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Aus Ölkonzern OMV sollen zwei Unternehmen werden

Die OMV AG, Wien, steht ein großer Umbruch bevor. Laut eines Berichts der österreichischen Tageszeitung „Kurier“ will der Konzern seine Öl- und Gasförderung in eine eigene Firma auslagern.

Dem Bericht zufolge arbeitet ein Projektteam seit rund fünf Wochen daran, die OMV neu aufzustellen. Noch ist aber nichts endgültig entschieden, denn neben dem Aufsichtsrat müssen auch die beiden Hauptaktionäre der OMV, die Mubadala Development Company (24,9 %), Abu Dhabi, sowie die ÖBAG Österreichische Beteiligungs AG (31,5 %), Wien, der Neuorganisation zustimmen.

Der Schritt passt in eine Zeit, in der Ölkonzerne wegen der Energiewende vor großen Herausforderungen stehen. Für den Bereich der Exploration und Produktion sowie Projekte mit erneuerbaren Energien soll künftig eine eigene Gesellschaft gegründet werden, wie der Kurier berichtet. Pläne für die Börse gibt es für die neue Firma laut des Medienberichts nicht. Investoren sollen sich mehrheitlich an der neuen Energie-Gesellschaft beteiligen. Ob die teilstaatliche OMV und/oder die Staatsholding ÖBAG Minderheitsanteile halten werden, ist nach Informationen des Kurier noch offen. Außerdem berichtet die Zeitung, dass die OMV 6 Mrd. Euro bis 8 Mrd. Euro an frischem Kapital für die neue Gesellschaft erhalten könnte.

Das herkömmliche Raffineriegeschäft sowie die neue Sparte Chemie sollen in der börsennotierten OMV bleiben.