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EnBW und bp bei Flächenauktion in Schottland erneut erfolgreich: Partner planen 2,9 GW starken Offshore-Windpark

Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Stuttgart, und die bp p.l.c., London, haben am 17. Januar 2022 den Zuschlag für eine Fläche zur Entwicklung eines 2,9 GW starken Offshore-Windparks vor der schottischen Ostküste erhalten. Wie „Crown Estate Scotland“ mitteilte, konnten sich die gleichberechtigten Partner in der ScotWind-Ausschreibungsrunde gegen ein wettbewerbsstarkes Bieterumfeld durchsetzen. Dabei war laut Aussagen der Behörde unter anderem technologische Kompetenz ein entscheidendes Auswahlkriterium. Die rund 860 m2 große Option innerhalb der Ausschreibungsfläche „E1“ befindet sich rund 60 km vor der Küste von Aberdeen und zeichnet sich durch eine vorteilhafte Lage hinsichtlich Wassertiefe und Windverhältnissen aus. Dort soll voraussichtlich ab 2026/2027 der Windpark „Morven“– was in der schottisch-gälischen Sprache „Kind des Meeres“ bedeutet – entstehen und rein rechnerisch über 3 Mio.Haushalte mit Windstrom versorgen.

Seit dem Bau des ersten deutschen Offshore-Windparks im Jahr 2010 durch die EnBW hat das Unternehmen bis heute vier Offshore-Windparks mit insgesamt 1 GW gebaut und in Betrieb genommen. Dadurch hat sich die EnBW auch über die Grenzen Deutschlands hinaus zu einem international anerkannten Player in dieser anspruchsvollen Technologie entwickelt. Nach dem Auktionserfolg in Großbritannien im vergangenen Jahr freut sich Chief Executive Officer Frank Mastiaux besonders, dass sich das Unternehmen jetzt erneut gemeinsam mit der bp in einer Flächenauktion für Offshore-Windparks durchsetzen konnte. Gemeinsam mit den Projekten in der Irischen See steht Morven für das bisher größte Offshore-Projekt in der Unternehmensgeschichte. Die Offshore-Pipeline – bestehend aus EnBW-Projekten und solchen, die die EnBW mit Partnern verfolgt – wächst dadurch auf insgesamt 7 GW.

In Schottland kann die bp nach Aussage von Bernard Looney, Vorstandsvorsitzender der bp, auf eine 100-jährige Geschichte zurückblicken. B. Looney dankte Crown Estate Scotland für die Möglichkeit, dort ein neues Kapitel aufzuschlagen und Schottland dabei zu unterstützen, auch in den nächsten 100 Jahren eine weltweit führende Rolle im Bereich Energie zu spielen. Mit der EnBW werden jetzt gemeinsam insgesamt rund 6 GW Offshore-Windenergie entwickelt. Dabei gehen die Pläne weit über die eigentlichen Offshore-Windanlagen hinaus. Es soll in Projekte und Menschen investiert werden – von der Ladeinfrastruktur für die Elektromobilität bis zu „grünem“ Wasserstoff, um so auch Schottlands Ziele zur Energiewende zu unterstützen. Für B. Looney ist das gutes unternehmerisches Handeln: gezielt investieren und zeigen, was ein integriertes Energieunternehmen leisten kann.

Starke Partnerschaft zum Ausbau der Windkraft auf See

Das Auktionsergebnis in Schottland ist bereits der zweite Erfolg für die Partnerschaft der EnBW und der bp: 2021, ebenfalls im Januar, erhielten die Partner den Zuschlag für eine 3 GW starke Fläche in der Irischen See. Dort werden aktuell die Projekte „Morgan“ und „Mona“ mit einer Gesamtleistung von bis zu 3 GW entwickelt. Mit dem neuen Auktionserfolg bekräftigen die Partner ihr Engagement zum Ausbau der erneuerbaren Energien in Großbritannien. Ihre insgesamt 6 GW starken Projekte werden einen entscheidenden Beitrag zu den Zielen der britischen Regierung leisten.

Der Ausbau der erneuerbaren Energien im Heimatmarkt Deutschland sowie in ausgewählten Auslandsmärkten ist zentraler Bestandteil der EnBW-Wachstumsstrategie. Dafür sind bis 2025 weitere Investitionen in Höhe von insgesamt 4 Mrd. Euro vorgesehen. Die europäischen Ziele zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks können nur durch einen massiven Ausbau erneuerbarer Erzeugungskapazitäten erreicht werden. Für die EnBW sind damit erhebliche Wachstumschancen verbunden. Speziell der Ausbau der Offshore-Windkraft in Schottland kann einen wichtigen Beitrag zur europäischen Klimaneutralität leisten. Gleichzeitig sind die Projekte in Großbritannien auch ein großer Schritt zur eigenen Klimaneutralität des Unternehmens, die die EnBW bis 2035 erreichen will. Die EnBW hatte 2013 einen grundlegenden Portfolioumbau begonnen und seitdem annähernd 5 Mrd. Euro in das Geschäftsfeld Erneuerbare Energien investiert.

Im Bereich der Offshore-Windkraft gehörte die EnBW mit dem Ostsee-Windpark Baltic 1 nach eigenen Angaben zu den Pionieren. Im Januar 2020 hat das Unternehmen Deutschlands größtes Offshore-Projekt „EnBW Hohe See und Albatros“ mit zusammen 609 MW Leistung in Betrieb genommen. Neben den Offshore-Windparks, die gemeinsam mit dem Partner bp entwickelt werden, soll 2025 bereits der nächste EnBW-eigene Windpark „He Dreiht“ mit einer Leistung von 900 MW in der deutschen Nordsee ohne staatliche Subventionen ans Netz gehen.