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IWO: E-Fuels müssen in Technik von heute einsetzbar sein

Aktuelle Studien zeigen, dass neue treibhausgasreduzierte flüssige Energieträger für das Erreichen der Klimaziele eine wichtige Rolle spielen werden. Ein besonderer Vorteil solcher Brenn- und Kraftstoffe: Sie können genauso gespeichert, transportiert und verwendet werden wie heutige flüssige Energieträger.

Dies gilt auch für den Wärmemarkt. Der Einsatz klimaschonender und emissionsarmer Fuels in bereits heute verfügbarer Technologie ist auch ein Forschungsschwerpunkt der OWI Oel-Waerme-Institut gGmbH, Herzogenrath, An-Institut der RWTH Aachen und Tochterunternehmen des IWO Institut für Wärme und Oeltechnik e. V., Hamburg. Damit kann die klimafreundliche Zukunft auch von Öl-Brennwertheizungen ermöglicht werden. Jetzt hat das OWI seinen aktuellen Jahresbericht veröffentlicht.

Seit rund 20 Jahren ist das OWI in zwei zentralen Forschungsfeldern etabliert: Zukunftsfähige flüssige Energieträger und Effizienztechnologien. Mit anwendungsnahen Lösungsansätzen für klima- und umweltschonende Mobilität und Raum-wärme leistet das OWI heute einen wichtigen Beitrag zur Energiewende. Der Fokus im Bereich flüssiger Energieträger liegt derzeit auf Brenn- und Kraftstoffen mit einem möglichst hohen Kohlendioxidminderungspotential sowie deren Kompatibilität mit modernen Verbrennungs- und Motorentechnologien. Beispielsweise wird der Einsatz von Brennstoffen aus Abfällen und Reststoffen biogener Herkunft untersucht. Auch sogenannte E-Fuels oder Synfuels, die aus regenerativ erzeugtem Strom und einer erneuerbaren Kohlenstoffquelle synthetisch hergestellt werden, sind ein aktuelles Forschungsthema am OWI, das mit dem kürzlich erschienenen Tätigkeitsbericht 2016/17 einen Einblick in seine Aktivitäten bietet.

Die neuen Energieträger sollen die fossilen Brennstoffe nach und nach ergänzen. Wichtig dabei ist, dass die neuen E- und Synfuels ohne Umbauten in der heute modernen Technik einsetzbar sind. Und sie müssen sich mit den derzeitigen Kraft- und Brennstoffen mischen lassen, ohne dass unerwünschte Wechselwirkungen entstehen. Nach Mitteilung von David Diarra, Geschäftsführer des OWI, gilt das sowohl für Ölheizungen als auch Fahrzeugmotoren. Das Institut arbeitet an diesen Fragestellungen und legt Wert darauf, dass E-Fuels auch in älteren Heizgeräten und Fahrzeugen ohne teure Nachrüstungen nutzbar sind. Dazu sind sie in öffentlich geförderte Cluster-Forschungsprojekte der Bundesregierung und der EU eingebunden.

Mit den neuen treibhausgasreduzierten flüssigen Brennstoffen haben auch Ölheizungen langfristig eine klimafreundliche Zukunftsperspektive. Daher unterstützt das IWO die Forschungsarbeit am Oel-Waerme-Institut. Für IWO-Geschäftsführer Adrian Willig sollte, wer heute seine Ölheizung aus technischen Gründen modernisieren muss, auf die neueste Öl-Brennwerttechnologie setzen, denn die Kompatibilität mit künftigen E-Fuels wird gewährleistet.