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MEW startet Initiative eFuel-TODAY

Unter dem Link www.efuel-today.com bietet der MEW Mittelständische Energiewirtschaft Deutschland e. V., Berlin, seit dem 1. Januar 2021 umfassende Informationen rund um das Thema synthetische Kraft- und Brennstoffe. Die Website ist Herzstück der gleichnamigen Kampagne, die der Dachverband gemeinsam mit den vier Mitgliedsverbänden bft Bundesverband Freier Tankstellen und Unabhängiger Deutscher Mineralölhändler e. V., Bonn, AFM+E Aussenhandelsverband für Mineralöl und Energie e. V., UTV Unabhängiger Tanklagerverband e. V., beide Berlin,  und FPE Fuel Power Energy e. V., Buchholz i. d. Nordheide, ins Leben gerufen hat. Ziel der Initiatoren ist es, Gesellschaft und Öffentlichkeit über die kohlendioxidneutrale Alternative zu konventionellen Kraftstoffen zu informieren und als essentiellen Beitrag zur Energiewende in der Mobilität darzustellen.

Synthetische Kraft- und Brennstoffe sind in den vergangenen Monaten mit Blick auf den Klimaschutz im Verkehr deutlich stärker Teil der politischen Diskussion geworden. Doch in der Öffentlichkeit ist diese aus erneuerbarem Strom erzeugte und damit kohlendioxidneutrale Alternative zu Benzin, Diesel, Heizöl und Kerosin noch viel zu wenig bekannt. Das möchten der MEW und seine Mitgliedsverbände mit der Initiative eFuel-Today ändern. Zentrale Anlaufstelle der Kampagne ist die responsive Internetseite efuel-today.com. Die Inhalte sind dabei den vier Kategorien Wissen, Gesellschaft, Praxis und Emotion zugeordnet und in Form von längeren Fachbeiträgen, kurzen Artikeln, Experteninterviews und Videos aufgearbeitet.

Im Bereich FAQ finden die Verbraucher Antworten auf Fragen wie „Wie viel kosten E-Fuels?“ oder „Wo kann ich E-Fuels tanken?“ mit Weiterverlinkung zu vertiefenden Beiträgen sowie Hintergrundinformationen über die Initiatoren. Ein Newsbereich informiert außerdem über alle neuen Entwicklungen. Ein weiteres Highlight ist die interaktive Tour durch die Webseite, die es dem Nutzer so einfach wie möglich macht, die für ihn relevanten Informationen schnellstmöglich zu finden.

Begleitend zur Internetseite entstehen auf den Social-Media-Kanälen Facebook, YouTube und Instagram weitere Auftritte der Kampagne. Sie geben den Initiatoren die Möglichkeit, mit den Followern in einen direkten Dialog zu treten und zu diskutieren.

Für Duraid El Obeid, Vorsitzender des MEW und des bft, wird aktuell als vermeintlich einzige Lösung für eine erfolgreiche Verkehrs- und Klimawende die Elektromobilität gesehen und gefördert. Dabei sind seiner Meinung nach die E-Fuels eine weitere Alternative, nicht nur für den Schiffs- und Flugverkehr. E-Fuels können im aktuellen Pkw- und Lkw-Fahrzeugbestand getankt werden und damit unmittelbar für CO2-Emissionssenkungen sorgen, ohne dass eine eigene neue Infrastruktur notwendig wird. Natürlich sind die Produktionskosten aktuell noch zu hoch und die Menge für eine flächendeckende Versorgung der deutschen Tankstellen viel zu gering. Doch wenn die deutsche und europäische Politik die entsprechenden gesetzlichen Rahmenbedingungen schafft und Investitionssicherheit für Hersteller ermöglicht, können in wenigen Jahren ein schneller Markthochlauf und damit verbraucherfreundliche Preise gelingen.

Laut MEW-Hauptgeschäftsführer Matthias Plötzke, findet das Thema E-Fuels unter Experten und Verbandsvertretern mittlerweile großen Zuspruch und wird ebenso von Politikvertretern engagiert aufgenommen. Mit der neuen Initiative verfolgen die Verbände das Ziel, dass die Menschen auf der Straße, die Verbraucher und die Vielfahrer wissen, was man unter synthetischen Kraftstoffen versteht und dass sie sich dafür begeistern können. Die Initiative eFuel-Today verfolgt dabei in der Kommunikation einen Buttom-up-Ansatz. Dabei steht im Fokus, dass die Politik im Sinne einer nachhaltigen Mobilität einen technologieoffenen Ansatz verfolgt. Um das Ziel zu erreichen, werden die Initiatoren von eFuels-Today gemeinsam mit den Kollegen der anderen Mineralölverbände dafür werben. E-Fuels sind für M. Plötzke ein fester Bestandteil im Energiemix der Zukunft. Es muss jetzt der Markthochlauf mit den politischen Bedingungen und einem breiten Bewusstsein für dieses Klimaschutzinstrument starten.