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Innovative, nachhaltige Technologie entwickelt von BASF und OMV: Produktionsstart neuer ISO-C4-Anlage in Burghausen

Mit der Inbetriebnahme der neuen ISO-C4-Anlage der OMV AG, Wien, am Standort Burghausen erreicht die Kooperation zwischen dem weltweit größten Chemieunternehmen, der BASF SE, Ludwigshafen, und der OMV, dem internationalen, integrierten Öl-, Gas- und Chemieunternehmen, einen weiteren Meilenstein. Die Anlage basiert auf einer neuartigen, gemeinschaftlich von den beiden Unternehmen entwickelten Technologie und erzeugt seit Ende 2020 hochreines Isobuten.

Durch die besondere Energieeffizienz der Anlage werden jährlich 20.000 t CO2-Emissionen vermieden. Bis zu 80 % der benötigten Wärmeenergie für den neuen Prozess kann durch die Wärmeintegration mit einer bereits vorhandenen Anlage gedeckt werden.

Das energieeffiziente Verfahren zur Produktion von hochreinem Isobuten, mit einem Reinheitsgrad von bis zu 99,9 %, wurde von der BASF und der OMV gemeinsam zum Patent angemeldet. Als weltweiter Lieferant von Katalysatoren und Lizenzgeber petrochemischer Verfahren entwickelte die BASF einen Katalysator und ein Reaktorsystem, das alle prozesstechnischen Anforderungen der OMV vollumfänglich erfüllt. Die neue Anlage zur Herstellung von hochreinem Isobuten, die keine chemische Umwandlung von Isobuten erfordert, wurde in die bestehende Metathese-Anlage in Burghausen integriert.

Das erzeugte Isobuten ergänzt das bestehende OMV-Produkt-Portfolio und wird für die Produktion von Klebstoffen, Schmiermitteln und sonstigen Chemikalien, wie beispielsweise Anti-Oxidantien oder für die Herstellung von Vitamin C, verwendet. Die Produktionskapazität der Anlage beträgt 60.000 t/a.

Dem Großprojekt inklusive zusätzlicher Infrastruktur liegt ein Investitionsvolumen von 64 Mio. Euro zugrunde. Vom BMU Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Berlin, wurde die ISO-C4-Anlage im Rahmen des Umweltinnovationsprogramms für ihre sehr gute Energieeffizienz und CO2-Reduktion mit 2,8 Mio. Euro gefördert. Die Errichtung der Anlage startete im Sommer 2019. Trotz der anhaltenden Corona-Pandemie konnte das Projekt mit einem maßgeschneiderten Hygiene- und Sicherheitskonzept erfolgreich umgesetzt werden.

Die neue Anlage verdeutlicht für Wolfram Krenn, OMV Senior Vice President Refining & Petchem Assets Europe, die Innovationskraft der OMV. Sie ist für ihn ein weiterer Schritt in der Umsetzung der Chemie-Strategie und sichert den Standort Burghausen nachhaltig. Die gemeinsam mit der BASF entwickelte Technologie und das weltweit patentierte Verfahren eröffnen neue Markt- und Kundensegmente. Die ersten Produktlieferungen sind bereits erfolgt.

Als einer der weltweit führenden Anbieter von Prozesskatalysatoren versteht sich die BASF auch als Entwicklungspartner für ihre Kunden. Nach Mitteilung von Detlef Ruff, Senior Vice President Process Catalysts bei der BASF, steht das neue Verfahren auch Dritten zur Verfügung, nachdem die Leistungsfähigkeit anhand der neuen ISO-C4-Anlage der OMV unter Beweis gestellt wurde.