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BayWa Energie und Rödl energie errichten LNG-Tankstelle am Nürnberger Hafen

Die Geschäftsfelder Klassische Energie der BayWa AG, München, und Energie der Rödl GmbH, Neumarkt in der Oberpfalz, starten gemeinsam den Bau einer LNG-Tankstelle am Nürnberger Hafen. Der Spatenstich erfolgte am 24. Oktober dieses Jahres.

Die LNG-Tankstelle entsteht auf dem Gelände der Rödl energie in der Mülheimer Straße. Der Standort zeichnet sich durch eine gute logistische Lage am Hafen aus, sodass regionale Lkw-Verkehre auf LNG umgestellt werden können. Nach Aussage von Dr. Klaus Mohrenweiser von der BayWa erweitert das Unternehmen mit  LNG sein Kraftstoff-Portfolio um eine umweltfreundlichere Alternative für den Schwerverkehr. Nach dem Einstieg in das LNG-Tankstellen-Geschäft in Wolfsburg – die dortige Station wird voraussichtlich im Dezember 2019 in Betrieb gehen – ist dies die zweite LNG-Tankstelle, die das Unternehmen aufbaut. Weitere Standorte werden folgen.

Stefan Rödl sieht die Rödl energie als Energie-Fürsorger in der Verantwortung, den Kunden schon heute umweltverträglichere Kraftstoffe anzubieten. Wer es heute mit Klimaschutz und der Vermeidung von Kohlendioxid ernst meint, muss seiner Meinung nach jetzt in LNG investieren, ohne dabei die künftige Entwicklung Richtung Wasserstoff und E-Fuels aus den Augen zu verlieren. Am Standort der neuen LNG-Tankstelle betreibt Rödl bereits seit vielen Jahren eine Diesel-Tankstelle für Gewerbekunden, die jetzt um das LNG-Angebot erweitert wird. Voraussichtlich im März 2020 werden die Bauarbeiten am Nürnberger Hafen abgeschlossen sein. Nach einem Probebetrieb soll die offizielle Eröffnung der LNG-Tankstelle im April 2020 erfolgen. Weitere Stationen im Raum Süddeutschland sind sowohl von der BayWa Energie als auch von der Rödl energie geplant. Die Standorte werden veröffentlicht, sobald ein Eröffnungsdatum avisiert werden kann.

Im Vergleich zu Diesel verursacht LNG weniger Kohlendioxid- und weniger Stickoxid-Emissionen. Aufgrund der geringeren Kraftstoffkosten im Vergleich zu Diesel ist bei entsprechend hohen Laufleistungen der Lkw auch die Wirtschaftlichkeit gegeben. Für die Umstellung auf LNG-Lkw gibt es Rückenwind von der Regierung. Im aktuellen Förderprogramm bezuschusst sie eine Neuanschaffung mit bis zu 12.000 Euro. Das Förderprogramm für saubere, schwere Nutzfahrzeuge wurde aufgrund der hohen Nachfrage von 10 Mio. Euro auf 20 Mio. Euro aufgestockt. Das Bundesverkehrsministerium verlängerte die Mautbefreiung von LNG-Lkw außerdem bis Ende 2020, danach fahren sie mit verringerten Mautgebühren.