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team und HaGe starten Prozess zur Konzernbildung

Die team SE, Süderbrarup, und die HaGe Hauptgenossenschaft Nord AG, Kiel, sind die starken Säulen im Deutschlandgeschäft des dänischen DLG-Konzerns. Im Zuge einer Fokussierung sowie Stärken- und Kräftebündelung des Agrar-, Bau- und Energiegeschäfts ist geplant, die beiden Unternehmen zusammenzuführen, um künftig im deutschen Markt noch schlagkräftiger zu agieren und sich nachhaltig als Marktführer in den Branchen, in denen die Unternehmen tätig sind, zu positionieren. Durch den Zusammenschluss entsteht eines der größten Unternehmen mit Hauptsitz in Schleswig-Holstein. Der künftige Konzern wird nach eigenen Angaben rund 5.000 Mitarbeiter beschäftigen, einen Umsatz von 4,7 Mrd. Euro sowie ein EBIT von 90 Mio. Euro erwirtschaften.

Deutschland ist nach Aussage von Kristian Hundebøll, Chief Executive Officer des DLG-Konzerns, für die DLG ein strategisch wichtiger Markt. Mit dem Zusammenschluss der HaGe und der team zu einem Unternehmen wird die DLG im wettbewerbsintensiven deutschen Markt eine starke Position einnehmen. Die team und die HaGe sind starke Player in ihren jeweiligen Geschäftsfeldern. Gemeinsam bilden sie künftig eine starke Basis, um die marktführende Position der DLG in Deutschland auszubauen und neue Geschäftsmöglichkeiten zu erschließen.

Gemeinsame Aus- und Weiterbildung geplant

Eine zukunftsfähige Ausrichtung gestalten, Stärken bündeln und gemeinsam mehr erreichen sind die primären Ziele des Zusammenschlusses. Neben der Steigerung des Kundennutzens hinsichtlich eines ganzheitlichen Produkt- und Leistungsportfolios soll die Attraktivität als konsequent zukunftsausgerichteter Arbeitgeber für alle aktuellen Mitarbeiter, neue Mitarbeiter und junge Talente unterstrichen werden. Ein Schwerpunkt wird in Zukunft die gemeinsame Ausbildung, Weiterbildung und Persönlichkeitsentwicklung sein, da für nachhaltiges Ergebniswachstum die qualifizierten Mitarbeiter der entscheidende Erfolgsfaktor sind.

Die Bildung einer gemeinsamen, effizienten und modernen Verwaltung, setzt die bereits in den letzten Jahren begonnene Zusammenarbeit der beiden Unternehmen konsequent fort. Viele der Zukunftsthemen sowohl im Agrarsektor als auch im Bau- und Energiegeschäft sind eng mit der Digitalisierung verknüpft. Die Bündelung und stringente Entwicklung der digitalen Prozesse und Systeme soll eine nachhaltige Schubkraft für die zukunftsfähige Aufstellung des Konzerns erzeugen.

Stärken sollen gebündelt werden

Nach Aussage von Henrik Madsen, Vorstandsvorsitzender der HaGe, zeichnet die beiden Unternehmen eine gemeinsame Vergangenheit mit Ursprung in der Landwirtschaft aus. Viele Meilensteine verknüpfen den bisherigen Weg, wie beispielsweise 2005 die Bündelung des Agrargeschäftes in der HaGe und die Integration als Konzern-Schwestern im DLG-Konzern. Jetzt ist es an der Zeit, diese parallelen Wege der letzten Jahre zusammenzuführen und die Stärken zu bündeln.

Darin, das Beste aus der Praxis zu vereinen und voneinander zu lernen – in den Serviceeinheiten und dem operativen Geschäft – sieht Kevin Lorenzen, Vorstandsvorsitzender der team, ein sehr großes Potenzial, die Leistungsfähigkeit beider Unternehmen signifikant positiv zu beeinflussen.

