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Gasantriebe attraktiver durch Diesel-Fahrverbote und schärfere Kohlendioxidgrenzwerte

Durch immer strengere Grenzwerte für Luftschadstoffe und Kohlendioxid werden Benzin- und Dieselfahrzeuge für Verbraucher zunehmend an Reiz verlieren, erklärt der DVFG Deutscher Verband Flüssiggas e. V., Berlin, anlässlich des Urteils des Verwaltungsgerichts Wiesbaden zum Diesel-Fahrverbot und der Pläne auf EU-Ebene, die Kohlendioxidgrenzwerte zu verschärfen.

Was viele Autofahrer beim Kauf eines Fahrzeugs für selbstverständlich halten, werden für den Vorsitzenden des DVFG, Rainer Scharr, konventionelle Antriebe schon in absehbarer Zeit nicht mehr garantieren können: Freie Fahrt auch in den Innenstädten. Die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Wiesbaden, der zufolge Frankfurt am Main jetzt ein Diesel-Fahrverbot für eine Verbesserung der Luftqualität einführen muss, ist ein klares Signal.

Hinzu kommt der aktuelle Vorstoß des Umweltausschusses im Europäischen Parlament, den Kohlendioxidausstoß von Neufahrzeugen bis zum Jahr 2030 stärker – um 45 % statt der zunächst vorgesehenen 30 % – zu senken. Die Bedeutung emissionsarmer Alternativen wie Autogas wird nach Meinung von R. Scharr angesichts dieser Entwicklungen noch einmal deutlich steigen.

Der Stickoxidausstoß fällt bei Autogas-Pkw bis zu 51mal niedriger aus als bei Diesel-Fahrzeugen. Feinstaub-Partikel lassen sich im Vergleich zu Benzin-Pkw mit Autogas um bis zu 99 % reduzieren. Fahrverbote müssen Autogas-Fahrer somit nicht fürchten. Die Kohlendioxidemissionen sind außerdem um 21 % geringer als bei fossilen Benzin-Kraftstoffen und um 23 % niedriger als bei fossilen Diesel-Kraftstoffen. Ein ausschlaggebendes Argument bleibt auch die schon heute breite Verfügbarkeit an über 7.100 Autogas-Tankstellen.