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RWI: Stark gestiegene Diskrepanz zwischen Benzin- und Rohölpreisen durch Niedrigwasser

Seit Anfang Oktober 2018 sind die Preise für Rohöl im Sinkflug, die Preise für Benzin und Diesel jedoch gestiegen. Diese Diskrepanz macht Autofahrer skeptisch. Die Schere zwischen Benzin- und Rohölpreisen hat sich allerdings schon seit Anfang Mai dieses Jahres immer stärker geöffnet. Das ergibt die Auswertung der Benzin- und Rohölpreisdaten des Jahres 2018 im Rahmen des Benzinpreisspiegels des RWI Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung e. V., Essen. Ein wesentlicher Grund dafür sind die nahezu ständig gesunkenen Pegelstände von Flüssen, insbesondere des Rheins. Tankschiffe können wesentlich weniger Benzin und Diesel transportieren. Manche Passagen sind nicht mehr schiffbar.

Die Differenz zwischen Benzin- und Rohölpreisen fällt in Städten, die wie Hamburg weniger von Lieferengpässen betroffen sind, weit geringer aus, als in Städten, die wie Stuttgart bei der Belieferung mit Kraftstoffen stark auf die Binnenschifffahrt angewiesen sind. Allerdings hat auch in Hamburg die Preisdifferenz zwischen Benzin und Rohöl seit Anfang Oktober zugenommen.

Nach Informationen des Leiters des Kompetenzbereichs „Umwelt und Ressourcen“ am RWI, Manuel Frondel, werden die Kraftstoffpreise wieder der Entwicklung des Rohölpreises folgen, sobald die Pegelstände der Flüsse deutlich steigen und die Lieferengpässe per Schiff beseitigt sind.