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LetterOne und BASF: Zusammenschluss der Öl- und Gasaktivitäten zu Wintershall DEA

Die LetterOne, Luxemburg, und die BASF SE, Ludwigshafen, haben vergangene Woche einen Vertrag über den Zusammenschluss ihrer Öl- und Gasaktivitäten zu einem neuen Unternehmen Wintershall DEA unterzeichnet. Der Abschluss der Transaktion steht unter dem üblichen Vorbehalt der behördlichen Genehmigungen.

Wintershall DEA wird das größte unabhängige europäische Explorations- und Produktionsunternehmen mit Aktivitäten in zwölf Ländern in Europa, Lateinamerika, Nordafrika und dem Nahen Osten sein. Die Pro-Forma-Förderung des gemeinsamen Unternehmens betrug 2017 rund 575.000 boe/d, wovon rund 70 % auf Erdgas entfielen. Es wird erwartet, dass die Produktion bei Umsetzung des Businessplans auf 750.000 boe/d bis 800.000 boe/d ab dem Jahr 2020 steigt.

In 2017 hätten die kombinierten Geschäftsaktivitäten einen Umsatz in Höhe von 4,7 Mrd. Euro und ein Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von 2,8 Mrd. Euro erzielt. Basierend auf den kombinierten nachgewiesenen Reserven (1P) von rund 2,2 Mrd. boe Ende 2017 würde sich das Verhältnis von Reserven zu Produktion des gemein-samen Unternehmens auf rund zehn Jahre belaufen.

Das kombinierte Portfolio und die Größe von Wintershall DEA werden sehr großes Potential für ein nachhaltiges und langfristiges Wachstum bieten. LetterOne und BASF erwarten, dass Synergieeffekte in der Größenordnung von mindestens 200 Mio. Euro pro Jahr möglich sind. Mittelfristig planen die Anteilseigner, Aktien des Unternehmens im Rahmen eines Börsengangs anzubieten.

Der gemeinsame Unternehmenssitz von Wintershall DEA wird in Hamburg und Kassel sein.

Lord Browne, Executive Chairman von L1 Energy und Vorsitzender des DEA-Aufsichtsrats, ist darüber erfreut, dass eine Vereinbarung getroffen wurde, um die größte unabhängige E&P-Gesellschaft in Europa aufzubauen. Wintershall DEA ist die größte Fusion in der Branche seit über einem Jahrzehnt mit hervorragenden Wachstumsmöglichkeiten und der Größe, die erforderlich ist, um neue Geschäftschancen zu erschließen. Er erwartet, dass das Unternehmen sich schnell zu einer weltweit wettbewerbsfähigen Organisation mit einem internationalen Portfolio entwickeln wird.

Maria Moraeus Hanssen, CEO von der DEA Deutsche Erdoel AG, Hamburg, wird stellvertretende CEO und Chief Operating Officer des gemeinsamen Unternehmens. Zusätzlich werden Thilo Wieland, Vorstandsmitglied von Wintershall, und Hugo Dijkgraaf, Managing Director von Wintershall Norge, Mitglieder des fünfköpfigen Vorstands von Wintershall DEA. Die Ernennung des Chief Financial Officers wird zu gegebener Zeit erfolgen.

LetterOne und BASF werden jetzt damit beginnen, die erforderlichen behördlichen Genehmigungen einzuholen. Dieser Prozess könnte sechs Monate dauern. Bis zum Closing werden DEA und Wintershall weiter als eigenständige Unternehmen tätig sein.

BASF wird zunächst mit 67 % und LetterOne mit 33 % an Wintershall DEA beteiligt sein. Dabei ist das Gastransportgeschäft der Wintershall nicht berücksichtigt. Bei Abschluss der Transaktion wird Wintershall DEA jedoch Vorzugsaktien an BASF ausgeben, die dem Wert des Gastransportgeschäfts von Wintershall entsprechen. Vor dem Börsengang, aber nicht später als 36 Monate nach Abschluss der Transaktion werden diese Vorzugsaktien in zusätzliche Stammaktien der Wintershall DEA für BASF umgewandelt.