroffenen Regionen vorlegen, mit denen Wachstum und Beschäftigung gestärkt werden sollen. Erste Ergebnisse der Arbeit der Kommission werden Ende des Jahres zur Weltklimakonferenz in Kattowitz erwartet.

Ein Gesetz für die Klimaschutzziele 2030 – Für die Zeit nach 2020 gibt der Klimaschutzplan 2050 eine wichtige Orientierung und setzt für die Sektoren bis 2030 konkrete Ziele. Die Bundesregierung strebt ein Gesetz an, das die Einhaltung der Klimaschutzziele 2030 gewährleistet. Sie wird 2019 eine rechtlich verbindliche Umsetzung verabschieden.


Marktbericht

Marktbericht

KW 23: Die Rohölnotierungen haben sich im Wochenvergleich unterschiedlich entwickelt. Brent-Nordsee-Rohöl verteuerte sich für Juli 2018 um 0,60 $/b, für August blieb der Preis konstant und für September fiel er um 0,60 $/b. Die Notierungen bewegten sich im Dreimonatszeitraum zwischen 72,40 $/b und 77,10 $/b.

Der OPEC-Korbpreis sank im Vergleich Freitag zu Freitag leicht um 0,01 $/b. WTI kostete im low für Lieferung im Juli dieses Jahres 64,85 $/b und im high 65,87 $/b für Septemberlieferung.

Die Notierungen am Rotterdamer spot-Markt sind überwiegend gesunken und zwar für Superbenzin um 12 $/t, für Eurobob um 8 $/t bzw. 9 $/t und für Dieselkraftstoff um 3 $/t bzw. 4 $/t. Heizöl schwer (1 % S) verteuerte sich dagegen um 6 $/t bzw. 7 $/t sowie Gasöl um 1 $/t. Die ARA-Biodieselnotierungen sind nach O.M.R.-Angaben für Fame 0, Fame -10 und RME um je 5 $/t gesunken.

Im Tkw-Geschäft ab Lager und Raffinerie fielen die Preise generell an allen Handelsplätzen.


Verbände

bft-Jahreshauptversammlung am 5./6. Juni 2018 in Königswinter

Der Einladung zur diesjährigen Jahreshauptversammlung des bft Bundesverband Freier Tankstellen und Unabhängiger Deutscher Mineralölhändler e. V., Berlin/Bonn, folgten rund 200 Mitglieder. Bei der öffentlichen Mitgliederversammlung am 5. Juni 2018 im Maritim Hotel Königswinter, stellte der Vorstandsvorsitzende des bft, Thomas Grebe, die wesentlichen Aktivitäten des Verbandes vor und konnte dabei einige erfolgreiche Etappensiege verkünden: Zunächst nannte er den §60 des Energiesteuergesetzes (EnergieStG). Hier hatte der Verband Erfolg. Als wesentlichen Erfolgsgaranten führte T. Grebe die konzentrierte Zusammenarbeit aller Mineralöl-verbände und deren Mitglieder an.

In die Kategorie „Schlimmeres verhindert“ ordnete der Vorstandsvorsitzende die Diskussionen um den europäischen Zahlungsverkehr ein. Hier konnte eine Ausnahmeregelung für Tankkarten geschaffen werden. Ganz ist dieses Thema aller-dings noch nicht vom Tisch, denn es kommen immer wieder Einzelfallanfragen, deren Klärung mit der BaFin Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, Bonn/Frankfurt, durchaus noch im Nachgang für Überraschungen sorgen könnten. Auch die Datenschutzgrundverordnung hat den Verband im zurückliegenden Jahr beschäftigt. Dabei kam für T. Grebe der Verdacht auf, dass im Bestreben der Aufsichtsbehörden international agierende Datensammlungs-Konzerne wie Google oder Amazon in die Pflicht zu nehmen und damit die berechtigten Interessen der Verbraucher zu schützen, über das Ziel hinausgeschossen und die Auswirkungen auf kleine und mittelständige Unternehmen, sowie Vereine und Verbände vollkommen übersehen wurden.

Und nicht zuletzt war der bft, zusammen mit den anderen Verbänden der Branche, bei der aktuellen Vergaberunde der BAT aktiv. Die Kernaufgabe war, einen möglichst hohen Anteil an Bundesautobahntankstellen über das Quotensystem zu vergeben, da dies der einzige Weg für den Mittelstand ist, an dem Geschäft sinnvoll zu partizipieren. Dieses Ziel wurde durch den geschlossenen Auftritt aller Verbände erreicht. Der Preis, der dafür bezahlt werden musste, war allerdings sehr hoch. Nach ersten Beobachtungen werden diese Kosten direkt an den Verbraucher weitergegeben. Noch ist nicht abzuschätzen, wie sich dies auf lange Sicht auf die Absatzmengen an den BAT auswirken wird. Noch weniger kann abgeschätzt werden, wie sich die Ergebnisse der aktuellen Vergaberunde auf die Verhandlungen und Preise in fünf Jahren auswirken könnten.

E-Fuels für Shell nicht der heilige Gral – Bestimmendes Thema der letzten Tage war durch-weg die Prognos-Studie der mittelständischen Mineralölverbände zum Thema E-Fuels. Jörg Debus, Direktor Trading & Supply D-A-CH der Shell Deutschland Oil GmbH und Vorstandsvorsitzender des IWO Institut für Wärme und Oeltechnik e. V., beide Hamburg, stellte in seinem Vortrag anlässlich der bft-Jahreshauptversammlung die Position der Shell zu sogenannten Future Fuels vor. Dabei kam er zu den Ergebnissen, dass ölbasierte Kraftstoffe auch in den kommenden Jahrzehnten noch eine wichtige Rolle spielen werden.

Allerdings wird sich der Energiemix im Verkehrs-sektor diversifizieren. Für den IWO-Vorsitzenden sind Biokraftstoffe bislang der quantitativ einzig relevante Alternativkraftstoff im Verkehrsbereich zur Erreichung der Treibhausgas- und Luftrein-halteziele. Des Weiteren ist für ihn GTL eine unmittelbar anwendbare Kraftstoffalternative gegen Luftqualitätsprobleme. LNG spielt künftig im Bereich des Straßengüterfernverkehrs eine wichtige Rolle. Überwiegend im Stadtverkehr bieten Brenn-stoffzellen- und Batteriefahrzeuge als Nullemissionsantriebe den Lösungsansatz.

Für die Alternativen Power to Liquid oder Power to Gas, die gemeinhin unter dem Begriff E-Fuels genannt werden, bleibt für J. Debus nur der Status „technische Alternativen“ mit hohen Kosten und geringer Effizienz.

Verabschiedung Axel Graf Bülow – Zum Abschluss der Veranstaltung stand die Verabschiedung des Hauptgeschäftsführers Axel Graf Bülow an. Nach über 33-jähriger Tätigkeit für den Verband, wechselt A. Graf Bülow die Seiten und wird künftig seine politische Karriere innerhalb der FDP weiter verfolgen. Ausgegebenes Ziel: Der Wiedereinzug der brandenburgischen FDP in den Landtag. A. Graf Bülow ist Landesvorsitzender der Partei. Mit sehr persönlichen und ausgesprochen launischen Worten, wurde der „preußische Rheinländer“ von T. Grebe und Stephan Zieger in den Unruhestand entlassen.

Den bft werden künftig S. Zieger als Geschäfts-führer in Bonn und Sarah Schmidt als Leiterin des Hauptstadtbüros vertreten. S. Schmidt war zuvor als Referentin für die Bereiche Freie Tankstellen und Europapolitik beim MEW Mittelständische Energiewirtschaft Deutschland e. V., Berlin, tätig. Bis auf Weiteres ist auch Petra Gräfin Bülow unverändert für den bft aktiv.


Politik

Prognos-Studie: E-Fuels sichern das Erreichen der Klimaziele

In der vergangenen Woche wurde in Berlin die Prognos-Studie „Status und Perspektiven flüssiger Energieträger in der Energiewende“ vorgestellt. Die Auftraggeber sind das IWO Institut für Wärme und Oeltechnik e. V., Hamburg, der MEW Mittelständische Energiewirtschaft Deutschland e. V., der MWV Mineralölwirtschaftsverband e. V., sowie die UNITI Bundesverband mittelständischer Mineralölunternehmen e. V., alle Berlin.

Flüssige erneuerbare Kraft- und Brennstoffe sind für eine weitgehend treibhausgasneutrale Energieversorgung unverzichtbar. Perspektivisch könnten sie zu wettbewerbsfähigen Preisen angeboten und so zu einer zusätzlichen Option für mehr Klimaschutz werden. Zu diesem Ergebnis kommt die neue Prognos-Studie, die von Jens Hobohm, Leiter Energiewirtschaft und Studienleiter bei der Prognos AG, Berlin, präsentiert wurde.

Nach seiner Aussage werden Verbraucher und wichtige Wirtschaftsbereiche auch künftig flüssige Energieträger benötigen. Solche Kraft- und Brennstoffe stellen derzeit in Deutschland rund 98 % der Antriebsenergie im Verkehrssektor und rund 22 % der Heizenergie bereit. Außerdem deckt die chemische Industrie national drei Viertel ihres organischen Rohstoffbedarfs mit Mineralöl. Will Deutschland das klimapolitische Ziel einer 80 %igen bis 95 %igen Reduktion der Treibhausgase erreichen, ist es daher entscheidend, flüssige Energieträger wie Kerosin, Benzin oder Diesel zunehmend treibhausgasreduziert herzustellen.

Dies ist möglich, indem erneuerbarer Strom mit Hilfe von Elektrolyse-Wasserstoff und Kohlenstoff in einen flüssigen Energieträger (Power to Liquid, PtL) umgewandelt wird. Der Kohlenstoff kann zum Beispiel aus der Luft oder aus Biomasse gewonnen werden (Power and Biomass to Liquid, PBtL). Das ist das Ergebnis der Studie, in der zwei Szenarien mit 80 % bezie-hungsweise 95 % Treibhausgasreduktion in Deutschland gegenüber 1990 analysiert werden.

Bedarf in Deutschland von rund 2.500 PJ im Jahr 2050 – Die Studie zeigt für die einzelnen Verbrauchsbereiche auf, wie mit Hilfe von E-Fuels – also nahezu treibhausgasneutralen, synthetischen Kraft- und Brennstoffen – die Klimaziele erreicht werden können. Das Resultat: Im Jahr 2050 benötigt allein der internationale Luft- und Schiffsverkehr Deutschlands rund 550 PJ Energie. Wird PtL als Lösungsstrategie in allen Sektoren eingesetzt, werden bis zu 2.000 PJ ge-benötigt. Weitere rund 500 PJ können Rohstoff für die Chemie sein. Insgesamt entspricht das rund 60.000.000 t klassischer Raffinerieprodukte.

Aus heutiger Sicht kann laut J. Hobohm PtL im Jahr 2050 zu Kosten zwischen 70 Cent/l bei optimalen Standortbedingungen und rund 1,30 Euro/l erzeugt werden. Damit wäre PtL für Verbraucher je nach Anwendung gegenüber rein strombasierten Lösungen auch preislich wettbewerbsfähig. Voraussetzung dafür ist ein großindustrieller Einstieg in die PtL-Technologie, damit die in der Studie angenommenen Lerneffekte erzielt und Kosten gesenkt werden können. Natürlich muss PtL außerdem so effizient wie möglich eingesetzt werden.

Nach Aussage von Adrian Willig, Geschäftsführer des IWO, sind flüssige Energieträger besonders im Verkehrssektor schwer zu ersetzen und auch künftig unverzichtbar. Die Vorteile von E-Fuels sind deshalb, wie auch das Ergebnis der Studie bestätigt, deutlich: Sie sind technisch in allen Verbrauchssektoren einsetzbar. Die bereits vorhandene Infrastruktur wie Pipelines, Tanklager, Heizöltanks, Tankstellen sowie die bestehende Fahrzeugflotte können weiter genutzt werden. Denn E-Fuels können genauso verarbeitet, gespeichert, transportiert und verwendet werden wie heutige flüssige Energieträger. Das ist speziell für Verbraucher vorteilhaft.

Darüber hinaus ist eine sehr weitgehende Treibhausgasreduktion (95 %) nur mit E-Fuels möglich. Auch im internationalen Rahmen ergeben sich laut Studie günstige Effekte für Klimaschutz und Handel, wenn die Produktion von PtL vor allem in besonders sonnen- und windreichen Ländern erfolgt und dort positive volkswirtschaftliche Perspektiven eröffnet. Die Importe wirken außerdem ausgleichend auf die deutsche Handelsbilanz, so J. Hobohm.

Roadmap für die Markteinführung – Damit Verbraucher ihre Autos oder Heizöltanks mit E-Fuels befüllen können, empfehlen die Studienautoren unter anderem eine Roadmap zu entwickeln, Forschungs- und Entwicklungskapazitäten auszubauen und einen allmählichen, aber stetigen Markthochlauf anzustreben. Dafür sind – je nach Phase – verschiedene regulatorische und ökonomische Maßnahmen und Instrumente geeignet und notwendig. Der Einstieg in die Entwicklung weitgehend treibhausgasneutraler flüssiger Energieträger ist unverzichtbar und somit eine No regret-Maßnahme.

