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Nikola, IVECO und OGE planen beschleunigten Ausbau der Wasserstoff-Infrastruktur und die Errichtung von Wasserstoff-Tankstellen

Die Nikola Corporation, Phoenix, die IVECO Magirus AG, Ulm, und die OGE Open Grid Europe GmbH, Essen, haben Mitte April 2021 die Unterzeichnung einer Absichtserklärung bekanntgegeben. Die Partner planen ein gemeinsames Geschäftsmodell für den leitungsgebundenen Transport von Wasserstoff für FCEVs (Brennstoffzellenfahrzeuge) von diversen Produktionsstandorten zu Wasserstofftankstellen. Dabei sollen zunächst die Rollen und Verantwortlichkeiten der Partner sowie die Grundsätze der Zusammenarbeit konkretisiert und formalisiert werden, die für die Umsetzung der noch in endgültigen Vereinbarungen festzulegenden Ziele benötigt werden.

Im Rahmen ihres Engagements für den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft konzentrieren sich die Partner auf die Errichtung der benötigten Transport- und Betankungsinfrastruktur, um eine sichere, zuverlässige und wirtschaftliche Bereitstellung von Wasserstoff für Lkw-Besitzer zu gewährleiten.

Nach Informationen von Pablo Koziner, President Energy and Commercial der Nikola, hat es sich das Unternehmen zur Aufgabe gemacht, die Erzeugung, Verteilung und Bereitstellung von Wasserstoff mit branchenweit führenden Konzepten umzusetzen und voranzutreiben. Für die Nikola bietet die Zusammenarbeit gerade in dieser Konstellation eine überzeugende langfristige Lösung für Tankstelleninfrastruktur, mit der die Akzeptanz von FCEV-Technologien in der Industrie sowie im Markt insgesamt gestärkt wird.

Mit der Einführung von wasserstoff- und batteriebetriebenen schweren Nutzfahrzeugen wird sich das „Ökosystem Verkehr“ verändern. Gerrit Marx, President Commercial & Specialty Vehicles der CNH Industrial N.V., London, und Chief Executive Officer der IVECO, ist davon überzeugt, dass auch die aktuellen Geschäftsmodelle entlang der Wertschöpfungskette sich verändern werden. Die Zusammenarbeit ist ein großer erster Schritt hin zu mehr Partnerschaften, um dies in Europa Realität werden zu lassen. Dazu bedarf es unternehmerischen, innovativen Denkens über die Grenzen fossiler Industriestrukturen hinweg.

Die OGE engagiert sich für den Aufbau einer Pipeline-Infrastruktur für den Wasserstofftransport von den Produktionsstandorten zu den wichtigen Netz-Exitpunkten. Nach Aussage von Dr. Thomas Hüwener, technischer Geschäftsführer der OGE, begrüßt es das Unternehmen, mit seinem Transportnetz eine wesentliche Rolle bei der Entwicklung von Wasserstoff-Tankstellen zu spielen und auf diese Weise an der Dekarbonisierung der Wirtschaft mitzuwirken.