NEUIGKEITEN

aus der Branche!

Forschung

Mit Recycling den Klimaschutz vorantreiben

Die Anfang Oktober 2020 veröffentlichte Studie „resources SAVED by recycling“ vom Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Energie- und Sicherheitstechnik UMSICHT, Oberhausen, belegt, dass die ALBA Group, einer der weltweit führenden Recyclingspezialisten und Rohstoffversorger, durch Recycling unmittelbar zum Klimaschutz beiträgt. Im Jahr 2019 vermied die ALBA Group durch die Kreislaufführung von 6 Mio. t Wertstoffen mehr als 4,2 Mio. t klimaschädliche Treibhausgase. Das entspricht dem jährlichen positiven Klimaschutzeffekt von rund 59 Mio. Bäumen. Gleichzeitig wurden durch das Recycling im Vergleich zur Primärproduktion 32,3 Mio. t weniger Ressourcen wie beispielsweise Rohöl, Bauxit oder Eisenerz eingesetzt.

Nach Aussage von Dr. Axel Schweitzer, Vorstandsvorsitzender der ALBA Group, verursacht Recycling deutlich weniger Treibhausgas-Emissionen als die Verwendung von Primärrohstoffen. So wird durch den Einsatz von qualitätsgeprüften Recyclingkunststoffen mehr als 50 % weniger Treibhausgas gegenüber der Produktion von Kunststoffen aus Erdöl ausgestoßen. Ein besseres Argument für die stärkere Nutzung von Rezyklaten gibt es nicht. Wie sich die Recyclingaktivitäten der ALBA Group auf das Klima und die natürlichen Ressourcen auswirken, untersucht das Fraunhofer UMSICHT seit 13 Jahren. Veröffentlicht werden die Ergebnisse in der jährlich erscheinenden Broschüre „resources SAVED by recycling“. 2019 wurden die Stoffströme Kunststoffe, Metalle, Elektroaltgeräte, Holz, Papier/Pappe/Karton sowie Glas in die Untersuchung einbezogen. Fraunhofer UMSICHT bringt langjährige Erfahrung in ökologischer Bewertung von Produkten und Dienstleistungen mit. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Branchen Chemie, Kunststoffe und Green IT sowie der Kreislaufwirtschaft.

Enge Zusammenarbeit aller Akteure erhöht Vermeidungseffekte

Die Ökobilanzierung zeigt nach Informationen von Dr.-Ing. Markus Hiebel, Leiter der Abteilung Nachhaltigkeit und Partizipation vom Fraunhofer UMSICHT, auf das Kilogramm genau, wie hoch das Klimaschutzpotenzial von Recycling heute schon ist. Je besser die einzelnen Akteure in der Wertschöpfungskette von Produkten und Verpackungen zusammenarbeiten, desto höher sind die möglichen Vermeidungseffekte. Der Wissenschaftler beobachtet eine zunehmende Bereitschaft aller Beteiligten, Verantwortung zu übernehmen und enger zusammenzurücken. So hätten sich viele Hersteller mittlerweile verpflichtet, Recyclingrohstoffe in ihren Produkten zu verwenden. Insgesamt sollten nach Meinung von M. Hiebel mehr Anreize zur Erhöhung des Rezyklat-Einsatzes geschaffen werden. Wenn der Rezyklat-Anteil zum Kaufkriterium bei der Beschaffung wird, stärkt das die Nachfrage deutlich.