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Zeller+Gmelin verlagert und erweitert seinen Produktionsstandort in China

In China ist der Schmierstoffhersteller Zeller+Gmelin GmbH & Co. KG, Eislingen, bereits seit den 1980er Jahren über Partner präsent, seit 2006 mit der eigenen Tochtergesellschaft Zeller+Gmelin (Suzhou) Co. Ltd. im Joint Venture in Luxu, 80 km westlich von Shanghai.

Laut Siegfried Müller, Geschäftsführer der Zeller+Gmelin, sind die Schmierstoffe des Unternehmens in China zunehmend beliebt und erfreuen sich einer immer stärkeren Nachfrage. Lange Zeit blieb das Geschäft auf überschaubarem Niveau. Seit 2010 ist der Umsatz stetig gestiegen, im Durchschnitt jährlich um 15 %. Die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Schmierstoffen in China nimmt weiter zu. Aus diesem Grund baut die Zeller+Gmelin ihre kundennahe Präsenz deutlich aus.

Mit Blick auf die Zukunft sind die Kapazitäten am bestehenden Standort nicht mehr ausreichend. 2018 bekam das Chemie-Unternehmen nach Informationen von S. Müller außerdem neue Auflagen von der Lokalregierung, sodass eine Verlagerung der Produktion an einen neuen Standort zwingend erforderlich wird.

Am neuen Produktionsstandort wird die Zeller+Gmelin-Tochtergesellschaft jetzt komplett auf eigenen Füßen stehen. Der Joint Venture-Partner war zurückhaltend und wollte keine größeren Investitionen tätigen. Daher hat sich die Zeller+Gmelin entschlossen alle Anteile komplett zurückzukaufen und die Produktion eigenständig zu verlagern, neu aufzubauen und zu erweitern.

Mit dem neuen Werk in China wird das Unternehmen in der Lage sein, sein gesamtes Leistungsspektrum sowohl chinesischen als auch globalen Kunden vor Ort anzubieten.

Geplant ist, dass das neue Werk schrittweise ausgebaut und mit modernen Fertigungsverfahren aufgerüstet wird. Ziel ist eine wirtschaftliche Produktion, die für hohe Flexibilität bei kurzen Durchlauf- und Lieferzeiten steht.

Auch die Division Druckfarben wird in den neuen Produktionsstandort integriert und komplett neu aufgebaut werden. In diesem Bereich sieht S. Müller für China viel Potenzial.

Zusätzlich zur Produktionserweiterung ist der Aufbau eines Entwicklungslabors geplant. Ziel ist, in China verstärkt Produkte zu entwickeln und zu produzieren, die auf die jeweiligen lokalen Marktbedürfnisse zugeschnitten sind. Zusammen mit den weiteren Entwicklungslaboren in Deutschland, England und den USA kann den globalen Kunden dann eine Vor-Ort-Entwicklung und -Betreuung auf den drei wichtigsten Kontinenten angeboten werden.