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E.ON kooperiert mit IBM Quantum, um die Ziele der Energiewende voranzutreiben

Die E.ON SE, Essen, und die IBM Deutschland GmbH, Ehningen, treiben die Transformation der Energiewirtschaft mithilfe von Quantum Computing voran. Die E.ON ist das erste Energieunternehmen in Europa, das mit IBM Quantum zusammenarbeitet, um Quantenlösungen für seine kritischen Arbeitsabläufe zu implementieren. Die E.ON bereitet sich damit technologisch auf die neue, dezentrale Energiewelt vor.

Quantencomputer vor allem bei Netzinfrastruktur wichtig

Der von der IBM entwickelte Quantencomputer hat das Potenzial, die Energiewelt von morgen zu prägen. Da Quantencomputer einen neuen Rechenansatz verfolgen, um wichtige Probleme der Welt zu lösen, die mit klassischen Computern unlösbar sind, werden sie für die E.ON voraussichtlich eine wichtige Rolle bei der Förderung der Energiewende spielen, vor allem im Bereich der Netzinfrastruktur. In Zukunft werden Verteilnetze ein viel breiteres Aufgabenspektrum erfüllen müssen. Es ist zu erwarten, dass Energie nicht mehr nur einseitig vom Erzeugerunternehmen zum Konsumenten transportiert wird, sondern durch viele kleinere Unternehmen und Haushalte in das Netz eingespeist wird, beispielsweise über eigene PV-Anlagen oder Elektrofahrzeuge. Quantum Computing kann dazu beitragen, diese Prozesse künftig effizienter und effektiver zu steuern. Gleichzeitig führt die steigende Anzahl von Elektroautos zu komplexeren Abrechnungsvorgängen bei den Ladevorgängen, was ebenfalls mit Quantum Computing gelöst werden kann.

Hohe Rechenleistung erforderlich

Im Rahmen des „Vehicle to Grid“ (V2G)-Projekts werden beispielsweise Batterien von E-Autos als flexibles Speichermedium an das Verteilnetz angeschlossen. Auf diese Weise können Schwankungen bei der Erzeugung von erneuerbaren Energien ausgeglichen werden. Die Koordination und Steuerung des Systems erfordert eine sehr große Rechenleistung, zu der aktuelle Computersysteme nicht in der Lage sind. Ein Quantencomputer kann die erforderlichen Berechnungen dagegen potenziell auf verschiedene Weise sowie in einer kürzeren Zeitspanne durchführen.

Zugang zu Quantenexpertise und Softwaretools

Als Partner von IBM Quantum hat die E.ON über die IBM-Cloud Zugang zu IBMs universellen Quantencomputer-Systemen sowie auf die Quantenexpertise der IBM und die Qiskit-Quanten-Softwareentwicklungstools. Mit diesen IBM-Quantum-Ressourcen wird die E.ON mit dem IBM-Quantum-Technical-Services-Team zusammenarbeiten, um diese Innovation zu ermöglichen.

Für die E.ON bietet der innovative Einsatz von Quantum Computing laut Victoria Ossadnik, Digitalvorstand der E.ON, eine Chance, komplexe und systemübergreifende Optimierungsaufgaben in der Energiewende innovativ zu lösen. Die vertiefte Kooperation mit der IBM ist dafür ein wichtiger Meilenstein.

Aus Sicht von Gregor Pillen, General Manager, IBM DACH, spielen Energieversorger eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, ganze Branchen, Unternehmen und Verbraucher dabei zu unterstützen, Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren. Es sind hochentwickelte Technologien erforderlich, um Energienetze besser steuern und koordinieren zu können und den Einsatz von „sauberer“, erneuerbarer Energie zu erhöhen. Quantum Computing bietet die Rechenkapazitäten, um Energieversorger auf dem Weg in diese neue, nachhaltigere Zukunft zu unterstützen.