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Regenative Energien

Aurubis baut mit HAMBURG ENERGIE einen der größten Ladeparks für E-Mobilität in Norddeutschland und wird Mitglied der Stiftung 2°

Die Aurubis AG, Hamburg, und die HAMBURG ENERGIE GmbH haben mitte Juni 2021 offiziell den Bau eines der größten zusammenhängenden Ladeparks für E-Mobilität in Norddeutschland gestartet. Bis zum Jahresende werden 150 Ladepunkte mit je 22 kW Leistung auf zwei Parkplatzflächen des Aurubis-Werkes in Betrieb gehen.

Laut Jens Jacobsen, Werkleiter Aurubis Hamburg, will das Multimetall-Unternehmen auch einen Beitrag zur Verkehrswende leisten und setzt deshalb beim Thema Mitarbeitermobilität auf Nachhaltigkeit.

Nach Aussage von Michael Prinz, Geschäftsführer von HAMBURG ENERGIE, steigt die Nachfrage nach Elektromobilität nicht nur bei Privatleuten stark, sondern auch Unternehmen werden zunehmend zum Vorreiter. Mit dem neuen Ladepark geht es einen großen Schritt voran in der Verkehrswende, hin zu klimafreundlicherer Mobilität in der Stadt. Dafür liefert die HAMBURG ENERGIE neben der technischen Lösung auch echten Ökostrom.

Da vielerorts noch keine Lademöglichkeiten für Elektroautos existieren, möchte die Aurubis mit dem Bau des Ladeparks ihre Mitarbeiter motivieren, sich ein Elektroauto anzuschaffen. Neben der E-Mobilität werden sie aber auch mit weiteren Angeboten wie Fahrradleasing, ÖPNV-Bezuschussung, nachhaltige Dienstwagenregelung oder der Einführung von Mindestdistanzen bei Flugreisen dabei unterstützt, ihren Beitrag zu einer umweltfreundlichen Mobilität zu leisten.

Die Aurubis investiert rund 1,6 Mio. Euro in den Ladepark, der auch von Gästen des Unternehmens auf der Veddel genutzt werden kann. Das Hamburger Programm Electrify Buildings for Electric Vehicles – kurz ELBE – soll Unternehmen dabei mit Fördermitteln unterstützen. Aufgrund der begrenzten Laufzeit von ELBE bis lediglich 2022 beträgt die Fördersumme für die Aurubis nach Mitteilung von Ulf Gehrckens, Leiter Energy & Climate Affairs bei der Aurubis, statt der ursprünglich angekündigten 40 % jetzt nur rund 5 %. Das ist für das Unternehmen sehr unbefriedigend, da der Großteil der Bürger weiter noch keine Möglichkeit hat, bei sich zu Hause zu „tanken“. Dennoch setzt der Metallproduzent das Projekt im Sinne der Hansestadt um, denn nach Auffassung der Aurubis wird die Mobilitätswende ohne Unterstützung von Unternehmen nicht funktionieren.

Die Betriebsführung des Ladeparks übernimmt die HAMBURG ENERGIE. Neben den Ladepunkten, an denen die Elektroautos mit 100 % „grünem“ Wechselstrom geladen werden, baut Hamburgs nach eigenen Angaben größter Ökostromversorger und einer der größten Solar- und Windenergieproduzenten der Stadt auch zwei Trafostationen und Mittelspannungsanlagen auf den Parkplatzflächen.

Intelligentes Lastmanagement

Die 150 Ladepunkte der Aurubis werden in ein Backendsystem eingebunden, das der Steuerung, Überwachung und Fernwartung der Ladepunkte dient und für ein intelligentes Lastmanagement sorgt. Damit ist gewährleistet, dass die Belastung des Stromnetzes während der Ladevorgänge möglichst niedrig bleibt und dennoch jedes Elektroauto innerhalb der Arbeitszeit der Mitarbeiter aufgeladen werden kann.

Insgesamt hat die HAMBURG ENERGIE in den letzten Jahren rund 300 Ladepunkte für Privatleute und Unternehmen gebaut. Dabei verzeichnet der Versorger 4.000 Ladevorgänge pro Monat und einen monatlichen Ladestromabsatz von 50.000 kWh.

Aurubis wird Förderunternehmen der Stiftung 2°

Für Roland Harings, Chief Executive Officer der Aurubis, ist es selbstverständlich, die europäischen Klimaziele zu unterstützen. Daher wird sein Unternehmen seinen Beitrag leisten. Die Aurubis will bis spätestens 2050 klimaneutral sein und das global effizienteste und nachhaltigste Hüttennetzwerk werden. Um zu zeigen, wie ernst die eigenen Klimaziele genommen werden, ist die Aurubis Teil der international renommierten Science-Based-Targets-Initiative geworden, die auf messbare, wissenschaftsbasierte Klimaziele setzt. Das Unternehmen produziert laut R. Harings schon heute die Rohstoffe, die für die Energiewende benötigt werden. Das soll jetzt zunehmend nachhaltig geschehen. Deshalb investiert die Aurubis gezielt in die Rohstoffsicherung und Kreislaufwirtschaft. Daher ist es ein logischer Schritt, dass das Unternehmen jetzt auch Förderer der Stiftung 2° - Deutsche Unternehmer für Klimaschutz, Berlin, geworden ist. Gemeinsam mit anderen zukunftsgerichteten Unternehmen will die Aurubis viel für den Klimaschutz bewegen und als Teil der Wirtschaft Verantwortung für die gemeinsame Zukunft übernehmen.

Das Ziel Klimaneutralität stellt viele Branchen und Sektoren vor große Herausforderungen. Klimaschutz in industriellem Maßstab erfordert große Lösungen, für die die Weichen noch in dieser Dekade gestellt werden müssen. Deshalb ist es laut Sabine Nallinger, Vorständin der Stiftung 2°, für die Stiftung von herausragender Bedeutung, mit Aurubis einen der größten Multimetall-Produzenten und Kupferrecycler weltweit zu gewinnen und mit diesem sowie den anderen Mitgliedern den Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft zu gestalten und wichtige Impulse zu setzen, um Klimaschutz zum festen Bestandteil gerade auch von energieintensiven Geschäftsmodellen zu machen.