In mehreren Schritten zu einem Konzern

Der Startschuss erfolgt, vorbehaltlich der Zustimmung in den relevanten Gremien, mit dem Verkauf der HaGe-Aktien, aus dem Besitz der DLG in Höhe von 55 %, an die team SE. Mit diesem Schritt wird der Grundstein für eine Konzernbildung gelegt. Die schlagkräftige Serviceeinheit wird am künftigen Hauptsitz des neuen Konzerns in Flensburg entstehen, wo der Neubau der team SE den nach eigenen Angaben perfekten Rahmen für eine gemeinsame Zentrale darstellt.

Es entsteht in Flensburg laut Carsten Gemeinhardt, Vorstand der team, ein modernes und zukunftsorientiertes Unternehmen mit großem Potenzial, das sich nachhaltig in Deutschland als Marktführer in den Branchen etablieren wird.

Im nächsten Schritt werden die operativen Einheiten der HaGe (Regionen, Sparten, Tochtergesellschaften) zu einer fokussierten Agrarsparte zusammengefasst. Der Vorstand und das Management der HaGe wird in den nächsten Wochen und Monaten den Transformationsprozesses aktiv gestalten. Für das operative Tagesgeschäft bedeutet dieser Schritt kaum Veränderungen, sondern vielmehr eine Stärkung der Vertriebs- und Serviceleistungen, die zusätzlichen Kundennutzen schaffen werden.

In den operativen Einheiten der team-Gruppe im Bau- und Energiegeschäft wird es zu keinen Veränderungen kommen. Vielmehr soll den Kunden ein noch breiteres Produktportfolio und Services, sowie eine Vielzahl an neuen digitalen Lösungen anboten werden. Besonders in den Bereichen Digitalisierung, Logistik und Nachhaltigkeit wird durch das gebündelte Investitionsvolumen in der neuen Struktur erheblich mehr Schlagkraft generiert.

Von der Kieler an die Flensburger Förde

Der Bezug der neuen Zentrale in Flensburg durch die team-Serviceeinheiten erfolgt Anfang Dezember 2021. Dort entstehen 380 moderne Arbeitsplätze, die sich auf vier Stockwerke und eine Bürofläche von 5.500 qm verteilen. Ein offenes Raumkonzept, formelle und informelle Kommunikationsbereiche und ein digitalisiertes Arbeitsumfeld werden nach Meinung von K. Lorenzen Interaktion und Innovationen nachhaltig fördern und die Entwicklungsdynamik nochmals ausbauen.

Die Bündelung der gemeinsamen Konzernzentrale in Flensburg erfordert Flexibilität auf Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite. Daher gilt für die Servicemitarbeiter der HaGe aus Kiel ein Arbeitsmodell kombiniert aus Anwesenheit in Flensburg, mobilem Arbeiten und vorübergehender wohnortnaher Arbeit an Standorten der team oder der HaGe. Geplant ist der Start der Zusammenführung im Januar 2022.

Diese neue Ausrichtung der Arbeitsplätze in einer Verwaltung wird in den kommenden Tagen und Wochen in Verhandlungen mit dem Betriebsrat und persönlichen Gesprächen mit den Mitarbeitern erörtert. Ziel ist nach Aussage von Lars Sørensen, Vorstand der HaGe, eine schnellstmögliche Planung und Klarheit für jeden Einzelnen zu schaffen.

Für die operativen Einheiten der HaGe ergeben sich aus diesen Schritten zunächst keine Änderungen für den Geschäftsbetrieb. Dort ist kein Umzug nach Flensburg vorgesehen. Die beiden Gebäudeteile in Kiel sind für die operativen Einheiten langfristig überdimensioniert. Daher wird es Bestrebungen geben, in den kommenden Jahren einen oder beide Gebäudeteile zu veräußern und eine bedarfsgerechte Bürolösung zu suchen, die sich im Großraum Kiel befinden wird.