Die Experten sind sich einig – Ein Technologiemix ist erforderlich, um in der Energiewende Erfolge zu verzeichnen. Im Verkehrssektor müssen sowohl die Elektrifizierung als auch E-Fuels vorangebracht und dürfen nicht gegeneinander aufgewogen werden.

Dabei ist es laut Dr. Christian Küchen, Hauptgeschäftsführer des MWV, sehr wichtig, dass die Politik attraktive Förderprogramme schafft. Nur so kann bei den Verbrauchern vermehrt das Interesse geweckt werden.

Nach Einschätzung der Experten sind für die Produktion von PtX und PtL erhebliche Investitionen erforderlich, um die notwendige Industrie aufzubauen. Einigkeit bestand ebenfalls darüber, dass keine Energie aus dem Ausland importiert werden soll, sondern diese aus der deutschen bzw. europäischen Erzeugung kommen muss, da dort die technologische Kompetenz liegt.


Fossile Energien

Shell nimmt erstes Tanklager für synthetischen Diesel in Betrieb

Angesichts steigender Nachfrage nach effizienten, emissionsärmeren Kraftstoffen baut die Shell Deutschland Oil GmbH, Hamburg, in Deutschland die Infrastruktur für das aus Erdgas hergestellte Shell GTL Fuel aus.

In Magdeburg hat das Unternehmen jetzt das erste Shell GTL-Tanklager für Tankwagenverladung in Deutschland in Betrieb genommen, aus dem das Unternehmen sowie ausgewählte Shell-Markenpartner künftig Straßenflotten wie den ÖPNV oder kommunale Fuhrparks und Marine-Kunden mit dem synthetischen Dieselkraftstoff versorgen können.

Noch im laufenden Jahr soll das Magdeburger Lager mit einem Fassungsvermögen von rund 2.500 cbm außerdem an die Schiene und den Wasserweg angeschlossen werden, sodass der Kraftstoff auf Züge und Schiffe verladen werden kann. Bislang war die Tankwagenverladung lediglich im holländischen Arnheim möglich.

Nach Aussage von Jörg Debus, Chef des Kraftstoff-B2B-Geschäftes von Shell in Deutschland, ist das Feedback von Kunden und Interessenten auf das Produkt sehr positiv. Das Mineralölunternehmen will Betreibern von Diesel-Fahrzeugflotten und Schiffen möglichst flächendeckend diese Kraftstoff-Alternative anbieten, die es ihnen leichter macht, Schadstoffemissionen ohne technische Umrüstung zu reduzieren.

Nach Magdeburg soll bald ein weiteres Depot an der deutsch-französischen Grenze entstehen. Gleichzeitig werden derzeit Lageroptionen in Süd- und Westdeutschland geprüft. Im Hamburger Hafen gibt es bereits einen Versorgungspunkt für die Schiffsbetankung, der die Flotte der Hamburg Port Authority AöR, Hamburg, mit Shell GTL Fuel Marine in Bewegung hält.

Das Produkt verbrennt sauberer als herkömmlicher Dieselkraftstoff auf Erdölbasis und produziert somit weniger lokale Emissionen in Form von Partikeln, Stick- und Schwefeloxiden. Außerdem weist der Kraftstoff eine höhere Cetanzahl auf und ist durch ein geringeres Gefährdungspotential gekennzeichnet, da er praktisch keinen Schwefel und keine aromatischen Verbindungen enthält.

Bezogen wird der Kraftstoff für den deutschen Markt aus der weltweit größten GTL-Produktionsanlage Pearl in Katar. Deutschland ist neben Frankreich, Dänemark, Großbritannien und den Niederlanden eines der wenigen europäischen Länder, das mit dem geruchsarmen und leicht biologisch abbaubarem Kraftstoff beliefert wird.


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Marktbericht

KW 22: Die Rohölpreise haben sich im Wochenvergleich sehr unterschiedlich entwickelt. Brent-Nordsee-Rohöl verbilligte sich bei Wechsel des Frontmonats für Juli 2018 um 2,00 $/b und verteuerte sich für August um 0,10 $/b. In der letzten Mai-Woche stieg der Preis um 2,40 $/b. Die Notierungen bewegten sich im Dreimonatszeitraum zwischen 74,40 $/b und 77,90 $/b.

Der OPEC-Korbpreis sank im Vergleich Freitag zu Freitag um 0,64 $/b. WTI kostete im low für Lieferung im Juli dieses Jahres 65,80 $/b und im high 70,26 $/b für Septemberlieferung.

Die Notierungen am Rotterdamer spot-Markt gaben überwiegend nach, und zwar für Eurobob um 10 $/t bis 12 $/t, für Gasöl sowie Dieselkraftstoff um 9 $/t und für Superbenzin um 5 $/t bis 7 $/t. Lediglich Heizöl schwer (1 % S) verteuerte sich um 1 $/t.

Die ARA-Biodieselnotierungen fielen nach Angaben des O.M.R. Oil Market Report, Kellinghusen, und zwar für Fame 0, Fame -10 und RME um je 5 $/t.

Im Tkw-Geschäft ab Lager und Raffinerie fielen die Preise ebenfalls an allen Handelsplätzen.


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Marktbericht

KW 21: Die Preise für Rohöl sind im Wochenvergleich deutlich gesunken. Brent-Nordsee-Rohöl verbilligte sich für Juni 2018 um 2,50 $/b, für Juli um 2,70 $/b sowie für August um 2,60 $/b. Die Notierungen bewegten sich im Dreimonatszeitraum zwischen 76,20 $/b und 80,50 $/b.

Der OPEC-Korbpreis fiel im Vergleich Freitag zu Freitag um 1,60 $/b. WTI notierte bei Wechsel des Frontmonats im low für Lieferung im Juli dieses Jahres mit 70,44 $/b und im high mit 70,26 $/b für Lieferung im September.Die Preise am Rotterdamer spot-Markt folgten der allgemeinen Tendenz und gaben deutlich nach: Für Eurobob um 26 $/t, für Superbenzin um 25 $/t, für Heizöl schwer (1 % S) um 20 $/t bzw. 21 $/t, für Gasöl um 20 $/t sowie für Dieselkraftstoff um 16 $/t. Die ARA-Biodieselnotierungen sind nach Angaben des O.M.R. Oil Market Report, Kellinghusen, weiter konstant geblieben.

Im Tkw-Geschäft ab Lager und Raffinerie stiegen die Preise für nahezu alle Produkte.


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Agravis und Tradiax Partner bei AdBlue-Vertrieb

Die Agravis Raiffeisen AG, Münster, und die Tradiax Blue GmbH, Gevelsberg, wollen im Vertrieb des Betriebsstoffs AdBlue künftig zusammenarbeiten. Beide Unternehmen vereinbarten dazu eine Vertriebs- und Logistikkooperation, die zunächst für Nordrhein-Westfalen gilt und nach Informationen von Oliver Korting, Leiter Brenn- und Kraftstoffe bei der Agravis, und Tradiax-Geschäftsführer Nicolas Blankenagel die Marktposition festigen und ausbauen soll.

Die Agravis vertreibt als Groß- und Einzelhändler neben den klassischen Brenn-, Kraft- und Schmierstoffen auch AdBlue. Zusammen mit 21 mittelständischen Mineralölhändlern von Flensburg bis zum Bodensee ist das Unternehmen außerdem federführend in dem bundesweiten Netzwerk „Blue-Service“ beim Vertrieb des Betriebsstoffs aktiv.

AdBlue ist eine wässrige Harnstofflösung, die in den Abgasstrom von Dieselfahrzeugen eingedüst wird und die Emissionen von Stickoxiden deutlich reduziert. Die eingesetzte SCR-Technologie gilt besonders vor dem Hintergrund der lokalen Emissionsproblematik in den Ballungsgebieten als eine zielführende Motorentechnik.

Die Tradiax Blue GmbH produziert diese hochreine Harnstofflösung AdBlue und verfügt am Standort Sprockhövel über die erforderlichen Abfüllvorrichtungen für lose und verpackte Ware.

Bei der Produktion erfüllt Tradiax die Qualitätsanforderungen (ISO 22241) des VDA Verband Deutscher Automobilhersteller e. V., Berlin, und ist nach erfolgreichem Audit zertifizierter Produzent und Lizenznehmer.

Das Unternehmen unterhält eine Produktionsstätte in Nordrhein-Westfalens. Die Verkehrsanbindung ist für O. Korting ideal. Die Logistikkette wurde verbessert, sodass die Kunden in diesem Teil des Kernarbeitsgebietes auf kurzem Weg mit qualitativ hochwertiger Ware versorgt werden können. Auch die Blue-Service-Partner in der Region können durch die kürzeren Strecken ihren Markteinfluss erhöhen.

Im Nutzfahrzeugsegment, speziell im Schwerlastverkehr, werden Dieselmotoren in den kommenden zehn Jahren die vorherrschende Antriebstechnologie bleiben. Auch der Absatz von Land-, Forst- und Baumaschinen wird Prognosen zufolge weiterwachsen, sodass sich allein daraus schon ein erhebliches Marktwachstum für AdBlue ergibt. Hinzu kommt der Pkw-Sektor. Zwar werden Dieselfahrzeuge hier nach Experteneinschätzung vermutlich an Marktstellung verlieren, dafür wird der Anteil an Autos mit SCR-Technologie stark wachsen. Unter dem Strich wird europaweit bis 2025 ein jährliches Marktwachstum bei AdBlue von 5 % bis 8 % erwartet.


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Präg mit neuem Markenauftritt: Aus Pinoil wird Pin

Der mittelständische Tankstellennetzbetreiber Adolf Präg GmbH & Co. KG, Kempten, stattet seine Eigenmarke mit einem neuen Markenauftritt aus: Pinoil wird jetzt zu Pin.

Vom neuen Konzept konnte sich das Fachpublikum auf der UNITI expo in Stuttgart überzeugen. Auf der Messe der Tankstellen- und Carwash-Branche präsentierte Präg erstmals den neuen Markenauftritt. Für Klaus-Rüdiger Bischoff, Geschäftsführer von Präg, ist das Konzept modern, authentisch und freundlich. Es folgt dem Anspruch, das Stopp-Erlebnis des Kunden an einer Pin-Tankstellen so einfach, bequem und kostengünstig wie möglich zu machen.

Die neue Marke Pin besteht aus drei Segmenten: der Tankstelle Pin inklusive Motoröl-Sortiment, dem Bistro-Bereich Caffè Strada sowie der Waschmarke PINwash. In einem ersten Schritt werden rund die Hälfte der 28 Pinoil-Tankstellen auf die neue Marke umgerüstet. Wegen des modularen Aufbaus des Pin-Konzepts kann Präg zusammen mit Partnern und Pächtern aus verschiedenen Shop-Modulen diejenigen auswählen, die am besten zu den Gegebenheiten vor Ort passen.

In Krumbach (Schwaben) steht bald die Pin-Pilottankstelle. Der Innenbereich ist bereits im neuen Design gestaltet. Dort erwartet den Kunden ein Ambiente im Stil einer italienischen Caffè-Bar mit Kaffeespezialitäten, Erfrischungsgetränken sowie frisches Gebäck und Snacks. Die Waschanlage läuft bereits unter der neuen Marke PINwash. Die Sommermonate nutzt Präg, um den Außenbereich der Pilottankstelle umzubauen.


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Marktbericht

KW 21: Die Preise für Rohöl sind im Wochenvergleich deutlich gesunken. Brent-Nordsee-Rohöl verbilligte sich für Juni 2018 um 2,50 $/b, für Juli um 2,70 $/b sowie für August um 2,60 $/b. Die Notierungen bewegten sich im Dreimonatszeitraum zwischen 76,20 $/b und 80,50 $/b.

Der OPEC-Korbpreis fiel im Vergleich Freitag zu Freitag um 1,60 $/b. WTI notierte bei Wechsel des Frontmonats im low für Lieferung im Juli dieses Jahres mit 70,44 $/b und im high mit 70,26 $/b für Lieferung im September.Die Preise am Rotterdamer spot-Markt folgten der allgemeinen Tendenz und gaben deutlich nach: Für Eurobob um 26 $/t, für Superbenzin um 25 $/t, für Heizöl schwer (1 % S) um 20 $/t bzw. 21 $/t, für Gasöl um 20 $/t sowie für Dieselkraftstoff um 16 $/t. Die ARA-Biodieselnotierungen sind nach Angaben des O.M.R. Oil Market Report, Kellinghusen, weiter konstant geblieben.

Im Tkw-Geschäft ab Lager und Raffinerie stiegen die Preise für nahezu alle Produkte.


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Biodieselindustrie begrüßt Registrierung von Biodiesel aus Argentinien

Die deutschen Biodieselproduzenten begrüßen, dass die Europäische Kommission, Brüssel, seit dem 24. Mai 2018 Biodieselimporte aus Argentinien registriert. Die auf neun Monate begrenzte Maßnahme dient dazu, auch rückwirkend Strafzölle auf die Biodieselimporte zu erheben, die Argentinien aus Sicht der Europäischen Kommission mit unfairen Mitteln fördert.

