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Fossile Energien

Mittelplate: Umstellung auf 100 % "grünen" Landstrom reduziert CO2-Emissionen deutlich

Die Wintershall Dea GmbH, Kassel/Hamburg, hat die Stromversorgung der Bohr- und Förderinsel Mittelplate im Nationalpark Schleswig-HolsteinischesWattenmeer auf 100 % zertifizierten Strom  aus erneuerbaren Energien umgestellt. Mittelplate ist damit das erste Erdölfeld in Deutschland, in dem ausschließlich mit Ökostrom gefördert wird.

Durch einen innovativen technologischen Ansatz konnte das Unternehmen nach Informationen von Hugo Dijkgraaf, Technikvorstand der Wintershall Dea, die Stromproduktion mit einer Gasturbine einstellen und auf Ökostrom von Land umstellen. So werden jährlich bis zu 36.000 t CO2 vermieden und der ökologische Fußabdruck des Unternehmens wird in diesem sensiblen Naturraum deutlich verkleinert. Die Umstellung auf Strom aus erneuerbaren Quellen ist außerdem ein weiterer Schritt bei der Umsetzung der Wintershall-Dea-Strategie, den Ausstoß von klimaschädlichen Emissionen konsequent zu verringern.

Zum Vergleich: Bei den direkten Emissionen stieß die internationale Öl- und Gasindustrie 2018 durchschnittlich 17,4 kg CO2 pro gefördertem Barrel Öläquivalent aus. Mittelplate hat 2019 lediglich 3,6 kg CO2 pro Barrel Öläquivalent emittiert. Und es geht noch besser: Durch Maßnahmen wie die Abschaltung der Turbine und die Umstellung der Stromversorgung rechnet die Wintershall Dea 2021 nur noch mit 0,4 kg je Barrel Öläquivalent. Für Dirk Warzecha, Leiter des  Wintershall Dea Deutschlandgeschäftes, ist der Einsatz von Ökostrom ein wichtiger Teil eines stetigen Verbesserungsprozesses für noch mehr ökologische Nachhaltigkeit und Umweltschutz – und es wird, nach seiner Aussage, nicht der letzte sein. Durch verantwortungsvolles Handeln und den Einsatz modernster Technik sorgt das Unternehmen dafür, dass sich Erdölförderung und Umweltschutz im Watt vor Friedrichskoog gut miteinander vereinbaren lassen. Bisher wurde der auf Mittelplate benötigte Strom überwiegend mithilfe einer Turbine auf der Insel erzeugt, die durch mitgefördertes Erdölbegleitgas angetrieben wurde. Die Wintershall Dea stellt die Stromerzeugung mit der Gasturbine ein und bezieht ab sofort nur noch Strom  aus erneuerbaren Quellen vom Festland.Dies gilt auch für alle anderen Anlagen  des Förderbetriebs Holstein an Land, zum  Beispiel die Aufbereitungsanlagen und Büros in Friedrichskoog sowie den Schiffsanleger in Cuxhaven. D. Warzecha kündigte außerdem an, dass die Wintershall Dea ab 2021 an allen deutschen Förderstandorten auf zertifizierten Strom aus erneuerbaren Energien umsteigen wird.