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UNITI: Mittelständische Unternehmen starten Informationskampagne zu E-Fuels

Die UNITI Bundesverband mittelständischer Mineralölunternehmen e. V., Berlin, hat mit einer Auftaktaktion im Berliner Regierungsviertel den Startschuss zur Kampagne „E-Fuels for Future“ gegeben. Zahlreiche vor allem mittelständische Unternehmen verschiedener Branchen beteiligen sich an der Informationskampagne.

„E-Fuels for Future“ – dieser Slogan wird Autofahrern bis Mitte Oktober 2021 unter anderem an über 1.000 Tankstellen, an Tankwagen, in rund 2.000 freien Werkstätten sowie an zahlreichen Lieferfahrzeugen des freien Kfz-Teilehandels begegnen. Mit einem breiten Instrumentarium an klassischen Werbe- und Imageträgern sowie mit PR-Aktionen und über elektronische Medien soll das Interesse der Autofahrer für klimaneutrale, synthetische Flüssigkraftstoffe, so genannte E-Fuels, geweckt werden. Darüber hinaus werden auch Endverbraucher im Wärmemarkt angesprochen, denn über 100 Heizölhändler unterstützen die Kampagne ebenfalls und unterrichten ihre Millionen Kunden über synthetische Brennstoffe. Unter www.e-fuels.de ist eine Kampagnenwebsite geschaltet, auf der sich die Menschen über den Einsatz von E-Fuels im Kraft- und im Brennstoffmarkt sowie im Schmierstoffbereich informieren können.

E-Fuels unverzichtbar, um ambitionierte Klimaziele zu erreichen

Nach Aussage von Elmar Kühn, Hauptgeschäftsführer des Kampagneninitiators UNITI, sind E-Fuels unverzichtbar, wenn Deutschland das ambitionierte Ziel der Klimaneutralität bis zum Jahr 2045 erreichen will und dabei auch künftig seinen Wohlstand behalten möchte. Laut dem überarbeiteten Klimaschutzgesetz soll Deutschland bis zum Jahr 2045 klimaneutral sein. Das bedeutet, es darf dann kein CO2 aus fossilen Quellen mehr emittiert werden. Und das, obwohl eine Lücke bei der Versorgung mit erneuerbaren Energien in Deutschland droht, denn das weitere Ausbaupotenzial für „grünen“ Strom aus Wind und Sonne ist in Deutschland eng begrenzt. Gleichzeitig kann Strom aufgrund von technisch bedingten Speicher- und Transportrestriktionen schlecht nach Deutschland transportiert werden. Mit flüssigen E-Fuels dagegen lassen sich erneuerbare Energien aus wind- und sonnenreichen Regionen der Erde nach Deutschland importieren. Nur mit E-Fuels können aus Sicht von E. Kühn die ambitionierten Klimaziele erreicht werden und die Energiewende im Straßenverkehr sowie im Wärmemarkt auf bezahlbare Weise gelingen. Aus Sicht des Verbandes müssen die Bürger das gerade mit Blick auf die Bundestagswahl wissen. Die Informationskampagne ist sehr wichtig und die UNITI begrüßt die rege, branchenübergreifende Beteiligung so vieler kleiner und mittelständischer Unternehmen.

E-Fuels mit zahlreichen Vorteilen im Verkehrssektor und im Wärmemarkt

Für die Autofahrer bieten E-Fuels zahlreiche Vorteile: Sie können in beliebigen Anteilen Benzin und Diesel beigemischt werden oder diese sogar vollständig ersetzen. Technische Anpassungen am Auto sind dafür nicht erforderlich. E-Fuels können wie gewohnt an der Zapfsäule getankt werden. Der gesamte Bestand von 58 Mio. Kraftfahrzeugen in Deutschland kann damit klimaneutral gemacht werden – für Autofahrer teure Investitionen in neue Elektroautos oder für den Aufbau einer vom Steuerzahler mit vielen Milliarden Euro subventionieren Ladeinfrastruktur sind mit E-Fuels nicht erforderlich.

Mit synthetischen E-Fuels können darüber hinaus die vielen Millionen Ölheizungen in Deutschland klimaneutral betrieben werden, ohne dass große Investitionen in Gebäude notwendig wären oder die Heizungen umgestellt oder technisch angepasst werden müssen.

Kampagne soll Autofahrer informieren und Politik wachrütteln

Über Vorteile wie diese möchte „E-Fuels for Future“ die Verbraucher gut sichtbar informieren. Ziel ist, laut des UNITI-Hauptgeschäftsführers, viele Menschen mit der Kampagne zu erreichen und damit einen wachrüttelnden Appell an die Politik zu richten, die geeigneten Rahmenbedingungen für den Hochlauf der E-Fuels zu schaffen. Bislang liegt der Fokus in der Regulatorik im Verkehrssektor einseitig auf der Förderung der Elektromobilität; im Wärmemarkt werden synthetische Brennstoffe vom Gesetzgeber ausgebremst. Diese Einseitigkeit ist nach Meinung von E. Kühn falsch. Stattdessen wird mehr Technologieoffenheit benötigt sowie Wettbewerb um die besten Lösungen. Alle Ansätze, die den Klimaschutz voranbringen, müssen berücksichtigt werden.