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Erneuerbare Energie

Sunfire tritt eFuel Alliance bei

Die im vergangenen Sommer gegründete Industrieinitiative eFuel Alliance e. V., Hamburg, die sich für ein Erreichen der Klimaziele durch den breiten Einsatz von E-Fuels einsetzt, wächst weiter. Mit dem Beitritt der Sunfire GmbH, Dresden, einem nach eigenen Angaben weltweit führenden Elektrolyse-Unternehmen, wird ein weiterer wichtiger Teil der Wertschöpfungskette für E-Fuels in der Allianz abgebildet. Mit der Sunfire ist ein Unternehmen Teil der Allianz geworden, das die technischen Voraussetzungen für den Einsatz von E-Fuels schafft.

Um nachhaltige Kraftstoffe besonders effizient herzustellen, nutzt die Sunfire den Power-to-Liquid (PtL)-Prozess. Dabei wandeln innovative SOEC-Elektrolyseure zunächst CO2, Wasserdampf und Strom aus erneuerbaren Energien in „grünes“ Synthesegas um, das in der anschließenden Fischer-Tropsch-Synthese weiterverarbeitet wird. Das entstehende „erneuerbare Rohöl“ wird in Raffinerien zu nachhaltigen Kraftstoffen wie Kerosin, Diesel und Benzin veredelt. Diese können in den bestehenden Flotten und Infrastrukturen weiter genutzt werden.

Die Allianz, ein breiter Mix von rund 120 Unternehmen und Verbänden aus unterschiedlichen Branchen wie der Mineralölwirtschaft, dem Anlagenbau, der Automobil- und Zulieferindustrie oder der Schifffahrt engagiert sich insbesondere auf europäischer Ebene für die Schaffung von Rahmenbedingungen, die einen Markthochlauf von E-Fuels ermöglichen.

Für Ole von Beust, Geschäftsführer der eFuel Alliance, ist es jetzt die Aufgabe der Politik, neben der großen Unterstützung für E-Mobilität, auch die Rahmenbedingungen für E-Fuels zu verbessern, denn nur mit einem „sowohl als auch“, können die von der EU nochmals verschärften Klimaziele erreicht werden.

Auch Nils Aldag, Chief Executive Officer und Gründer der Sunfire, fehlt ein verlässlicher, regulatorischer Rahmen, um kurzfristig mit dem Bau von Großanlagen beginnen und E-Fuels im industriellen Maßstab produzieren zu können. Die Technologie ist nach seiner Aussage reif für den Markteintritt, daher ist in der jetzigen Phase, in der das Technologieunternehmen in den Startlöchern steht, das Engagement der eFuel Alliance sehr wichtig.

Die eFuel Alliance bringt sich aktiv in die bereits begonnenen Reformen der CO2-Flottengrenzwerte und der Erneuerbaren-Energie-Richtlinie (RED II) sowie in weitere für ein Gelingen der Energiewende wichtiger Vorhaben ein und baut ihren Wirkungskreis konsequent auf Europa aus: jüngst in Österreich und mit dem Aufbau einer eFuel Alliance in Italien.