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Treibhausgasausstoß durch Biokraftstoffe erneut gesunken

Der Treibhausgasausstoß durch Biodiesel und Bioethanol ist im vergangenen Jahr erneut deutlich gesunken. Durchschnittlich verringerten Biokraftstoffe den Treibhausgasausstoß im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen um 81 %, verglichen zum Vorjahr mit 77 %, sodass durch ihren Einsatz der Ausstoß von 7.700.000 t Kohlendioxid vermieden wurde. Dies geht aus einem Anfang Oktober 2018 veröffentlichten Bericht der BLE Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, Bonn, hervor. Der Bericht zeigt die große Bedeutung von Biodiesel und Bioethanol für den Klimaschutz im Straßenverkehr. Für Elmar Baumann, Geschäftsführer des VDB Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie e. V., Berlin, ist es sehr erfreulich, dass die Biokraftstoffindustrie die Treibhausgasminderung noch einmal steigern konnte. Der Anteil von Biodiesel an den erfassten Biokraftstoffen stieg auf 71 %, die übrigen Mengen waren Bioethanol (26 %), Hydriertes Pflanzenöl und Biomethan. Insbesondere im Straßengüterverkehr ist Biodiesel unersetzlich, um den Treibhausgasausstoß wirksam zu reduzieren. Hier vermindert nachhaltig hergestellter Biodiesel heute und auch künftig den Ausstoß großer Mengen Kohlendioxid.

Abfall und Reststoffe mit hoher Treibhausgasreduktion waren nach den Zahlen des BLE-Berichts mit 39,4 % die wichtigsten Rohstoffe, die für Biodiesel gemeldet wurden. An zweiter Stelle folgte Raps mit einem Anteil von 35,5 %. Die für die Biokraftstoffherstellung eingesetzten Rohstoffe stammten zu rund 67 % aus der Europäischen Union. Der Einsatz von Palmöl zur Biokraftstoffgewinnung stieg um 2,8 % auf 17,5 %. Es zeigt sich einmal mehr, dass Biokraftstoffe zum Großteil aus europäischen Rohstoffen produziert werden. Alle Rohstoffe müssen nachhaltig hergestellt werden. Damit erreichen Biokraftstoffe die großen Treibhausgasverminderungen, wie sie die BLE jetzt meldet.

Der Absatz von Biokraftstoffen blieb verglichen mit dem Vorjahr ungefähr auf dem gleichen Niveau, obwohl die gesetzlichen Vorgaben eine Steigerung der Treibhausgas-Quote von 3,5 % im Jahr 2016 auf 4 % vorsahen. Dies hätte zu einer deutlichen Steigerung der eingesetzten Biokraftstoffmengen führen müssen. Die Mineralölindustrie konnte die verschärften Verpflichtungen aufgrund der weiter gestiegenen Effizienz von Biokraftstoffen mit annähernd der gleichen Menge Biokraftstoffe wie 2016 erfüllen. Für E. Baumann zeigt dies klar – eine höhere Treibhausgas-Quote ist heute schon machbar, um das Potential nachhaltiger Rohstoffe zu nutzen und mehr Klimaschutz im Verkehr zu erreichen. Der Verband fordert deshalb eine Anhebung der Treibhausgas-Quote auf 4,8 % im Jahr 2019, die 2020 weiter auf 6,5 % steigt.