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RWE Generation künftig mit eigenem Vorstandsressort für Wasserstoff

Kompetenzen bündeln, bestehende Projekte vorantreiben, neue Möglichkeiten suchen und Allianzen schmieden: Um diese Ziele zu erreichen, hat der Aufsichtsrat der RWE Generation SE entschieden, den Vorstand der 100 %igen Tochtergesellschaft der RWE AG, beide Essen, um ein Ressort für Wasserstoff zu erweitern. Das neue Vorstandsressort soll ab dem 1. Februar 2021 von Dr. Sopna Sury (46) geleitet werden. Die neue Einheit ist verantwortlich für die Ausgestaltung und Umsetzung der Wasserstoffstrategie der RWE und wird die Projekte in den Kernmärkten des Unternehmens vorantreiben.

S. Sury hat an der Universität Witten/Herdecke Wirtschaftswissenschaften studiert und ihre berufliche Karriere bei McKinsey gestartet. Seit 2011 war sie bei der E.ON SE, Essen, in verschiedenen Funktionen unter anderem für die Strategie der erneuerbaren Energien zuständig. Nach ihrer Zeit bei der Uniper SE, Düsseldorf, wo sie für den Vertrieb technischer Dienstleistungen und das Beteiligungsmanagement von Gas-Infrastruktur verantwortlich war, wechselte sie zu  RWE Renewables GmbH, Essen, wo sie aktuell den Bereich Strategie und Regulierung leitet.

Die RWE ist entlang der gesamten Wertschöpfungskette für „grünen“ Wasserstoff aufgestellt. Die RWE Renewables – die nach eigenen Angaben weltweite Nummer zwei im Bereich Offshore-Wind – kann den „sauberen“ Strom für die Produktion liefern. Die RWE Generation verfügt über das Know-how, „grünen“ Wasserstoff in Elektrolyseuren herzustellen. Die RWE Gas Storage West GmbH, Essen, kann Wasserstoff in ihren Gasspeichern zwischenlagern und das Energiehandelshaus RWE Supply & Trading GmbH, Essen, kann den Brennstoff industriellen Abnehmern bedarfsgerecht bereitstellen.

Für Roger Miesen, Vorstandsvorsitzender der RWE Generation, hat sein Unternehmen beim Wasserstoff beste Voraussetzungen, um eine führende Rolle spielen zu können. Mit der neuen Organisationseinheit wird sichergestellt, dass die Leistung besser umgesetzt werden kann.

Insgesamt treibt die RWE gemeinsam mit namhaften Partnern aus Industrie und Wissenschaft über 30 Wasserstoffprojekte in Deutschland, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich voran. Erst Anfang Dezember 2020 hat das Unternehmen seinen Beitritt zum Firmenkonsortium NortH2 erklärt, das im Norden der Niederlande eines der größten Wasserstoffprojekte für Nordwesteuropa entwickeln will. Am RWE-Kraftwerksstandort in Lingen ist das Unternehmen bei GET H2, dem aktuell größten Wasserstoffprojekt Deutschlands, mit an Bord. Gemeinsam mit Partnern plant die RWE dort einen Elektrolyseur mit einer Kapazität von 100 MW.