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Shell LNG-Outlook 2019 – Klimaziele beflügeln LNG-Nachfrage

Die große Nachfrage nach saubereren Kraftstoffen in Asien hat im vergangenen Jahr erneut für starkes Wachstum beim Verbrauch von LNG gesorgt. Wie die Deutsche Shell Holding GmbH, Hamburg, berichtet, stieg die globale Nachfrage an Liquified Natural Gas insgesamt um 27 Mio. t auf 319 Mio. t. Bis 2020 erwartet die Shell einen weiteren Nachfrageschub auf 384 Mio. t.

Laut des kürzlich veröffentlichten globalen Shell-LNG-Outlook wird in diesem Jahr das weltweite LNG-Angebot um 35 Mio. t zunehmen. Es ist davon auszugehen, dass diese zusätzlichen Mengen vollständig von Asien und Europa verbraucht werden. Ein neues Erstarken langfristiger LNG-Verträge im vergangenen Jahr kann Investitionen in Verflüssigungsanlagen ankurbeln. Auf Basis aktueller Nachfrageprojektionen geht die Shell davon aus, dass es Mitte der 2020er Jahre zu Engpässen bei der Versorgung kommen kann.

Die als positiv zu bewertenden Anstrengungen Chinas, die Luftqualität in den Ballungsräumen zu verbessern, haben die LNG-Importe in 2018 um 16 Mio. t steigen lassen. Ein Plus von 40 % gegenüber dem Vorjahr.

Auf der Angebotsseite hat Australien zum bisherigen LNG-Exportweltmeister Katar aufgeschlossen. Im laufenden Jahr gehen die Autoren des Outlook von einem weiteren Anstieg der australischen LNG-Exporte um 10 Mio. t aus. Die beiden Hauptexporteure von LNG sind gut aufgestellt, die schnell wachsenden Märkte Asiens zu versorgen und ihnen zu helfen, Kohle als Energieträger zu ersetzen und somit die Luftqualität zu verbessern.

Für Maarten Wetselaar, Integrated Gas and New Energies Director bei Shell, haben Chinas kontinuierlich steigende LNG-Importe in den vergangenen Jahren stark dazu beigetragen, die Luftqualität in einigen der größten Metropolen zu verbessern. Dieser Erfolg untermauert die Rolle, die Erdgas spielen kann, weltweit mehr und sauberere Energie zur Verfügung zu stellen.

Der Nachfrageschub aus Asien in 2018 hat die Erwartungen des Unternehmens erneut übertroffen. Es wird davon ausgegangen, dass sich dieser Trend fortsetzt. Obwohl mehr in Projekte für die Versorgung investiert wird, ist schon heute abzusehen, dass es noch größerer Anstrengungen bedarf.

LNG hat in den letzten Jahrzehnten eine wichtige Rolle im globalen Energiesystem gespielt, insofern als eine wachsende Zahl von Ländern auf Gas umgeschwenkt haben, um ihren wachsenden Energiebedarf zu decken. Der LNG-Handel hat seit dem Jahr 2000 von 100 Mio. t auf 319 Mio. t im Jahr 2018 zugelegt.

Neue Langzeitverträge könnten für neue Investitionen sorgen – Typischerweise sind Langzeitverträge erforderlich, um die Finanzierung neuer LNG-Projekte abzusichern. Von 2014 bis 2017 haben LNG-Käufer vermehrt kleinere, flexible Verträge mit kürzeren Laufzeiten abgeschlossen. Im vorigen LNG-Outlook hat die Shell gemahnt, dieses Missverhältnis zwischen den Bedürfnissen von Käufern und Anbietern auszugleichen, damit neue Projekte ermöglicht werden können.

Mit Blick darauf ermutigt die Tatsache, dass sich die durchschnittliche Vertragslaufzeit von rund sechs Jahren in 2017 auf rund 13 Jahre im Jahr 2018 verdoppelt hat. Das gesamte Vertragsvolumen 2018 liegt bei rund 600 Mio. t und hat sich damit mehr als verdoppelt.