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Jörg Starr folgt auf Thomas Bystry als Vorsitzender der Clean Energy Partnership

Die CEP Clean Energy Partnership, Hamburg, gibt es in ihrer jetzigen Konstellation als reine Industrieinitiative seit gut zwei Jahren. Thomas Bystry, Shell Deutschland Oil GmbH, Hamburg, der die CEP erfolgreich in ihre vierte Phase geführt hat, weiß um den Mehrwert der branchenübergreifenden Zusammenarbeit. Nach seiner Aussage wächst in den einzelnen Branchen und Unternehmen derzeit die Erkenntnis, dass die Realisierung der Mobilität mit Wasserstoff nur mit vereinten Kräften funktionieren wird. Die CEP hat als starkes Team gezeigt, dass es funktioniert: Tanken in 3 Minuten, hohe Reichweiten, keine Kohlendioxidemissionen und fast kein Lärm. Das geballte Expertenwissen wird über die Branchengrenzen hinaus hochgeschätzt.

Sein Nachfolger, Jörg Starr, ist seit 25 Jahren in der Automobilbranche tätig. Sein Weg führte ihn über smart und Daimler 2007 zur Audi AG, Ingolstadt. Seit 2015 ist er als technischer Projektleiter im Audi h-tron-Projekt tätig. Die CEP kennt er bereits durch seine jahrelange intensive Mitarbeit in den Projektgremien. Für die nächste Zeit haben die CEP und der neue Vorsitzende einiges auf der Agenda. Nach Mitteilung von J. Starr ist wichtig, dass die Position der CEP zum grünen Wasserstoff, der existenziell für die Mobilität mit Wasserstoff ist, klarer herausgestellt wird. Außerdem wird – zusammen mit der NOW (Nationale Organisation für Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie) GmbH, Berlin,  das Thema „Regulations, Codes and Standards“ weiterbearbeitet. Ein wichtiger Aspekt ist auch das Thema Marktaktivierung, da kann die CEP künftig als Beratungsinstanz für Projekte und Business Cases zur Verfügung stehen.

Im Bereich Mobilität stehen aktuell der Lkw- und Busverkehr im Fokus. Der Schwerlastverkehr verursacht rund 60 % bis 65 % des Kohlendioxidausstoßes im Transportsektor und wird wesentlich zur notwendigen Vermeidung von Kohlendioxid beitragen müssen. Mit der aus dem Pkw-Bereich gewonnenen Expertise kann die CEP bei der Entwicklung eines Betankungsprotokolls für Lkw und Busse maßgeblich unterstützen. Das Betankungsprotokoll, das derzeit zur Anwendung kommt, und die Faktoren einer erfolgreichen Betankung entsprechend der weltweitgültigen Norm SAE J2601 definiert, wurde für 700-bar-Betankungen bis 10 kg entwickelt. An Lkw werden Mengen von bis zu 80 kg abgegeben, dafür müssen für J. Starr ganz andere Technologien entwickelt werden.

Immer die gemeinsame Vision der Partner im Blick, verweist der neue CEP-Vorsitzende auf das erst kürzlich verabschiedete neue Beitragsmodell, welches durch reduzierte Beiträge kleinen und mittelständischen Unternehmen den Zugang zur CEP erleichtert. Die CEP als Think Tank ist ein wichtiger Ansprechpartner für Politik und Industrie, ob im Verkehrs- oder Energiesektor. Das Thema ist komplex und vielschichtig, deshalb ist es Ziel zu wachsen und weitere Impulse durch neue Partner zu bekommen. Die Clean Energy Partnership ist davon überzeugt – die Mobilität mit Wasserstoff und Brennstoffzelle ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Verkehrswende, gerade wenn es um hohe Reichweiten und den Heavy Duty-Bereich geht.