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dena: Beratung von Energie-Start ups auf ihrem Weg in den Markt – Mehrheit der UNECE-Länder setzt laut Studie auf erneuerbare Energien

Start ups mit Schwerpunkt Energie und Klimaschutz können sich bis zum 30. April 2018 um die kostenlose Teilnahme am SET-Lab-Programm der dena Deutschen-Energie-Agentur GmbH, Berlin, bewerben. SET-Lab steht für „Start Up Energy Transition Laboratory“. Entsprechend bietet das Programm ein Energiewendelabor für Gründer, damit diese sich im rechtlichen und regulatorischen Rahmen der Energiewirtschaft zurechtfinden. Außerdem ermöglicht das vom BMWI Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Berlin, geförderte Projekt die Vernetzung mit anderen Unternehmen, Investoren und Politik.

Nach Aussage von Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung, will die Agentur dazu beitragen, dass möglichst viele neue Geschäftsideen den Weg zur Marktreife finden – und dadurch das Innovationstempo der Energiebranche gesteigert wird. Damit wird die Energiewende gestärkt und den Start ups geholfen, ihre Geschäftsmodelle auf die komplexen Rahmenbedingungen des Energiemarktes zu optimieren. Geschäftsmodelle im Energiewende-Check – Das Programm startet im April dieses Jahres und endet im Dezember 2018. Es besteht aus drei Kernelementen: In Roundtable-Gesprächen wer-den zum Auftakt strukturelle Hindernisse und Rahmenbedingungen für die Geschäftsmodelle identifiziert. Bei anschließenden Innovationsworkshops werden gemeinsam mit Fachleuten aus den relevanten Ministerien und der Wirtschaft Lösungsansätze für die identifizierten Herausforderungen erarbeitet. Auf einer abschließenden Dialogveranstaltung wird ein Fazit gezogen und Start ups diskutieren ihre Geschäftsmodelle vor einem breiten Publikum. Während des gesamten Programms können sich die teilnehmenden Unternehmen von Experten der dena vertraulich und individuell beraten lassen. Teilnehmende Start ups werden thematisch einer der folgenden Kategorien zugeordnet: softwaregetriebene Geschäftsmodelle, hardwaregetriebene Geschäftsmodelle, Plattformen und Geschäftsprozesse, Infrastruktur. Die Teilnahme ist auf 20 Unternehmen je Kategorie begrenzt. Interessenten können sich bis zum 30. April 2018 bewerben. Ein erstes Roundtable-Gespräch findet auf dem SET Tech Festival am 16. April dieses Jahres in Berlin statt. Absolventen des SET-Lab-Programms werden in dena-Publikationen vorgestellt.

Das Projekt „SET Lab – Impulse für Innovationen in der Energiewelt“ wird vom BMWI aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Studie: Mehrheit der UNECE-Länder setzt auf erneuerbare Energien – Die große Mehrheit der 56 Mitgliedsstaaten der UN-Wirtschaftskommission für Europa (United Nations Economic Commission for Europe – UNECE, Genf) hat mittlerweile Maßnahmen zum Ausbau der erneuerbaren Energien ergriffen. So hat sich die installierte Kapazität erneuerbarer Energien im Strombereich bis 2016 auf 869 GW vergrößert – das entspricht rund der Hälfte weltweit. Allerdings wird dieser Zubau nicht von allen Mitgliedsstaaten im gleichen Maße getragen. Das zeigt eine gemeinsame Studie der dena Deutschen Energie-Agentur GmbH, Berlin, und der UNECE-Expertengruppe für Erneuerbare Energien (Group of Experts on Renewable Energy – GERE), die den Stand der Energiewende in den Staaten der UNECE-Region analysiert.

Laut Studie gibt es in 43 Ländern ein Prämienmodell oder eine Einspeisevergütung, um die Entwicklung erneuerbarer Energien zu beschleunigen. 44 Staaten nutzen zusätzlich Subventionen oder Steuer- und Investitionsanreize. Zwischen den UNECE-Staaten bestehen jedoch erhebliche Unterschiede bei der Förderung erneuerbarer Energien. Dies macht sich in Bezug auf die derzeit installierte Kapazität als auch in den jüngsten Ausbauraten bemerkbar.

Die Faktoren, die den Ausbau in weniger weit entwickelten Märkten behindern, sind vielseitig: Neben unzureichenden rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen zählen dazu insbesondere subventionierte Energiepreise, mangelnde Akzeptanz oder unzureichendes Wissen über das Potential erneuerbarer Energien. Die Studie gibt einen Überblick über Markttrends und Förderlandschaften. Politischen Entscheidern bietet sie außerdem praxisnahe Anleitungen für den Einsatz von Fördermechanismen und Politikinstrumenten, die sich in UNECE-Staaten bereits bewährt haben. Zentral ist dabei die Erkenntnis, dass für den erfolgreichen Einsatz politischer Instrumente die Gegebenheiten vor Ort, die Wechselwirkungen mit bestehenden Märkten und Technologien sowie „weiche“ Faktoren wie soziale Akzeptanz und Wissenstransfer mitberücksichtigt werden müssen.

Die Studie ist eine aktualisierte und erweiterte Version der 2016 erstmals für die GERE erstellte Analyse „Status and Perspectives of Renewable Energy Development in the UNECE Region“. Neben der Analyse enthält die neue Fassung die Ergebnisse von zwei Fach-Workshops, die im November 2017 neben der Weltklimakonferenz in Bonn stattfanden. Dabei wurden in engem Austausch mit regionalen Experten aus Politik, Wirtschaft und internationalen Organisationen Strategien für den Einsatz erfolgreicher Förderinstrumente für erneuerbare Energien im Strom- und Wärmebereich entwickelt.

Die Studie wurde vom BMWi Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Berlin, gefördert.