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Cressier: leistungsstärkste Freiflächensolaranlage der Schweiz wird errichtet

Die VARO Energy Group, Zug, und die Groupe E AG, Granges-Paccot, zwei Unternehmen, die im Bereich der Energiewende tätig sind, haben Mitte Januar 2022 angekündigt, dass sie die leistungsstärkste Freiflächensolaranlage der Schweiz bauen werden. Die 19.000 Solarmodule werden einen großen Teil der Elektrizität erzeugen, die von der einzigen Raffinerie der Schweiz verbraucht wird. Die Anlage wird unter Berücksichtigung der Artenschutzbestimmungen gebaut. Sie dient außerdem der Förderung der Innovationsfähigkeit: In Zusammenarbeit mit dem CSEM SA Centre Suisse d’Electronique et de Microtechnique, Neuchâtel, einem schweizerischen Forschungs- und Entwicklungszentrum, werden dort Solarmodule einer neuen Generation getestet.

19.000 statische Solarmodule

Die VARO ist Eigentümerin und Betreiberin der Raffinerie. Mit einer installierten Kapazität von 7,7 MW wird sie die größte Freiflächensolaranlage der Schweiz in Betrieb nehmen. Standort der in Zusammenarbeit mit der Groupe E gebauten Anlage ist ein Industriegebiet östlich der Raffinerie. Diese wird eine Fläche von 45.000 qm bedecken, was der Größe von rund fünf Fussballfeldern entspricht. Die Anlage besteht aus mehr als 19.000 statischen Solarmodulen. Zur Anlage zählen auch Wechselrichter und Transformatoren, die die direkte Stromeinspeisung in das Mittelspannungsnetz der Raffinerie ermöglichen. Das Gebiet wird für Wildtiere zugänglich sein. Die Investitionen belaufen sich auf 6,5 Mio. Schweizer Franken.

Rund 8,4 GWh pro Jahr

Die ab November 2022 erzeugte Energie wird hauptsächlich vor Ort in der Raffinerie verbraucht. Die Anlage erzeugt rund 8,4 GWh pro Jahr, was dem jährlichen Stromverbrauch von 2.000 bis 2.500 Haushalten entspricht. Bei voller Leistung deckt die Anlage mehr als 60 % des Strombedarfs der Raffinerie ab. Im Rahmen dieses Projekts wird vor Ort auf nachhaltige Weise Strom erzeugt, der aus erneuerbaren Quellen stammt.

Dev Sanyal, Chief Executive Officer der VARO, freut sich über die Zusammenarbeit mit der Groupe E. Dieses Projekt in Cressier ist ein wichtiger Schritt im Rahmen der Strategie der VARO, für ihre bereits vorhandenen Werke Möglichkeiten der nachhaltigen Energieerzeugung zu schaffen und die Wertschöpfung zu steigern. Als ein nach eigenen Angaben im Bereich der Energiewende in Europa führendes Unternehmen wird die VARO auch künftig mit anderen Unternehmen kooperieren, um die Transformation ihres Portfolios zu beschleunigen und neue Möglichkeiten zu erschliessen, die sich durch die aktuelle Energiewende ergeben.

Die Erschliessung erneuerbarer Energiequellen ist für die Dekarbonisierung der Gesellschaft unerlässlich. Das gemeinsam mit der VARO realisierte Solarprojekt leistet aus Sicht von Jacques Mauron, Generaldirektor der Groupe E, einen wichtigen Beitrag zur Energiewende. Als Unternehmen, das darauf wert legt, künftigen Generationen einen lebenswerten Planeten zu hinterlassen, stellt sich die Groupe E damit ihrer Verantwortung.

Ein Projekt im Einklang mit der Umwelt

In Zusammenarbeit mit Experten wurden Maßnahmen zum Erhalt der Artenvielfalt geplant. Diese tragen zum Schutz von Vögeln und Säugetieren bei. Außerdem entsteht durch den Solarpark keine Lärmbelastung. Die Anlage fällt aufgrund der dort vorhandenen hohen Hecken und Bäume kaum auf.