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German LNG Terminal GmbH: Markt reagiert positiv auf LNG-Importterminal

Die German LNG Terminal GmbH, Hamburg, hat die "Open Season" für das geplante LNG-Importterminal in Brunsbüttel in Schleswig-Holstein erfolgreich abgeschlossen. Die "Open Season", ein Prozess zur Bestimmung von Marktinteresse und zur Identifikation von möglichen Terminalkunden, ist positiv verlaufen: Eine beträchtliche Zahl von Firmen hat entsprechende Absichtserklärungen (sog. Memorandums of Understanding) unterzeichnet.

Diese Firmen stellen die gesamte Bandbreite möglicher und sich ergänzender Dienstleistungen des künftigen Terminals dar: Sie reichen von der Regasifizierung und Einspeisung ins deutsche Gasnetz bis zum Umschlag und zur Distribution von LNG. Im nächsten Schritt werden vertiefende Diskussionen mit potentiellen Kunden geführt, um sogenannte Heads of Agreement zu unterzeichnen. Zusätzlich hat das Ingenieurbüro Tractebel Engineering S.A., Brüssel, mit den notwendigen Vorarbeiten für den Genehmigungsprozess für das Terminal begonnen, damit dieser Ende 2018 gestartet werden kann.

Für Katja Freitag, Unternehmenssprecherin der German LNG Terminal, ist dieses Ergebnis sehr erfreulich. Der Open Season-Prozess hat gezeigt, dass der Markt die verschiedenen Dienstleistungen, die das geplante Import und Small Scale-Terminal in Brunsbüttel zur Verfügung stellen wird, annimmt. Somit sieht sich das Unternehmen darin bestätigt, dass das Leistungsportfolio dem Kundenbedarf entspricht. Das Projekt liegt dabei weiter voll im Zeitplan. Mit dem notwendigen Genehmigungsprozess wurde bereits begonnen. Läuft alles weiter nach Plan, ist für Ende 2019 bei Vorliegen einer Genehmigung die endgültige Investitionsentscheidung für den Standort Brunsbüttel vorgesehen. Der Bau kann dann starten, so dass das Terminal voraussichtlich 2022 in Betrieb geht.

Das Terminal wird nicht nur die energieintensive Industrie in Brunsbüttel mit Energie versorgen können, einem der Gründe für die Standortentscheidung, sondern auch die Kapazitäten haben, die Gasversorgung in Deutschland mitsicherzustellen und zu diversifizieren. Das Terminal wird dazu in der Lage sein, rund 10 % des deutschen Gasbedarfs zu decken.

Daneben wird das Terminal die Entwicklung einer deutschen LNG-Betankungsinfrastruktur unterstützen. Dies wird zur vermehrten Nutzung des Alternativkraftstoffs LNG und damit zur Reduzierung von schifffahrtsbedingten Emissionen beitragen. Auch im Schwerlastverkehr wird der Einsatz von LNG als Kraftstoff zunehmend an Bedeutung gewinnen. Eine eventuelle Anbindung des Terminals an das Schienennetz kann die Distribution von LNG mit speziellen Kesselwagen ermöglichen.

Die German LNG Terminal GmbH ist ein Joint Venture der niederländischen Unternehmen Gasunie LNG Holding B.V., Vopak LNG Holding B.V. sowie der Oiltanking GmbH, einem Tochterunternehmen der Marquard & Bahls AG, Hamburg. Zweck des Joint Venture ist der Bau, Besitz und Betrieb eines Import und Small Scale-Terminals für verflüssigtes Erdgas (LNG) in Norddeutschland. Das Terminal wird zur Energiediversifizierung im Inland beitragen sowie die Einführung von LNG als nachhaltigere Kraftstoffalternative für den Schiffs- und Schwerlastverkehr unterstützen, wodurch die Umweltbelastung beider Sektoren reduziert wird.

Das Terminal wird eine Reihe von Dienstleistungen bereitstellen: Das Be- und Entladen von LNG-Carrier, die temporäre Speicherung von LNG, die Regasifizierung, die Einspeisung ins deutsche Erdgasnetz und die Distribution durch Tankkraftwagen und möglicherweise LNG-Kesselwagen.