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LNG-Terminalprojekt Wilhelmshaven: Verfahren zur Interessensbekundung eröffnet in Kürze die nächste Phase

Die LTeW LNG Terminal Wilhelmshaven GmbH, gegenwärtig eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Uniper SE, Düsseldorf, lädt Marktteilnehmer ein, ihr Interesse an Durchsatzkapazitäten im LNG-Terminalprojekt verbindlich zu bekunden. Dieser Aufruf folgt der unverbindlichen Phase des Open-Season-Prozesses, der im Mai 2019 begonnen wurde und bei den Marktteilnehmern auf großes Interesse gestoßen war. Nach mehreren Entwicklungsschritten hat das Projekt jetzt eine Reife erreicht, die es ermöglicht in die nächste Phase einzutreten und ab sofort verbindliche Buchungsanfragen zu stellen. Weitere Informationen zum konkreten Ablauf des Verfahrens werden rechtzeitig vor dem Beginn mitgeteilt.

In den kommenden fünf Jahren plant die LTeW die weitere Entwicklung, den Bau und die Inbetriebnahme eines Terminals zum Anlanden, Lagern und Regasifizieren von Flüs­sigerdgas an Deutschlands einzigem Tiefwasserstandort. Das Design basiert auf einer schwimmenden „Floating Storage and Regasification Unit“ (FSRU), einer Technologie, die im Vergleich zu LNG-Terminals an Land wirtschaftlicher ist, schneller realisiert werden kann und am Standort ökologischer ist. Die nominale Auslieferungs­kapazität des Terminals beträgt 9,78 Mrd. cbm pro Jahr. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag für die weitere Diversifizierung des deutschen Gasbezugs sowie für die Versorgungssicherheit und langfristige Wettbewerbsfähigkeit der Gasversorgung in Deutschland und Europa.

Der Standort Wilhelmshaven bietet sowohl aus maritimer, als auch aus logistischer Sicht ideale Bedingungen. LNG-Tanker aller Größen werden die Anlage unabhängig von den Gezeiten und im Einklang mit höchsten internationalen Sicherheitsstandards anlaufen können. Neben der Regasifizierung soll die FSRU auch die Möglichkeit bieten, andere LNG-Schiffe und LNG-Bunkerschiffe mit LNG zu beladen. Für die Anbindung an das bestehende Erdgasfernleitnetz ist lediglich eine rund 30 km lange Gasleitung erforderlich.

Neben dem Open-Season-Prozess erfolgte außerdem als weiterer wichtiger Schritt zur Realisierung des Terminalprojekts der Start des sogenannten Scoping-Verfahrens zur Abstimmung und Festsetzung des Untersuchungsrahmens gemäß § 15 UVPG („Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung“) mit den zuständigen Behörden im Rahmen der erforderlichen Genehmigungsverfahren. Das überarbeitete Design des Terminals sieht eine Umgehung des nach § 30 BNatSchG geschützten Biotops „Artenreiche Kies-, Grobsand- und Schillgründe“ durch eine Unterseegasleitung vor.

Die endgültige Investitionsentscheidung für den Bau des Terminals wird auf der Grundlage einer ausreichenden Nachfrage der Marktteilnehmer und der wirtschaft­lichen Machbarkeit getroffen, vorausgesetzt, dass alle erforderlichen öffentlichen Genehmigungs- und Zulassungsverfahren erfolgreich abgeschlossen werden. Weitere Informationen zum Projekt stehen unter https://lng-wilhelmshaven.com zur Verfügung.