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Uniper veräußert Beteiligung an Braunkohlekraftwerk Schkopau an Joint Venture Partner Saale Energie

Die Uniper SE, Düsseldorf, hat im Februar 2020 mit der Saale Energie GmbH (Saale Energie), Schkopau, einem Tochterunternehmen der tschechischen Energetický a Průmyslový Holding (EPH), Prag, eine Vereinbarung über die Veräußerung ihrer Beteiligung am Braunkohlekraftwerk Schkopau in Sachsen-Anhalt geschlossen. Die Uniper ist Betriebsführer des Kraftwerks und hält daran eine Beteiligung von rund 58 %. Die Saale Energie ist an dem Kraftwerk Schkopau bereits heute mit rund 42 % beteiligt und übernimmt die Beteiligung der Uniper mit Wirkung zum Oktober 2021.

Die Uniper hatte am 30. Januar 2020, unmittelbar nach Veröffentlichung des Kohleausstiegsgesetzes durch die Bundesregierung, einen ambitionierten Fahrplan für den Ausstieg aus der eigenen Steinkohleverstromung in Deutschland vorgestellt (siehe eot 11/12, Seite 6). Für das Braunkohlekraftwerk Schkopau sieht das Kohleausstiegsgesetz eine Laufzeit bis Ende 2034 vor. Mit der Veräußerung ihrer Beteiligung am Kraftwerk Schkopau wird sich die Uniper in Europa damit vollständig aus der Braunkohleverstromung zurückziehen.

Für Andreas Schierenbeck, Chief Executive Officer der Uniper, werden mit dem Verkauf der Uniper-Beteiligung am Kraftwerk Schkopau die ambitionierten Pläne zur Dekarbonisierung des Unternehmensportfolios konsequent umgesetzt. Die Lösung mit dem Joint-Venture-Partner ist die für die Uniper nicht nur strategisch und betriebswirtschaftlich sinnvoll, sondern bietet auch den Mitarbeitern des Kraftwerks eine Perspektive für die Zukunft.

Die Saale Energie wird neben der Kraftwerksbeteiligung ab Oktober 2021 von der Uniper außerdem die Betriebsführung sowie den operativen Betrieb des Kraftwerkes Schkopau samt der Uniper-Mitarbeiter übernehmen. Der Vollzug der Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der fusionskontrollrechtlichen Freigabe durch das Bundeskartellamt, Bonn.

Mit rund 900 MW Nettoleistung ist das Braunkohlekraftwerk Schkopau ein wichtiger Baustein der mitteldeutschen Energieversorgung. Es liefert nicht nur Strom für die öffentliche Versorgung, sondern auch Energie für einen benachbarten Chemiepark und für die Deutsche Bahn. Das Kraftwerk wandelt jährlich bis zu 6 Mio. t  mitteldeutsche Braunkohle aus dem Tagebau Profen in Strom und Prozessdampf um.