NEUIGKEITEN

aus der Branche!

Politik

Ladeinfrastruktur in Kommunen und Betrieben: Förderung jetzt auch für Flotten und an Mitarbeiterparkplätzen

Das BMVI Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Berlin, fördert künftig den Aufbau von Ladeinfrastruktur an Mitarbeiterparkplätzen, für Elektrofahrzeuge betrieblicher oder kommunaler Flotten sowie für Dienstfahrzeuge.

Die neue Förderrichtlinie „Nicht öffentlich zugängliche Ladestationen für Elektrofahrzeuge – Unternehmen und Kommunen“ wurde im November dieses Jahres veröffentlicht. Damit ergänzt das BMVI die Elektromobilitätsförderung um einen wichtigen Baustein.

Andreas Scheuer, ehemaliger Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, will Unternehmen und Kommunen den Umstieg auf eine klimafreundliche Flotte erleichtern. Deshalb sorgt das BMVI jetzt für komfortable Lademöglichkeiten am Arbeitsplatz. Einfach laden, immer und überall: Diesem Ziel ist Deutschland nach Aussage von A. Scheuer wieder ein ganzes Stück nähergekommen.

Kurt-Christoph von Knobelsdorff, Geschäftsführer der NOW GmbH, Berlin, hebt Deutschlands Ziel hervor, bis 2045 klimaneutral zu sein. Im Verkehrsbereich wird deshalb aus seiner Sicht eine Elektrifizierung in allen Varianten gebraucht. Unternehmen und Kommunen spielen hier eine zentrale Rolle, sie können mit der Bereitstellung von Ladeinfrastruktur maßgeblich zu einem beschleunigten Markthochlauf der Elektromobilität und damit zu einer Reduktion der Schadstoffemissionen beitragen.

Nach Angaben von Johannes Pallasch, Sprecher des Leitungsteams der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur unter dem Dach der NOW finden Schätzungsweise 60 % bis 85 % aller Ladevorgänge zu Hause oder am Arbeitsplatz statt. Deswegen muss Ladeinfrastruktur überall dort entstehen, wo die Autos ohnehin über längere Zeit parken. Dazu kommt: Rund zwei Drittel aller Pkw-Neuzulassungen sind Dienstfahrzeuge. Mit der Förderung von Ladeinfrastruktur auf den Parkplätzen von Unternehmen und Kommunen werden daher gleich zwei wichtige und stark nachgefragte Anwendungsfälle gestärkt.

Anträge können ab dem 23. November 2021 über das Förderportal der KfW Kreditanstalt für Wiederaufbau, Frankfurt, gestellt werden.

Zur Förderung

Gefördert werden der Erwerb und die Errichtung einer neuen, nicht öffentlich zugänglichen stationären Ladestation inklusive des Netzanschlusses. Die Ladeinfrastruktur muss sich an Stellplätzen auf Liegenschaften befinden, die zur gewerblichen und kommunalen Nutzung oder zum Abstellen von Fahrzeugen der Beschäftigten vorgesehen sind.

Der Zuschuss beträgt 70 % der förderfähigen Ausgaben, maximal 900 Euro pro Ladepunkt. Es werden Ladepunkte mit einer Ladeleistung von bis zu 22 KW gefördert.

Hersteller von Ladevorrichtungen können die Förderfähigkeit ihrer Produkte überprüfen lassen. Sofern alle technischen Anforderungen erfüllt sind, werden die Produkte in die Liste der förderfähigen Ladevorrichtungen aufgenommen.

Die Gewährung von staatlichen Fördermitteln an wirtschaftlich tätige Einheiten (Unternehmen) erfolgt im Rahmen der vorliegenden Förderrichtlinie als De-minimis-Beihilfe.