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eFuel Alliance wählt neuen Vorstand und Beirat – Mitgliederversammlung stellt Weichen für die Zukunft

Die im vergangenen Sommer gegründete eFuel Alliance e. V., Hamburg, hat auf ihrer Mitgliederversammlung im März 2021 die Marschroute für die nächsten Jahre festgelegt. Die Allianz ist ein breiter Mix aus über 120 Unternehmen und Verbänden entlang der Wertschöpfungskette von E-Fuels und engagiert sich insbesondere auf europäischer Ebene für die Schaffung von Rahmenbedingungen, die einen Markthochlauf von E-Fuels ermöglichen.

Dr. Peter Seifried Vorstandsvorsitzender

Auf der Online-Mitgliederversammlung wurde auch der Vorstand neu gewählt. Dr. Peter Seifried wurde in seiner Funktion als Vorsitzender der eFuel Alliance von den Mitgliedern bestätigt. Als sein Stellvertreter wurde Andreas Henke, Chief Executive Officer und Chief Marketing Officer der Piëch Automotive AG, Zürich, gewählt. Als weitere Mitglieder in den Vorstand wählte die Versammlung Nils Aldag, Gründer und CEO der in Dresden ansässigen Sunfire GmbH, Dr. Martin Berger, Leiter Forschung und Vorausentwicklung beim Automobilzulieferer MAHLE GmbH, Stuttgart, Carl Nyberg, Executive Vice President für den Bereich erneuerbarer Straßenverkehr beim führenden finnischen Biokraftstoffhersteller Neste Oyj, Espoo, sowie Udo Weber, Vorsitzender der UNITI Bundesverband mittelständischer Mineralölunternehmen e. V., Berlin.

Enge Zusammenarbeit mit Österreichs eFuel Alliance

Jürgen Roth, Chef der neu gegründeten österreichischen eFuel Alliance, wurde als Vertreter der Regionen in den Vorstand gewählt. Aktuell sind Gründungen weiterer nationaler Bündnisse unter dem Dach der eFuel Alliance geplant.

Mit der Erweiterung des Vorstands bildet dieser jetzt das breite Geschäftsspektrum der Allianz ab und ist in der Lage, branchen- und verbandsübergreifend zu agieren.

Ole von Beust wechselt in den Beirat

Ole von Beust, bisheriger Geschäftsführer der Allianz, wechselt in das Sounding Board (Beirat). Von dort aus wird er gemeinsam mit Dr. Monika Griefahn, ehemalige Umweltministerin in Niedersachsen und Gründungsmitglied der Umweltschutzorganisation Greenpeace e. V., Hamburg, Norbert Haug, früherer Motorsport-Chef der Mercedes-Benz AG, Stuttgart, Prof. Öivind Andersson von der schwedischen Lund Universität, Dr. Michael Vesper, früherer stellvertretender Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und Gründungsmitglied der Partei Die Grünen, sowie Johannes Remmel, Sprecher für Europapolitik und Stadtentwicklung der Fraktion Bündnis90/Grüne im NRW-Landtag und ehemaliger nordrheinwestfälischer Umweltminister, die gesellschaftliche und politische Debatte über den Einsatz von E-Fuels begleiten. Laut O. von Beust, ist es den genannten Personen ein gemeinsames Anliegen, die Klimaschutzziele mit allen verfügbaren Technologien zu erreichen. Dafür muss das richtige Level Playing Field in der EU geschaffen werden.

Ralf Diemer neuer Geschäftsführer

Mit Ralf Diemer konnte die Allianz einen erfahrenen Geschäftsführer verpflichten, der gemeinsam mit dem Team und dem Vorstand der efuel Alliance jetzt die entscheidenden europäischen Regelungen begleiten wird. E-Fuels sind vielseitig anwendbar. Der Straßenverkehr mit 20 Mal höheren Vermeidungskosten pro Tonne CO2 als der aktuelle Preis für EU-CO2-Zertifikate bietet nach Meinung von R. Diemer den größten Hebel, um Wasserstoff und Kraftstoffe in industriellen Dimensionen klimaneutral produzieren zu können. Außerdem kann damit auch die große Bestandsflotte von über 330 Mio. Bestandsfahrzeugen in Europa einen Beitrag zur klimaneutralen Mobilität leisten und am Ende helfen, die Klimaziele zu erreichen.

Dr. Peter Seifried, Vorsitzender der eFuel Alliance, appelliert nochmals an die Politik, neben der großen Unterstützung für E-Mobilität auch die Rahmenbedingungen für eFuels zu verbessern. Nur mit einem „sowohl als auch“ können seiner Meinung nach die von der EU verschärften Klimaziele erreicht werden. Er fordert dazu auf, den Blick insbesondere auch auf die europäischen Staaten zu richten, die die Transformation zur E-Mobilität nicht mit der Geschwindigkeit schaffen werden, in der dies in Deutschland und anderen Ländern möglich ist. E-Fuels bieten auch denjenigen eine Chance, zum Erreichen der Klimaziele beizutragen, die sich nicht sofort ein neues Auto leisten können oder denen der Weg zur Arbeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht ohne weiteres möglich ist.

Die eFuel Alliance bringt sich aktiv in die bereits begonnenen Reformen der CO2-Flottengrenzwerte und der Erneuerbaren-Energie-Richtlinie (RED II) sowie in weitere für ein Gelingen der Energiewende wichtige Vorhaben, wie die Überarbeitung der Energiesteuer, ein.