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Künstliche Intelligenz stärkt Exploration bei Wintershall Dea

Die Wintershall Dea GmbH, Kassel/Hamburg, stärkt ihre Explorationsprozesse mit einer Suchmaschine, die auf künstlicher Intelligenz basiert. Das Exploration Advisory Tool wurde zusammen mit der IBM International Business Machines Corporation, Armonk, entwickelt und nutzt die neueste kognitive Suchtechnologie, um den Experten bei der Suche nach neuen Lagerstätten schneller und einfacher relevante Informationen über den Untergrund zu ermöglichen.

Für die erfolgreiche Gewinnung neuer Explorationsgebiete ist ein Verständnis der Untergrundstrukturen der Erde erforderlich – ein komplexer, aber entscheidender Vorgang. Das Exploration Advisory Tool, basierend auf künstlicher Intelligenz, liefert schneller die relevanten Fakten. Dabei zieht das Tool Informationen aus unstrukturierten Daten wie Berichten oder Präsentationen. Anders als bei einer simplen Stichwortsuche „denkt“ das Tool quasi wie ein Geologe. Das IBM-Tool versteht und extrahiert Informationen zu verwandten Konzepten wie „Formation“ oder „Lagerstätte“. So sparen die Explorations-Teams der Wintershall Dea wertvolle Zeit und Ressourcen, die sie sonst für die manuelle Datensuche aufbringen müssten.

In der Gas- und Öl-Branche ist Zeit ein wichtiger Werttreiber. Von der Akquisition neuer Lizenzen bis zur ersten Produktion können bis zu zehn Jahre vergehen. Aus Sicht von Hugo Dijkgraaf, Chief Technology Officer der Wintershall Dea, kann Künstliche Intelligenz helfen, bereits in den ersten Phasen der Wertschöpfungskette bessere Entscheidungen über zu erwartende Gas- und Ölmengen zu treffen. Es ist das Ziel, mit der digitalen Transformation die Wettbewerbsfähigkeit der Wintershall Dea zu stärken, effizienter und nachhaltiger zu arbeiten sowie Risiken zu minimieren. Mit dem Roll-out des Exploration Advisory Tools wird genau das erreicht. Das Tool verschafft dem Team laut H. Djikgraaf vor allem Zeit, um an den Dingen zu arbeiten, mit denen sie die größte Wirkung erzielen können.

Geowissenschaftler der Wintershall Dea arbeiteten gemeinsam mit IBM-Forschern und Datenwissenschaftlern in einer IBM-Garage, die Design Thinking nutzte, um so Innovationen voranzutreiben. Für Stefan Mueck, Chief Technology Office Cognitive Transformation der IBM, war das IBM Garage-Konzept ein entscheidender Erfolgsfaktor für dieses innovative Projekt. Es wirkt wie ein Transformationsbeschleuniger und hat ein leistungsfähiges, agiles und multidisziplinäres Team zusammengebracht. Bei der Entwicklung dieser Lösung, basierend auf modernster KI-Technologie, lag der Fokus auf den Bedürfnissen der Endnutzer.

Das Tool wurde 2020 erfolgreich getestet und soll 2021 allen Explorations-Teams der Wintershall Dea weltweit zur Verfügung stehen. Das Unternehmen erwartet durch den Einsatz des Tools bedeutende Zeitersparnis für die Kollegen im Bereich Exploration.

Die Wintershall Dea entwickelt und erweitert aktuell eine Reihe digitaler Lösungen, darunter das Exploration Advisory Tool, die gemessen an den Gewinnen in den Bereichen Sicherheit, Nachhaltigkeit, operative und finanzielle Leistung die größte Wirkung haben können.