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Shell und Uniper arbeiten an einer Anlage zur Herstellung von „blauem“ Wasserstoff

Die Uniper SE, Düsseldorf, hat eine Vereinbarung mit der Shell plc., London, unterzeichnet, um die Pläne zur Herstellung von „blauem“ Wasserstoff am Uniper-Kraftwerksstandort Killingholme in Ostengland voranzutreiben. Der erzeugte Wasserstoff kann zur Dekarbonisierung von Industrie, Verkehr, Strom- und Wärmemarkt in der gesamten Region Humber verwendet werden.

Das „Humber Hub Blue Project“ umfasst Pläne für eine Produktionsanlage die „blauen“ Wasserstoff mit einer Kapazität von bis zu 720 MW durch Gasreformierungstechnologie mit CO2-Abscheidung und -speicherung (CCS) produzieren kann.

Das abgeschiedene CO2 kann durch die vorgeschlagene Zero Carbon Humber Onshore-Pipeline geleitet werden. Diese ist Teil des East Coast Clusters, das kürzlich als eines von zwei Projekten zur CO2-Abscheidung und -speicherung ausgewählt wurde, die im Rahmen des Cluster Sequencing Process der Regierung eine erste staatliche Unterstützung erhalten haben.

Das „Humber Hub Blue Project“ hat kürzlich die Förderkriterien für Phase 2 des Cluster Sequencing Process der Regierung erfüllt. Erfolgreiche Projekte, die für eine staatliche Finanzierung in Frage kommen, werden ab Mai 2022 in die engere Auswahl kommen. Es wird erwartet, dass die Projekte der Phase 2 ab 2024 endgültige Investitionsentscheidungen treffen und dann ab 2027 in Betrieb genommen werden können.

Bei der Produktion von „blauem“ Wasserstoff in Killingholme können durch CCS rund 1,6 Mio. t CO2 pro Jahr abgeschieden werden, was einen erheblichen Beitrag zum Ziel der britischen Regierung leisten würde, bis 2030 jährlich 10 Mio. t CO2 abzuscheiden .

Die Vereinbarung folgt auf eine Absichtserklärung, die beide Unternehmen im Jahr 2021 unterzeichnet haben, um die Entwicklung einer Wasserstoffwirtschaft in Europa zu beschleunigen. Die Shell und die Uniper werden jetzt gemeinsam Studien zum Prozessdesign und zur Standortentwicklung vorantreiben, um das Projekt bis 2023 zum Front End Engineering and Design (FEED) und damit in die Planungsphase zu bringen.

Laut Axel Wietfeld, Chief Executive Officer der Uniper Hydrogen GmbH, Düsseldorf, ist das „Humber Hub Blue“-Projekt ein Kernstück der Wasserstoffambitionen der Uniper in Großbritannien.

Für Mike Lockett, Country Chairman der Uniper UK und Chief Commercial Officer Power, ist die Entwicklung eines Wasserstoffproduktionszentrums in Killingholme ein wichtiger Schritt zur Dekarbonisierung des größten Industrieclusters in Großbritannien. Diese Investition ist zukunftssicher und hat das Potenzial, die Wirtschaft der Region zu sichern und auszubauen.

Die Shell ist nach Mitteilung von David Bunch, Country Chair der Shell UK, bereit, ihren Teil dazu beizutragen, einen geordneten Übergang zu einer kohlenstofffreien Energieversorgung zu gewährleisten und gleichzeitig die Energiesicherheit des Vereinigten Königreichs zu stärken. Das Unternehmen plant, vorbehaltlich der Genehmigung durch den Verwaltungsrat, in den nächsten zehn Jahren bis zu 25 Mrd. Pfund in das britische Energiesystem zu investieren, und mehr als 75 % davon sind für kohlendioxidarme und -freie Technologien vorgesehen. Wasserstoff und CCS werden bei diesen Plänen eine Schlüsselrolle spielen. Sie können auch zur Förderung von Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätzen beitragen. Deshalb ist es wichtig, dass Regierung und Industrie weiter zusammenarbeiten, um den Wandel voranzutreiben.