Damit können schon jetzt die Importmengen beschränkt werden, weil für die argentinischen Unternehmen das Risiko der nachträglichen Zahlung von Strafzöllen besteht. Für Elmar Baumann, Geschäftsführer beim VDB Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie e. V., Berlin, ist das ein erster Schritt in die richtige Richtung, um die unfairen Handelspraktiken Argentiniens zu beenden. Der Verband unterstützt die Europäische Kommission in diesem Verfahren und erwartet, dass zügig vorläufige Anti-Subventions-Zölle erhoben werden. Die Kommission geht davon aus, dass aufgrund der stark gestiegenen Importe aus Argentinien ein Risiko für schwerwiegende wirtschaftliche Schäden für die europäische Biodieselindustrie besteht.

Die Kommission ist außerdem davon überzeugt, dass die Produktion von Biodiesel in Argentinien subventioniert wird. So unterstützt die argentinische Regierung die inländischen Biodieselproduzenten durch Steuererleichterungen und -ausnahmen, günstige staatliche Kredite und staatliche Abnahmegarantien. Dadurch ist Biodiesel aus Argentinien deutlich günstiger als das europäische Konkurrenzprodukt. Gegen die unfaire Unterstützung leitete die Europäische Kommission im Jahr 2013 Anti-Dumping-Maßnahmen ein. Dagegen hatte Argentinien geklagt und vor der Welthandelsorganisation und Europäischen Gerichten gewonnen, sodass die Europäische Kommission ihre Schutzmaßnahmen im August 2017 aufheben musste. Von September 2017 bis Februar 2018 gelangten 837.000 t Biodiesel in die Europäische Union, nachdem in den Vormonaten überhaupt keine Ware nach Europa kam. Die europäische Biodieselproduktion liegt bei rund 11.000.000 t pro Jahr. In der Folge sank der Preis von Biodiesel in der Europäischen Union um 12,3 %.

In Deutschland mussten aufgrund der Importe bereits drei Unternehmen die Produktion stark drosseln oder einstellen. Durch die Billigimporte hat sich die wirtschaftliche Situation dramatisch verschlechtert. Nach Aussage von E. Baumann ist die deutsche Biodieselproduktion effizient und wettbewerbsfähig. Voraussetzung ist allerdings die Wiederherstellung fairer Wettbewerbsbedingungen.


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Strom aus Biomasse – Entrade AG baut Position im japanischen Energiemarkt aus

Nachdem die Entrade Energiesysteme AG, Düsseldorf, im April 2017 ihr erstes Kleinkraftwerk mit dem japanischen Bauunternehmen Fujita Construction, Tokyo, in Fukushima in Betrieb genommen hat, ist Anfang Mai 2018 eine neue, leistungsstärkere Version ans Netz gegangen. Im Rahmen der Kooperation sollen in den nächsten Monaten weitere sieben Anlagen zur regionalen Stromversorgung installiert werden.

Das sogenannte E4 ist ein kompaktes Kleinkraftwerk, das aus Holzpellets und ausgewählten, biogenen Reststoffen Strom und Wärme erzeugt und unabhängig von fossilen Brennstoffen und öffentlichen Stromnetzen arbeitet. Jedes einzelne Kleinkraftwerk hat eine Generatorleistung von 48 kWel sowie eine Nennwärmeleistung von 120 kWth und kann schlüsselfertig innerhalb von zwei Tagen in Betrieb genommen werden. Strom aus biogenen Reststoffen rund um die Uhr – Die Pilotanlage hat nach Mitteilung von Julien Uhlig, Vorstand der Entrade AG, die Fujita Construction durch leichte Handhabung, geringen Wartungsaufwand und insbesondere durch die niedrigen Stromerzeugungskosten überzeugt. Der japanische Energiemarkt zeichnet sich durch eine Affinität gegenüber neuen Technologien aus und fordert gleichzeitig eine hohe Betriebssicherheit.

Die stabile Laufleistung mit rund 8.000 Arbeitsstunden/a ist auch auf das Fern-Monitoring der E4-Kraftwerke zurückzuführen. Sie werden von der Entrade-Leitstelle weltweit gesteuert und überwacht. Im Rahmen der Fernwartung und -steuerung können dezentralisierte und lokale Stromnetze aufgebaut werden, bei denen unterschiedliche stromerzeugende Technologien wie Solar- und Windsysteme zu einer Micro Grid-Anlage verbunden werden. Hierbei übernimmt das E4 die Grundlastversorgung.


Regenerative Energien

Rheingas – Einstieg in den Wasserstoffhandel

Die Propan Rheingas GmbH & Co. KG, Brühl, ist ihrer Zeit immer einen Schritt voraus: Sehr früh setzte das Energieversorgungsunternehmen auf das umweltfreundliche Autogas als effiziente, ressourcenschonende Alternative zu Otto- und Dieselkraftstoff. Jetzt vollzieht das Unternehmen den nächsten Schritt und investiert in die Entwicklung und Distribution des emissionsfreien Energieträgers Wasserstoff. Uwe Thomsen, Geschäftsführer von Rheingas, ist vom Potential dieses Energieträgers im Mobilitätssektor und im Wärmemarkt überzeugt.

Er engagiert sich mit seiner national und international wachsenden, mittelständischen Unternehmensgruppe in der Entwicklung der Energiewirt-schaft zu einer zukunftsorientierten Branche. Die tradierten Vorstellungen von Energieversorgung und Mobilität müssen, seiner Meinung nach, abgelegt werden. Auch die breite Masse muss sich mit zukunftsfähigen, ressourcenschonenden, sowie emissionsarmen Energieträgern beschäftigen. Unter anderem ist U. Thomsen aktiv in HyCologne – Wasserstoff Region Rheinland e. V., Hürth, einem regionalen Cluster für Wasserstoff, Brennstoffzellen und Elektromobilität, der Verbandsarbeit und einzelnen Forschungsgruppen.

In 2017 startete Rheingas in den Niederlanden den Vertrieb von Wasserstoff mit der Rheingastochter Rijngas B.V., Dinxperlo, und ist von Anfang an erfolgreich. Nach Aussage des Rijngas-Geschäftsführers, Norbert Romijn, wird Wasserstoff als Energieträger in den kommenden Jahren eine immer größere Rolle spielen. Es ist wichtig, den Verbrauchern bereits heute den Energieträger der Zukunft anzubieten. Das in Dinxperlo ansässige Unternehmen bietet Wasserstoff in Packungen oder Rohranhängern. Der Fokus liegt dabei auf H2 mit der Reinheit 5,0 (99,999 %), da dieser Wert für die Nutzung in der Brennstoffzelle erreicht werden muss. Die Kunden stammen aus allen Bereichen der technischen Nutzung. Das Hauptaugenmerk des Unternehmens liegt auf der Automobilindustrie, da der Wasserstoff als Energieträger für Elektroautos mit einer Brennstoffzelle genutzt wird. Perspektivisch wird nach Meinung von N. Romijn Wasserstoff als Substitut für die Batterie eingesetzt. Die Entwicklungen der letzten Monate zeigen, dass die Zukunft des Autofahrens nicht ausschließlich auf Strom aus der Batterie basieren muss.


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Total eröffnet 50. Autohof bei Heidenheim

Mit der Eröffnung der Station an der A7-Anschlussstelle Heidenheim/Nattheim Mitte Mai 2018, betreibt die Total Deutschland GmbH, Berlin, in der Bundesrepublik jetzt insgesamt 50 Autohöfe.

Damit baut das Unternehmen in diesem besonders bei Familien und Lkw-Fahrern beliebten Rastangebot entlang von Autobahnen und Fernstraßen seine Position als einer der führenden Anbieter in diesem Segment aus. Der neue Autohof in Nattheim verfügt über 32 Lkw-Stellplätze. Neben konventionellen Kraftstoffen gibt es an der Station auch AdBlue-Zapfsäulen zur Abgasreinigung für Pkw und Lkw sowie Vorrichtungen für zwei Elektroladestellen mit einer Kapazität von 150 kW je Ladesäule. In Kooperation mit der Badischen Rheingas GmbH, Lörrach, bietet der Autohof außerdem Zapfsäulen für Autogas (LPG) an. Neben Tankmöglichkeiten stehen den Besuchern ein 110 qm großer Shop- und Gastronomiebereich sowie eine Waschanlage zur Verfügung.

Die Total hat den Autohof zusammen mit der BaDa Immobilien GmbH, Bochum, gebaut. Die beiden Unternehmen investierten rund 3 Mio. Euro in das Projekt. Autohöfe und Lkw-freundliche Tankstellen in Autobahnnähe spielen vor dem Hintergrund des international wachsenden Güterverkehrs und der zentralen Lage Deutschlands als Transitland eine wichtige Rolle in der Wachstumsstrategie von Total in Deutschland. Inzwischen erreicht das Unternehmen bei den Autohöfen einen Marktanteil von rund 20 %.

Der Bedarf an Lkw-Stellplätzen und Versorgungsmöglichkeiten für die Fahrer wächst nach Aussage von Thomas Strauß, Direktor Tankstellen bei Total Deutschland, zunehmend. Mit den Autohöfen und Lkw-freundlichen Straßentankstellen kann den Verbrauchern ein sehr gutes und umfangreiches Angebot gemacht werden. Auch die im Februar dieses Jahres vereinbarte Cross-Akzeptanz von Tankkarten mit BP/Aral ist besonders für Lkw-Fahrer und andere Flottenkunden sehr attraktiv.

Die Eröffnung von zwei weiteren Autohöfen in Hamburg und Schopsdorf sowie zwei Lkw-freundlichen Tankstellen in Hasbergen und Wertheim ist für das kommende Quartal geplant. Weitere Stationen sind bereits in Bau und Planung.


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Marktbericht

KW 20: Die Rohölnotierungen sind im Wochenvergleich weiter stark gestiegen. Brent-Nordsee-Rohöl verteuerte sich für Juni um 0,90 $/b, für Juli 2018 um 1,70 $/b sowie für August um 1,80 $/b. Die Preise bewegten sich im Dreimonatszeitraum zwischen 77,70 $/b und 80,50 $/b. Der OPEC-Korbpreis erhöhte sich im Vergleich Freitag zu Freitag deutlich um 2,05 $/b. WTI kostete im low für Lieferung im Juni dieses Jahres 70,33 $/b und im high 71,70 $/b für Lieferung im August.

Am Rotterdamer spot-Markt folgten die Preise dem allgemeinen Trend und stiegen deutlich: Für Eurobob um 32 $/t, für Superbenzin um 25 $/t, für Dieselkraftstoff um 22 $/t bzw. 23 $/t, für Heizöl schwer (1 % S) um 22 $/t sowie für Gasöl um 21 $/t. Die ARA-Biodieselnotierun-gen sind nach Angaben des O.M.R., Kellinghu-sen, konstant geblieben.

Im Tkw-Geschäft ab Lager und Raffinerie erhöhten sich die Preise für alle Produkte deutlich. Die Notierungen für Dieselkraftstoff überstiegen im high zum ersten Mal in 2018 die 100 Euro-Marke.


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Marktbericht

KW 19: Die Rohölpreise sind im Vergleich zur vergangenen Woche deutlich gestiegen. Brent-Nord-see-Rohöl verteuerte sich für Juni und August 2018 um 3,30 $/b sowie für Juli um 3,10 $/b. Die Preise bewegten sich im Dreimonatszeitraum zwischen 73,60 $/b und 78,00 $/b. Der OPEC-Korbpreis erhöhte sich im Vergleich Freitag zu Freitag deutlich um 3,43 $/b. WTI notierte im low für Lieferung im Juni 2018 mit 69,71 $/b und im high für Lieferung im August mit 71,28 $/b.

Die Notierungen am Rotterdamer spot-Markt sind der allgemeinen Entwicklung folgend stark gestiegen, und zwar für Superbenzin um 38 $/t, für Eurobob um 30 $/t, für Dieselkraftstoff um 26 $/t bzw. 27 $/t, für Heizöl schwer (1 % S) um 25 $/t bzw. 26 $/t sowie für Gasöl um 25 $/t. Die ARA-Biodieselnotierungen sind nach Angaben des O.M.R., Kellinghusen, ebenfalls gestiegen, und zwar für Fame 0, Fame -10 und RME um je 5 $/t.

Im Tkw-Geschäft ab Lager und Raffinerie kam es für alle Produkte an allen Handelsplätzen zu starken Preisänderungen nach oben.


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Marktbericht

KW 18: Die Rohölpreise sind im Wochenvergleich weiter gestiegen, wenn auch mit abnehmender Dynamik. Brent-Nordsee-Rohöl verbilligte sich für Juni 2018 um 0,10 $/b und verteuerte sich für Juli und August um 0,50 $/b bzw. 1,60 $/b. Die Preise bewegten sich im Dreimonatszeitraum zwischen 72,30 $/b und 75,00 $/b. Der OPEC-Korbpreis sank im Vergleich Freitag zu Freitag um 0,25 $/b. WTI notierte im low für Lieferung im Juni 2018 mit 69,71 $/b und im high für Augustlieferung mit 70,11 $/b.

Die Notierungen am Rotterdamer spot-Markt gaben überwiegend nach, und zwar für Eurobob um 3 $/t, für Dieselkraftstoff um 5 $/t bzw. 6 $/t, für Gasöl um 5 $/t bis 7 $/t und für Superbenzin um 8 $/t bis 11 $/t. Lediglich Heizöl schwer (1 % S) verteuerte sich um 4 $/t bzw. 5 $/t. Die ARA-Biodieselnotierungen gaben nach Angaben des O.M.R., Kellinghusen, ebenfalls nach, und zwar für Fame 0, Fame -10 und RME um je 5 $/t bis 10 $/t.

