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Aus Parkhäusern werden Mobilitätshotspots

Volle Innenstädte mit parkenden Autos, nerviger Parksuchverkehr, mangelnde Ladeinfrastruktur für die E-Mobilität – die Diskussionspunkte rund um eine gewünschte Verkehrswende sind vielfältig. Dass gerade Parkhäuser einen wesentlichen und damit entscheidenden Beitrag dazu leisten könnten, zeigt eindrucksvoll das Konzept des Mobilitätshotspots Parkgarage Hofbräuhaus in München. Dort ist der Wunsch nach einem Parkhaus als Zentrum vernetzter Multimodalität bereits Realität. Der Betreiber des Objektes, die Bavaria Parkgaragen GmbH, München, und die Scheidt & Bachmann GmbH, Mönchengladbach, als Lösungs-Partner, sind mit ihrem innovativen Konzept beispielgebend für den Trend der Branche.

Die verkehrsgünstige Lage des neuen Mobilitätshauses unter dem hoch frequentierten Altstandring bietet einen optimalen Ausgangspunkt, um Ziele in der Innenstadt, wie die Fußgängerzone, das Hofbräuhaus und andere bekannte kulturelle Einrichtungen, aber auch das Deutsche Museum in kürzester Zeit zu erreichen. Für Kurz- und Dauer-/Langzeitparker werden neben den 520 Stellplätzen auch innovative Services bereitgestellt, die einen bequemen Umstieg auf ein anderes Verkehrsmittel ermöglichen. So sind Parkflächen für CarSharing-Fahrzeuge, abschließbare Fahrradboxen, eine Verleihstation von E-Fahrrädern und E-Scootern vorhanden. Zusätzlich gibt es 18 Ladepunkte für Elektrofahrzeuge, die bei wachsendem Bedarf beliebig erweitert werden können. Der Service für das Laden wird über entervo.charge, die Lade-Lösung von Scheidt & Bachmann in Parkhäusern, angesteuert und über das Parkticket in einem Vorgang mit der Parkgebühr abgerechnet. Dauerparkern werden die Ladekosten zusätzlich zu ihrer Monatsgebühr in Rechnung gestellt.

Fahrzeuge von Mobilitätsanbietern erhalten über die digitale Parklösung der evopark GmbH, Köln, mittels der Schnittstelle entervo.connect eine berührungslose Zufahrt.

Ebenso kann das direkt angegliederte Angebot des ÖPNV genutzt werden. Bewohner der Altstadt können ihre Fahrzeuge als Dauerparker abstellen und so einen unmittelbaren Beitrag für eine autoarme Innenstadt und damit eine höhere Lebensqualität leisten. Für eine Entlastung des Straßenraumes vom Lieferverkehr von Paketdiensten sorgen Paketstationen. Diese Stationen sind rund um die Uhr geöffnet und der Zugang erfolgt über das Parkticket beziehungsweise dem entsprechenden Kontrollmedium. Anwohner können so nach dem Abstellen ihres Pkw oder auf dem Weg dorthin ihre Pakete einfach entgegennehmen.

Claus Schnell, Geschäftsführer der Bavaria Parkgaragen GmbH, sieht am gelungenen Beispiel der Parkgarage „Hofbräuhaus“ ein sehr großes Potenzial.

Durch eine künftige Nutzung der Parkhäuser als Mobilitätshotspots kann aus seiner Sicht eine intermodale Nutzung der einzelnen Verkehrsmöglichkeiten unterstützt und deren Vernetzung weiter vorangetrieben werden. Besucher und Anwohner haben damit eine freie Wahl des Verkehrsmittels und tragen zu einer umweltfreundlicheren Mobilität in den Innenstädten bei.