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Eine ganzheitliche Lösung für das Kunststoffrecycling

Circular Resources Sàrl, Luxemburg, ein Unternehmen, das mit dem Ziel gegründet wurde, einen One-Stop-Shop für das Recycling von Kunststoffabfall zu etablieren, hat mit Wirkung vom 10. August 2022 die DSD – Duales System Holding GmbH & Co. KG, Köln, und die Unternehmensgruppe mit dem Grünen Punkt übernommen. Dazu gehören unter anderem die Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland GmbH, Köln, die eines der führenden dualen Systeme zur Erfassung und Verwertung gebrauchter Verkaufsverpackungen in Deutschland betreibt, sowie die Systec Plastics GmbH mit der Produktionsstätte in Hörstel und die Systec Plastics Eisfeld GmbH, die aus im Gelben Sack und in der Gelben Tonne gesammelten Kunststoffabfällen hochwertige Rezyklate für die Kunststoff- und Verpackungsindustrie herstellen.

Nach Meinung von Carlos Monreal, Gründer und Präsident von Circular Resources, ist die Übernahme von Der Grüne Punkt durch Circular Resources ein Meilenstein für das Closed-Loop-Recycling. Circular Resources wird das derzeitige Lizenzierungs-, Entsorgungs- und mechanische Recyclinggeschäft von Der Grüne Punkt, das sich sehr gut entwickelt, voll unterstützen und durch die Einführung des chemischen Recyclings von Kunststoffabfällen in großem Maßstab in Deutschland ergänzen. C. Monreal ist auch Gründer und Chief Executive Officer der Plastic Energy Limited, London, einem nach eigenen Angaben weltweit führenden Unternehmen im Bereich des chemischen Recyclings von Kunststoffabfällen. Es wird erwartet, dass die Vereinbarung weitere Synergien zwischen dem mechanischen und dem chemischen Recycling von Kunststoffabfällen in Europa ermöglichen wird, um Kunststoffe, die derzeit aus der Wertschöpfungskette verloren gehen, wieder in den Recyclingkreislauf einzubringen.

Abfall ist laut Laurent Auguste, CEO von Circular Resources, längst zum wertvollen Rohstoff geworden. Wir müssen gerade beim Kunststoff dafür sorgen, dass der darin enthaltene fossile Kohlenstoff nicht in die Umwelt gelangt und etwa als CO2 den Klimawandel befördert. Das Konzept des erneuerbaren Kohlenstoffs oder Renewable Carbon wird immer wichtiger für eine wirkliche Kreislaufwirtschaft. Ziel ist daher eine ganzheitliche Lösung für die Kreislauffähigkeit von Kunststoff. Zusammen mit Der Grüne Punkt entwickelt das Unternehmen einen einzigartigen Ansatz, indem es die Lizenzierung von Verkaufsverpackungen und den Zugang zum Stoffstrom mit mechanischem und chemischem Recycling kombiniert. Durch enge Partnerschaften mit Verpackungsherstellern will Circular Resources dabei unterstützen, den Kreislauf durch ihre Einkaufsentscheidung zu schließen.

Nach Überzeugung von Michael Wiener, CEO von Der Grüne Punkt, wird mit Circular Resources der strategischen Partner gewonnen, den das Unternehmen für die Weiterentwicklung seines Geschäfts braucht und mit dem es in neue Dimensionen vorstoßen wird. Der Grüne Punkt will weiter in das mechanische Recycling investieren, hier sowohl Qualität als auch Kapazität ausbauen und weitere Einsatzbereiche für die Rezyklate gewinnen. Daneben hat das Unternehmen gemeinsam mit den Partnern Lösungen für mechanisch nicht recyclingfähige Kunststoffabfälle entwickelt, einschließlich chemischen Recyclings. Dadurch kann Der Grüne Punkt mehr Rohstoffe im Kreislauf halten und die ökologischen Auswirkungen von Verpackungsabfall verringern. Hinzu kommt die starke internationale Ausrichtung des Geschäfts, für die Circular Resources genau der richtige Partner ist.

Die Partner betonen, dass sich die gut aufgestellten Geschäftsbereiche der verschiedenen Unternehmen optimal ergänzen und als Teil einer ganzheitlichen Lösung weiterentwickelt werden. Die Verpackungslizenzierung und das Recycling werden dabei weiter Hand in Hand gehen. Gemeinsames Ziel ist, schnell und innovativ zu handeln, um Synergien zwischen den Geschäftsbereichen realisieren und die Kunden auf diesem sich rasch entwickelnden Markt bedienen zu können. Zusammen mit Der Grüne Punkt will Circular Resources ein Treiber für neue Technologien, auch das chemische Recycling, sein.

Laut M. Wiener wird das Konzept der erweiterten Produktverantwortung auf eine neue Stufe gehoben und den Kunden eine One-Stop-Shop-Lösung als Teil einer exklusiven Partnerschaft angeboten werden. Die Gruppe bietet umfassende Beratungsleistungen rund um Design4Recycling und den Einsatz von Rezyklaten, die Lizenzierung von Verkaufsverpackungen im dualen System, hochwertige Rezyklate aus dem mechanischen Recycling – und Polymere aus dem chemischen Recycling, gewonnen aus Post-Consumer-Abfällen und geeignet zur Herstellung neuer Kunststoffe auch für Lebensmittelverpackungen.

Circular Resources hat die gesamte Unternehmensgruppe mit allen Anteilen übernommen, das Management von Der Grüne Punkt bleibt an Bord und wird sich in signifikantem Umfang am neuen Unternehmen beteiligen. Die Unternehmen von Der Grüne Punkt werden in ihrer jetzigen Form weiterarbeiten und sich weiterentwickeln. Ziel ist, gemeinsam weiter zu wachsen und die Menge hochwertiger Rezyklate für den Markt zu steigern. Die bereits unabhängig von der Übernahme geplanten Investitionen zur Steigerung von Qualität und Kapazität in den deutschen Recyclingwerken von Der Grüne Punkt werden wie geplant durchgeführt. So wird das Unternehmen in einen seiner Standorte investieren und dort Stoffströme, die heute insbesondere noch der Verbrennung zugeführt werden, aufbereiten und mittels Pyrolyse für das chemische Recycling nutzen.

Zwei prominente deutsche Geschäftsleute, die über ihren Investmentfonds CirCap in Circular Resources investieren werden, werden in den Vorstand der Holdinggesellschaft der Gruppe Der Grüne Punkt einziehen. Ralf Huep (ehemals Advent International Corporation, Boston) und Karl-Georg Altenburg (ehemals JP Morgan Chase & Co., New York) werden als Non-Executive Chairman bzw. Director fungieren. R. Huep zeigt sich fest entschlossen, das volle Potenzial des Grünen Punkts zu erschließen. Das Unternehmen hat in Deutschland Pionierarbeit für das duale System geleistet, eine sehr starke Marke entwickelt, sich an verschiedene regulatorische und marktbezogene Veränderungen angepasst und ist jetzt bereit zu expandieren. Das Fundament ist solide, und die neuen Anteilseigner werden dazu beitragen, das Wachstum des Unternehmens zu fördern.