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Forschung

20 Jahre Oel-Waerme-Institut – Forschung für die Energiewende

Die OWI Oel-Waerme-Institut gGmbH, Herzogenrath, feiert in diesem Herbst ihren 20. Geburtstag. Das gemeinnützige Forschungsinstitut wurde 1998 in Aachen gegründet und ist seit 2007 ein An-Institut der RWTH Aachen University. Nach der Gründung erlebte die OWI ein schnelles Wachstum mit einer Ausweitung der Forschungsthemen und blickt auf die erfolgreiche Durchführung zahlreicher wichtiger Forschungsprojekte zurück. Beispielsweise unterstützte die OWI durch ihre Forschung die Markteinführung von schwefelarmem Heizöl. Auch die Markteinführung von Bioheizöl wurde und wird noch wissenschaftlich begleitet.

Die Schwerpunkte in der nationalen und internationalen Förderpolitik haben in den letzten Jahren zu einer konsequenten Ausrichtung der Forschungsaktivitäten auf die Herausforderungen des Klimaschutzes und die Energiewende geführt. Heute forscht und arbeitet die OWI gemeinsam mit Partnern an technisch ausgereiften Lösungen für die klima- und umweltschonende Wärmeerzeugung und Mobilität von morgen. Um diese Forschungsaktivitäten voranzutreiben, beteiligt sich die OWI aktiv an großen Forschungsclustern. Zur erfolgreichen Umsetzung der Energiewende ist es Ziel, flüssige Brenn- und Kraftstoffe auf Basis zunehmend erneuerbarer Energien besonders effizient, emissionsarm und sicher nutzbar zu machen.

Das Institut konzentriert sich dabei auf zwei zentrale Forschungsfelder: Zukunftsfähige flüssige Energieträger und Effizienztechnologien. Beispielsweise wird nach Mitteilung von OWI-Geschäftsführer David Diarra, der Einsatz von Brennstoffen aus Abfällen und Reststoffen biogener Herkunft untersucht. Auch sogenannte E-Fuels oder Synfuels, die aus regenerativ erzeugtem Strom und einer erneuerbaren Kohlenstoffquelle synthetisch hergestellt werden, sind ein aktuelles Forschungsthema.

Um den wachsenden Forschungs- und Entwicklungsbedarf in Verbindung mit zukunftsfähigen flüssigen Energieträgern zu fokussieren, hat die OWI im Jahr 2016 den Forschungscluster „Future Fuels“ gebildet. Darin sind Projekte rund um die Erforschung neuer Brenn- und Kraftstoffe sowie die Entwicklung von Effizienztechnologien für deren Nutzung zusammengefasst.

Innovative Effizienztechnologien wie Brennstoffzellen, hybride Heizsysteme und die Kraft-Wärme-Kopplung sind wichtige Forschungsthemen im Bereich Energiesysteme. Auch hier geht es um den effizienten Einsatz von Brenn- und Kraftstoffen.

Ein Highlight war die Nominierung für den Energy Award 2017 mit dem Forschungsprojekt Schiffsbrennstoffzellen. Dafür arbeitet die OWI, nach Informationen von D. Diarra, zusammen mit Forschungspartnern aus der Schifffahrtstechnik an der effizienten Erzeugung von Bordstrom speziell für den emissionsarmen Hafenbetrieb zum Beispiel von Kreuzfahrt- und Containerschiffen.

Das dazu am OWI vorhandene wissenschaftliche know how in den Bereichen Brenn-, Kraft- und Schmierstoffe, Energiesystemtechnik, Hochtemperaturtechnik, Materialwissenschaften und numerische Simulationen ist in dieser Kombination einzigartig in Europa.