Im Tkw-Geschäft ab Lager und Raffinerie kam es bei den Mitteldestillaten im low zu Preisanpassungen nach oben und im high zu Korrekturen nach unten. Die Notierungen für Super E5 zogen generell an.


Regenerative Energien

Uniper SE: Methanisierungsanlage in Falkenhagen eröffnet 11. Mai 2018

Im Rahmen des internationalen Forschungsprojektes Store&Go wurde vergangene Woche eine Methanisierungsanlage als Erweiterung der bereits bestehenden Power to Gas-Anlage in Falkenhagen eröffnet.

Nachdem mit der bisherigen Anlage reiner Wasserstoff (sogenanntes WindGas) direkt ins Erdgasnetz eingespeist werden konnte, ermöglicht die neue Methanisierung die Erzeugung von "grünem" Methan. Dabei wird der regenerativ erzeugte Wasserstoff in diesem zweiten Schritt mit Kohlendioxid aus einer Bio-Ethanol-Anlage zu Methan (CH4), d. h. synthetischem Erdgas, umgewandelt. Dies ist ein wichtiger Beitrag zum Gelingen der Energiewende, denn grünes Methan kann im Gegensatz zugrünem Wasserstoff vielfältiger eingesetzt werden: Es kann verschiedenen Marktsektoren, wie dem Strom- und Wärmemarkt, der Industrie sowie der Mobilität zur Verfügung gestellt werden. Außerdem ermöglicht es die unbeschränkte Nutzung der Erdgasinfrastruktur, beispielsweise für Transport und Speicherung. Die so gespeicherte Energie steht immer zur Absicherung bereit, insbesondere wenn Sonne und Wind nicht im erforderlichen Umfang verfügbar sind.

Im Projekt arbeiten 27 Partner aus sechs Ländern zusammen, um die Möglichkeiten der Integration von Power to Gas-Anwendungen in das europäische Energienetz zu untersuchen und vor allem die Methanisierung von Wasserstoff als wichtigen Schritt für die Energiewende voranzutreiben. Die Pilotanlage "WindGas Falkenhagen" wurde 2013 errichtet, um Windenergie im Erdgasnetz zu speichern. Im Juli 2017 wurde der Grundstein für die Methanisierungsanlage und weitere dafür notwendige Komponenten direkt neben dem bestehenden Standort gelegt. Dies alles konnte jetzt planmäßig fertiggestellt werden. Die Anlage produziert bis zu 57 cbm/h SNG (Synthetic Natural Gas, bei Normaldruck und -temperatur), was rund einer Leistung von 600 kWh/h entspricht. Zum Vergleich: Mit dieser Energiemenge könnte man eine 50-qm-Wohnung rund einen Monat beheizen. Außerdem wird die beim Prozess entstehende Wärme von dem benachbarten Furnierwerk genutzt.

Gemeinsam mit den Standortpartnern thyssenkrupp Industrial Solutions, Essen, der Forschungsstelle des DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e. V. – Technisch-wissenschaftlicher Verein, Bonn, und dem KIT Karlsruher Institut für Technologie wurde die großtechnische Anlage realisiert und soll im Rahmen des Projekts 24 Monate betrieben und untersucht werden.


Digitalisierung

Digitalisierung: PrimeKey und procilon bilden Partnerschaft für Public Key Infrastructure 11. Mai 2018

Elektronische Identitäten sind eine Kernkomponente der Digitalisierung. Dies beschränkt sich nicht nur auf Menschen. Wenn im Internet of Things zunehmend Maschinen Daten miteinander austauschen, sind vertrauenswürdige Identitäten auch hier für ein Mindestmaß an Sicherheit notwendig. Nur so kann für Nutzer Transparenz als Grundbaustein für Vertrauen geschaffen werden. Als bewährtes Lösungs-Szenario steht hierfür seit längerem mit der Public Key Infrastructure (PKI) eine erprobte kryptographische Technologie zur Verfügung.

In diesem Handlungsfeld arbeitet die procilon Group, Taucha bei Leipzig, schon seit längerem mit der PrimeKey Solutions AB, Solna, zusammen. Jetzt haben beide Unternehmen die Kooperation auf dem deutschen und europäischen Markt für IT-Sicherheitslösungen intensiviert und mit einem Partnerschaftsvertrag besiegelt. Die Schweden bringen als Marktführer bei OpenSource-PKI-Lösungen mit einem globalen Kundennetz einen großen Erfahrungsschatz in die Partnerschaft ein. Dazu ergänzend verfügt die procilon Group über das Spezialwissen, solche Lösungen unter Einhaltung eines sehr hohen IT-Sicherheitsniveaus zu implementieren.

Beide Unternehmen sehen durch die “Verordnung über elektronische Identifizierung und Vertrauensdienste für elektronische Transaktionen im Binnenmarkt“ – kurz eIDAS – eine Reihe von Potentialen, die sich aus dem europaweit gültigen Rechtsrahmen ergeben.

Gerade in Zeiten, in denen sich die Blockchain als mehr als ein Buzzword erweist, sind solche Partnerschaften wichtig. Denn beim Thema Vertrauen oder besser Vertrauenswürdigkeit wird die PKI auch künftig eine wichtige Rolle spielen. Mit dem Internet of Things wird elektronischen Identitäten letztendlich noch eine neue Dimension hinzugefügt. Auch hier wird der Schutz der elektrischen Daten durch PKI-Produkte eine zentrale Rolle spielen.


Fossile Energien 2

Marktbericht

KW 17: Die Rohölnotierungen sind in der vergangenen Woche weiter deutlich gestiegen. Brent-Nordsee-Rohöl verteuerte sich für Mai 2018 um 1,90 $/b, für Juni um 1,20 $/b und für Juli um 1,10 $/b. Die Preise bewegten sich für den Dreimonatszeitraum zwischen 72,70 $/b und 75,60 $/b. Der OPEC-Korbpreis erhöhte sich im Vergleich Freitag zu Freitag um 0,88 $/b. WTI notierte bei Wechsel des Frontmonats im low für Lieferung im Juni dieses Jahres mit 67,48 $/b und im high für August mit 68,61 $/b.

Die Preise am Rotterdamer spot-Markt stiegen für alle Produkte, und zwar für Superbenzin um 15 $/t bis 18 $/t, für Gasöl um 16 $/t bzw. 17 $/t für Dieselkraftstoff um 15 $/t bzw. 16 $/t, für Heizöl schwer (1 % S) um 10 $/t bzw. 11 $/t und für Eurobob um 9 $/t bis 12 $/t. Die ARA-Biodieselnotierungen stiegen nach Angaben des O.M.R. Oil Market Report, Kellinghusen, für Fame 0, Fame -10 und RME um je 5 $/t.

Im Tkw-Geschäft ab Lager und Raffinerie stiegen die Preise generell für alle Produkte.


Unternehmen

Aral belegt erneut Spitzenposition im deutschen Tankstellenmarkt

Die Aral AG, Bochum, blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2017 zurück. Mit einem Marktanteil von rund 21,5 % gemessen am Kraftstoffabsatz konnte die Tankstellenmarke der BP die Marktführerschaft klar behaupten. Im Shop-Geschäft hat Aral die strategische Partnerschaft mit der Rewe Group, Köln, weiter ausgebaut und die Zahl der Tankstellen mit dem neuen Rewe To Go-Shopkonzept zum Jahresende auf insgesamt 235 erhöht. Darüber hinaus wuchs der Umsatz im Food Service-Bereich auf 212 Mio. Euro. Der Geschäftsbereich Autowäsche im gesellschaftseigenen Netz verzeichnete 2017 erneut einen Umsatz von über 100 Mio. Euro.

Der Aral-Vorstandsvorsitzende Patrick Wendeler zeigt sich mit diesen Ergebnissen zufrieden. Dabei fällt besonders positiv das Feedback der Kunden auf die Investitionen und Entwickelungen des Angebots an vielen Stellen auf. Das gilt sowohl für die neuen Kraftstoffqualitäten, das Bonusprogramm Payback und insbesondere für die Einführung des Rewe To Go-Shopkonzeptes. Damit legt das Bochumer Unternehmen nach eigenen Angaben nicht nur einen Grundstein für künftiges Wachstum im Tankstellengeschäft sondern entwickelt darüber hinaus auch den Convenience-Markt in Deutschland weiter.

Kraftstoffabsatz konstant – Die Aral betreibt in Deutschland 2.443 Tankstellen und bietet damit unverändert das dichteste Netz. Aufgrund der guten Konjunktur wuchs der Kraftstoffabsatz im gesamten Tankstellenmarkt um rund 0,4 % auf rund 36.000.000 t. Dies führte auch bei Aral zu einem konstant hohen Absatz von rund 7.600.000 t. Besonders mit der Einführung der neuen Kraftstoffqualitäten mit Anti-Schmutzformel, deren Reinigungswirkung vom TÜV Rheinland 2017 in Untersuchungen bestätigt worden sind, konnte Aral die Tankkunden überzeugen. Damit erhöhte sich beispielsweise der Absatz der Hochleistungskraftstoffe Aral Ultimate 102 und Ultimate Diesel gegenüber dem Vorjahr deutlich.

Umrüstung auf Rewe To-Go-Shopkonzept erfolgreich – Das Shopgeschäft stand 2017 ganz im Zeichen der Umrüstung auf das neue Rewe To Go-Shopkonzept. Dieses zielt darauf ab, die Bedürfnisse der mobilen Kunden nach frischen und frisch zubereiteten, qualitativ hochwertigen sowie gesunden Speisen zum Unterwegsverzehr zu befriedigen. Die Anzahl der Aral-Stationen mit angeschlossenem Tankstellenshop unter dem Konzept Rewe To Go stieg 2017 um 175 auf 235. Im Ergebnis entwickelten sich die neuen Shops sehr positiv. Nach Aussage von P. Wendeler konnten sowohl eine höhere Kundenfrequenz als auch steigende Umsätze je Kunde verzeichnet werden – dieses übersetzt sich bei den frischen Lebensmitteln für den Unterwegsverzehr in zweistellige und bei denen für später in deutlich dreistellige Prozentzuwächse.

Insgesamt erzielten die Tankstellenunternehmer an den rund 1.200 Stationen im gesellschaftseigenen Netz – trotz vorübergehender umbaubedingter Shopschließungen – einen Außenumsatz von rund 1,6 Mrd. Euro. Der Food Service-Umsatz wuchs gegenüber dem Vorjahr um 1 % auf 212 Mio. Euro. Dazu trug erneut die positive Entwicklung des Kaffeeverkaufs bei. Mit mehr als 85.000 verkauften Einheiten täglich bleibt Aral größter Coffee to go-Anbieter Deutschlands.

Im laufenden Jahr plant Aral die Umstellung von rund 200 weiteren Standorten auf das Rewe To Go-Konzept. Aktuell liegt die Zahl bei über 280. Bis 2021 will das Unternehmen insgesamt bis zu 1.000 Stationen umrüsten.

Stabiles Waschgeschäft – Auch im Segment der Fahrzeugwäschen an Tankstellen verteidigte Aral die Position als Nummer 1 im Markt. Die 1.200 gesellschaftseigenen Stationen setzten mehr als 100 Mio. Euro mit Autowäschen um. Mit insgesamt rund 15 Mio. Autowäschen ließ 2017 statistisch gesehen jeder dritte Autofahrer sein Fahrzeug einmal bei Aral waschen.


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German LNG Terminal GmbH: Markt reagiert positiv auf LNG-Importterminal

Die German LNG Terminal GmbH, Hamburg, hat die "Open Season" für das geplante LNG-Importterminal in Brunsbüttel in Schleswig-Holstein erfolgreich abgeschlossen. Die "Open Season", ein Prozess zur Bestimmung von Marktinteresse und zur Identifikation von möglichen Terminalkunden, ist positiv verlaufen: Eine beträchtliche Zahl von Firmen hat entsprechende Absichtserklärungen (sog. Memorandums of Understanding) unterzeichnet.

Diese Firmen stellen die gesamte Bandbreite möglicher und sich ergänzender Dienstleistungen des künftigen Terminals dar: Sie reichen von der Regasifizierung und Einspeisung ins deutsche Gasnetz bis zum Umschlag und zur Distribution von LNG. Im nächsten Schritt werden vertiefende Diskussionen mit potentiellen Kunden geführt, um sogenannte Heads of Agreement zu unterzeichnen. Zusätzlich hat das Ingenieurbüro Tractebel Engineering S.A., Brüssel, mit den notwendigen Vorarbeiten für den Genehmigungsprozess für das Terminal begonnen, damit dieser Ende 2018 gestartet werden kann.

Für Katja Freitag, Unternehmenssprecherin der German LNG Terminal, ist dieses Ergebnis sehr erfreulich. Der Open Season-Prozess hat gezeigt, dass der Markt die verschiedenen Dienstleistungen, die das geplante Import und Small Scale-Terminal in Brunsbüttel zur Verfügung stellen wird, annimmt. Somit sieht sich das Unternehmen darin bestätigt, dass das Leistungsportfolio dem Kundenbedarf entspricht. Das Projekt liegt dabei weiter voll im Zeitplan. Mit dem notwendigen Genehmigungsprozess wurde bereits begonnen. Läuft alles weiter nach Plan, ist für Ende 2019 bei Vorliegen einer Genehmigung die endgültige Investitionsentscheidung für den Standort Brunsbüttel vorgesehen. Der Bau kann dann starten, so dass das Terminal voraussichtlich 2022 in Betrieb geht.

