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Clean Power Net (CPN) gewinnt mit Bosch weiteres Branchenschwergewicht als Partner

Der Zusammenschluss der deutschen Brennstoffzellenbranche für die sichere Stromversorgung Clean Power Net (CPN) erhält einen prominenten Neuzugang: die Robert Bosch GmbH, Gerlingen. Damit bekommt das Innovationscluster weitere Unterstützung für sein Ziel, eine alternative umweltfreundliche Energieversorgung der Zukunft zu etablieren. Die Robert Bosch GmbH ist ein wichtiger Innovator im Bereich der stationären Festoxid-Brennstoffzellentechnologie (Solid Oxide Fuel Cell, SOFC). Die von Bosch produzierten SOFC-Systeme erreichen bei einer elektrischen Leistung von 10 kW in der Grundeinheit einen elektrischen Wirkungsgrad von 60 %. Bei zusätzlicher Nutzung von Wärme kann der Gesamtwirkungsgrad auf 85 % gesteigert werden und ist damit jedem anderen Energiewandler deutlich überlegen. Die Einheiten sind bis in den Megawattbereich skalierbar. Die ersten Systeme laufen bereits erfolgreich bei ausgewählten Kunden, eine Serienproduktion der SOFC-Anlagen ist ab 2024 geplant.

>Brennstoffzellen spielen Schlüsselrolle für künftige Energiesysteme

Mögliche Energieträger sind dabei vielfältig. Die SOFC-Anlagen können heute mit kohlendioxidneutralem Biogas oder Erdgas betrieben werden – und sind bereits jetzt wasserstofffähig für das Energiesystem von morgen. Bei Betrieb mit Biogas oder Erdgas fallen keine Stickoxide oder Partikel an und die CO2-Emissionen werden im Vergleich zum deutschen Strom-Mix um rund 40 % gesenkt. Bei Einsatz von „grünem“ Wasserstoff sinkt der CO2-Ausstoß auf null. Durch ihre Flexibilität stellen die SOFC-Systeme eine Schlüsseltechnologie der Energieversorgung der Zukunft dar, die schon heute funktioniert. Die stationären Brennstoffzellensysteme liefern eine zuverlässige Stromversorgung und tragen damit zum Übergang von fossilen zu erneuerbaren Energien bei. Je nach Energiebedarf lassen sich künftig beliebig viele Anlagen mit gleicher Leistung zusammenschalten. Über diese Vernetzung der Geräte lassen sich virtuelle Kraftwerke darstellen, die gemeinsam eine bedarfsgerechte Energieversorgung am Ort des Verbrauchs ermöglichen.

Der Beitritt eines so wichtigen Partners wie die Bosch setzt nach Meinung von Andreas Saft, Sprecher des CPN, nicht nur ein politisches Zeichen, sondern ist ebenso ein wirtschaftliches Signal. Das CPN verspricht sich eine Win-Win-Situation für das gesamte Netzwerk, um gemeinsam an einer Zukunft mit umweltfreundlicher Energieversorgung zu arbeiten. Die Zusammenarbeit soll Partnern und deutschen Industrieunternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette den Weg zur Marktaktivierung und -einführung von Brennstoffzellen in Wirtschaft und Industrie ebnen. Trotz zunehmender Konkurrenzsituation auf einem stark diversifizierten Markt mit verschiedenartigen Technologien, sind der Wissensaustausch und die Zusammenarbeit für den Umstieg auf erneuerbare Energien unabdingbar. Das betont auch Wayne Kern, kaufmännischer Leiter SOFC bei der Robert Bosch GmbH. Das Unternehmen will Klimaschutz technisch möglich und wirtschaftlich nutzbar machen. Mit dem SOFC-System nimmt es nach eigenen Angaben eine technologische Vorreiterrolle ein und bringt eine energieträgerflexible Lösung in den Markt, die auf bestehende Infrastrukturen aufsetzt und damit bereits heute als bedarfsgerechte Lösung dezentral einsetzbar ist.

CPN sichert sich neue Finanzierungsrunde und ernennt neue Sprecher

Die Politik selbst hat zum Jahresbeginn 2021 ihr Bekenntnis zur Brennstoffzelle erneuert und sicherte dem CPN eine neue Phase-Zwei-Finanzierung zu. Diese Finanzierung garantiert dem Branchencluster bis Ende 2023 eine stabile finanzielle Zuwendung in sechsstelliger Höhe. Um sich künftig neuen Herausforderungen zu stellen, richtet sich das Netzwerk ebenso personell für die Zukunft aus: Die CPN-Vollversammlung ernannte mit Andreas Saft, DB Bahnbau Gruppe GmbH, Berlin, einen neuen Sprecher und Björn Ledergerber, SFC Energy AG, Brunnthal, zum neuen stellvertretenden Sprecher des CPN.

Über Clean Power Net

Das Clean Power Net (CPN) wurde 2010 von 12 Unternehmern gegründet, um den Einsatz der Brennstoffzellentechnologie insbesondere für digitale und kritische Infrastrukturen konzertiert und nachhaltig voranzubringen. Um langfristig eine klimaschonende und effizientere Energieversorgung für Industrieanwender zu realisieren, arbeitet das CPN gemeinsam mit Anwendern und Herstellern aus Industrie und Wirtschaft sowie Forschungseinrichtungen zusammen. Initiator des Netzwerks ist die NOW GmbH Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie, Berlin. Das CPN zählt heute 19 Partner und wird als Innovationscluster mit Mitteln des NIP II durch das BMVI Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Berlin, gefördert.