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Neuer Meilenstein in nachhaltiger Methanolproduktion im Hafen von Antwerpen

Anfang Mai 2020 wurde ein formelles Konsortium mit sieben Partnern unter dem Namen „Power-to-Methanol Antwerp BV“ gegründet. Die Oiltanking Deutschland GmbH & Co. KG, Hamburg, ist einer der Akteure des Konsortiums und wird sich mit ihrem Know-how über Handling, Lagerung und Transport von Methanol sowie weiteren damit verbundenen Aspekten einbringen. In der wichtigen nächsten Projektphase wird das Konsortium an den notwendigen Schritten arbeiten, um den Bau der geplanten Demonstrationsanlage vorzubereiten.

Die ENGIE Electrabel S.A., die Fluxys S.A., die PMV (Investmentgesellschaft der flämischen Regierung), alle Brüssel, die Indaver nv, Antwerpen, und der Port of Antwerp, die INOVYN, London, sowie die Oiltanking haben ein Konsortium für die nachhaltige Produktion von Methanol, einem wichtigen Rohstoff für die Industrie im Hafen, gegründet. Jeder Partner bringt sein spezifisches Wissen, seine Erfahrung und Expertise in das Projekt ein.

Mit dem Bau der Demonstrationsanlage am INOVYN-Standort in Antwerpen soll bis 2022 begonnen werden. Ziel ist, jährlich 8.000 t nachhaltiges Methanol zu produzieren und damit die CO2-Emissionen mindestens um die entsprechende Äquivalenzmenge zu reduzieren.

Erstmals in Belgien: nachhaltig produziertes Methanol

Methanol ist ein wichtiger und vielseitig einsetzbarer Ausgangsstoff für die chemische Industrie. Auch in vielen anderen Industriebereichen kommt Methanol zur Anwendung. Für den täglichen Betrieb des Hafens von Antwerpen als dem größten integrierten Energie- und Chemie-Cluster in Europa ist der Schlüsselrohstoff ebenfalls unverzichtbar. Bisher wird Methanol aus fossilen Rohstoffen hergestellt. Das „Power-to-Methanol“-Projekt zielt darauf ab, die fossilen Rohstoffe durch nachhaltig produziertes Methanol zu ersetzen, eine Premiere für Belgien. Das Methanol wird dabei aus zurückgewonnenem CO2 und nachhaltig erzeugtem Wasserstoff hergestellt. Das Kohlendioxid wird mittels Carbon Capture and Utilisation (CCU; Abscheidung und Nutzung von Kohlendioxid) abgetrennt, wodurch die CO2-Emissionen teilweise zurückgewonnen und dann mit Wasserstoff kombiniert werden, der auf der Basis von „grüner“ Energie aus erneuerbarem Strom erzeugt wird.