NEUIGKEITEN

aus der Branche!

Digitalisierung

VTA: Nächster Meilenstein erreicht – Kesselwagenverladung bei der MiRO jetzt ebenfalls auf VERA-V3 umgestellt

Das umfangreiche Projekt der VERA-V3-Einführung bei der MiRO Mineraloelraffinerie Oberrhein GmbH & Co. KG, Karlsruhe, hat seinen nächsten Meilenstein erreicht: Nach der erfolgreichen Installation im laufenden Betrieb der Tkw-Verladung im August 2020 (siehe eot 79/80/2020, Seite 8), wurde VERA-V3 jetzt auch für den Verkehrsträger Kesselwagen etabliert.

Die VTA Software & Service GmbH, Gelsenkirchen, und die MiRO haben ihre Zusammenarbeit dabei fortgeführt. Die im Frühjahr 2020, angesichts der sich abzeichnenden Beschränkungen durch die Corona-Pandemie, getroffene Vereinbarung, das Projekt ausschließlich remote und ohne Unterbrechung weiter zu bearbeiten, hat sich im gesamten Prozess bewährt.

Als nächstes, finales Etappenziel bei dem Großprojekt folgt bis zum Herbst 2021 die Umstellung der Schiffsverladung. Mit den Verkehrsträgern Tkw, Kesselwagen, Pipeline und Schiff stellt die MiRO so die Versorgungssicherheit im Südwesten Deutschlands und den Grenzbereichen der Nachbarländer sicher.

Unterschiedliche Ausgangsbedingungen

Die Softwarelösung VERA-V3 erfüllt alle Voraussetzungen, um als Dreh- und Angelpunkt im Bereich der Verladekomponenten sowie bei der Ansteuerung der Daten fungieren zu können. Dies gilt neben dem Bereich der Tkw-Verladung im gleichen Maße für den Verkehrsträger Kesselwagen.

Um die Umstellung im Bereich der Kesselwagen optimal durchführen zu können, war es von Anfang an notwendig, die im Vergleich zur Tkw-Verladung unterschiedlichen Abläufe zu berücksichtigen und daraus die nötigen Schlüsse zu ziehen.

Bei der Kesselwagenverladung wird in der Regel vorab disponiert. Die Shareholder stellen ihre Planungsdaten im System ein. Die MiRO verteilt im Anschluss die Aufträge je nach Produktwunsch und Kapazitätsauslastung auf ihre beiden Bahnhöfe und ordnet bei der Freigabe an den Betrieb die Garnituren KWG-genau zu. Obwohl laut Holger Porath, verantwortlicher VERA-V3-Projektleiter, für die Planung und die Disposition mehr Zeit zur Verfügung steht als dies bei dem ad-hoc-Geschäft der Tkw-Verladung der Fall ist, müssen die Durchführung der Verladung sowie die Abfertigung genauso effizient ablaufen, um die mit den Eisenbahnverkehrsunternehmen vereinbarten Zugfahrpläne einhalten zu können.

Umfangreiche Anbindung an Drittsystem

Darüber hinaus gab es nach Aussage von H. Porath an anderen Stellen des Projektes größere Herausforderungen. Bei der MiRO kommt ein Fremdsystem zum Einsatz, welches für die Kesselwagenverladung angebunden werden musste. Über dieses Fremdsystem werden der nicht beladungsrelevante technische Bahnhofsbetrieb, beispielsweise die Zug-Ein- und -Ausgänge sowie die kompletten Rangieraufträge, abgebildet sowie die Stammdaten der KWG und Waggons gespeichert. Dieses Drittsystem hat jetzt eine sehr enge Kopplung an VERA-V3. Damit wird sichergestellt, dass bestehende Prozesse mit den neuen Funktionen der VERA-V3 verzahnt sind.

Höherer Schulungsbedarf

Im Gegensatz zum Bereich Tkw geben die Shareholder bei der Kesselwagenverladung in der Regel selbst vor, welche Mengen konkret verschickt werden sollen. Die Mitarbeiter von drei Shareholdern tragen diese Order selbst ein. Dadurch arbeiten sie noch einmal intensiver mit VERA-V3, als es im Vergleich zur Tkw-Verladung der Fall ist. Da auch weitere Arbeitsschritte in der neuen Softwarelösung anfallen, war es über die bei der Tkw-Verladung nötigen Grundschulungen hinaus wichtig, die Mitarbeiter der Shareholder umfassend einzuarbeiten.

Digitale Schulungen und Kontakte in der Pandemie-Situation

Gemäß dem im Projektteam VTA-MiRO festgelegten Grundsatz, das Projekt ausschließlich mit Remote-Kontakten weiter zu entwickeln, nahmen die involvierten Mitarbeiter der Shareholder an Schulungen im Rahmen von Videokonferenzen teil, die je nach Erfordernis auch in englischer Sprache durchgeführt wurden. Da die VTA bereits vor der Pandemie Situation über entsprechende Tools verfügte, konnten auch die Workshops für die Mitarbeiter der MiRO effizient gestaltet werden.

Prozessverbesserungen durch VERA-V3

Die MiRO kann durch die Umstellung auf VERA-V3 ab sofort bei der Kesselwagenverladung von verbesserten Prozessen profitieren. Beispielsweise ist jetzt die automatische Übernahme von Gewichten bei Produktanlieferungen unabhängig vom Entladegleis möglich. Außerdem wurde eine elektronische Schnittstelle (iftmin) für Transportaufträge der DB Cargo AG, Mainz, etabliert.

Nahtloser Übergang in den nächsten Projektabschnitt

Da durch die ersten beiden Abschnitte dieses großen Projektes bei der MiRO viele Standardschritte, die alle Verkehrsträger betreffen, berücksichtigt wurden, konnten die Spezialisten der VTA sich bereits zusätzlich mit spezifischen Eigenschaften der Schiffsverladung auseinandersetzen. Während der Meilenstein Kesselwagenverladung erfolgreich abgeschlossen wurde, haben parallel dazu die Arbeitsschritte für die Einführung von VERA-V3 beim Verkehrsträger Schiff begonnen. Der agile Projektmanagementansatz unterstützt diese Herangehensweise und ermöglicht so die Umsetzung im Rahmen des gesamten Zeitplans der Umstellung der Verkehrsträger bei der MiRO im Verlauf des aktuell laufenden Jahres.