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Regenerative Energien

Hy2B und H2 MOBILITY Deutschland vereinbaren Wasserstoffabnahme

Die H2 MOBILITY Deutschland GmbH & Co. KG, Berlin, plant ab 2024 regenerativ erzeugten Wasserstoff (H2) von der Hy2B Wasserstoff GmbH, Grasbrunn, zu beziehen. Die Absicht zur Belieferung mit „grünem“ Wasserstoff aus Niederbayern haben die beiden Unternehmen im Vorfeld des Spatenstichs zum Megawatt-Elektrolyse-Projekt auf dem Gelände des künftigen Wasserstoffzentrums in Pfeffenhausen bekundet. Mit dem „grünen“ Wasserstoff sollen H2 MOBILITY-Wasserstoffstationen vor allem in Bayern beliefert werden.

Die Wasserstoffnachfrage an deutschen Tankstellen steigt: Allein in den letzten 12 Monaten hat sich die in Deutschland vertankte Menge an Wasserstoff verdoppelt. Vor allem der Bereich der Nutzfahrzeuge wächst signifikant. Damit hier aber Wasserstoff zur vollständigen Dekarbonisierung beitragen kann, muss er elektrolytisch aus erneuerbaren Energien erzeugt werden. Noch ist „grüner“ H2 in Deutschland allerdings Mangelware.

Vor allem beim Ausbau von lokalen Elektrolyseanlagen ermöglicht die H2 Mobility laut Nikolas Iwan, Geschäftsführer der H2 MOBILITY Deutschland, als zuverlässiger Abnehmer einen wirtschaftlichen Betrieb. Die Wasserstoffmobilität kann entscheidend zur Umsetzung von regionalen Elektrolyseprojekten und zum raschen Ausbau der Elektrolysekapazitäten in Deutschland beitragen, wovon dann auch andere Abnehmer profitieren.

Die Wasserstofferzeugungsanlage der Hy2B in Pfeffenhausen ist Teil der vom BMDV Bundesministerium für Digitales und Verkehr, Berlin/Bonn, geförderten HyPerformer-Modellregion HyBayern. Auf dem Grundstück südlich der Schmatzhausener Straße auf dem Gemeindegebiet des Marktes Pfeffenhausen wird in den kommenden Jahren ein Wasserstoff-Technologie- und Anwenderzentrum errichtet. Ab der zweiten Jahreshälfte 2023 soll die Wasserstoffelektrolyseanlage „grünen“ Wasserstoff mit erneuerbarem Strom aus einer neu errichteten Photovoltaik-Freiflächenanlage und später auch aus Windkraftanlagen in der unmittelbaren Umgebung erzeugen.

Die Bedeutung solcher netzdienlichen Elektrolyseanlagen nimmt aktuell auch im Kontext mit der durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine drastisch verstärkten Energiekrise zu, da für eine Beschleunigung beim Ausbau der erneuerbaren Energien ein stabiles Stromnetz Voraussetzung ist.

Das deutsche Wasserstofftankstellenetz

Aktuell können Brennstoffzellenfahrer an rund 100 öffentlichen Wasserstofftankstellen in Deutschland mit 700 bar Pkw, kleinere Nutzfahrzeuge und z. B. Müllsammler auftanken. Neun weitere Tankstellen befinden sich in Planung, Bau oder Inbetriebnahme. An zwölf Stationen ist auch die Betankung mit 350 bar für Busse und Lkw möglich. Weitere sieben Stationen befinden sich in der Umsetzung. Damit ist Deutschland im europäischen Vergleich führend.

Die H2 MOBILITY Deutschland ist zurzeit mit über 90 Wasserstofftankstellen der führende Anbieter in Europa. Der weitere Ausbau der deutschen Wasserstofftankstelleninfrastruktur erfolgt nachfrageorientiert, u.a. entlang der TEN-T-Korridore (TEN-T – Transeuropäische Netze Verkehr) auch für Nutzfahrzeuge.