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Beschleunigter Ausbau der Wasserstoff-tankstelleninfrastruktur: H2 MOBILITY Deutschland präsentiert 110 Mio. Euro Investitionsplan

Die H2 MOBILITY Deutschland GmbH & Co. KG, Berlin, hat 110 Mio. Euro an Finanzmitteln sichern können. Neben der Hy24, Paris, dem Fondmanager der weltweit größten Investitionsplattform für „sauberen“ Wasserstoff, beteiligen sich die industriellen Alt-Gesellschafter Air Liquide S.A., Paris, Daimler Truck Holding AG, Stuttgart, Hyundai Motor Company, Seoul, Linde plc, Dublin, OMV AG, Wien, Royal Dutch Shell plc, London, und TotalEnergies SE, Paris, an der Kapitalerhöhung. Die Investition wird für das Upgrade des bestehenden Tankstellennetzes und den Bau neuer Wasserstoffstationen verwendet, um die steigende Nachfrage nach Wasserstoff durch Nutzfahrzeuge und Fahrzeuge in intensiver Nutzung zu decken. Der neue Anteilseigner wurde am 29. März dieses Jahres in Berlin im Beisein von Ismail Ertug, Mitglied des Europäischen Parlaments und Berichterstatter im Verkehrsausschuss, vorgestellt.

Die Hy24 investiert 70 Mio. Euro, während die bestehenden Gesellschafter der H2 MOBILITY Deutschland zusammen weitere 40 Mio. Euro beitragen. Die Investition wird von Hy24 über den Clean H2 Infra Fund getätigt, dem bisher weltweit größten Wasserstofffonds.

Mehr als 90 Wasserstofftankstellen in Deutschland

Die H2 MOBILITY Deutschland ist mit über 90 Wasserstofftankstellen in Deutschland der führende Wasserstofftankstellenbetreiber. Die Finanzmittel sollen für den Ausbau des Netzes auf 300 Stationen, bis 2030, genutzt werden, um die Basis für einen kohlenstofffreien Privat- und Wirtschaftsverkehr in Europa zu bilden.

Dabei werden mehr als 200 Tankstellen zu Großanlagen ausgebaut, um die Nachfrage nach emissionsfreien Schwerlast- und Langstreckentransporten auf dem europäischen Kontinent zu decken. Die Dekarbonisierung des Schwerlastverkehrs stellt eine besondere Herausforderung dar. Mit Wasserstoff angetriebene Fahrzeuge bieten mit kurzen Betankungszeiten und großen Reichweiten ohne Einbußen bei der Nutzlast die beste Lösung.

Die H2 MOBILITY Deutschland konzentriert den weiteren Wasserstofftankstellennetzausbau auf mehrere hochfrequentierte Verkehrskorridore und übernimmt damit eine tragende Rolle im künftigen Mobilitätssystem der Europäischen Union. Vor dem Hintergrund der wachsenden Fahrzeugnachfrage werden neue Standorte gemeinsam mit Großkunden, Behörden und Flottenbetreibern entwickelt. Dies garantiert die Basisnachfrage an den einzelnen Stationen und ist ein wichtiger Schritt zu einem profitablen, autarken Wasserstofftankstellennetz.

Die H2 MOBILITY Deutschland hat bereits mehr als 50 Wasserstofftankstellen errichtet und betreibt über 90 Stationen. Unterstützt durch den Gesellschafterkreis führender Energie- und Mobilitätsunternehmen verfügt das Unternehmen damit über das nötige Expertenwissen und Verständnis für die Entwicklung der Wasserstofftankstelleninfrastruktur. Der Beitrag der Hy24 ist die erste derartige Investition eines internationalen Investmentfonds in die Wasserstoffmobilität. Die führende Industrie- und Finanzexpertise von Hy24 wird dazu beitragen, die Wirksamkeit des Geschäftsmodells zu untermauern und Nachhaltigkeitsziele unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu erreichen.

Der Weg zu einer emissionsfreien Mobilität

Laut Nikolas Iwan, Geschäftsführer der H2 MOBILITY Deutschland, wird „grüner“ Wasserstoff ein entscheidender Faktor auf dem Weg zu einer emissionsfreien Mobilität und zur Reduzierung der Unabhängigkeit von begrenzten Rohstoffreserven.

Nach Meinung von Pierre-Etienne Franc, Chief Executive Officer der Hy24 und Manager des Clean H2 Infra Fund S.L.P., ist die H2 MOBILITY Deutschland führend in der Entwicklung der notwendigen europäischen Infrastruktur für kohlenstoffarme Mobilität im Flotten- und Schwerlastverkehr. Wasserstoff ist ein entscheidender Bestandteil der „Fit-for-55“-Pläne der Europäischen Union, die durch den jüngsten REPowerEU-Vorschlag noch unterstrichen wurden. Diese Investition an der Seite von Pionieren unterstützt auch die Bemühungen der Europäischen Kommission, die Verordnung über die Infrastruktur für alternative Kraftstoffe (AFIR) umzusetzen, um das europäische Wasserstofftankstellennetz maßgeblich auszubauen. Das passt laut P.-E. Franc zum Bestreben, als Katalysator einer Wasserstoffwirtschaft in großem Maßstab zu fungieren – und zwar über die gesamte System- und Wertschöpfungskette hinweg, um einen echten Wandel für den Planeten zu erreichen.

Dank des sehr guten Zusammenspiels von privatwirtschaftlichem Engagement und staatlicher Förderung hat Deutschland nach Aussage von Dr. Volker Wissing, Bundesminister für Digitales und Verkehr, aktuell eine international vielbeachtete Vorreiterrolle inne und verfügt über das größte Wasserstofftankstellennetz der Welt. Auf dem Erreichten soll sich aber nicht ausgeruht, sondern gemeinsam der Aufbau von Wasserstofftankstellen weiter vorangetrieben werden. Die Bemühungen der Politik zielen dabei vor allem auf Nutzfahrzeuge und die Elektrifizierung des Schwerlasttransports, bei dem V. Wissing noch großes Klimaschutzpotenzial sieht.

Abschließende Prüfung steht noch aus

Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Prüfung durch die zuständigen Fusionskontrollbehörden und der Zustimmung der Kartellbehörden.