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UNITI: Breiter Einsatz von E-Fuels ist sinnvoll und klimaschonend

Die UNITI Bundesverband mittelständischer Mineralölunternehmen e. V., Berlin, setzt sich für einen breiten Einsatz von strombasierten, flüssigen Kraftstoffen auf Basis von „grünem“ Wasserstoff ein und fordert die vollständige Berücksichtigung dieser sogenannte E-Fuels (E steht für erneuerbare Energien) in der Nationalen Wasserstoffstrategie. Diese wird zurzeit innerhalb der Bundesregierung abgestimmt.

Kürzlich hatte Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth gegenüber dem Berliner Tagesspiegel die Forderung aufgetan, auf den Einsatz von E-Fuels im Pkw-Verkehr zu verzichten. Auch die Anrechenbarkeit dieser synthetischen Kraftstoffe auf die CO2-Flottengrenzwerte für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge in der EU lehnt das BMU Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Berlin, ab. Andere Ministerien, wie das Wirtschafts-, Forschungs-, Verkehrs- und Entwicklungsministerium befürworten dagegen eine Berücksichtigung der klimaneutral hergestellten Kraftstoffe.

Elmar Kühn, UNITI-Hauptgeschäftsführer, richtet einen dringenden Appell an das BMU, E-Fuels als klimaneutrale, bezahlbare Lösung für verschiedene Bereiche, wie den Verkehrs-, aber auch den Wärmemarkt, anzuerkennen. Studien zeigen, dass E-Fuels mittelfristig für rund einen Euro je Liter hergestellt werden können, wenn dies in sonnen- und windreichen Gebieten der Erde geschieht, die günstig regenerativen Strom produzieren können.

E-Fuels sind direkt in allen bestehenden Verbrauchssystemen einsetzbar und ein Beitrag, erneuerbaren Strom global transportierbar und nutzbar zu machen. Die Diskussion um den Wirkungsgrad, ein vom Bundesumweltministerium immer wieder genutztes Gegenargument, ist aus Sicht der UNITI damit obsolet, weil mit E-Fuels „grüner“ Strom günstig verfügbar gemacht werden kann, denn E-Fuels eignen sich sehr gut als Energiespeicher für den weltweiten Einsatz.

Was jetzt laut der UNITI benötigt wird, ist eine Anpassung der regulativen Grundlagen, damit strombasierte Kraftstoffe als Beitrag zum Klimaschutz genutzt und in den Markt gebracht werden können, zu Beginn durch Beimischungen zu herkömmlichen Kraftstoffen. Dies wäre ein deutliches Signal an die Herstellerindustrie für Wasserstoff- und Synthese-Anlagen, in internationale Projekte zu investieren und im industriellen Maßstab E-Fuels herzustellen.