Das Terminal wird nicht nur die energieintensive Industrie in Brunsbüttel mit Energie versorgen können, einem der Gründe für die Standortentscheidung, sondern auch die Kapazitäten haben, die Gasversorgung in Deutschland mitsicherzustellen und zu diversifizieren. Das Terminal wird dazu in der Lage sein, rund 10 % des deutschen Gasbedarfs zu decken.

Daneben wird das Terminal die Entwicklung einer deutschen LNG-Betankungsinfrastruktur unterstützen. Dies wird zur vermehrten Nutzung des Alternativkraftstoffs LNG und damit zur Reduzierung von schifffahrtsbedingten Emissionen beitragen. Auch im Schwerlastverkehr wird der Einsatz von LNG als Kraftstoff zunehmend an Bedeutung gewinnen. Eine eventuelle Anbindung des Terminals an das Schienennetz kann die Distribution von LNG mit speziellen Kesselwagen ermöglichen.

Die German LNG Terminal GmbH ist ein Joint Venture der niederländischen Unternehmen Gasunie LNG Holding B.V., Vopak LNG Holding B.V. sowie der Oiltanking GmbH, einem Tochterunternehmen der Marquard & Bahls AG, Hamburg. Zweck des Joint Venture ist der Bau, Besitz und Betrieb eines Import und Small Scale-Terminals für verflüssigtes Erdgas (LNG) in Norddeutschland. Das Terminal wird zur Energiediversifizierung im Inland beitragen sowie die Einführung von LNG als nachhaltigere Kraftstoffalternative für den Schiffs- und Schwerlastverkehr unterstützen, wodurch die Umweltbelastung beider Sektoren reduziert wird.

Das Terminal wird eine Reihe von Dienstleistungen bereitstellen: Das Be- und Entladen von LNG-Carrier, die temporäre Speicherung von LNG, die Regasifizierung, die Einspeisung ins deutsche Erdgasnetz und die Distribution durch Tankkraftwagen und möglicherweise LNG-Kesselwagen.


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Marktbericht

KW 16: Die Notierungen für Rohöl sind in der vergangenen Woche weiter gestiegen. Brent-Nordsee-Rohöl verteuerte sich für Mai 2018 um 1,10 $/b sowie für Juni und Juli um je 0,80 $/b. Im Dreimonatszeitraum bewegten sich die Preise zuletzt zwischen 70,90 $/b und 76,80 $/b. Der OPEC-Korbpreis erhöhte sich im Vergleich Freitag zu Freitag um 1,07 $/b. WTI notierte im low für Lieferung im Mai dieses Jahres mit 66,07 $/b und im high für Juli mit 68,64 $/b.

Die Preise am Rotterdamer spot-Markt entwickelten sich unterschiedlich. Sie stiegen für Eurobob um 6 $/t bzw. 7 $/t und für Superbenzin um 1 $/t bzw. 2 $/t. Für Heizöl schwer (1 % S) blieben sie unverändert. Für Dieselkraftstoff fielen sie um 3 $/t bzw. 4 $/t und für Gasöl um 8 $/t bzw. 9 $/t. Die ARA-Biodieselnotierungen sanken nach Angaben des O.M.R. für Fame 0, Fame -10 und RME um je 10 $/t bis 15 $/t.

Im Tkw-Geschäft ab Lager und Raffinerie kam es überwiegend zu Preiskorrekturen nach oben. Lediglich bei den Mitteldestillaten kam es im Süden im high zu einigen Anpassungen nach unten.


Digitalisierung

OpenTAS für EMCS 2.3 zertifiziert

Das Terminal-Management-System OpenTAS ist ab sofort für das neue EMCS-Release 2.3 zertifiziert, das ab November 2018 bindend ist. Damit schafft die Implico GmbH, Hamburg, gute Voraussetzungen für die rechtzeitige Umstellung der Kundensysteme.

Das elektronische Beförderungs- und Kontrollsystem EMCS (Excise Movement and Control System) kommt immer dann zum Einsatz, wenn innerhalb der EU Waren unter Aussetzung der Verbrauchsteuer transportiert werden. Ab dem November dieses Jahres ist die Anmeldung und Abwicklung nur noch über EMCS 2.3 möglich. Das Terminal-Management-System OpenTAS ist bereits jetzt für das neue Release zertifiziert. Dafür hatten die downstream-Experten von Implico die Software zuvor erfolgreich an die neuesten Anforderungen angepasst.

Zertifizierungsprozess erfolgreich durchlaufen – Für die Zertifizierung hatte der Zoll dem Unternehmen in den vergangenen Wochen Testfälle mit verschiedenen Szenarien geschickt, die OpenTAS bearbeiten musste. Diesen Zertifizierungsprozess hat das Unternehmen erfolgreich abgeschlossen. Damit ermöglicht die Logistiklösung Tanklagern und Raffinerien auch künftig eine automatisierte Versandabwicklung mit vollständig integrierter Zollabfertigung.

Umstellungsprozess in Raffinerien und Tanklagern gestartet – Durch die frühzeitige Zertifizierung können alle Systeme der Kunden rechtzeitig bis zum 25. November dieses Jahres auf EMCS 2.3 umgestellt werden. Implico startet deshalb ab sofort mit den Anpassungen in allen Raffinerien und Tanklagern, die die vollintegrierte Zollabwicklung auch künftig nutzen wollen.

Vorteile vollständig automatisierter Zollabfertigung – OpenTAS ist eine von wenigen Lösungen, die die elektronische Zollabfertigung vollständig automatisiert übernehmen kann. Bei der Einfahrt in ein Tanklager übermittelt das System die voraussichtlichen Versandinformationen an den Zoll. Erst wenn der Zoll den Transport grundsätzlich genehmigt, kann der Fahrer den Tankwagen an der Ladestation befüllen. Dies vermeidet, dass bei nicht genehmigten Transporten der Tankwagen wieder entleert werden muss. Bei der Ausfahrt überträgt OpenTAS die genaue Produktmenge an den Zoll, im Anschluss werden sämtliche Transportdokumente für den Fahrer automatisch ausgedruckt. Die vollständige Integration der EMCS-Funktionalitäten in OpenTAS verkürzt die Verladeprozesse in den Terminals deutlich, sichert eine reibungslose Verladung, minimiert den Verkehr auf der Anlage und erspart den Mitarbeitern viel Aufwand.


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Marktbericht

KW 15: Die Preise für Rohöl sind in der vergangenen Woche deutlich gestiegen. Brent-Nordsee-Rohöl verteuerte sich für Mai 2018 um 6,70 $/b, für Juni um 5,10 $/b und für Juli um 4,90 $/b. Im Dreimonatszeitraum bewegten sich die Notierungen zwischen 67,60 $/b und 72,80 $/b. Der OPEC-Korbpreis stieg im Vergleich Freitag zu Freitag um 4,47 $/b. WTI kostete im low für Lieferung im Mai dieses Jahres 61,93 $/b und im high 66,87 $/b für Lieferung im Juli.

Am Rotterdamer spot-Markt folgten die Notierungen dem allgemeinen Trend und stiegen deutlich: Für Gasöl um 43 $/t bzw. 44 $/t, für Dieselkraftstoff um 42 $/t, für Eurobob um 31 $/t bis 33 $/t, für Heizöl schwer (1 % S) um 18 $/t sowie für Superbenzin um 13 $/t bis 15 $/t. Die ARA-Biodieselnotierungen blieben nach O.M.R.-Angaben für Fame 0, Fame -10 und RME unverändert.

Im Tkw-Geschäft ab Lager und Raffinerie folgten die Preise im high für alle Produkte der allgemeinen Tendenz und stiegen. Im low kam es für Mitteldestillate an einigen Handelsplätzen zu Preiskorrekturen nach unten.


Personal

Dariusz Pawlik erweitert die Geschäftsführung der Orlen Deutschland

Zum 3. April 2018 ist Dariusz Pawlik (39) zum dritten Geschäftsführer der Orlen Deutschland GmbH, Elmshorn, berufen worden. In seiner neuen Position als Chief Operating Officer verantwortet er die Bereiche Vertrieb und Technik.

D. Pawlik bringt fundierte internationale Retail-Erfahrungen aus der Energiewirtschaft, Logistik und dem Bauwesen mit. Er lebte bereits seit seiner Kindheit 20 Jahre in Hamburg, wo er auch seine Lehre zum Speditionskaufmann absolvierte und die Höhere Handelsschule besuchte. Die vergangenen zehn Jahre arbeitete er in den USA und in Polen, zunächst bei einer Tochterfirma von Microsoft und später bei einem großen Bauunternehmer in Nordpolen. In seiner vorherigen Tätigkeit war er bei Energa einem der größten Energieunternehmen Polens als Direktor Logistik tätig.

Für D. Pawlik unterliegt der Tankstellenmarkt in Deutschland einem starken Wandel und bietet so große Chancen ihn aktiv zu gestalten. Über den Ausbau traditioneller Vermarktungswege und alternativer Kraftstoffe hinaus, sollen künftig insbesondere neue Potentiale im Bereich Kundenbindung und Digitalisierung noch stärker genutzt werden. Die erweiterte Geschäftsführung der Orlen Deutschland GmbH besteht neben D. Pawlik aus dem Vorsitzenden der Geschäftsführung Michal Brylinski (38) und Wieslaw Milkiewicz (50), die gemeinsam seit mehr als fünf Jahren die Gesellschaft erfolgreich führen. Dem Unternehmenswachstum entsprechend hat sich jetzt auch die Geschäftsführung vergrößert und neu aufgestellt, um sich noch besser auf die Zukunftsthemen konzentrieren zu können und das Team zu stärken.

W. Milkiewicz, vormals Chief Technical Officer, wurde in dem Zuge zum Chief Marketing Officer berufen.


Personal

Dr. Thomas Zengerly folgt Stijn van Els als Geschäftsführer der Shell Deutschland

Dr. Thomas Zengerly (58) wird zum 1. Juli 2018 neuer Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutsche Shell Holding GmbH und Geschäftsführer der Shell Deutschland Oil GmbH, beide Hamburg. Er folgt auf Stijn van Els, der die Shell-Gruppe nach 30jähriger Zugehörigkeit auf eigenen Wunsch verlässt.

T. Zengerly studierte Chemie in Frankfurt. Er startete sein Berufsleben 1986 als Prozeßtechnologe in der damals noch eigenständig operierenden Shell-Raffinerie in Köln-Godorf. Seitdem war er in verschiedenen Geschäftsbereichen im In- und Ausland tätig, darunter in leitenden Positionen in Neuseeland und Kanada, als Direktor der ehemaligen Shell-Raffinerie in Hamburg-Harburg sowie als Produktionsdirektor bei der Sakhalin Energy Investment Company (SEIC) in Russland. Zum 1. April 2015 kehrte T. Zengerly nach Deutschland zurück und übernahm den Posten des Direktors der Shell-Rheinland-Raffinerie mit den Werksteilen Köln-Godorf und Wesseling. In dieser Funktion trieb er zahlreiche strategische Investitionen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und der Erneuerung des Standortes voran. Die weltweite Nachfrage nach Energie wird für T. Zengerly weiter wachsen. Gleichzeitig steht der Shell-Konzern zum Klimaschutzabkommen von Paris und dem Ziel, die Erderwärmung auf 2 °C zu begrenzen. Das bedeutet, die Energiesysteme müssen so umgebaut werden, dass sie weniger Emissionen ausstoßen. Das gilt für die Stromer-zeugung ebenso wie für den Industrie-, den Gebäude- und natürlich auch den Mobilitätssektor. Diesen Umbau möchte der neue Geschäftsführer der Shell in Deutschland aktiv mitgestalten.


Digitalisierung

VNG Handel & Vertrieb GmbH nimmt operative Geschäftstätigkeit auf

Das Großhandelsgeschäft der VNG-Gruppe im In- und Ausland wird aufgrund regulatorischer Anforderungen ab sofort von der VNG Handel & Vertrieb GmbH, Leipzig, verantwortet.

Nach der am 29. März 2018 erfolgten Eintragung in das Handelsregister hat die neue Gesellschaft am 3. April 2018 offiziell ihre operative Geschäftstätigkeit aufgenommen. Der Start der VNG Handel & Vertrieb GmbH ist nach Aussage von Ulf Heitmüller, Vorstandsvorsitzender der VNG AG, Leipzig, für das Großhandelsgeschäft eine gute Chance, sich mit neuem Antlitz innovativ und modern am Markt zu positionieren.

Keine Veränderungen für Kunden und neue Geschäftsführung – Für die Kunden bleibt alles wie bisher, außer, dass der neue Vertragspartner ab jetzt VNG Handel & Vertrieb GmbH heißt. Das Handels- und Vertriebsgeschäft bleibt weiter zuverlässig und flexibel. Mit der Neuaufstellung ist der gesamte bisherige Geschäftsbereich Großhandel Gas der VNG AG samt der Mitarbeiter, Vermögensgegenstände, Verträge sowie einschließlich der Großhandelsbeteiligungen (Energieunion GmbH (Schwerin), G.EN Gaz Energia (Posnan, Polen), HANDEN (Warschau, Polen), VNG Energie Czech (Prag, Tschechien), VNG Slovakia (Bratislava, Slowakei), VNG Italia (Bologna, Italien), VNG Austria (Gleisdorf, Österreich) jeweils mit allen ihren Beteiligungen, Bestandteil der VNG Handel & Vertrieb GmbH. Innerhalb der VNG Handel & Vertrieb werden in gewohnter Weise die Kernaufgaben Einkauf, Trading, Vertrieb Inland, Vertrieb Ausland sowie Portfoliomanagement von den bisherigen Ansprechpartnern betreut.

