NEUIGKEITEN

aus der Branche!

Unternehmen

Zukunftstechnologie Wasserstoff: Mabanaft beteiligt sich an Energiespeicherspezialist NACOMPEX

Die Mabanaft Deutschland GmbH & Co. KG, Hamburg, und die NACOMPEX GmbH, Dresden, gehen eines der zentralen technologischen Probleme der Energiewende gemeinsam an: die effiziente und sichere Speicherung von Wasserstoff. Deshalb beteiligt sich die Mabanaft an dem Unternehmen NACOMPEX. In Dresden erforscht und entwickelt die NACOMPEX innovative Energiespeicher.

Die Mabanaft will laut Volker Ebeling, Senior Vice President New Energy, Chemicals & Gas bei der Mabanaft, die Energiewende aktiv mitgestalten und ihren Kunden innovative Lösungen anbieten, mit denen sie ihre CO2-Emissionen senken können. Die Beteiligung an der NACOMPEX GmbH unterstreicht dieses Bekenntnis zu einer vielversprechenden Technologie in einem wichtigen Zukunftsmarkt. Damit könnte Wasserstoff als Energieträger auf vereinfachtem Wege sozusagen bis an die Türschwelle der Kunden gebracht werden.

Basierend auf dem von der NACOMPEX entwickelten FeRedox-Verfahren arbeitet das Team um Geschäftsführerin Claudia Hain an Energiespeichersystemen, die auf eine deutliche Effizienzsteigerung der Energieumwandlungskette Strom-Wasserstoff-Strom abzielen. Die Speicherung von H2 ist nach wie vor aufwändig und steht einer flächendeckenden Nutzung von Wasserstoff noch im Wege. Die NACOMPEX-Idee ist, die Energie des Wasserstoffs mittels einer Redox-Reaktion mit Eisen kostengünstig, zuverlässig und mit hoher Energiedichte in Eisenpellets zu speichern. So lässt sich Wasserstoff laut C. Hain problemlos und sicher lagern, transportieren und effizient rückgewinnen und verstromen.

Wasserstoff für emissionsfreie Mobilität

Um belastbare Kennziffern für die technologische Anwendung von Eisen für die Speicherung und den Transport von Wasserstoff in größerem Maßstab zu ermitteln, sind mehrere Projekte geplant. In Kooperation mit der Technischen Universität Dresden wird die NACOMPEX beispielsweise eine Versuchsanlage aufbauen, um das Betriebsverhalten von Eisenmassen-Speichern zum Zweck der Wasserstoffspeicherung zu testen. Und mit dem Projekt FutureHDrive wird die FeRedox-Speichertechnologie als 1 MWh-Standardmodul zur Wasserstoffspeicherung hochskaliert. Das System wird in Containerbauweise stationär aufgebaut und für die Integration auf einem Schienenfahrzeug vorbereitet. Mit dieser Systemvariante kann dezentral Strom aus erneuerbaren Energien beziehungsweise damit hergestellter Wasserstoff im Verkehrssystem voraussichtlich hoch effizient eingesetzt werden.

Nachhaltige Kraftstoffe

Die Investition in die NACOMPEX GmbH steht in direktem Zusammenhang mit Mabanafts Sustainable Fuels-Strategie und knüpft an aktuelle Wasserstoff- und Power-to-Liquid-Projekte wie AquaVentus oder P2X-Europe an. Wenn Deutschland die Klimaziele erreichen will, muss die Dekarbonisierung des Verkehrssektors nach Aussage von Oleksandr Siromakha, Head of Sustainable Fuels bei der Mabanaft, schneller gehen. Mit nachhaltigen Kraftstoffen will das Unternehmen dazu einen Beitrag leisten und setzt dabei auf eine möglichst breite technologische Basis. Der Vorteil bei der Kooperation mit der NACOMPEX ist, dass das FeRedox-Verfahren prinzipiell auch zur effizienten Herstellung synthetischer Kraftstoffe verwendet werden kann, die problemlos in der bestehenden Tankstellen-Infrastruktur angewendet werden können.

Auch der Bund ist vom Ansatz der NACOMPEX GmbH überzeugt. Das Projekt FutureHDrive ist Teil der nationalen Wasserstoffstrategie der deutschen Bundesregierung und wird vom BMWi Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Berlin, mit rund 1,8 Mio. Euro (insgesamt rund 3 Mio. Euro für alle 3 Verbundpartner) gefördert