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Projekt „landmobil.2025“ – Auf dem Weg in die Dorfmobilität der Zukunft

Ein Konsortium namhafter Unternehmen bündelt seine Kompetenzen, um die Mobilität in ländlichen Räumen zukunftsorientiert weiter zu entwickeln. Durch das Projekt sollen in Südwestfalen die Weichen für eine optimierte, automatisierte und weiter individuelle Mobilität in der Zukunft gestellt werden.

Der Mobilitätswandel ist in vollem Gang, viele neue Technologien und Konzepte werden zurzeit für das automatisierte vernetzte Fahren entwickelt und erprobt. In den kommenden Jahren sollen selbstfahrende Autos auch in der gemeinsamen Nutzung für den Weg zur Arbeit, zum Arzt, für den Einkauf oder den Diskobesuch zur Verfügung stehen und langfristig Paketlieferungen per Roboter oder die Nutzung von Flugtaxis zur Stauvermeidung möglich sein. Moderne Antriebstechnologien werden außerdem einen Beitrag zu einer besseren Klimabilanz leisten. Die Technische Universität Dortmund, die Stadtwerke Menden GmbH und die MVG Märkische Verkehrsgesellschaft GmbH, Lüdenscheid, haben für die Region Südwestfalen daher das Projekt „landmobil.2025 – Dorfmobilität der Zukunft“ initiiert.

Wichtige Player der Mobilitätsbranche beteiligt

Dr. Hans-Theo Dorißen, Vice President Technology Transfer des Hella-Konzerns, Lippstadt, erhofft sich durch das Projekt eine Weichenstellung für eine optimierte, automatisierte und weiter individuelle Mobilität in der Zukunf in Südwestfalen.Das Konsortium bündelt die dazu notwendigen Kompetenzen und bringt einige der führenden Unternehmen der Automobilzulieferindustrie sowie bundesweit renommierte wissenschaftliche Institute und einen internationalen Fahrzeughersteller für das südwestfälische Projekt zusammen.

Neben den Initiatoren haben mit der DLR Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V., Köln, der EDAG Engineering GmbH, Wiesbaden, dem international tätigen Familienunternehmen Hella und der regionalen Telekommunikationsgesellschaft Telemark wichtige Player der Mobilitätsbranche Beteiligungen für das Projekt zugesagt.

Fokus auf ländlicher Region

Reizvoll für die beteiligten Partner: Während viele aktuelle Forschungs- und Entwicklungsprojekte sich bisher überwiegend auf größere Städte und urbane Ballungszentren konzentrieren, liegt der Fokus des Projektes „landmobil.2025 – Dorfmobilität der Zukunft“ auf der ländlich geprägten Region. Neue Mobilitätskonzepte sind gerade in ländlichen Regionen ein wichtiger Bereich der Daseinsvorsorge und dringend notwendig, um als attraktive Wohn- und Arbeitsregion wahrgenommen zu werden. Nach Ansicht von Matthias Thelen, Projektleiter bei den Stadtwerken Menden, zählt Mobilität ebenso wie die Kommunikation, heute zu den modernen Grundbedürfnissen der Menschen.

Daher entwickeln die Stadtwerke gemeinsam mit den Konsortialpartnern ein ganzheitliches Mobilitätskonzept für die Bürger und den Sachgütertransport im ländlichen Raum. Damit das künftige Mobilitätskonzept die Bedarfe der Menschen vor Ort tatsächlich bedient, wird im Projekt begleitend zu den Anforderungen und Einstellungen der künftigen Nutzer geforscht.

Kombination von Mobilitätsangeboten

Bereits im April 2019 wurde das beim NRW-Strukturförderprogramm „Regionale 2025“ eingereichte Projekt als „herausragende Idee für die Region“ gewürdigt und zur Weiterentwicklung empfohlen. Gemeinsam arbeiten die Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kommune aktuell daran, auch den weiteren Qualifizierungsprozess des Regionale-Programms erfolgreich zu durchlaufen. Um Mobilitätsangebote für das „echte Leben vor Ort“ zu entwickeln, werden unterschiedliche Mobilitätsangebote kombiniert. Ziel ist es, dem Nutzer im ländlichen Raum zeitgemäße, benutzerfreundliche und vor allem bürgernahe Möglichkeiten, das neue Mobilitätsangebot anzufordern, zu bieten. Der besondere Clou dabei: Im Rahmen eines Wettbewerbs können sich ländlich geprägte kleine Orte bewerben, Modelldorf für das Projekt zu werden, in dem dann unter anderem der Einsatz von automatisiert und vernetzt fahrenden E-Kleinbussen real und virtuell untersucht werden soll.