Die Geschäftsführung teilen sich Kerstin Schultheiß und Konstantin von Oldenburg. Die VNG AG betreibt selbst kein Großhandelsgeschäft mehr. Das Einzelhandelsgeschäft innerhalb der VNG-Gruppe in Deutschland wird weiter durch die goldgas GmbH, Eschborn, einem 100 %igen Tochterunternehmen der VNG AG, wahrgenommen.

Als Tochterunternehmen der EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe, wird die VNG AG seit dem zweiten Quartal letzten Jahres im EnBW-Konzern vollkonsolidiert. Damit ist die VNG AG selbst ein Tochterunternehmen eines vertikal integrierten Energieversorgungsunternehmens im Sinne des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG). Nach § 10b Absatz 3 EnWG dürfen solche Tochterunternehmen, die Energie erzeugen, gewinnen oder an Kunden vertreiben, weder direkt noch indirekt Anteile an einem Transportnetzbetreiber besitzen. Zur Umsetzung dieser regulatorischen Anforderungen hat die VNG AG daher ihren Geschäftsbereich Großhandel Gas nach dem Umwandlungsgesetz in eine eigene Gesellschaft ausgegliedert.


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Mehrer Compression GmbH vom 11. bis 15 Juni 2018 auf der ACHEMA – Leckagefreie Förderung bis 1.000 bar mit Membrankompressoren

In der chemischen und petrochemischen Industrie werden häufig brennbare und toxische Gase sowie Gasgemische für weiterführende Produktionsprozesse benötigt. Eine leckagefreie Förderung unter Hochdruck ist dabei essentiell, um die Arbeitssicherheit zu gewährleisten und die Umwelt nicht zu belasten. Außerdem kann bei der Verwendung von teuren Edelgasen – wie Xenon, Krypton – auch das Austreten kleinster Mengen hohe Kosten verursachen. Daher werden zur Verdichtung dieser Prozessgase Membrankompressoren verwendet. Auf der diesjährigen ACHEMA vom 11. bis 15. Juni 2018 in Frankfurt am Main präsentiert die Mehrer Compression GmbH, Balingen, oszillierende Verdrängermaschinen, die praktisch leckagefrei bis 1.000 bar eingesetzt werden können. Dank einer intelligenten Überwachungstechnik ermöglichen die Kompressoren eine zustandsorientierte Wartung und ein sicheres Arbeitsumfeld. Häufige Verwendung finden Metallmembrankompressoren auch bei der Gasflaschenabfüllung oder als Kreisgaskompressoren.

Die Membrankompressoren für den Einsatz bis 1.000 bar sind laut Dipl.-Ing. Hartwig Alber, Marketing und Business Development Manager bei der Mehrer Compression GmbH, für alle Prozessgase geeignet: Von Acetylen über Methan oder Silan bis hin zu Xenon. Die Metallmembrankompressoren eignen sich für Anwendungen in der Chemie und Petrochemie. In Abhängigkeit von der Baugröße des Aggregats liegt die Antriebsleistung der Kompressoren zwischen 3 kW und 160 kW.

Zustandsorientierte Wartungsmaßnahmen für die Industrie 4.0 – In der chemischen Industrie geht der Trend immer mehr zu automatisierten Smart Factories. Daher ermöglichen die Kompressoren von Mehrer eine zustandsorientierte Wartung – die sogenannte Preventive Maintenance. Auf diese Weise werden eine größtmögliche Arbeitssicherheit und eine Anlagenverfüg-barkeit von mindestens 97 % garantiert. Die Fernwartung über die SPS lässt sich optimal in jeden Maschinenpark integrieren, wodurch Mehrer Hilfestellung leisten kann und rechtzeitig erkennt, ob Maschinenteile ausgetauscht oder gewartet werden müssen. Durch die Auswertung der Laufzeiten können Service-Einsätze und die dazu benötigten Ersatzteile frühzeitig eingeplant und rechtzeitig geliefert werden. Dank des umfangreichen Lagerbestandes wird eine kurze Lieferzeit und somit eine maximale Anlagenverfügbarkeit gewährleistet.


Unternehmen

Aral bietet kohlendioxidneutralisiertes Heizöl an

Ab sofort bietet die Aral AG, Bochum, über teilnehmende Markenvertriebspartner bundesweit die Möglichkeit, kohlendioxidneutralisiertes Heizöl zu beziehen. Mit dem Kauf der Sorte „Aral HeizölEcoPlus Klimaneutral“ können Besitzer von Ölheizungen einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Denn das bei der Produktion und der Verbrennung dieses Heizöls entstehende Kohlendioxid wird neutralisiert, indem BP Target Neutral – eine von der Aral-Mutter-gesellschaft BP unterstützte Non-Profit-Organisation – weltweit Projekte fördert, die nachhaltig Kohlendioxid-Emissionen in gleicher Höhe binden. Jeder Heizölkunde erhält ein persönliches Klimaschutzzertifikat, das die Kompensierung des Kohlendioxid-Ausstoßes bestätigt.

Nach Aussage von Christiane Giesen, Leiterin Markenhändler- und Vertriebspartnergeschäft für Nordwesteuropa, bietet Aral mit dieser zusätzlichen Heizölvariante den Markenvertriebspartnern sowie deren Heizölkunden eine einfache und preiswerte Möglichkeit, energieeffizientes Heizen und Klimaschutz zu verbinden. Dies beinhaltet sogar die Anlieferung, da die Kohlendioxid-Emissionen des Tankwagens ebenfalls über BP Target Neutral neutralisiert werden.

BP Target Neutral – Die Organisation unterstützt Unternehmen und Einzelpersonen dabei, den eigenen Kohlendioxid-Fußabdruck zu verstehen und zu kalkulieren. Der Dreiklang aus „Reduzieren, Ersetzen und Neutralisieren“ gilt als „Best Practice“' im Kohlendioxid-Management. In den vergangenen zehn Jahren wurden mit BP Target Neutral bis heute rund 2.600.000 t Kohlendioxid neutralisiert, was rund der Menge entspricht, die 1,23 Mio. Fahrzeuge in Europa pro Jahr emittieren. Die Auswahl der Projekte, die BP Target Neutral fördert, erfolgt über eine weitere unabhängige Einrichtung, das so genannte „Project Selection Forum“. Daran nehmen auch Nicht-Regierungs-Organisationen teil, die sich seit Jahren mit Strategien beschäftigen, wie Unternehmen und Einzelpersonen positiven Einfluss auf das Klima nehmen können. Die Qualität des Portfolios an Klimaschutzprojekten sowie der internen Prozesse wird jährlich von unabhängiger Seite überprüft und zertifiziert. Als „Non-Profit-Initiative“ werden alle Zahlungen an BP Target Neutral vollständig in Klimaschutzprojekte investiert. Die Kosten für Verwaltung und Organisation übernimmt BP.


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Marktbericht

KW 14: Die Notierungen für Rohöl sind in der vergangenen Woche erneut gesunken. Brent-Nordsee-Rohöl verbilligte sich für Mai 2018 um 4,30 $/b, für Juni um 1,70 $/b und für Juli um 0,30 $/b. Im Dreimonatszeitraum bewegten sich die Notierungen zwischen 65,70 $/b und 68,40 $/b. Der OPEC-Korbpreis sank im Vergleich Donnerstag zu Freitag um 1,05 $/b. WTI notierte für Lieferung im Mai 2018 im low mit 62,82 $/b und im high für Lieferung im Juli mit 63,56 $/b.

Die Preise am Rotterdamer spot-Markt folgten überwiegend dem allgemeinen Trend und sanken: Für Gasöl um 19 $/t bzw. 20 $/t, für Dieselkraftstoff um 17 $/t, für Eurobob um 13 $/t bis 15 $/t und für Superbenzin um 12 $/t bis 14 $/t. Für Heizöl schwer (1 % S) stiegen die Notierungen um 9 $/t bzw. 10 $/t. Die ARA-Biodieselnotierungen gaben laut O.M.R. Oil Market Report, Kellinghusen, für Fame 0, Fame -10 und RME um je 15 $/t nach.

Im Tkw-Geschäft ab Lager und Raffinerie kam es an nahezu allen Handelsplätzen für Mitteldestillate zu Preiskorrekturen nach unten. Bei Super E5 zogen die Preise überwiegend an.


Unternehmen

UNITI fordert Überprüfung der Messverfahren und Grenzwerte für Feinstaub und Stickstoffoxide

Die UNITI Bundesverband mittelständischer Mineralölunternehmen e.  V., Berlin, setzt sich in der von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer angestoßenen Debatte um die Dieselabgase für eine Überprüfung der Standorte der Messstationen und der Messverfahren ein. A. Scheuer hatte die Frage aufgeworfen, ob die Schadstoffbelastung in den Städten der EU ein-heitlich ermittelt wird und ob in den anderen Mitgliedstaaten genauso strenge Maßstäbe bei der Messung angelegt werden wie in Deutschland. Elmar Kühn, Hauptgeschäftsführer der UNITI, fordert eine Überprüfung der Grenzwerte und Standorte von Messstationen. Nach seiner Aussage werden nur an wenigen Messstationen in deutschen Städten die zulässigen Grenzwerte überschritten, und das nur für wenige Stunden im Jahr. Deshalb fehlt in der Debatte um Dieselabgase die Verhältnismäßigkeit: Warum sind an Industriearbeitsplätzen bis zu 950 mcg/cbm Stickstoffoxide erlaubt, auf Europas Straßen dagegen 40 mcg/cbm? Europaweit werden einheitliche, praxistaugliche Vorgaben benötigt – für die Standorte von Messstellen, aber auch für die Grenzwerte. Nach Auffassung der UNITI muss bei der Festlegung von Grenzwerten die Lebenswirklichkeit der Menschen stärker berücksichtigt und bei der Ermittlung des Schadstoffausstoßes die Umgebung der Messstationen und die Umstände der Messung besser einbezogen werden.


Verbaende

E.ON: offshore-Umspannwerk Arkona auf dem Weg in die Ostsee

Das Umspannwerk für das offshore-Projekt Arkona hat die französische Werft STX France S. A., Saint Nazaire, verlassen und wird jetzt von Hochseeschleppern in die 2.500 km entfernte Ostsee gezogen. Vor wenigen Tagen hatte bereits das Fundament die Reise Richtung Rügen angetreten. Die Werft STX hat das Umspannwerk im vorgesehenen Zeitplan von 20 Monaten fertiggestellt und ausgeliefert.

Die Route führt durch den Golf von Biskaya und den Ärmelkanal in die Nordsee und vorbei am nördlichen Ende von Dänemark durch Skagerrak und Kattegat in die Ostsee.

Nach der Ankunft soll das 4.000 t schwere Umspannwerk auf das dann bereits installierte Fundament gehoben werden. Dieses Manöver erfolgt mit dem Schwerlastkranschiff „Oleg Strashnov“ von Seaway Heavy Lifting, Zoetermeer. Die „Oleg Strashnov“ ist das derzeit größte in der Ostsee verfügbare Kranschiff. Beim Umsetzen des Umspannwerks von der Barge auf das Fundament handelt es sich um die Installation der schwersten Wechselstromplattform, die bisher in einem Block gehoben wurde.

Das Umspannwerk wird das Herzstück des offshore-Windparks bilden, in dem die erneuerbare Energie der einzelnen Windturbinen gebündelt und zum Festland transportiert wird.

Das Joint Venture zwischen der Essener E.ON SE und der Statoil ASA, Stavanger, ist Bauherrin der Plattform und wird den Windpark im Anschluss an die Fertigstellung betreiben. Der Windpark Arkona und der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz Transmission GmbH, Hamburg, werden die Plattform ab Fertigstellung 25 Jahre lang gemeinsam nutzen.

In den vergangenen Monaten wurden bereits alle Arkona-Fundamente, bestehend aus Monopfählen und Transition Pieces, erfolgreich installiert. Der Start der Kabeleinzüge für die interne Parkverkabelung beginnt im April dieses Jahres und im Spätsommer startet die Installation der Windenergieanlagen. Die Inbetriebnahme des gesamten Windparks ist für 2019 vorgesehen.

Das Projekt Arkona liegt rund 35 km nordöstlich der Insel Rügen. Der Windpark wird über eine Leistung von 385 MW verfügen und kann rechnerisch ab dem Jahr 2019 rund 400.000 Haushalte mit erneuerbarer Energie versorgen. Das Investitionsvolumen beträgt 1,2 Mrd. Euro. Im Vergleich zu konventionell erzeugtem Strom kann der Kohlendioxidausstoß durch den Windpark jährlich um rund 1.200.000 t vermindert werden. Installiert werden 60 Turbinen der 6-MW-Klasse des Herstellers Siemens. Gegründet werden die Anlagen auf Monopfahl-Fundamenten in Wassertiefen von 23 m bis 37 m.


