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Mehr Offshore-Windstrom für die Dekarbonisierung des Industriestandorts Deutschland - Ørsted und Uniper ergründen strategische Partnerschaft

Die Uniper SE, Düsseldorf, einer der größten Stromproduzenten Europas und globaler Gashändler, und die Ørsted A/S, Fredericia, der nach eigenen Angaben Weltmarktführer bei Planung, Bau und Betrieb von Offshore-Windparks, arbeiten in Form einer strategischen Partnerschaft zusammen.

Beide Unternehmen haben jeweils ehrgeizige Visionen im Bereich der Dekarbonsierung der Industrie zur Erreichung der deutschen Klimaziele. Der Übertragungsnetzbetreiber TenneT TSO GmbH, Bayreuth, steht als Partner bereit, diese zu unterstützen und unter anderem den Transport des Windstroms von See an Land zu realisieren.

In einer gemeinsamen Absichtserklärung (MoU) haben sich die Unternehmen Uniper und Ørsted dem Ziel verschrieben, Offshore Wind gemeinsam mit Wasserstoff in großem Stil zu entwickeln. Dies soll insbesondere durch eine systemdienliche direkte Integration von Wasserstoffproduktion aus Offshore-Windstrom am Standort Wilhelmshaven erfolgen.

Nach Meinung von Axel Wietfeld, Chief Executive Officer der Uniper Hydrogen, müssen Deutschland und Europa starke Industriestandorte bleiben – und zugleich die ambitionierten Klimaschutzziele erreichen. Dafür braucht es „grüne“ Elektronen und „grüne“ Moleküle. Durch die strategische Partnerschaft mit der Ørsted hat die Uniper laut A. Wietfeld das richtige Setup, um ökonomische und ökologische Ziele direkt vor Ort in Wilhelmshaven zu vereinen. Durch die Integration von Offshore Wind und Wasserstoff kann das Unternehmen Sektoren wie Chemie, Stahlproduktion oder Verkehr bei ihrer Dekarbonisierung maßgeblich unterstützen.

Nach Aussage von Jörg Kubitza, Deutschland-Geschäftsführer der Ørsted, ist „grüner“ Wasserstoff aus Offshore-Windstrom der Motor der deutschen Dekarbonisierung, denn er spielt eine Schlüsselrolle für die künftige Klimaneutralität. Daher benötigt der Industriestandort Deutschland weitaus mehr „grünen“ Strom als bisher geplant. Mit der Uniper steht dem Unternehmen ein Partner an der Seite, der mit der Ørsted die Erzeugung erneuerbaren Offshore-Windstroms weiter forciert und fördert, um die deutschen Klimaziele erreichen zu können.

Die integrierte Planung von Strom und Wasserstoff wird nach Meinung von TenneT-Chief Operating Officer Tim Meyerjürgens zum Schlüsselfaktor einer erfolgreichen Energiewende werden. Die Elektrolyse muss dort erfolgen, wo die Erneuerbaren erzeugt werden und in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen, nämlich vornehmlich an den Küsten.

Die Uniper hat im Jahr 2020 mit der Entwicklung des Projekts „Wilhelmshaven Green Hydrogen“ begonnen. Voraussichtlich ab 2025 soll eine Elektrolyse mit einer Leistung von 70 MW installiert werden, die bis zum Jahr 2030 auf 410 MW erweitert werden soll. Der für die Elektrolyse notwendige erneuerbare Strom soll perspektivisch aus Offshore-Windkraftanlagen der Ørsted kommen. Der Uniper-Standort in Wilhelmshaven besitzt dank der bestehenden Umspannstationen und der Küstennähe alle notwendigen Voraussetzungen, um eine Schlüsselrolle in der Energiewende vor Ort einzunehmen. Durch die direkte Umwandlung von erneuerbarem Strom in „grünen“ Wasserstoff können darüber hinaus etwaige Stromnetzengpässe vermieden werden.

Wilhelmshaven könnte sich zu einem Wasserstoffzentrum für Niedersachsen entwickeln und als Beispiel für ähnliche Projekte dienen.

Außerdem untersuchen die Uniper und die Ørsted kohlenstoffdioxidfreie Alternativen zur Stabilisierung von Stromnetzen, sowie „grüne“ Lösungen für Industriekunden mit einer hohen Liefersicherheit – auch bei möglichen Dunkelflauten.