NEUIGKEITEN

aus der Branche!

Erneuerbare

fht investiert in LPG-Lkw und setzt auf umweltfreundliche Logistik

Die fht GmbH & Co. KG, Hürth, lässt aktuell für ihren Fuhrpark einen weiteren Lkw auf Flüssiggas-Beimischung umrüsten. Damit setzt das Logistikunternehmen ein Zeichen für mehr Nachhaltigkeit, denn LPG (Liquefied Petroleum Gas, Autogas) ist ein kohlendioxid- und schadstoffarmer, alternativer Antrieb und bietet als Kraftstoff von schweren Nutzfahrzeugen eine kostengünstige, umweltfreundliche und sofort machbare Lösung im Kraftfahrtverkehr.

Nach Aussage von Bernhard Nacken, Geschäftsführer der fht, wurde nach intensiven Gesprächen mit den Gesellschaftern und in Anbetracht des vorhandenen, national und international sehr gut ausgebauten LPG-Tankstellennetzes die Entscheidung getroffen, in einen weiteren LPG-Lkw zu investieren. Allein in Deutschland führen über 7.000 Tankstellen Autogas. Eine Reduktion des Kohlendioxidausstoßes wird auch für Logistikunternehmen zu einem wettbewerbsentscheidenden Faktor. Gerade im Verkehrsbereich müssen jetzt alle Optionen genutzt werden, um sowohl die Emissionen von Kohlendioxid, als auch von Stickstoffoxiden, Feinstaub und Kohlenmonoxid deutlich zu reduzieren. Da die fht laut B. Nacken in den letzten sechs Jahren durchweg positive Erfahrungen mit den flotteneigenen LPG-Lkw der Euro Norm V gesammelt hat, ist die aktuelle Investition in die Euro VI-Norm der nächste logische Schritt zur nachhaltigen Umstellung des Fuhrparks. Dazu kommt, dass LPG-Lkw die benötigte Nutzlast ziehen können und aufgrund des kurzen Betankungsvorgangs keine langen Standzeiten haben.

In einer Schulung wurden zwei weitere fht-Kraftfahrer am Standort in Hürth mit dem Dual-Fuel-System vertraut gemacht. Generell gilt, dass sich Lkw im Diesel-LPG-Mischbetrieb im Vergleich zu anderen alternativen Antrieben durch ein einfaches Handling und eine große Benutzerfreundlichkeit auszeichnen. Mit einer Reichweite von rund 2.000 km bis 3.000 km je Tankfüllung sind Dual-Fuel betriebene Lkw für Logistikdienstleister sehr attraktiv. Dazu kommt, dass LPG sich bereits bei einem sehr niedrigen Druck von 7 bar bis 8 bar verflüssigt, sodass nach der Fahrt keine besonderen Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden müssen, um das Gas flüssig zu halten. LPG-Lkw können daher an jedem beliebigen Ort für eine unbegrenzte Zeit geparkt werden. Dies zeichnet sie gegenüber LNG-Lkw aus.

Schnelle Amortisation und kurze Umrüstungsdauer

Für die Nutzung von LPG im Bereich der schweren Nutzfahrzeuge werden die Euro VI-Fahrzeuge auf einen bivalenten Diesel-LPG-Mischbetrieb umgerüstet. Im Rahmen dieses sogenannten Dual-Fuel-Systems wird Flüssiggas mithilfe eines Verdampfers in einen gasförmigen Zustand umgewandelt und in den Ansaugtrakt des Lkw geblasen. Dieses Luft-Gas-Gemisch wird dann zusammen mit dem Dieselkraftstoff verbrannt. Da Flüssiggas im Vergleich zum Dieselkraftstoff einen deutlichen Preisvorteil bietet, amortisieren sich die niedrigen Umrüstungskosten von rund 6.500 Euro je nach Laufleistung häufig bereits nach wenigen Monaten.