Digitalisierung

ExxonMobil: 500. Esso-Station mit Synergy-Markenauftritt ausgestattet

Die ExxonMobil Central Europe Holding GmbH, Hamburg, gab im Frühjahr vergangenen Jahres bekannt, dass bundesweit alle rund 1.000 Esso-Stationen mit dem Synergy-Markenauftritt ausgestattet werden sollen bzw. ein neues Aussehen bekommen. Alexander Hentschke, Leiter des deutschen Esso-Tankstellengeschäfts, berichtete in der letzten Woche, dass die 500. Tankstelle mit dem neuen Design ausgestattet wurde. Damit liegt das Unternehmen nach eigener Aussage im selbst gesteckten Zeitplan, 2019 den Roll-Out des Synergy-Markenauftritts abgeschlossen zu haben. Der neue Markenauftritt kommt demnach bei Kunden sehr gut an. Das Feedback ist durchweg positiv, außerdem entwickeln sich die Umsätze der umgestalteten Stationen sehr gut.

Das Konzept Synergy besteht aus zwei Teilen: Den neuen, verbesserten Kraftstoffen zum einen, die seit September 2017 bundesweit bei Esso auch an den Stationen verkauft werden, die noch nicht die neue Außendarstellung haben sowie dem neuen Design der Tankstellen zum anderen. Mit Elementen wie der sogenannten Wave vor den jeweils ersten Zapfsäulen, moderner LED-Beleuchtung und einem neuen Farbkonzept – die Kraftstoff-Pumpen sehen künftig blau aus – wirken die Esso-Stationen nach Angaben des Unternehmens deutlich aufgeräumter und für den Kunden einladender. Im Jahr 2016 startete der Umbau der Esso-Tankstellen; zum Jahreswechsel gab es 21 Test-Stationen, im Juni 2017 wurde die 100. Synergy-Station eingeweiht und mittlerweile zählt das Netz der Esso bundesweit 500 Tankstellen im neuen Design.


Unternehmen

Preise für Kraftstoffe im März 2018 weiter gesunken

Obwohl die Preise für Otto- und Dieselkraftstoff nicht zuletzt aufgrund steigender Rohölnotierungen in der Vorosterwoche angezogen haben, sind sie im monatlichen Mittel gefallen – und zwar zum dritten Mal in Folge. Super E10 kostete im März 2018 durchschnittlich rund 1,32 Euro/l und damit rund 2 Cent weniger als im Februar dieses Jahres sowie gut 3 Cent weniger als im Januar. Dieselkraftstoff war mit einem monatlichen Durchschnittspreis von 1,18 Euro/l rund 0,4 Cent günstiger als im Februar 2018 und rund 2 Cent günstiger als im Januar. Das ergibt die aktuelle Auswertung des Verbraucherinformationsdienstes clever-tanken.de. Teuerster Tanktag für Super E10 war Ostersamstag, der 31. März 2018. Rund 1,34 Euro kostete der Liter an diesem Tag im bundesweiten Durchschnitt. Diesel war mit durchschnittlich rund 1,19 Euro pro Liter am teuersten am Karfreitag sowie am Ostersamstag. Der günstigste Tanktag war für beide Kraftstoffsorten der 15. März 2018. Durch-schnittlich rund 1,16 Euro kostete an diesem Tag der Liter Diesel und rund 1,29 Euro der Liter Super E10.

Bezogen auf den gesamten Monat war der Liter Super E10 im Durchschnitt 14 Cent teurer als Diesel. Im Februar dieses Jahres hatte der Unterschied noch 15 Cent betragen. Damit schließt sich die Preisschere zwischen beiden Kraftstoffsorten wieder.

Konzerne setzen auf neue Preissetzungsstrategie – Nach Aussage von Steffen Bock, Geschäftsführer von clever-tanken.de, sind die Durchschnittspreise für Otto- und Dieselkraftstoff zwar seit Jahresbeginn monatlich gefallen, zeitgleich beobachtet er seit rund acht Wochen ein verän-dertes Preissetzungsverhalten an den Tankstellen. Bisher war Kraftstoff besonders am frühen Morgen und am Mittag teuer. Seit einiger Zeit aber ziehen viele Mineralölkonzerne ihre Preise flächendeckend auch zu den Stoßzeiten am späten Nachmittag an – und optimieren so ihre Margen. Durch die mehrfachen Preissprünge im Tagesverlauf entstehen vielerorts Schwankungen von bis zu 20 Cent pro Tag und Tankstelle. Nach den Beobachtungen des Experten ist Kraftstoff damit flächendeckend am teuersten frühmorgens, mittags, am späten Nachmittag ab 17 Uhr und nachts. Günstig ist es hingegen vor allem in den Abendstunden.


Forschung und Entwicklung

dena: Beratung von Energie-Start ups auf ihrem Weg in den Markt – Mehrheit der UNECE-Länder setzt laut Studie auf erneuerbare Energien

Start ups mit Schwerpunkt Energie und Klimaschutz können sich bis zum 30. April 2018 um die kostenlose Teilnahme am SET-Lab-Programm der dena Deutschen-Energie-Agentur GmbH, Berlin, bewerben. SET-Lab steht für „Start Up Energy Transition Laboratory“. Entsprechend bietet das Programm ein Energiewendelabor für Gründer, damit diese sich im rechtlichen und regulatorischen Rahmen der Energiewirtschaft zurechtfinden. Außerdem ermöglicht das vom BMWI Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Berlin, geförderte Projekt die Vernetzung mit anderen Unternehmen, Investoren und Politik.

Nach Aussage von Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung, will die Agentur dazu beitragen, dass möglichst viele neue Geschäftsideen den Weg zur Marktreife finden – und dadurch das Innovationstempo der Energiebranche gesteigert wird. Damit wird die Energiewende gestärkt und den Start ups geholfen, ihre Geschäftsmodelle auf die komplexen Rahmenbedingungen des Energiemarktes zu optimieren. Geschäftsmodelle im Energiewende-Check – Das Programm startet im April dieses Jahres und endet im Dezember 2018. Es besteht aus drei Kernelementen: In Roundtable-Gesprächen wer-den zum Auftakt strukturelle Hindernisse und Rahmenbedingungen für die Geschäftsmodelle identifiziert. Bei anschließenden Innovationsworkshops werden gemeinsam mit Fachleuten aus den relevanten Ministerien und der Wirtschaft Lösungsansätze für die identifizierten Herausforderungen erarbeitet. Auf einer abschließenden Dialogveranstaltung wird ein Fazit gezogen und Start ups diskutieren ihre Geschäftsmodelle vor einem breiten Publikum. Während des gesamten Programms können sich die teilnehmenden Unternehmen von Experten der dena vertraulich und individuell beraten lassen. Teilnehmende Start ups werden thematisch einer der folgenden Kategorien zugeordnet: softwaregetriebene Geschäftsmodelle, hardwaregetriebene Geschäftsmodelle, Plattformen und Geschäftsprozesse, Infrastruktur. Die Teilnahme ist auf 20 Unternehmen je Kategorie begrenzt. Interessenten können sich bis zum 30. April 2018 bewerben. Ein erstes Roundtable-Gespräch findet auf dem SET Tech Festival am 16. April dieses Jahres in Berlin statt. Absolventen des SET-Lab-Programms werden in dena-Publikationen vorgestellt.

Das Projekt „SET Lab – Impulse für Innovationen in der Energiewelt“ wird vom BMWI aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Studie: Mehrheit der UNECE-Länder setzt auf erneuerbare Energien – Die große Mehrheit der 56 Mitgliedsstaaten der UN-Wirtschaftskommission für Europa (United Nations Economic Commission for Europe – UNECE, Genf) hat mittlerweile Maßnahmen zum Ausbau der erneuerbaren Energien ergriffen. So hat sich die installierte Kapazität erneuerbarer Energien im Strombereich bis 2016 auf 869 GW vergrößert – das entspricht rund der Hälfte weltweit. Allerdings wird dieser Zubau nicht von allen Mitgliedsstaaten im gleichen Maße getragen. Das zeigt eine gemeinsame Studie der dena Deutschen Energie-Agentur GmbH, Berlin, und der UNECE-Expertengruppe für Erneuerbare Energien (Group of Experts on Renewable Energy – GERE), die den Stand der Energiewende in den Staaten der UNECE-Region analysiert.

Laut Studie gibt es in 43 Ländern ein Prämienmodell oder eine Einspeisevergütung, um die Entwicklung erneuerbarer Energien zu beschleunigen. 44 Staaten nutzen zusätzlich Subventionen oder Steuer- und Investitionsanreize. Zwischen den UNECE-Staaten bestehen jedoch erhebliche Unterschiede bei der Förderung erneuerbarer Energien. Dies macht sich in Bezug auf die derzeit installierte Kapazität als auch in den jüngsten Ausbauraten bemerkbar.

Die Faktoren, die den Ausbau in weniger weit entwickelten Märkten behindern, sind vielseitig: Neben unzureichenden rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen zählen dazu insbesondere subventionierte Energiepreise, mangelnde Akzeptanz oder unzureichendes Wissen über das Potential erneuerbarer Energien. Die Studie gibt einen Überblick über Markttrends und Förderlandschaften. Politischen Entscheidern bietet sie außerdem praxisnahe Anleitungen für den Einsatz von Fördermechanismen und Politikinstrumenten, die sich in UNECE-Staaten bereits bewährt haben. Zentral ist dabei die Erkenntnis, dass für den erfolgreichen Einsatz politischer Instrumente die Gegebenheiten vor Ort, die Wechselwirkungen mit bestehenden Märkten und Technologien sowie „weiche“ Faktoren wie soziale Akzeptanz und Wissenstransfer mitberücksichtigt werden müssen.

Die Studie ist eine aktualisierte und erweiterte Version der 2016 erstmals für die GERE erstellte Analyse „Status and Perspectives of Renewable Energy Development in the UNECE Region“. Neben der Analyse enthält die neue Fassung die Ergebnisse von zwei Fach-Workshops, die im November 2017 neben der Weltklimakonferenz in Bonn stattfanden. Dabei wurden in engem Austausch mit regionalen Experten aus Politik, Wirtschaft und internationalen Organisationen Strategien für den Einsatz erfolgreicher Förderinstrumente für erneuerbare Energien im Strom- und Wärmebereich entwickelt.

Die Studie wurde vom BMWi Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Berlin, gefördert.


Personal

Digitalisierung in der Öl- und Gasindustrie – Ölnachfrage wird bis 2040 weiter steigen

Die Digitalisierung ist weltweit ein viel diskutiertes Thema. Auch in der Öl- und Gasindustrie ist sie zu einem wichtigen Faktor geworden. Immerhin dreht sich nach Angaben des FVMI Fachverband der Mineralölindustrie, Wirtschaftskammer Österreich, Wien, heute nahezu alles um Daten – sowohl bei der Erhebung als auch bei der Auswertung. Besonders bei letzterer wird vor allem künstliche Intelligenz eine immer größere Rolle spielen.

Die Digitalisierung ist längst ein Teil unseres Alltags: 2017 waren weltweit 8,4 Mrd. Geräte miteinander vernetzt, 31 % mehr als noch 2016 – und bis 2020 sollen es über 20 Mrd. sein. Dann wird jeder von uns im Durchschnitt alle 18 Sekunden mit einem ans Internet angeschlossen Gerät interagieren.

Auch das upstream-Business im Erdölbereich wird durch die digitale Welt verändert – ein Fakt, dessen sich die Branche nur allzu bewusst ist. Laut einer Umfrage von Accenture planen 62 % der Verantwortlichen in den kommenden Jahren deutlich mehr in digitale Technologien zu investieren. Lagerstätten-Modellierung oder Bohr- und Produktionsdatenmanagement sind nur eini-ge der Bereiche, in denen vernetzte Technologie ein besonders großes Potential bietet.

Ein weiterer Begriff, der immer wieder gerne im Zusammenhang mit Digitalisierung fällt, ist künstliche Intelligenz. Sie wird in Zukunft in der Branche zunehmend an Bedeutung gewinnen. So können Bohraktivitäten noch verlässlicher überwacht und die Daten für alle Beteiligten visuell besser dargestellt werden.

Ölnachfrage wird bis 2040 weiter steigen – Die in Europa vorangetriebene Energiewende hat bisher nur wenig am Ölverbrauch geändert. Auch wenn sich die Verkaufszahlen von Elektroautos künftig nach oben entwickeln, wird der Verbrauch nicht schlagartig sinken – vor allem nicht global. Die Schwellenländer treiben die Ölnachfrage stark an.

Die IEA Internationale Energie-Agentur, Paris, geht davon aus, dass die globale Ölnachfrage bis zum Jahr 2040 von derzeit 98 Mio. b/d auf rund 119 Mio. b/d steigen wird. Für diese Entwicklung sind Länder wie China und Indien ausschlaggebend, in denen der Pro-Kopf-Verbrauch derzeit noch bei 1 b/a bis 2 b/a liegt und der Nachholbedarf besonders groß ist. Mit zunehmendem Wohlstand und einer breiter werdenden Mittelschicht wird trotz der höheren Effizienz neuer Motoren auch die Ölnachfrage stark steigen. In den USA liegt der Pro-Kopf-Verbrauch von Rohöl derzeit bei 25 b/a, Österreich und Deutschland liegen gleichauf mit 12 b/a. Die in Europa vorangetriebene Energiewende, die einen Ersatz fossiler durch erneuerbare Energieträger vorsieht, hat bisher nur wenig am Ölverbrauch geändert. Global gesehen, rechnet der Guinness Global Energy Fund, ein auf Energiewerte spezialisierter Fonds in Großbritannien, damit, dass Elektroautos bis 2025 die Weltölnachfrage um rund 1 Mio. b/d drücken werden. Bei rund 105 Mio. b/d Gesamtnachfrage zu diesem Zeitpunkt würde das kaum ins Gewicht fallen.


