NEUIGKEITEN

aus der Branche!

Erneuerbare Energie

E.ON-Umfrage zeigt breites Vertrauen der Deutschen in Wasserstoff

Die Deutschen haben mehrheitlich großes Vertrauen in Wasserstoff-Technologie. Laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der E.ON SE, Essen, können sich 67 % der Deutschen bereits heute vorstellen, mit Wasserstoff zu heizen, wenn dabei kein CO2 entsteht. Dreiviertel aller Befragten ist bekannt, dass mithilfe von Wasserstoff insbesondere erneuerbare Energie gespeichert werden kann.

Die Anfang Dezember 2020 beschlossene EEG-Umlagebefreiung bestätigt den bisher eingeschlagenen Weg, das Gasnetz für den Betrieb mit Wasserstoff umzurüsten. Konkret treibt die E.ON den Umbau der eigenen Gasnetze voran, um die Kunden in Zukunft kohlendioxidfrei mit Wärme zu versorgen. Schon heute betreibt das Unternehmen in Pilotprojekten ein Gasnetz mit einem Wasserstoffanteil in Höhe von 20 %. Im Rahmen des Projektes „H2HoWi“ in Holzwickede wird sogar eine öffentliche Leitung zu 100 % auf den Transport von Wasserstoff umgestellt (eot. 91/92, Seite 11). Mit diesem Vorhaben will die E.ON sich als Innovationsführer in der Wasserstoffwirtschaft positionieren. Bis zum Jahr 2030 soll das Gasverteilnetz der E.ON „H2-ready“ sein.

Aufbau einer nationalen Wasserstoffwirtschaft

Wasserstoff und „grüne“ Gase im Allgemeinen sind wichtige Bestandteile für das Gelingen der Energiewende. Die letzte Woche beschlossene EEG-Umlagebefreiung von Strom für „grünen“ Wasserstoff ist somit ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung und wird vom E.ON-Netzvorstand Thomas König begrüßt. Damit wird die Wirtschaftlichkeit von Wasserstoffprojekten verbessert und eine Grundlage für den Aufbau einer nationalen Wasserstoffwirtschaft gelegt. Damit diese Regelung in der Praxis Anwendung finden kann, müssen die Rahmenbedingungen für „grünen“ Wasserstoff schnell festgelegt werden.

Damit Wasserstoff und „grüne“ Gase künftig am Markt bestehen können, müssen die politischen Rahmenbedingungen weiter angepasst werden. Um die Nachfrage anzuregen und eine zuverlässige Emissionsminderung von Gasanwendungen zu erreichen, ist eine „Grüngasquote“ sinnvoll. Die Umfrageergebnisse zeigen außerdem, dass die deutsche Bevölkerung der Verwendung von Wasserstoff als Heizmittel offen gegenübersteht. Der Wärmesektor muss selbstverständlicher Teil der nationalen Wasserstoffstrategie sein, vor allem, da er hohes Potenzial zur Reduzierung von Emissionen und damit für die gerade beginnende, zweite Phase der Energiewende bietet.