Regenerative Energien

Forscherteam entwickelt Solarzelle mit Rekordwirkungsgrad

Wissenschaftlern des ISFH Institut für Solarenergieforschung GmbH, Emmerthal, und des MBE Institut für Materialien und Bauelemente der Elektronik der Leibniz Universität Hannover, ist es gelungen, eine neuartige Solarzelle zu entwickeln, die mit einem Wirkungsgrad von 26,1 % deutlich effizienter arbeitet als die bisherigen Solarzellen auf Basis des von in der Industrie üblicherweise verwendeten Bor-dotierten Siliziums. Diese Entwicklung kann dabei helfen, auf lange Sicht die Kosten für die Erzeugung von Strom mittels Photovoltaik zu senken. Außerdem sind derart effiziente Solarzellen interessant für Anwendungsfälle mit begrenztem Platzangebot, z. B. auf dem Dach von Elektrofahrzeugen. Das Forschungsvorhaben 26+ wurde für drei Jahre vom BMWI Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Berlin, mit 3 Mio. Euro gefördert und läuft noch bis zum 30. Juni 2018.

Der maximal mögliche Wirkungsgrad einer Solarzelle aus dem für die Anwendung besonders wichtigen Material Silizium liegt bei 29,5 %. Die praktische Realisierung eines Wirkungsgrades von mehr als 26 % mit Bor-dotiertem Silizium galt bislang als nahezu unerreichbar. Basis der neu entwickelten kristallinen Silizium-Solarzelle ist ein Kontakt, der ebenfalls am ISFH und am MBE entstanden ist. Eine Solarzelle besteht im Wesentlichen aus reinem Silizium. Dort wird Licht eingefangen, das positive und negative Ladungsträger erzeugt. Damit sie als Strom genutzt werden können, müssen die verschiedenen Ladungsträger über unterschiedlich behandelte Bereiche des Siliziums abgeführt werden. Dazu werden Kontakte aus Metall benötigt, über die die Ladungsträger weitergeleitet werden. An dieser Stelle – beim Übergang vom Metall zum Silizium und umgekehrt – kam es bislang zu hohen Verlusten an Ladungsträgern. Hier setzen die vor einiger Zeit neu entwickelten, sogenannten Polo-Kontakte an.

Polo steht für „polycrystalline Silicon on Oxide“ und beschreibt die verwendeten Schichten. Um die positiven Ladungsträger auf der einen und die negativen Ladungsträger auf der anderen Seite der Solarzelle zu extrahieren, wurde je eine weitere Schicht Silizium für die Polo-Kontakte benutzt, allerdings eine mit einer anderen Struktur als im Inneren der Zelle. Das polykristalline, leitfähige Silizium wurde als dünne Schicht auf einem hauchdünnen Film aus Siliziumoxid aufgetragen. Diese isolierende Zwischenschicht passiviert die Kontakte.

Durch Erhitzen auf Temperaturen um rund 1.000 °C entstehen sehr kleine Poren in der darunterliegenden Passivierung. Der Durchmesser der Poren liegt im Nanometerbereich. Durch sie können die Ladungsträger nahezu verlustfrei über die polykristalline Siliziumschicht und die Metallkontakte weitergeleitet werden. Die Verluste konnten so deutlich reduziert werden. Die „Polo-Kontakte“ vereinen daher eine effiziente Stromextraktion aus der Solarzelle mit einer sehr guten Passivierung.

Im aktuellen Forschungsvorhaben 26+ ist es jetzt gelungen, diese Kontakte so in eine Solarzelle zu integrieren, dass ein Wirkungsgrad von 26,1 % erreicht wurde. Durch den Einsatz von Laserverfahren wurde nach Informationen von Projektleiter Dr. Felix Haase, ISFH, außerdem der Weg in Richtung industrieller Anwendung geebnet. Für den Leiter der Arbeitsgruppe am ISFH, Dr. Robby Peibst, zeigt das Ergebnis, dass die Photovoltaik-Forschung in Deutschland nach wie vor zur Weltspitze gehört und wesentliche Beiträge zur Reduktion der Strom-Erzeugungskosten und für die Erschließung neuer Anwendungsfelder für die Photovoltaik leisten kann.


Fossile Energien

Christian Hartmann verlässt Puraglobe-Unternehmensgruppe

Die Unternehmensgruppe gibt bekannt, dass Christian Hartmann im Einvernehmen mit der Puraglobe Holding zum 30. April 2018 aus dem Firmenverbund als Geschäftsführer ausscheidet, um sich ab dem 1. Mai 2018 seiner neuen Aufgabe als Vorstand der neu gegründeten Lubey AG, Halle, widmen zu können.

Als Geschäftsführer der Baufeld-Oel GmbH, München, der Puralube Holding GmbH sowie der Puraglobe GmbH, beide Elsteraue, hat C. Hartmann in den 28 Jahren seiner Tätigkeit viele Akzente gesetzt, die wesentlich zu der positiven Unternehmensentwicklung beigetragen haben. Wie der Chief Executive Officer der Puraglobe Holding, Andreas Schüppel, auf Nachfrage mitteilte, wird C. Hartmann auch künftig im Bereich der Abfallwirtschaft und hier speziell im Bereich der Gebrauchtöle tätig bleiben und seine derzeitigen Mandate in den diesbezüglichen europäischen Verbände weiter erfüllen.

Die Puraglobe GmbH betreibt am Standort Elsteraue nach eigenen Angaben zwei der fortschrittlichsten Raffinerie-Anlagen für die Herstellung von hochqualitativen Basisölen aus Altölen weltweit. Als Besitzer der exklusiven Lizenzrechte an den innovativen UOP HyLube- und HyLu-beSAT-Verfahren stellt das Unternehmen seit 2004 Basisöle der API Gruppe II und seit 2017 der API Gruppe III her. Am Stammsitz des Unternehmens im Industriepark Zeitz wurde bereits Ende letzten Jahres die weltweit erste kommerzielle Anlage zur Produktion von Basisölen der API Gruppe III mit einer Kapazität von 50.000 t/a in den Regelbetrieb überführt.

Die Baufeld-Unternehmensgruppe ist ein auf dem Gebiet der Abfall- und Recyclingwirtschaft tätiges Dienstleistungsunternehmen, das sich zum einen auf die Erfassung und Verwertung von Gebrauchtölen und zum anderen arrondierender Dienstleistungen wie Wartung von Ölabscheidern und Industrieservices spezialisiert hat. Das Unternehmen ist Teil der Puraglobe-Gruppe.


Forschung und Entwicklung

Implico präsentiert Software-Lösungen auf International SAP Conference for Oil and Gas

Vom 17. bis 19. April 2018 treffen sich Öl- und Gas-Experten auf der „International SAP Conference for Oil and Gas“ in Lissabon. Die Implico GmbH, Hamburg, informiert darüber, wie SAP SDM und SAP RFNO downstream-Unternehmen bei der Digital Journey unterstützt. Über Best Practice-Lösungen und -Architekturen mit den SAP-Lösungen berichtet der kanadische Implico-Kunde Groupe F. Dufresne in einem Vortrag. Die besondere Expertise in der Öl- und Gas-Industrie sowie das tiefgreifende Wissen rund um die SAP-Lösungen zeigt Implico nach eigenen Angaben bereits in den Fach-Workshops vor der SAP Öl- und Gas-Konferenz: Experten des Softwarehauses erläutern gemeinsam mit der SAP SE, Walldorf, die wirtschaftlichen Vorteile der neuen S/4HANA-Software für Secondary Distribution im Öl- und Gas-Umfeld.

„SAP S/4HANA Oil & Gas for Secondary Dis-tribution Management“ und „SAP S/4HANA Oil & Gas for Retail Fuel Network Operations” hat Implico mit der SAP-Entwicklung realisiert. Sie basieren auf SAP SDM und SAP RFNO in der traditionellen Business Suite-Variante, die das Unternehmen seit vielen Jahren vertreibt und die ebenfalls von Implico für den Handel mit Öl- und Gas-Produkten sowie für das Tankstellenmanagement entwickelt wurden. SAP SDM bietet standardisierte, bewährte Best Practice Order to Cash-Prozesse, während SAP RFNO alle Zahlungs- und Logistikprozesse von Tankstellennetzen abbildet und automatisiert.

Zusätzlich ermöglicht die neue S/4HANA-Technologie unter anderem eine rund 300 Mal schnellere Datenverarbeitung. Damit ist es zum Beispiel möglich, mit SAP RFNO auch große Tankstellennetze sekundenschnell abzurechnen.

Integration mit SAP for Retail im Tankstellen-Geschäft – An Tag drei in Lissabon berichtet der kanadische Kraftstoff-Einzelhändler Dufresne in einem Vortrag, wie er die Digitale Transformation mit Hilfe von SAP RFNO und SAP SDM umsetzt. Die Besonderheit bei dem Unternehmen ist die Integration zwischen der downstream-Lösung von SAP für das Kraftstoffgeschäft mit der Einzelhandelslösung SAP for Retail. Torsten Peter, Managing Partner und Verant-wortlicher für das SAP-Geschäft bei Implico, erklärt, dass die digitale Transformation ein herausfordernder Prozess ist, bei dem Unternehmen viele Vorteile erfahren – insbesondere bei der Verbindung von Menschen, Dingen und Prozesse. Außerdem integriert und automatisiert die Software sämtliche Prozesse basierend auf vorher definierten Workflows.


Forschung und Entwicklung

KIT: Mikro-Energieversorgung ohne Batterie und Kabel

Kraftwerke so klein wie Zuckerwürfel, die für Zuhause genauso geeignet sind wie für die Industrie: Thermoelektrische Generatoren (TEG) wandeln selbst geringe Temperaturunterschiede in der Umgebung in elektrische Energie um.

Die otego GmbH, eine Ausgründung aus dem KIT Karlsruher Institut für Technologie, hat ein solches Elektronikbauteil jetzt erstmals im indust-riellen Maßstab für den Markt entwickelt: Den „oTEG“ stellen die Entwickler vom 23. bis 27. April 2018 auf der Hannover Messe vor. Das Team von otego macht TEG durch neuartige Materialien und großindustrielle Produktionsverfahren massenmarkttauglich, die Produktion einer Prototypenserie soll noch in diesem Jahr starten. Der innovative Energieumwandler „oTEG“ verspricht zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten in den Bereichen Industrie 4.0 und Smart Home. Ähnlich wie Solarzellen Licht in elektrische Energie umwandeln, können TEG Strom aus der Umgebungswärme gewinnen und damit eine kontinuierliche Versorgung gewährleisten. So lassen sich nach Aussage von Frederick Lessmann, einer der Unternehmensgründer, verschiedenste Sensoren, Auswerteelektronik und Funkanbindungen batterielos betreiben: Von einfachen Produkten wie einem drahtlos kommunizierenden Datentracker bis hin zu verteilten Sensorknoten in Industrieanlagen und künftig auch elektronischen Thermostaten an Heizkörpern.

Polymermaterialien machen den oTEG mechanisch flexibel und unempfindlich gegenüber Stößen und Vibrationen, weshalb er über längere Zeit ohne Wartung eingesetzt werden kann. Außerdem kommt er ohne Schwermetalle aus und schont damit wichtige Ressourcen. Das Umwandeln von Energie aus Umgebungswärme ermöglicht der Seebeck-Effekt: Herrscht innerhalb eines thermoelektrischen Halbleitermaterials ein Temperaturgefälle, wird darin eine elektrische Spannung aufgebaut. Kombiniert man ein weiteres Halbleitermaterial mit möglichst gegensätzlichem Spannungsverhalten, kann das Potential dieses „Thermopaares“ als Spannungsquelle für kleine Verbraucher genutzt werden. Im oTEG sind tausende dieser Thermopaare in Reihe geschaltet. Die erzeugte Spannung liegt im einstelligen Volt-Bereich und reicht aus, um Mikroelektronik-Schaltungen zu versorgen. Die Besonderheit der oTEGs liegt im selbstentwickelten Produktionsverfahren: Die elektrischen Leiterbahnen werden auf extrem dünne Kunststofffolien gedruckt – das geht in etwa so schnell wie beim Zeitungsdruck. Die bedruckten Folien werden anschließend mithilfe der speziellen automatisierten Origami-Faltung in eine kompakte Form gebracht.

In der zweiten Jahreshälfte 2018 will otego eine Prototypenserie produzieren, um mit Unternehmenspartnern konkrete Produktanwendungen zu realisieren. Dem Start up geht es nicht nur darum, die Generatoren in bestehende Systeme zu integrieren, sondern auch neue Wege zu beschreiten. Während bislang Batteriespeicher oder Versorgungskabel nicht wegzudenken waren, ermöglichen die autarken und wartungsfreien oTEGs ganz neue Herangehensweisen für Produkte.